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Muss der Tüv ältere Fahrzeuge gründlicher prüfen?

Themenstarteram 28. April 2021 um 6:40

Hallo,

Ich würde gerne wissen, ob es alleinig im Ermessen des TÜV-Prüfers liegt, was bei der HU allesgeprüft wird.

Oder ob es eine Vorgabe gibt, gerade bei sehr alten Fahrzeugen, diese genauer zu prüfen, um die Fahrsiche rheit zu gewährleisten.

Es gibt ja alte Fahrzeuge (>28 Jahre), die von Händlern verkauft werden sollen, aber dafür den TÜV vorweisen müssen, um verkauft zu werden.

Es gibt einen Fall, wo man sieht, daß so ein Fahrzeug laienhaft zusammengefrekelt wurde, und am Boden ein Unterbodenschutz aufgebracht wurde. Die Bremsleitungen wurde dabei nicht einmal abgeknipst. Man sieht auch den Rost darunter, der vermuten lässt, daß dieser reichlich unter dem Unterbodenschutz vorhanden ist. Seitlich im Bereich der Schweller wurde auch nur gespachtelt, nicht geschweißt. Hier könnte man durch leichtes klopfen ein Loch reinhauen. u.vm. zudem sollten ja auch typische Alterserscheinungen / Schwachstellen der Baureihe hier hoffentlich bekannt sein.

Das ist jetzt nur ein Beispiel.

Aber Wenn ein Fahrzeug schon so aussieht, ist es dann nicht gerade aufgrund dessen nicht die Pflicht des TÜV-Prüfers um die Fahrsicherheit zu gewährleisten, hier mal genauer zu schauen? Mal unter dem Unterbodenschutz zu schauen und etwas mehr mal mit dem Schraubenzieher & Co zu klopfen, ob die Karosserie nicht nur aus über geduschten Rost besteht, der vielleicht bei nächster Gelegenheit nicht die Karre zersetzt oder er einen schlimmen Verkehrsunfall zur Folge haben könnte?

Wie sieht es in so einem Beispiel denn aus?

Danke für Eure Tipps

Felix

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31 Antworten

Und für diesen Blödsinn hast du dich extra hier angemeldet ? Warum fragst du nicht den TÜV - Prüfer deines Vertrauens ?

Wenn du den Eindruck hast, ein Auto mit "Schummel-TÜV" gekauft zu haben, dann solltest du eine Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Das Auto wird dann ggf. sachverständig untersucht und Beweise gesichert. Hypothetisches Rumgeeiere bringt dir hingegen garnichts.

So sehe ich das auch!

Seelze 01

Die Frage halte ich hier auch für unsinnig.

Aber trotzdem eine kurze Antwort:

Es gibt eine Liste von "Pflichtuntersuchungspunkten", die aber nahezu alles denkbare enthält, und diese Liste gilt für alle Fzge. gleichermaßen, egal wie alt.

Aber natürlich wird der Prüfer manches auslassen können, wenn das Auto sehr jung ist und/oder ganz wenig Kilometer gefahren hat. So wird ein Fzg. in den ersten Jahren noch keine Durchrostungen haben, und bei einem Fzg. mit z.B. 10.000 km werden noch keine Lenkungssteile oder Achsaufhängungen ausgeschlagen sein.

Umgekehrt wird wohl jeder Prüfer genauer hinsehen, wenn das Auto 20 Jahre alt ist und 300.000 km hat

Hallo Felix.

Ich fahre nur "alte" Autos, aber aus eigenem Interesse ersetze ich nur Fachgerecht! Auch bringe ich die Fahrzeuge dann nur mit leichtem Rostschutz versehen zur Prüfung, damit der Prüfer auch die ordentliche Instandsetzung sieht.

Und ich bin froh das wir hier bei KÜS eine ordentliche Prüfstelle haben, die richtig nachschaut.

Man kann sich auch als Schrauber bei der Prüfstelle einen guten Ruf erarbeiten!

Aber die Fälle von "bis zum nächsten Mal muss das aber ordentlich sein" kenne ich auch und finde kein Gefallen daran!

Lieber eine ordentliche Mängelliste, dann entscheiden ob Reparatur oder Schrott.

Aber lebensgefährliches Flicken geht garnicht!

Ich bedauere immer nur die Leute, die die Fahrer aus ihren Flickenteppichen mit Gefälligkeitsgutachten heraus schneiden dürfen.

Also meine Antwort eindeutig Ja!

Themenstarteram 28. April 2021 um 7:59

Danke, das hat mich mal interessiert. Schade, wenn einige diese Frage hier für Blödsinn halten, und mir gleich einen nicht stattgefundenen Fehlkauf unterstellen!

Es gibt in meinem Bekanntenkreis einen Fall, wo ein Fahrzeug, was solche und wohl auch noch viel mehr Mängel hatte, TÜV bekam....der Tüv-Prüfer war wohl "Tüv-Prüfers des Vertrauens" vom Händler.... Und es gab dann eine Unfall wegen dessen übersehender erheblicher Mängel.

Aber mehr schreibe ich dann lieber nicht, und es tut mir leid, wenn ich denen, die meine Frage für unsinnig halten - nur weil mich das mal interessiert hat, wie das hier prinzipiell beim TÜV so als Vorgabe ist.

Zitat:

@Felixbuddy schrieb am 28. April 2021 um 07:59:20 Uhr:

. Und es gab dann eine Unfall wegen dessen übersehender erheblicher Mängel.

Das würde mich interessieren.Ich habe in 25 Jahren noch von keinem einzigen derartigen Fall gehört.

Ursachen für Unfälle sind nicht angepaßte Geschwindigkeit, leichtsinniges Überholen, Alkohol am Steuer......, aber kein zugespachteltes Loch am Unterboden.

Aber vielleicht ein herausgerissenes Axialgelenk im Querlenker.

In so einem Fall muss man halt die Prüforganisation benachrichtigen um den Fall mal untersuchen zu lassen.

Ein Gutachter stellt dann schnell fest was der Prüfer alles offensichtlich nicht geprüft hat.

Alleine für die Gesundheit meiner Familie verzichte ich gerne auf TÜV Gefääligkeiten..

Hi,

bei der HU wird immer der akutzustand geprüft. Die Prüforganisation wird sich immer darauf berufen das der Mangel zum Zeitpunkt der Prüfung noch nicht vorlag.

Das Gegenteil zu beweisen ist schwierig bis unmöglich. Mir ist auch kein Fall bekannt das ein Prüfer zur Rechenschaft gezogen wurde weil ein "geprüftes" Fahrzeug kurz danach einen Unfall wegen technischem Mangel hatte.

Intern kann es ein Prüfer durchaus mal Probleme bekommen wenn sein Name häufiger bei Beschwerden auftaucht. Aber keine Prüforganisation will ein schlechtes Image daher wird da nach außen hin immer abgewiegelt.

Zitat:

@Turbotobi28 schrieb am 28. April 2021 um 09:20:46 Uhr:

Hi,

bei der HU wird immer der akutzustand geprüft. Die Prüforganisation wird sich immer darauf berufen das der Mangel zum Zeitpunkt der Prüfung noch nicht vorlag.

Das Gegenteil zu beweisen ist schwierig bis unmöglich. Mir ist auch kein Fall bekannt das ein Prüfer zur Rechenschaft gezogen wurde weil ein "geprüftes" Fahrzeug kurz danach einen Unfall wegen technischem Mangel hatte.

Völlig korrekt.

Es zählt allein der Zustand auf dem Hof der Prüforganisation.

Wenn du mit 2 Jahren HU vom Hof fährst, kannst/könntest du alles mögliche mit dem FZ machen, alles.

Es gibt Leute, die bauen ihr FZ extra wg der HU um, um es danach wieder umzubauen. Passiert dann drei Wochen später ein Unfall, kannst du nicht die Prüfstelle dafür verantwortlich machen.

Darum ist beim Kauf eines FZ die HU zwar so gesehen wichtig, aber dennoch völlig nichtssagend über jeglichen Zustand aller Teile.

Gruß Jörg.

 

Zitat:

@63er-joerg schrieb am 28. April 2021 um 10:41:56 Uhr:

 

Es gibt Leute, die bauen ihr FZ extra wg der HU um, um es danach wieder umzubauen. Passiert dann drei Wochen später ein Unfall, kannst du nicht die Prüfstelle dafür verantwortlich machen.

Erinnert mich an die Motorräder beim TÜV, bei denen früher das Kunststoff-Schutzblech des Hinterrades von der Sonne etwas ausgebleicht war, die Verlängerung aber fabrikneu glänzend. Die hat halt nur alle 2 Jahre mal für einen Tag die Sonne gesehen...

Die Prüfer kenne ja auch die gängigen Fahrzeuge und ihre Schwachstellen.

Ich gehe daher davon aus, dass eher stichprobenartig und fahrzeugbezogen geprüft wird. Wenn ein bestimmtes Modell häufig mit Mängeln an der Lenkung auffällt, wird der Prüfer da genauer hinsehen. Wenn dieses Auto aber nie Rostprobleme hat, wird er nicht ewig lange nach Durchrostungen suchen. Und natürlich auch umgekehrt.

Davon ausgenommen sind halt die Standardsachen wie Bremsenprüfstand, Lichttest, usw.

Zitat:

@nogel schrieb am 28. April 2021 um 08:25:36 Uhr:

Das würde mich interessieren.Ich habe in 25 Jahren noch von keinem einzigen derartigen Fall gehört.

Extrem selten, gab es bei uns aber auch schon einmal - und der Prüfer konnte nicht einmal was dafür. 6er BMW, Bremsleitung unter Fahrersitz bei starker Bremsung wenige Wochen nach HU geplatzt und Vordermann aufgefahren. Zum Glück nur Blech kaputt, erstmal richtig Ärger - aber letztlich konnte der Prüfer die Bremsleitung die versteckt unter Plastik verläuft gar nicht einsehen um zu sehen wie rostig die an der Stelle war.

Aber das erklär mal einem Kunden ...

Das mit Spachtel und viel Unterbodenschutz ist ein Dauerthema seit ich Prüfer bin. Kratzt du den ab oder holst den dicken Hammer heißt es vom Kunden Sachbeschädigung, kratzt du den nicht ab und darunter ist Spachtel hast du keine Ahnung von deinem Job und Scheiße gebaut. Hatten wir z.B. hier noch ganz frisch in einem anderen Thema zur HU.

Ich beantrage jedes Jahr auf's neue beim Chef das Röntgengerät für die HU, ist ihm aber immer noch zu teuer :p

Zitat:

@Moers75 schrieb am 28. April 2021 um 11:49:08 Uhr:

 

Aber das erklär mal einem Kunden ...

Wie, die HU ist keine Alternative zur Inspektion? :eek:

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