Motorradfahren bis an die (Wahl-)Urne

Bei allen die aus Baden-Württemberg stammen dürfte in den letzten Tagen die erste Wahlbenachrichtigung zwecks Landtagswahl eingegangen sein. Und im September ist schließlich Bundestagswahl für alle. Das Thema Motorradfahren ist ja im Zuge der Lärm- und Umweltdiskussion durchaus auch in den Fokus der Politik gerückt.

Werdet ihr Wählen gehen? Und wie denkt ihr über das Thema Motorrad in der Politik. Ich würde schließlich keine Partei wählen die mich in meinem Hobby einschränkt

242 Antworten

Es wird auf jeden Fall einen sehr spannenden Ausgang haben. Der eine oder andere Protestwähler wird seine Wahlschwänzerei aufgeben und wählen gehen.

Zitat:

@kandidatnr2 schrieb am 11. Februar 2021 um 11:05:46 Uhr:


Persönlichen Gewinn zu machen ist die Triebfeder jeder Innovation. Wenn man den Leuten diese Möglichkeit der persönlichen Bereicherung nimmt, wird es immer weniger Innovation geben - bis hin zum Stillstand.

Wenn man persönlichen Gewinn rein in € misst, so wie es uns seit Jahrzehnten beigebracht wird, dann könntest du Recht haben.
Aber was, wenn ein Umdenken dahingeht, dass persönlicher Gewinn auch die reine Anerkennung innerhalb der Gesellschaft sein könnte?
Wenn es nicht hiesse: "Oh guck mal, was der für eine tolle Villa hat. Wie er das wohl geschafft hat?" Sondern: "Oh guck mal da ist Herr Professor X, weißt du, dass das der ist der Y erfunden hat?"
Oder einfach nur: "Guten Morgen Frau Z. Ich wollte mich noch einmal herzlich dafür bedanken, dass sie sich so nett um unsere Mutter im Krankenhaus gekümmert haben. Wie gut, dass es Menschen wie sie gibt."
In einer solchen Gesellschaft gäbe es keine Multimillionen-Erben, die niemals in ihrem Leben irgendetwas gearbeitet haben, während die Pflegekräfte trotz Doppelschichten gerade so ihre Miete aufbringen können.
Manche würden sich wundern, wie stark der Fortschritt sich sogar beschleunigen würde, wenn die Kapazitäten von der Last der Gewinnerzeugungspflicht befreit würden.
Wenn Projekte nicht anhand des potentiellen Gewinns, sondern des potentiellen Nutzens beurteilt werden könnten.

Es gibt doch auch heute schon viele Menschen, die um der Sache willen Forschen, Entwickeln und sich um Andere kümmern. Völlig losgelöst von monetären Hintergedanken.
Deren Wirken geht nur meistens völlig im Strom unter.

Zitat:

@13inch schrieb am 11. Februar 2021 um 11:08:41 Uhr:


Es wird auf jeden Fall einen sehr spannenden Ausgang haben. Der eine oder andere Protestwähler wird seine Wahlschwänzerei aufgeben und wählen gehen.

Oder....
Die Verärgerung und die Politikverdrossenheit wird noch größer und es gibt eine noch geringere Wahlbeteiligung....

Das nützt dann nur den rechten und linken Rand .....

6 Landtagswahlen in diesem Jahr plus Bundestagswahl ....es könnte das politische Gefüge hierzulande echt auf den Kopf stellen....

Mitte März geht's los ....
Nicht nur das Moped fahren um Mal wieder zum wichtigen zu kommen

Zitat:

@Luke1637 schrieb am 11. Februar 2021 um 11:30:39 Uhr:



Zitat:

@kandidatnr2 schrieb am 11. Februar 2021 um 11:05:46 Uhr:


Persönlichen Gewinn zu machen ist die Triebfeder jeder Innovation. Wenn man den Leuten diese Möglichkeit der persönlichen Bereicherung nimmt, wird es immer weniger Innovation geben - bis hin zum Stillstand.

Wenn man persönlichen Gewinn rein in € misst, so wie es uns seit Jahrzehnten beigebracht wird, dann könntest du Recht haben.
Aber was, wenn ein Umdenken dahingeht, dass persönlicher Gewinn auch die reine Anerkennung innerhalb der Gesellschaft sein könnte?
Wenn es nicht hiesse: "Oh guck mal, was der für eine tolle Villa hat. Wie er das wohl geschafft hat?" Sondern: "Oh guck mal da ist Herr Professor X, weißt du, dass das der ist der Y erfunden hat?"
Oder einfach nur: "Guten Morgen Frau Z. Ich wollte mich noch einmal herzlich dafür bedanken, dass sie sich so nett um unsere Mutter im Krankenhaus gekümmert haben. Wie gut, dass es Menschen wie sie gibt."
In einer solchen Gesellschaft gäbe es keine Multimillionen-Erben, die niemals in ihrem Leben irgendetwas gearbeitet haben, während die Pflegekräfte trotz Doppelschichten gerade so ihre Miete aufbringen können.
Manche würden sich wundern, wie stark der Fortschritt sich sogar beschleunigen würde, wenn die Kapazitäten von der Last der Gewinnerzeugungspflicht befreit würden.
Wenn Projekte nicht anhand des potentiellen Gewinns, sondern des potentiellen Nutzens beurteilt werden könnten.

Es gibt doch auch heute schon viele Menschen, die um der Sache willen Forschen, Entwickeln und sich um Andere kümmern. Völlig losgelöst von monetären Hintergedanken.
Deren Wirken geht nur meistens völlig im Strom unter.

Das ist die Philosophie aus Star-Treck nach der Erfindung des Woarp-Antriebs. Kann man machen.

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Ich glaube nicht daß ein bedingungsloses Grundeinkommen die Lösung ist ....

Laufen ja entsprechende Studien dazu ....

Das Problem mit den Studien dazu sehe ich darin, dass diese in zu kleinem Format und zu kurzer Laufzeit durchgeführt werden.
Ich meine, wie soll sich signifikant etwas ändern, wenn ich genau weiß, dass das Einkommen in einem Jahr wieder weg ist?
Wie will ich die Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft beurteilen, wenn ich nur ein paar Promille in Feldversuche einbeziehe?

Das Grundeinkommen an sich wird meiner Meinung nach aber viele der Probleme lösen können. Wenn es ernsthaft betrieben wird und nicht nur als Placebo designed wird.

Nenn mir mal bitte ein Land wo deiner Meinung nach das Konzept deiner Vorstellung am nächsten kommt.

Zitat:

@13inch schrieb am 11. Februar 2021 um 11:08:41 Uhr:


Es wird auf jeden Fall einen sehr spannenden Ausgang haben. Der eine oder andere Protestwähler wird seine Wahlschwänzerei aufgeben und wählen gehen.

Es wird keine BT Wahl im Herbst stattfinden, wenn die Stimmung im Volk gegen die etablierten Regierungs Parteien ist.
Ausreden gibts da ja genug 🙄

Das bedingungslose Grundeinkommen wird kommen müssen. Wenn die Digitalisierung und die KI mal richtig fahrt aufgenommen hat, wird es einfach nicht genug Arbeit für alle mehr geben.

Ich meine, Tesla schickt gerade durch neue Technik über hundert Roboter in der Karrosseriefertigung in die "Arbeitslosigkeit", da bleibt nicht mehr viel Arbeit über.

Deshalb muss man Wertschöpfung durch KI genauso besteuern und mit Sozialabgaben belegen wie manuelle Arbeit.

Genau wie eine Börsenumsatzsteuer. Auch eine sozialdemokratische Glanzleistung, diese nur für Kleinanleger beim kaufen von normalen Unternehmensaktien realisieren zu wollen, auf keinen Fall für gewerbliche Anleger und Hochfrequenzhandel mit Derivaten. Sonst würde ja der Börsenplatz Frankfurt gefährdet.

Der globale Derivatehandel umfasst nach seriösen Schätzungen knapp das 10fache des WeltBSP.
Wenn man da 0,5% von als Steuer realisieren würde, wären das ~ 5000€ pro Kopf der Weltbevölkerung im Jahr, gleichverteilt.

@KapitaenLueck: Welches Konzept meinst du? Das des Grundeinkommens oder der "sozialen Demokratie"?
Und warum fragst du danach?

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 11. Februar 2021 um 12:38:50 Uhr:


Das bedingungslose Grundeinkommen wird kommen müssen. Wenn die Digitalisierung und die KI mal richtig fahrt aufgenommen hat, wird es einfach nicht genug Arbeit für alle mehr geben.
.....

Wird schon interessant, wenn der Mensch als Arbeitskraft (die Geld bekommt) ausfällt, aber als Kunde/Konsument (der Geld ausgibt) noch gebraucht wird.

Wer nichts einnimmt, kann auch nichts ausgeben.

Wer nie gearbeitet hat, bekommt auch nie Arbeitslosengeld, weil sich das ja am letzten Gehalt orientiert.
Bleibt Hartz IV oder halt ein Bürgergehalt bzw. Bedingungsloses Grundeinkommen. Das dann höher ausfallen wird als Hartz IV?

Wie wird ein Tag - okay ein Tag geht noch - wie wird ein Leben ohne Arbeit aussehen? Völlig unstrukturiert?

Wir werden alle rumgammeln und verlottern!
Werden zu übergewichtigen alkoholkranken e-Sportlern, die sich nie mehr infizieren werden, weil es gar keinen Grund mehr gibt die Wohnung zu verlassen.
;-)

Zitat:

@Luke1637 schrieb am 11. Februar 2021 um 12:40:30 Uhr:


@KapitaenLueck: Welches Konzept meinst du? Das des Grundeinkommens oder der "sozialen Demokratie"?
Und warum fragst du danach?

Ich bezog mich auf deinen Beitrag ? 11. Februar 2021 um 09:59:53 Uhr

Also der Frage der sozialen Demokratie.

Weil ich deine Ausführungen besser verstehen möchte um es dann besser einordnen zu können.

@Quaeker: Du hast es ironisch gemeint. (Hast du doch, oder? )
Aber das ist ja das große Argument was immer gegen ein Grundeinkommen angeführt wird: Dass es niemanden mehr geben wird, der die noch notwendige Arbeit macht.

Das wiederum halte ich für Quatsch. Ja, es wird einige Wenige geben, die wirklich nichts mehr tun. Aber der Großteil wird sich freiwillig nach seinen Fähigkeiten einbringen.
Und genau da liegt der Vorteil: Die Menschen können ihre eigenen Kompetenzen in die Gemeinschaft tragen und müssen nicht mehr nur einer Erwerbsarbeit nachgehen, die unter Umständen völlig abseits ihrer stärksten Kompetenz liegt.

Es wird sogar Menschen geben, die froh sind Toiletten putzen zu dürfen, anstatt den ganzen Tag sinnlos rumzugammeln.

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 11. Februar 2021 um 12:38:50 Uhr:


Das bedingungslose Grundeinkommen wird kommen müssen. Wenn die Digitalisierung und die KI mal richtig fahrt aufgenommen hat, wird es einfach nicht genug Arbeit für alle mehr geben.

Ich meine, Tesla schickt gerade durch neue Technik über hundert Roboter in der Karrosseriefertigung in die "Arbeitslosigkeit", da bleibt nicht mehr viel Arbeit über.

Deshalb muss man Wertschöpfung durch KI genauso besteuern und mit Sozialabgaben belegen wie manuelle Arbeit.

Genau wie eine Börsenumsatzsteuer. Auch eine sozialdemokratische Glanzleistung, diese nur für Kleinanleger beim kaufen von normalen Unternehmensaktien realisieren zu wollen, auf keinen Fall für gewerbliche Anleger und Hochfrequenzhandel mit Derivaten. Sonst würde ja der Börsenplatz Frankfurt gefährdet.

Der globale Derivatehandel umfasst nach seriösen Schätzungen knapp das 10fache des WeltBSP.
Wenn man da 0,5% von als Steuer realisieren würde, wären das ~ 5000€ pro Kopf der Weltbevölkerung im Jahr, gleichverteilt.

Bzgl. Arbeit. Das wird man erst mal sehen müssen denn ich gebe zu bedenken das dies Thema nicht neu ist und es seit der industriellen Revolution schon immer Arbeitskraft-Verschiebungen gab.

Es wird und muss dann nur eine werthaltige Arbeit geben. Was wohin kann ich leider auch nicht sagen. Bin da nicht der Fachmann.

Ich denke ähnlich Quaeker das ein Grundeinkommen nicht die beste Idee ist.
Wo bleibt dann noch der Anreiz was werthaltiges im Leben zu Stande zu bringen?
Menschen müssen das Gefühl haben gebraucht zu werden, werden sie das nicht verlottern sie oder schlimmer, sie fallen in Depressionen und werden möglicherweise wie Lemminge in den Tod springen. Gott bewahre.

Man sieht es ja grad schön in der momentanen Krise.

Bzgl. Börsenhandel. Da sollte alles und jeder gleich behandelt und auch besteuert werden. Wie muss ich auch hier den Fachleuten überlassen. Egal wie, gerecht muss es sein, für alle.

Auch ist es ein Unding das Unternehmen in einigen EU Ländern gar nicht oder nur gering besteuert werden. Hier denke ich in erster Linie an die Internetbranche.

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 11. Februar 2021 um 12:38:50 Uhr:


Das bedingungslose Grundeinkommen wird kommen müssen. Wenn die Digitalisierung und die KI mal richtig fahrt aufgenommen hat, wird es einfach nicht genug Arbeit für alle mehr geben.

Ich meine, Tesla schickt gerade durch neue Technik über hundert Roboter in der Karrosseriefertigung in die "Arbeitslosigkeit", da bleibt nicht mehr viel Arbeit über.

Deshalb muss man Wertschöpfung durch KI genauso besteuern und mit Sozialabgaben belegen wie manuelle Arbeit.

Genau wie eine Börsenumsatzsteuer. Auch eine sozialdemokratische Glanzleistung, diese nur für Kleinanleger beim kaufen von normalen Unternehmensaktien realisieren zu wollen, auf keinen Fall für gewerbliche Anleger und Hochfrequenzhandel mit Derivaten. Sonst würde ja der Börsenplatz Frankfurt gefährdet.

Der globale Derivatehandel umfasst nach seriösen Schätzungen knapp das 10fache des WeltBSP.
Wenn man da 0,5% von als Steuer realisieren würde, wären das ~ 5000€ pro Kopf der Weltbevölkerung im Jahr, gleichverteilt.

Arbeit wird es immer geben. Sie wird nur anders.

Die industrielle Revolution hat das Handwerk verändert. Durch Eisenbahn und Automobil wurden Hufschmiede und Droschkenkutscher überflüssig. Dafür wurden Mechaniker und Ingenieure gebraucht.

Auch und gerade in Computerzeiten werden Leute gebraucht werden, die in der Elektrotechnik, Informatik und Energieversorgung arbeiten. Und Berufe in Lebensmittelproduktion, Medizin und Entsorgung scheinen auch nicht auszusterben. Gegessen und getrunken wird immer; und wie wir nicht erst seit Corona wissen, werden Menschen auch immer noch krank.

Was die Börsenumsatzsteuer angeht: Da ist in der Tat Luft nach oben.

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