Neue Bremscheiben schlagen mit der Zeit.
Hallo,
Ich bin langsam am Ende. Ich hatte die Bemsen machen lassen bei ATU. Nach ca. 4 Monate fingen sie zu schlagen an. Also wenn ich leicht bremste merkte ich es am Steuerrad das die Scheiben unwucht hatten. Es wurde mir auf Garantie gewechselt. Alles gut. Marke Brembo. Nach ca. 4000km wieder das gleiche. Es wurde wieder gewechselt. Unglaublich, wieder das gleiche Problem. Dann habe ich ATE Bremsen gekauft. Die wurden fachmännisch montiert. Alles gut zuerst. Aber jetzt wieder das gleiche Problem. November montiert und seit April schlagen die leicht beim Bremsem.
Was soll ich machen?
LG koubi
43 Antworten
Zitat:
@andy 7171 schrieb am 3. Mai 2021 um 11:52:02 Uhr:
Habe mich mittlerweile Schlau gemacht. Geht um Passdifferenz an der Radnabe bei Alufelgen . Gib einfach bei Google Zentrierring Radnabe ein , dann kommen diverse Bilder . Hatte so was vorher auch noch nicht gesehen.
Ja habe grade nachgesehen, aber es betrifft wirklich nur Felgen.
Zitat:
@koubi schrieb am 2. Mai 2021 um 14:07:51 Uhr:
Hallo,
Ich bin langsam am Ende. Ich hatte die Bemsen machen lassen bei ATU. Nach ca. 4 Monate fingen sie zu schlagen an. Also wenn ich leicht bremste merkte ich es am Steuerrad das die Scheiben unwucht hatten. Es wurde mir auf Garantie gewechselt. Alles gut. Marke Brembo. Nach ca. 4000km wieder das gleiche. Es wurde wieder gewechselt. Unglaublich, wieder das gleiche Problem. Dann habe ich ATE Bremsen gekauft. Die wurden fachmännisch montiert. Alles gut zuerst. Aber jetzt wieder das gleiche Problem. November montiert und seit April schlagen die leicht beim Bremsem.
Was soll ich machen?LG koubi
Hallo
Ich hatte das gleiche Problem mal am W203.
Es könnte sein das Roststücke zwischen Bremsscheibe und Radnabe eingeklemmt wurden , dann würde die Bremsscheibe nicht eben auf der ganzen Fläche aufliegen , oder es liegt an einem defekten Querlenker.
Räder abbauen Schrauben wider einsetzen, Bremscheiben drehen und prüfen ob sie Seitenschlag haben.
Wenn die Scheiben rund laufen ist ein defekter Querlenker die Ursache. ( war bei mir auch, ich hätte fast das Auto verkauft deswegen)
Schlagende Bremsscheiben bekommt man nicht nur durch Vollbremsung, sondern überhaupt bei längerem "auf der Bremse stehen". Da reicht schon leichter bis mittlerer Bremsdruck und die Scheiben werden richtig heiß, gerade auf der Autobahn, dort nie nur ganz leicht aber lange abbremsen. Daher bremse ich bevorzugt in Intervallen, also nur eine halbe Sekunde antreten dann wieder lösen und wieder... wirds knapp, etwas beherzter zutreten, aber immer wieder lösen, damit die Bremsen kühlen können. Das lindert zumindest den "Rappeleffekt". Je nach Fahrweise kann man das im Alltagsverkehr abseits der Autobahnen wieder "wegbremsen". Also öfter mal, wo es verkehrsmäßig geht, schärfer kurz abbremsen, dann glätten sich die enstandenen Hubbel wieder weg. Dazu sollte die Bremse aber nicht zuvor schon heißgebremst sein, sonst bringt das nichts. Am besten nach einem längeren, ungebremsten Abschnitt schnell runterbremsen, dann erst mal wieder fahren und abkühlen lassen.
Ich habe mit Bremsen von Zulieferern wie ATE nur schlechte Erfahrungen gemacht. Für mich kommen bei Bremsen wirklich nur noch originale in Frage.
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Bekannte und ich persönlich sind mit den originalen bisher am besten gefahren. Auch war der Wechsel inkl. Material bei Mercedes bei mir überschaubar. Mercedes älter als 5 Jahren können bei ServiceandSmile gewartet werden. Für Bremsscheiben und Klötze und Kontakt zum Festpreis für 450€ völlig in Ordnung.
Zitat:
@isi-bizi schrieb am 6. Mai 2021 um 13:19:20 Uhr:
Bekannte und ich persönlich sind mit den originalen bisher am besten gefahren. Auch war der Wechsel inkl. Material bei Mercedes bei mir überschaubar. Mercedes älter als 5 Jahren können bei ServiceandSmile gewartet werden. Für Bremsscheiben und Klötze und Kontakt zum Festpreis für 450€ völlig in Ordnung.
450 Euro Vorne und Hinten ?
Zitat:
@isi-bizi schrieb am 6. Mai 2021 um 13:19:20 Uhr:
Bekannte und ich persönlich sind mit den originalen bisher am besten gefahren.
Hängt natürlich auch davon ab welche Ausführung der Bremsen man von ATE etc. kauft, da gibt es ja nicht nur eine Variante an Scheiben bzw. Klötzen. Wie CGI-Driver schon erwähnt hat sind die genannten Hersteller als Zulieferer von MB tätig. Wenn man da einen Unterschied zwischen einer Bremsscheibe wo ein MB Logo drauf ist und einer auf der das ATE Logo ist merkt, dann wird dieser Unterschied wohl oder übel nur im Kopf entstehen.
Nur vorne. @matthiaslausb
Zitat:
@CaptnDifool schrieb am 6. Mai 2021 um 09:49:29 Uhr:
Schlagende Bremsscheiben bekommt man nicht nur durch Vollbremsung, sondern überhaupt bei längerem "auf der Bremse stehen". Da reicht schon leichter bis mittlerer Bremsdruck und die Scheiben werden richtig heiß, gerade auf der Autobahn, dort nie nur ganz leicht aber lange abbremsen. Daher bremse ich bevorzugt in Intervallen, also nur eine halbe Sekunde antreten dann wieder lösen und wieder... wirds knapp, etwas beherzter zutreten, aber immer wieder lösen, damit die Bremsen kühlen können. Das lindert zumindest den "Rappeleffekt". Je nach Fahrweise kann man das im Alltagsverkehr abseits der Autobahnen wieder "wegbremsen". Also öfter mal, wo es verkehrsmäßig geht, schärfer kurz abbremsen, dann glätten sich die enstandenen Hubbel wieder weg. Dazu sollte die Bremse aber nicht zuvor schon heißgebremst sein, sonst bringt das nichts. Am besten nach einem längeren, ungebremsten Abschnitt schnell runterbremsen, dann erst mal wieder fahren und abkühlen lassen.
So in der Art bremse ich auch. Vorausschauende Fahrweise begünstigt das dazu. Freie Werkstatt hat nur Ate verbaut, absolut keine Probleme!
Ich weiß nicht was ihr für eine Wissenschaft aus dem Bremsen macht. Beschleunigt ihr auch so, damit die Antriebsteile nicht überlastet werden ??
Wenn vor mir einer mit solcher "Stotterbremserei" anfängt seh ich nur zu, das ich den ganz schnell hinter mir lasse. Das ist nicht nur nervig, sondern für den Nachfolgenden auch gefährlich, weil er garnicht abschätzen kann, wie stark der Vordermann abbremst - und ehrlich gesagt birgt sowas auch einen gewissen Grad an optischer Provokation.
Wenn eine Bremse es nicht aushält, eine Bergabfahrt zu überleben, ohne das man ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe manuell in niedrige Gänge zwingen muß, dann liegt entweder Materialfehler oder Werkstattpfusch vor. Bei normalen Bremsvorgängen, selbst bei längerer kurvenreicher Talfahrt, verzieht sich keine Bremsscheibe - außer den Plagiaten die aus abgereicherten Uranstäben hergestellt werden und in Kombination mit Bremsbelägen aus Kamel-Dung montiert werden.
Die einzige wirkliche thermischen Belastungsszenarien sind dauerhaft blockierte Bremsen ( Problem verklemmter / schwergängiger Bremssättel ) oder echte Notbremsungen, in denen das Fahrzeug aus hoher Geschwindigkeit bis zum Stand oder fast zum Stand verzögert werden muß. Danach fehlt die Kühlung durch Fahrtluft und es kommt zu punktuellen thermischen Belastungsfenstern an den Scheiben in dem Bereich woe die Bremsbeläge bei Stillstand aufliegen und Wärme die Wärmeabfuhr behindern.
In 37 Jahren mit diversen Fahrzeugen, teils auch heftig motorisierten und sehr schnellen, ist es mir nur ein einziges mal passiert, das Bremsscheiben ausgeglüht und verzogen waren - und das war nach einer Notbremsung von 160 km/h auf Null. Selbst heftige "fast-Notbremsung"-Manöver von über 200 --> 80 km/h ) hat bis dato jede Scheibe überlebt.
Allerdings muß ich eingestehen das ich - insbesondere bei Bremsen - weder selber Hand anlege noch das Internet nach dem besten Preis durchsuche. Auch überlasse ich die Arbeiten daran Fachwerkstätten ( auch markenungebunden ) - die Gefahr von Plagiaten ist mir zu groß, und wenn ich nicht mehr das Geld für gescheite Bremsen habe, fahr ich mit Bus oder Bahn aber riskier nicht mein Leben und das anderer.
( Schon garnicht durch irgendwelche "Schongang-Bremsmanöver" weil ich der Bremsscheibe schaden könnte und mir dann irgendwann mein Hintermann im Kofferraum steckt .... )
So isses.
Die Mär von "überlasteten" Bremsen hält sich hartnäckig, obwohl sie wirklich Unsinn ist. Bremsen sind zum bremsen da und überleben auch Gefahrenbremsungen und Passfahrten ohne Schäden. Das ist schließlich ihre Aufgabe. Wenn Bremsen rubbeln, eiern oder gar versagen, ist die Ursache in der mangelnden und/oder unsachgemäßen Wartung zu suchen und nicht an der Bremsanlage selbst. Verdreckte oder ausgelutschte, verklemmende Bremssättel sowie schwergängige oder gar festgefressene Kolben sind fast ausnahmslos die Auslöser. Eine "gepflegte" Bremse läuft bis zur Verschleißgrenze und manchmal sogar darüber hinaus immer sauber. Ich schraube übrigens seit über 40 Jahren.
Zitat:
Wenn Bremsen rubbeln, eiern oder gar versagen, ist die Ursache in der mangelnden und/oder unsachgemäßen Wartung zu suchen und nicht an der Bremsanlage selbst. Verdreckte oder ausgelutschte, verklemmende Bremssättel sowie schwergängige oder gar festgefressene Kolben sind fast ausnahmslos die Auslöser. Eine "gepflegte" Bremse läuft bis zur Verschleißgrenze und manchmal sogar darüber hinaus immer sauber. Ich schraube übrigens seit über 40 Jahren.
Merkwürdig, das ich das sogar von neuen, beim Vertragshändler montierten Bremsen kenne. Merkwürdig, das man deshalb schwimmende Bremsscheiben entwickelt hat, um dem Problem beizukommen. Vielleicht muß ich wie ein Mercedes-Opa fahren, damit die Bremsen nicht rütteln..🙄....das bekomme ich aber nicht hin. 😛 Meine Bremswege sind kürzer, und wer hinter mir damit nich klar kommt, sollte den STVO-mäßigen Abstand einhalten.
Aber es fiel mir positiv auf, das die MB-Bremsen weniger stark zum rütteln neigen als die von BMW.
Ja nee, is klar. So hat halt jeder seine Erfahrungen- oder sollte sie haben. Besonders diejenigen, die sogar die Ansicht vertreten, dass ein DPF bei 180.000 Kilometer getauscht werden muss.