Motorradfahren bis an die (Wahl-)Urne

Bei allen die aus Baden-Württemberg stammen dürfte in den letzten Tagen die erste Wahlbenachrichtigung zwecks Landtagswahl eingegangen sein. Und im September ist schließlich Bundestagswahl für alle. Das Thema Motorradfahren ist ja im Zuge der Lärm- und Umweltdiskussion durchaus auch in den Fokus der Politik gerückt.

Werdet ihr Wählen gehen? Und wie denkt ihr über das Thema Motorrad in der Politik. Ich würde schließlich keine Partei wählen die mich in meinem Hobby einschränkt

242 Antworten

Zu den Ewigkeitsrechten (Art. 79, Abs.3!) zählt weiterhin der Artikel 20 Grundgesetz: Änderungen 1-20 ungültig!
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
G. v. 23.05.1949 BGBl. S. 1; zuletzt geändert durch Artikel 2 G. v. 29.09.2020 BGBl. I S. 2048
Geltung ab 24.05.1949; FNA: 100-1 Grundgesetz
16 frühere Fassungen | wird in 1712 Vorschriften zitiert.

Man könnte darüber Bücher schreiben, aber selbst der einfache Text ist nicht jedem BRD-ler bekannt, oder wird überhaupt verstanden, was es bedeutet.
Schauen wir mal auf den zweiten Absatz des Artikel 20:
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

Nun, das Volk ist ja von Abstimmungen nicht ausgenommen, sondern das Gegenteil ist der Fall. Und was liest und hört man von diesen tollen BRD-Mitbürgern Landauf und Landab?

Wie man an diesen zwei Sätzen schon sieht:
Die BRD-Gemeinschaft hat ein unfähiges Volk sich geschaffen durch unterlassene Ausbildung über die Rechte und Pflichten in diesem Staat. So etwas endet oft zwangsläufig in einer Gewaltspirale, welches durch Politiker in Gang gesetzt wird und hinterher nicht mehr gebremst werden kann.

Diesen Staat kann ich nicht retten. Aber ist es überhaupt sinnvoll? Im Moment jubeln Kapital-Faschisten, weil Merkel ihnen folgt. Jeder muss sich selbst entscheiden, auf welcher Seite gekämpft wird. Darüber sollte man überall reden dürfen, aber dann bitte mit entsprechendem Wissen um Ursachen und Wirkung der Handelnden in diesem Regime. Sonst ist es sinnlos.

Die allermeisten Menschen wollen ja nicht als Couchpotatoe zuhause langsam vergammeln.
Das BG wäre der Grundstock, der es ermöglicht, viel eher seinen Neigungen nachzugehen als nur auf finanzielle Notwendigkeiten zu reagieren.

Man könnte vom Gärtnern leben. Oder vom Stricken. Wenn s nur 250€ im Monat einbringt, sind die halt zusätzlich.

Die allermeisten wollen ihr Leben aber nicht auf Minimum fristen wollen. Es wird sich in Erwerbsleben so viel gar nicht ändern, außer das Kackjobs plötzlich besser bezahlt werden müssen, damit sie noch getan werden.

Natürlich ist das ein riesiges Experiment mit zahllosen Unwägbarkeiten, aber die Aussichten bei Beibehaltung des Status Quo sind auch nicht rosig.

Zitat:

@KapitaenLueck schrieb am 11. Februar 2021 um 06:58:05 Uhr:


Martin, ich geh nur auf einen Teil deiner Aussage ein, daher zeige mir bitte mal die galoppierende Inflation.

Die müsst ja normalerweise für jeden sofort sichtbar sein, sehe aber keine, bin wohl blind.

Die Preise für den Unterhalt für ein "normales Leben" in einem durchschnittlich ausgestattetem Haushalt, also auch Elektro-Küchengroßgeräte, etc., und natürlich Nahrungsmittel (bei vergleichbarer Qualität bei allen Produkten) laufen derzeit total aus dem Ruder. Bürgern, welche gewohnt sind schlechte Qualität zu kaufen und die Preise nicht zu vergleichen, mag es nicht auffallen.

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 11. Februar 2021 um 13:50:35 Uhr:


Die allermeisten Menschen wollen ja nicht als Couchpotatoe zuhause langsam vergammeln.
Das BG wäre der Grundstock, der es ermöglicht, viel eher seinen Neigungen nachzugehen als nur auf finanzielle Notwendigkeiten zu reagieren.

Man könnte vom Gärtnern leben. Oder vom Stricken. Wenn s nur 250€ im Monat einbringt, sind die halt zusätzlich.

Die allermeisten wollen ihr Leben aber nicht auf Minimum fristen wollen. Es wird sich in Erwerbsleben so viel gar nicht ändern, außer das Kackjobs plötzlich besser bezahlt werden müssen, damit sie noch getan werden.

Natürlich ist das ein riesiges Experiment mit zahllosen Unwägbarkeiten, aber die Aussichten bei Beibehaltung des Status Quo sind auch nicht rosig.

Im BGB steht was ganz wichtiges:
"Jede Arbeit ist eines (ihres) Lohnes Wert!"
In der Realität wird aber genau dagegen Millionenfach bereits verstoßen.

Und das nicht alle Bürger einfach faul auf der Couch gammeln, konnte ich auch heute wieder sehen:
Gestern hatte ich an Kreuzungsübergängen Gassen frei geschaufelt. Heute nahm sich einer dieses als Beispiel und verbreitete meine Arbeit mit einer Warnweste bekleidet, denn die Autofahrer sind ziemlich rücksichtslos. Kleines Beispiel, wie es auch ohne Geld schon heute geht, dass Leben erträglicher zu gestalten.

Die im Zitat angeführten Tätigkeiten sind leider schlechte Beispiele. Gute Strick-Wolle ist dermaßen teuer, dass es sich einfach nicht lohnt. Auch Gärtnern will gelernt sein. Man würde also beim Gärtnern als unqualifizierte Kraft andere auch noch in die Arbeitslosigkeit abdrängen. Leider beruhen viele sog. "Sozialeinrichtungen" auf Arbeitsbeschaffung in Konkurrenz zur NORMAL-Wirtschaft, was verboten ist, und auch nicht korrekt bezahlt wird. Kriminalität in der Verwaltung kann man es benennen. Und ist weit verbreitet.

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@KapitaenLueck: Das ist eine gute Frage, welches Land kommt ihm am nächsten?
Ich kenne natürlich nicht die genaue Sozialrechtslage von z.B. Österreich oder der Schweiz.
Auch weiß ich nur rudimentär, dass es in Saudi-Arabien eine Art Grundeinkommen gibt.
Als erstes kam mir auch Deutschland in den Sinn.

Aber alle diese Länder sind eben nur näher an meinem Konzept als z.B. die USA, Russsland oder China.
Letztens habe ich auch gelesen, dass die Menschen in Kuba trotz den kommunistischen Regimes ganz zufrieden leben sollen.

Zurzeit kommt eigentlich kein Land wirklich in die Nähe meines Konzeptes.
Um dorthin zu gelangen müssten sie den Menschen als wichtigstes Gut ansehen. Nicht den Menschen als Arbeitskraft oder Konsumenten, sondern den Menschen mit seinen Gefühlen und Fähigkeiten.
Ein paar Kommentare zuvor wurde schon geschrieben, dass der Mensch eine sinnstiftende Tätigkeit in seinem Leben braucht. Dem stimme ich voll und ganz zu. Deshalb wird es auch ohne finanzielle Notwendigkeit genügend Menschen geben, die arbeiten wollen.
In meinem Konzept würde aber nicht mehr gearbeitet um Geld zu verdienen, sondern es würde gearbeitet, um den Menschen/der Gemeinschaft eine möglichst komfortable Lebensgrundlage zu schaffen.
Wenn sich gleichzeitig die Überzeugung durchsetzen würde, dass nicht derjenige der Tollste ist, der das größte Haus hat, sondern der, der am Meisten für die Gemeinschaft getan hat, würde sich die Sorge mit der Motivation zur Leistungserbringung ganz schnell erledigen. Denn jeder Mensch möchte Anerkennung, möchte Teil der Gesellschaft sein.
Wir haben heute das Problem, dass Menschen einfach nicht die Fähigkeiten haben, um im Kapitalismus in den modernen oft technischen "Erfolgsberufen" arbeiten zu können. Diese werden von vornherein von Vielem ausgeschlossen.
Sogar sehr Viele, die entsprechende Fähigkeiten mitbringen, bekommen einfach keinen vernünftigen Job und vegetieren dann mit Mindestlohn oder Hartz IV dahin. Während Andere, die einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren, ein Luxusleben führen.
In meinem Konzept würden aber auch die "überflüssigen" Arbeitskräfte sich nicht nur sinnvoll in die Gemeinschaft einbringen können -wie sie es im jetzigen System schon in Form von Ehrenämtern tun- sondern dann auch auf einem menschenwürdigem Level am sozialen Leben teilnehmen können.
Das fängt bei ordentlichen Wohnungen an und hört bei Theaterbesuchen auf.

Klar ist, dass nicht jeder eine eigene Yacht oder zwei fette Autos bekommen könnte. Auch 3 mal im Jahr auf die Kanaren fliegen für Jeden ist nicht drin.
Aber einen gewissen Wohlstand für Jeden (auch in Drittweltländern) könnte man schon erwirtschaften. Wieviele Ressourcen schon allein dadurch frei würden, dass nicht mehr nur für maximalen Konsum produziert würde (Stichwort geplante Obsolesenz)....
Es spräche auch absolut nichts dagegen, dass verdiente Persönlichkeiten kleinere Privilegien erhielten. Diese könnten aber z.B nicht vererbt werden. Und nicht völlig aus dem üblichen Rahmen fallen.
Andersrum z.B. bräuchte jemand, der überhaupt nichts tut, auch kein eigenes Auto. Während vielleicht der Bäcker, der nachts um vier los muss, einen Kleinwagen gestellt bekommt.

Sicher, ich sehe viele Fragen, die auf dem Weg zu so einer Gesellschaft noch beantwortet werden müssten.
Die einzig entscheidende Frage ist aber nur: Wollen wir ein System bei dem der Mensch einer Sache untergeordnet ist oder wollen wir ein System wo der Mensch ganz oben steht?
An dem Punkt, wo jeder arbeiten muss, damit es der Gemeinschaft gut geht sind wir jedenfalls schon lange vorbei.
Manchmal denke ich, das Einzige was uns noch von der Freiheit abhält ist die Angst Einzelner zu kurz zu kommen.
"Warum bekommt der dann genauso viel wie ich, obwohl ich viel härter arbeite?" Vielleicht weil er genauso gern so hart arbeiten würde, wenn er nur die Gelegenheit hätte? Oder vielleicht ist seine Arbeit schon genauso hart wie deine und du siehst es nur nicht?

Zitat:

@Martinirosso schrieb am 11. Februar 2021 um 14:14:52 Uhr:



Zitat:

@Lewellyn schrieb am 11. Februar 2021 um 13:50:35 Uhr:


Die allermeisten Menschen wollen ja nicht als Couchpotatoe zuhause langsam vergammeln.
Das BG wäre der Grundstock, der es ermöglicht, viel eher seinen Neigungen nachzugehen als nur auf finanzielle Notwendigkeiten zu reagieren.

Man könnte vom Gärtnern leben. Oder vom Stricken. Wenn s nur 250€ im Monat einbringt, sind die halt zusätzlich.

Die allermeisten wollen ihr Leben aber nicht auf Minimum fristen wollen. Es wird sich in Erwerbsleben so viel gar nicht ändern, außer das Kackjobs plötzlich besser bezahlt werden müssen, damit sie noch getan werden.

Natürlich ist das ein riesiges Experiment mit zahllosen Unwägbarkeiten, aber die Aussichten bei Beibehaltung des Status Quo sind auch nicht rosig.

Im BGB steht was ganz wichtiges:
"Jede Arbeit ist eines (ihres) Lohnes Wert!"

Das steht nicht im BGB, sondern in der Bibel (Lukas 10.7)

Du verbreitest Lügen.

Bzgl Börsenumsatzsteuer
Den normalen Sparer/ Anleger besteuern zu wollen der die einzige Möglichkeit Altersarmut durch Geldanlage zu verhindern ist eine Frechheit
Glückwunsch SPD
Hedgefonds und Hochfrequenz Handel unangetastet zu lassen ist die nächste Frechheit
Glückwunsch SPD

Gut das die ohne hin in der Bedeutungslosigkeit versinken

Es gehören die wwwRiesen Google Amazon Apple und Frazebuch europaweit gleich besteuert
Schon wären die Staatshaushalte in EU saniert.

Aber solange ein Mittelstandsbetrieb in EU mehr Steuern zahlt als ein globaler Multi ......
Glückwunsch Europa

Fakt ist die Herausforderung der Politik werden auch ohne Pandemie sehr groß sein ....

KI und Automatisierung kommen noch dazu
Aber da sind wir in D ohnehin nur Kunden denn technologisch sind wir hierbei abgegangen

Ich sehe nur keine Partei die das richtig anpacken will.
Wissen tun sie das alle aber keiner geht's an.

So wie vor 40 Jahren der kleine Dicke Norbert mit der Rente

Prinzip nach mir die Sintflut...

Gut das ich auf der Zielgeraden zum Privatier bin ....
Für mich reicht es noch und nach mir ....

Kuba ist gar kein so schlechtes Beispiel. Im Gegensatz zu anderen "Bruderländern" sind die Parteikader nicht alle wie durch ein Wunder Millionäre geworden, es gab ein kostenloses und zu den besseren Zeiten gar nicht schlechtes Gesundheitssystem. Bildung ist frei und für alle. Natürlich gab es Mangel an vielen westlichen Konsumgütern, aber der Masse ging es gar nicht so schlecht. Zumindest eher besser als in der Masse der anderen Staaten der "dritten Welt".

Kubas großes Problem waren die USA und ihre unerbittliche Embargopolitik gegen Kuba. Die durften hat keinen Erfolg haben, nicht mal einen kleinen. Dafür sorgten vor allem die Exilkubaner, die sich vor allem aus jener Schicht zusammensetzte, die vorher das Sagen und das Geld dort hatten. Das verschärfte sich natürlich dramatisch mit dem Zusammenbruch des Ostblocks, seitdem ist es deutlich schlechter dort geworden.

Der vorsichtigen Lockerungspolitik von Obama setzte Trump natürlich wieder einen Riegel vor. Mal gucken, wann sich Biden dieses Themas annimmt. Ist bestimmt nicht ganz oben auf der Agenda momentan, wird aber was kommen. Vermutlich zum besseren für die Kubaner.

Meine größte Sorge wäre es arbeitslos zu werden und gezwungen zu sein mit dem Motorrad um die Welt zu fahren und YouTube Videos drehen zu müssen um mein Geld als Influenzer zu verdienen.
;-)

Ja das wäre ein grausames Schicksal

Kuba hat vor allem den Vorteil, dass die Menschen dort anders sind. Entspannter.

Zitat:

@kandidatnr2 schrieb am 11. Februar 2021 um 14:54:04 Uhr:



Zitat:

@Martinirosso schrieb am 11. Februar 2021 um 14:14:52 Uhr:


Im BGB steht was ganz wichtiges:
"Jede Arbeit ist eines (ihres) Lohnes Wert!"

Das steht nicht im BGB, sondern in der Bibel (Lukas 10.7)

Wobei ich vermute, dass er diesen Quatsch, den er da teilweise schreibt, wirklich glaubt. Das macht es aber auch nicht besser.

Zitat:

@hoinzi schrieb am 11. Februar 2021 um 16:32:54 Uhr:



Zitat:

@kandidatnr2 schrieb am 11. Februar 2021 um 14:54:04 Uhr:


Das steht nicht im BGB, sondern in der Bibel (Lukas 10.7)

Wobei ich vermute, dass er diesen Quatsch, den er da teilweise schreibt, wirklich glaubt. Das macht es aber auch nicht besser.

Glaube ... Bibel. Passt.

Was durchaus im Kommunismus begründet sein könnte. Weniger Stress, weniger Existenzängste,...
Kann natürlich auch einfach an der vielen Sonne liegen. ;-)

Zitat:

@Luke1637 schrieb am 11. Februar 2021 um 16:34:59 Uhr:


Was durchaus im Kommunismus begründet sein könnte. Weniger Stress, weniger Existenzängste,...
Kann natürlich auch einfach an der vielen Sonne liegen. ;-)

Ich denke nicht, dass Che Guevara die Leute entspannt hat.
Aber ich hatte sein Poster 1970 auch an der Wand.

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