Motorschaden nach 3 jahren / 38t Kilometern mit Heico Leistungssteigerung
Hallo
leider ist ein Supergau bei mir eingetreten.
Zum Fahrzeug
Bj 4/13 / T3
immer Volvo Service
Leistungssteigerung Heico vor 11 Monaten eingebaut
Während einer Autobahnfahrt bei gemütlichen 120 km/h fing der Motor stark zu ruckeln an und brachte keine Leistung mehr.
Das sofortige anhalten und abschleppen in eine Volvo Werkstatt ergab einen Zündfehler an der ersten Zündspule.
Nach Austausch der Spule wurde die Zylinderkompression gemessen, da der Motor noch immer nicht richtig lief.
Zylinder 1 ohne Kompression! nach 10 Tagen konnte man den Motor endlich auseinanderbauen und stellte fest, dass alle 4 Zylinderbuchsen im Bereich der Einspritung eine Beschädigung bzw. Riss haben!
Motorschaden, welcher durch eine Überhitzung enstanden ist.
Leider gab es keine Meldung im Fahrzeug als auch der Fehlerbericht passten zu dem Schadesnsbild.
Da Volvo nur komplette Motoren als Ersatzteil anbietet beläuft sich der Schaden bei run 10.000 Euro mit einbau.
Kullanz wurde abgelehnt, da Heico Sportiv verbaut worden ist.
Heico Sportiv lehnt eine Garantie ab
Stand Aktuell : übergabe an einen Rechtsanwalt
Habt Ihr Ideen oder Lösungen ? Ich hoffe ich komm aus der Sache gut raus, da ich mir keiner Schuld bewusst bin und selbst immer Super Plus getankt habe
Anbei die Bilder und der Fehlerbericht
MFG Matze
Beste Antwort im Thema
Diese Tuning-Boxen halte ich grundsätzlich für verboten. Da werden dem original Steuergerät falsche Werte übermittelt, wodurch dann die Leistung gesteigert wird. Damit wird letztendlich auch der Schutzmechanismus der original Motorsteuerung außer Kraft gesetzt. Dieser Schutzmechanismus sorg dafür, das bei zu hohen Temperaturen die Leistung runtergefahren wird. Und das ist nur ein Beispiel!
63 Antworten
Also an dem "Produkt" Volvo hat es ja letztendlich nicht gescheitert. Aber Heico Sportiv würde ich auch nicht weiterempfehlen. Das Risiko besteht immer das sollte jedem klar sein der sich auf eine Leistungssteigerung einlässt. Aber erstmal ist der Heico Kram nicht günstig und dann wird man im Falle eines solchen Schadens noch im Stich gelassen. Never ever. In jedem Fall Polestar und nichts anders mehr. Die Darmstädter werden es in den kommenden Jahren schwerer und schwerer haben ihre überteuerten Produkte ans Volk zu bringen. Mein Händler abreiten inzwischen auch nicht mehr mit Heico zusammen und das aus guten Grund wie er mir erzählte.
Naja, Heico hatte sich in der Vergangenehit ja schon den einen oder anderen Patzer geleistet.
Ich denke da nur an die Limited Edition V/S60 T6.
Einige haben sich da beschwert, dass die Reifen in Kurven in den Radkästen geschliffen haben.
So etwas kann man doch nicht an den Kunden ausliefern!!!
Einen aufgeladenen Direkteinspritzer sauber abzustimmen, ist sicher keine einfache Sache....wie jrraid schon beschrieben hat...
Mir ist auch grade nochmal eingefallen, dass der Vater einer Freundin von "immer BMW" auf einen Heico V60 als Firmenwagen umgestiegen ist. Er war mit dem Auto super zufrieden, aber nach etwa 1000-2000km hat es in der Automatik mehrmals gekracht und dabei ging dann gar nichts mehr bis zum Neustart des Motors. Es lag sicherlich nicht am V60 an sich, Schuld war nachweislich Heico. Aber er fährt seitdem wieder BMW wegen des ganzen Ärgers. Echt schade, da der V60 ihn ja sonst sehr überzeugt hat.
Und ich kann Volvo verstehen, dass sie keine Kulanz zeigen. Wenn du in deinem iPhone einen Akku einbaust, der auf dem Papier mehr Kapazität hat, aber nicht von Apple zertifiziert/produziert ist, kann Apple ja auch zu Recht die Garantie/Gewährleistung verweigern.
Nichts anderes ist es hier (meine Meinung).
Hmm von einem Serien-BMW auf eine Tuner-Kiste umzusteigen halte ich auch nicht gerade für einen "fairen" Vergleich 😉
Nur mal so aus Interesse, weiß jemand von euch wie so Tuning Firmen arbeiten ? Ich mein, dass die keine Brennverfahrensentwicklung, CFD Simulationen etc machen ist mit klar aber haben die richtige Motorenprüfstände mit Indiziermesstechnik oder stellen die die Karre einfach nur auf nen Rollenprüfstand und verstellen n bisschen Ladedruck und Einspritzmenge bis es "sich gut anhört" ? Weiß da jemand bescheid ? Sry für off topic, gerne auch per PM.
Grüße
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Zitat:
@k_b210 schrieb am 5. Juni 2016 um 00:57:11 Uhr:
Naja, Heico hatte sich in der Vergangenehit ja schon den einen oder anderen Patzer geleistet.Ich denke da nur an die Limited Edition V/S60 T6.
Einige haben sich da beschwert, dass die Reifen in Kurven in den Radkästen geschliffen haben.
So etwas kann man doch nicht an den Kunden ausliefern!!!
ähm... Sorry, aber der ganz normale S60 R von Volvo unverbastelt mit 18" Bereifung hatte auch in den Radkästen geschliffen. Und das immer bei voll-Einschlag.
Da der Wendekreis aber eh schon Tanker-Format hatte, wollten die Meisten nicht noch zusätzliche Lenkeinschlagsbegrenzer (ich eingeschlossen). Das Problem war so bekannt, dass dies nichtmal bei der MFK (das ist die Schweizer HU) bemängelt wurde.
Zu Heico:
Heico machte oder macht keinen schlechteren Job bezüglich Tuning als Polestar. Das Problem ist nicht die Produktequalität, sondern dass es nicht (mehr) offiziell von Volvo vertrieben wird. Sogar wenn Du Heico-Leistungssteigerung in deinem Kaufvertrag drin hast, gibt es beim Motorplatzer potentiell mehr Probleme als bei Polestar. Dann muss der Händler als Vertragspartner dafür gerade stehen, jedoch werden Volvo und Heico sich immer noch den Schwarzen Peter zuschieben.
Trotz aller Erfahrung mit Volvo ist Heico Sportive leider auf die gleiche Bedeutung aller anderen mehr oder weniger bekannten Chiptuner ab gestiegen. Polestar hat sie verdrängt.
Zitat:
@Hobbes schrieb am 6. Juni 2016 um 09:59:10 Uhr:
ähm... Sorry, aber der ganz normale S60 R von Volvo unverbastelt mit 18" Bereifung hatte auch in den Radkästen geschliffen. Und das immer bei voll-Einschlag.
Da der Wendekreis aber eh schon Tanker-Format hatte, wollten die Meisten nicht noch zusätzliche Lenkeinschlagsbegrenzer (ich eingeschlossen). Das Problem war so bekannt, dass dies nichtmal bei der MFK (das ist die Schweizer HU) bemängelt wurde.
Beim Heico S60II haben nach meinem Wissen die hinteren Räder im Radkasten geschliffen.
Das ist eine ganz andere Hausnummer, als wenn man es von am Lenkeinschlag liegt.
Das thema Lenkeinschlagsbegrentzer gibt es bei der aktuellen Plattform ja immer noch.
Ich fahre einen T2 und habe bislang auch immer mit der Leistungssteigerung von Heico Tuning geliebäugelt, konnte mich aber noch nicht zu 100% dazu entschließen, dieses durchzuführen. Wenn ich das hier lese, komme ich wieder etwas mehr davon ab. Von Polestar gibt es für den T2 leider kein entsprechendes Produkt, schade.
Es ist prinzipiell fast egal welchen Tuner man nimmt am Ende des Tages geht es auf die Lebensdauer und die Ausfallwahrscheinlichkeit des Motors. Dessen Risiko muss man sich bewusst werden. Ich weiß nicht wie viele Tuningfahrzeuge die jeweiligen Tuner im Markt haben und wie viele davon kaputt gehen. Aber ich würde nicht wegen einem Ausfall den ein oder anderen bevorzugen.
Zitat:
@stbr86 schrieb am 10. Juni 2016 um 00:16:46 Uhr:
Ich fahre einen T2 und habe bislang auch immer mit der Leistungssteigerung von Heico Tuning geliebäugelt, konnte mich aber noch nicht zu 100% dazu entschließen, dieses durchzuführen. Wenn ich das hier lese, komme ich wieder etwas mehr davon ab. Von Polestar gibt es für den T2 leider kein entsprechendes Produkt, schade.
Ging mir genauso. Habe aber mit meinem Händler gesprochen, er meinte, dass (zumindest für den Volvo-T2) in Zukunft ein Update kommen könnte, beim Ford EcoBoost-T2 konnte er mir auch nichts sagen.
Polestar-Tuning kann man aber nicht mit anderen Tunern vergleichen finde ich. Das geht ja viel mehr in Richtung Optimierung als auf pure Leistung. Nur weil das Ansprechverhalten und die Automatik optimiert werden heißt das ja nicht, dass der Verschleiß sich verändert. Und die paar PS und NM, die durch das Softwareupdate rausgeholt werden, schaden dem Motor wohl kaum (wenn er sie nicht eh schon über Overboost erreichen kann).
Die Meinung kann ich leider nicht teilen. Wenn man bedenkt wie viele Ingenieure an so nem Motor entwickeln und wie viele tausend Stunden das Teil auf dem Motorenprüfstand läuft dann kommt da nicht ne handvoll Tuner und "optimieren" den Motor 😁 . Wenn es so einfach wäre dann würden es die Leute in der Entwicklung so machen.
Zitat:
@jrraid schrieb am 10. Juni 2016 um 08:02:39 Uhr:
Es ist prinzipiell fast egal welchen Tuner man nimmt am Ende des Tages geht es auf die Lebensdauer und die Ausfallwahrscheinlichkeit des Motors. Dessen Risiko muss man sich bewusst werden.
Da rund 1/3 aller Turbo-Diesel und etwa 15% aller Turbo-Benziner modifiziert sein sollen, sind die Ausfälle nicht sonderlich hoch.
Insbesondere bei "herstellerunterstützten" Softwaremodifikationen, die üblicherweise noch Verriegelungen über die Betriebstemperaturen des Motors haben, ist das Schadensrisiko doch sehr gering - aber eben nicht null.
Zitat:
@jrraid schrieb am 10. Juni 2016 um 08:35:53 Uhr:
Die Meinung kann ich leider nicht teilen. Wenn man bedenkt wie viele Ingenieure an so nem Motor entwickeln und wie viele tausend Stunden das Teil auf dem Motorenprüfstand läuft dann kommt da nicht ne handvoll Tuner und "optimieren" den Motor 😁 . Wenn es so einfach wäre dann würden es die Leute in der Entwicklung so machen.
Das einzige, was hier falsch ist, ist die Einfachheit einer derartigen Betrachtungsweise 😉
Hier gibt es hoch komplexe Zusammenhänge, hunderte Ings mit tausenden Entwicklungsstunden sind ganz sicher kein Beweis dafür, dass man das Thema mit einem sehr einfachen Satz zusammenfassend beantworten kann.
So ein vierrädriges Ding ist für Belastungen ausgelegt, in denen 99,9% der üblichen Fahrer niemals hinein geraten.
Sommer, Süd-Italien, mit Urlaubsgepäck und Wohnwagen den Anstieg hoch, muss ein Serienwagen können. Somit sind bei einer gewöhnlichen Nutzung in so einem Serienwagen ganz erhebliche thermische Reserven vorhanden, die man nutzen kann, ohne an der Lebensdauer zu kratzen.
"Ärgerlich" wird es nur dann, wenn derjenige, der die Software schreibt, über die vorhandenen Reserven hinaus geht. Naja, und wenn derjenige mit dem Sommer, Süd-Italien, mit Urlaubsgepäck und Wohnwagen den Anstieg hoch, genau für diesen Einsatzzweck mehr Bums haben will und zu einem Tuning greift, das über keine thermische Überwachung/Abschaltung verfügt.
Kann ich dir leider nicht zustimmen. Das Auslegungskriterium ist Lebensdauer bei durchschnittlichem Lastquotienen, da ist deine Süd-Italien Urlaubsfahrt schon mit eingeplant. (100% Last Anteil im Lebenszyklus) Das ändert aber nichts daran, dass das Auslegungskriterium eine durchschnittliche Last von (ich müsste raten, 60-70%) ist. Klar wird dir das Teil nicht direkt in die Luft fliegen wenn du n bisschen mehr rauskitzelst, aber du verringerst effektiv die "garantierte" Lebensdauer durch anheben der durchschnittlichen Last. Logisch hier spielt natürlich die Fahrweise des Bedieners auch noch eine große Rolle.
Was ich aber anzweifle ist, dass eine ordendliche Kennfeldapplikation bei so Tunern stattfindet. Ich denke nicht, dass die Kennfelddaten mittels kurbelwinkelaufgelöster Druckinduzierung auf nem Prüfstand rausfahren. Wie sieht der Brennverlauf aus? 50% Umsatzpunkt wo liegt der ? Druckspitzen durch Nageln/Klopfen ? etc........
Wie oben erwähnt man kann sicherlich das ein oder ander PS mehr rausholen mit dem Risiko in ein wohl durchdachtes System einzugreifen, dessen Auswirkungen ich nicht zu 100% wissen kann. Das kann lange gut funktionieren jedoch kommt es dann ab und zu zu Ausfällen wie in diesem Thread. Das ist das Risiko das man trägt.
Eine Überwachung/Abschaltung kann solche Fälle wie in diesem Thread nicht verhindern. Vermutlich ist die Überhitzung so lokal gewesen, dass zwar die Kühlwassertemeratur etwas angestiegen ist aber vmtl. der Viso Lüfter wenn überhaupt das locker wegkühlen konnte.
Zitat:
Da rund 1/3 aller Turbo-Diesel und etwa 15% aller Turbo-Benziner modifiziert sein sollen, sind die Ausfälle nicht sonderlich hoch.
Woher kommen diese Prozentzahlen? Gelten sie nur für den deutschen Markt oder europaweit?
Quelle verfügbar?
Danke !
An vielen Stellen aufzufindende Angaben, zB. bei ADAC mit den Empfehlungen/Hinweisen beim Gebrauchtwagenkauf, Berichte in Zeitschriften zu dem Thema, ...
Basis sind Fahrzeughersteller, die ab und an nach entsprechenden Dingen in ihren Vertragswerkstätten an Kundenfahrzeugen danach suchen lassen.