Motoröl nachfüllen ?

Mercedes E-Klasse W211

Hallo zusammen,

die Markierungen am Ölmessstab beträgt zwischen Max. und Min. laut BA 2Liter.
Wenn der Ölstand dazwischen liegt ist laut BA der alles i.O.

Füllt Ihr trotzdem auf, z.B. 1/2 Liter oder 1 Liter ?

Viele Grüße
Heizölbrenner

Beste Antwort im Thema

Das sehe ich ein wenig anders. Der Ölkreislauf ist ein geschlossenes System ( sollte es zumindest sein ). Dass heisst, je mehr Öl im Kreislauf ist, umso weniger Luft befindet sich im System. Dieses kann unter Umständen dazu führen, dass das gesamte System ( da die Öldruckpumpen immer die gleiche Fördermenge haben ) einen zu hohen Öldruck bekommt. Und das ist der Grund, warum der Hersteller davor warnt, zuviel Öl aufzufüllen. Ein zu hoher Öldruck kann ebenfalls kapitale Schäden am Motor verursachen. Und eine Warnung gibt es dafür nicht, da die Öldruckschalter nur ansprechen, wenn zu wenig Öldruck da ist.

LevelHAHAHA, selten so köstlich gelacht. Das ist ja alles kompletter Nonsens. Wenn man keine Ahnung hat dichtet man aus sich aus Halbwissen und Hörensagen eben was zusammen.

Der Ölkreislauf ist ein offenens System.
Der Öldruck den die Ölpumpe fördert ist unabhängig von dem Ölstand (wenn zwischen min und max)immer gleich und wird sogar durch ein Überdruckventil auf einen bestimmten Maximalwert eingeregelt.

Luft sollte sich in dem Ölkreislauf überhaupt keine befinden. Da wären dann deine Lagerstellen in dem Motor ganz schnell Schrott.

Richtig: Der Hersteller warnt davor zu viel Öl einzufüllen. Und zuviel ist über max. Max ist gernau richtig zum Auffüllen nach einem Ölwechsel. Das machen übrigens auch die Freundlichen so. Und die Ölfüllmenge in der Bedienungsanleitung ist auch bis zum Füllstand max angegeben.

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Zitat:

Original geschrieben von greenline87


KFZFuzzy,

ist ja alles schön und gut.

Ob der "Stab" am Ende rot oder babyblau ist, macht keinen Unterschied, wenn der "Stab" beim Rausziehen von unten bis oben verölt ist😠😠

Würde mich mal interessieren, wie du dann den Füllstand erkennen willst😕

Ist die Frage jetzt wirklich ernst gemeint? Ich zieh den Stab raus, wische ihn ab, steck ihn wieder rein und zieh ihn wieder raus - dann seh ich doch, wie hoch der Ölstand ist.

KFZFuzzy,

nochmal zum Mitschreiben:

bei meinem Fahrzeug besteht der "Ölmessstab" aus einer elend langen Spiralfeder, die von unten bis oben verölt ist, wenn man die rauszieht😠😠😠
Da hilft auch kein Abwischen!!

Ok, ich habs kapiert. Jetzt wäre halt interessant, ob ich der einzige bin, der mittels Peilstab den Ölstand bei einem W211(M273) ermitteln kann oder ob Mercedes da einen Konstruktionsfehler gemacht hat.

Man sollte niemals Motoröl kurz vor Maximal füllen. Der freundliche lässt Öl bis zur Mitte zwischen minimal und maximal füllen im warmen betrieb. Wer zuviel Motoröl nachfüllt bzw. schon hat riskiert ein Motorschaden wie auf dem Deckel beschrieben 😉.

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Zitat:

Original geschrieben von farmer1



Zitat:

Original geschrieben von achtklässler


Der 3 l V6 CDI sagt Dir aber mit PIEP und Anzeige im KI, wenn Du nachfüllen musst und auch wieviel .

Auch der 3L Diesel zeigt im KI etwas an, dann ist es aber schon 5 vor 12 und der Ölstand unter die min Markierung gefallen. Das liegt daran dass der keinen Ölsensor sondern nur einen Ölstandsschalter hat der anzeigt wenn der Ölstand unter min abfällt, bei diesem Motor (nicht nur der, dass haben mittlerweile wieder fast alle) muss der Ölstand regelmäßig mit dem Peilstab geprüft werden, gerade der V6 ist dafür bekannt sich gerne mal nen Extra Schluck Öl zu gönnen.

Nichts Anderes habe ich geschrieben. Obwohl withensohn mir nicht glaubt, ist es trotzdem so !

Zitat:

Original geschrieben von waldemar93


Man sollte niemals Motoröl kurz vor Maximal füllen. Der freundliche lässt Öl bis zur Mitte zwischen minimal und maximal füllen im warmen betrieb. Wer zuviel Motoröl nachfüllt bzw. schon hat riskiert ein Motorschaden wie auf dem Deckel beschrieben 😉.

Hallo,

das ist leider an Ammenmärchen, welches sich vermutlich schon seit Jahrzehnten hält.

Richtig ist, der Ölstand kann auf maximal aufgefüllt werden. Dem Motor schadet es nicht. Im Gegenteil, durch den einen Liter mehr an Öl ist auch die Qualität des Öles besser und Kühlungsaufgaben des Öles können besser erfüllt werden. > Die Öltemperatur sinkt.

Warum soll ein Ölstand exakt auf Maximal schaden.
Oder tankt ihr auch nur halbvoll, weil voll dem Tank schaden würde.
Oder füllt ihr die Scheibenwaschanlage auch nur halbvoll, weil voll der Scheibenwaschanlage schaden würde
Oder füllt ihr den Kühler auch nur halb voll, weil usw. usw.

Das Problem mit dem ölverschmierten Peilstab hatte ich auch. (OM642)

Probiere mal folgendes: Motor warm fahren. Motor abstellen, dann sofort den Ölmeßstab ziehen. Dann die berühmten 5 Minuten warten. Nun den abgewischten Ölmeßstab wieder hineinstecken. Jetzt müßte ein Ölstand ablesbar sein.

Zitat:

Original geschrieben von Kallimatik2000



Zitat:

Original geschrieben von waldemar93


Man sollte niemals Motoröl kurz vor Maximal füllen. Der freundliche lässt Öl bis zur Mitte zwischen minimal und maximal füllen im warmen betrieb. Wer zuviel Motoröl nachfüllt bzw. schon hat riskiert ein Motorschaden wie auf dem Deckel beschrieben 😉.
Hallo,

das ist leider an Ammenmärchen, welches sich vermutlich schon seit Jahrzehnten hält.

Richtig ist, der Ölstand kann auf maximal aufgefüllt werden. Dem Motor schadet es nicht. Im Gegenteil, durch den einen Liter mehr an Öl ist auch die Qualität des Öles besser und Kühlungsaufgaben des Öles können besser erfüllt werden. > Die Öltemperatur sinkt.

Warum soll ein Ölstand exakt auf Maximal schaden.
Oder tankt ihr auch nur halbvoll, weil voll dem Tank schaden würde.
Oder füllt ihr die Scheibenwaschanlage auch nur halbvoll, weil voll der Scheibenwaschanlage schaden würde
Oder füllt ihr den Kühler auch nur halb voll, weil usw. usw.

Das Problem mit dem ölverschmierten Peilstab hatte ich auch. (OM642)

Probiere mal folgendes: Motor warm fahren. Motor abstellen, dann sofort den Ölmeßstab ziehen. Dann die berühmten 5 Minuten warten. Nun den abgewischten Ölmeßstab wieder hineinstecken. Jetzt müßte ein Ölstand ablesbar sein.

Das sehe ich ein wenig anders. Der Ölkreislauf ist ein geschlossenes System ( sollte es zumindest sein ). Dass heisst, je mehr Öl im Kreislauf ist, umso weniger Luft befindet sich im System. Dieses kann unter Umständen dazu führen, dass das gesamte System ( da die Öldruckpumpen immer die gleiche Fördermenge haben ) einen zu hohen Öldruck bekommt. Und das ist der Grund, warum der Hersteller davor warnt, zuviel Öl aufzufüllen. Ein zu hoher Öldruck kann ebenfalls kapitale Schäden am Motor verursachen. Und eine Warnung gibt es dafür nicht, da die Öldruckschalter nur ansprechen, wenn zu wenig Öldruck da ist.

Level

@Level:
Interessante Theorie, auf die ich jetzt nicht näher eingehen möchte.
Ich dachte immer, die Gefahr bei zuviel Öl wäre, daß die Kurbelwelle ins Öl eintaucht und dieses aufschäumt. Dadurch würde der Öldruck eben fast gegen 0 gehen.
Seis drum, soll jeder Öl nachfüllen, sooft er will, Hauptsache es ist weder zuwenig noch zuviel Öl im Motor.

Maximum ist maximum und als solches auch vollkommen ok!
Würde es schädlich sein, gehörte die MAX-Markierung weiter nach unten.
Ob nun MAXIMUM für kalten oder betriebswarmen Motor zu messen ist bestimmt individuell der Hersteller in seiner Messvorschrift - das ist auch unterschiedlich gehandhabt.
Die Thermische Ausdehnung von 8 Litern Öl von 0GradC bis 100GradC beträgt kaum mehr als 100ml und damit weniger als ein zehntel der Min-Max Differenz.

Meines Wissens nach bei MB: Betriebswarmer Motor und 5min Stillstand, dann Messung auf ebener Standfläche.

Öldruck im Vergleich zur Ölmenge: der Öldruck steigt nicht messbar in Abhängigkeit der Ölmenge in der Ölwanne (wer noch die Öldruckinstrumente kennt, der weiß das).
Der Druck im Kurbelgehäuse hingegen (hat nichts mit hydraulischem Öldruck zu tun) ist einzig und allein durch Blow-By Gase hervorgerufen (zzgl. geringe Mengen durch auskochen von Kondensaten) , die widerum abhängig vom Verschleißgrad des Motors, Drehzahlen, Temperaturen und div. anderen Parametern sind- aber als größtem Einflussfaktor eben verschleißabhängig.
Dieser Druck wird durch die Kurbelgehäusebelüftung der Verbrennung (Ansaugtrakt) zugeführt.

Fazit: Maximum ist nicht schädlich solange korrekt gemessen wird.
Im Gegenteil: Füllhöhe am oberen Ende der Skala hat zuvor genannte Vorteile wg. Kühlung, Aufnahmefähigkeit von Schwebeteilen u.v.m.
Nicht zuletzt deshalb haben ansonsten baugleiche Motoren in unterschiedlich belastenden Fahzeugen auch unterschiedlich große Ölwannen/Öleinfüllmengen.

Hallo,

...bei der Geschichte kriege ich schon wieder einen Föhn...
ein 60T€ Auto und ich muss mit einem Metallstab auf fummelige Art und Weise einen Flüssigkeitsstand abfragen....
...unglaublich...der W211 ist doch kein Oldtimer....und...
bevor jetzt wieder alle über mich herfallen, setze ich noch einen drauf: Schafft doch auch die Tankuhr ab und bringt wieder einen Peilstab am Tank an.......

...mein alter Vormopf 320CDI R6 hatte keinen Messstab und die elektronische Messung hat bestens funktioniert. Schade, die Rückkehr zum Peilstab empfinde ich als Rückschritt.

Ich wünsche mir "App", mit dem ich den Ölstand meines Schätzchens auch im Urlaub abfragen kann 🙂.

Gruß,

Thomas

Das sehe ich ein wenig anders. Der Ölkreislauf ist ein geschlossenes System ( sollte es zumindest sein ). Dass heisst, je mehr Öl im Kreislauf ist, umso weniger Luft befindet sich im System. Dieses kann unter Umständen dazu führen, dass das gesamte System ( da die Öldruckpumpen immer die gleiche Fördermenge haben ) einen zu hohen Öldruck bekommt. Und das ist der Grund, warum der Hersteller davor warnt, zuviel Öl aufzufüllen. Ein zu hoher Öldruck kann ebenfalls kapitale Schäden am Motor verursachen. Und eine Warnung gibt es dafür nicht, da die Öldruckschalter nur ansprechen, wenn zu wenig Öldruck da ist.

LevelHAHAHA, selten so köstlich gelacht. Das ist ja alles kompletter Nonsens. Wenn man keine Ahnung hat dichtet man aus sich aus Halbwissen und Hörensagen eben was zusammen.

Der Ölkreislauf ist ein offenens System.
Der Öldruck den die Ölpumpe fördert ist unabhängig von dem Ölstand (wenn zwischen min und max)immer gleich und wird sogar durch ein Überdruckventil auf einen bestimmten Maximalwert eingeregelt.

Luft sollte sich in dem Ölkreislauf überhaupt keine befinden. Da wären dann deine Lagerstellen in dem Motor ganz schnell Schrott.

Richtig: Der Hersteller warnt davor zu viel Öl einzufüllen. Und zuviel ist über max. Max ist gernau richtig zum Auffüllen nach einem Ölwechsel. Das machen übrigens auch die Freundlichen so. Und die Ölfüllmenge in der Bedienungsanleitung ist auch bis zum Füllstand max angegeben.

Die letzte Antwort und die von kappa9 kann man so stehen lassen, bei betriebswarmen Motor kann ohne Bedenken auf max. gefüllt werden.

Ich vermisse die elektronische Messung kein Stück, ich habe sie sogar gehasst wenn beim Ölwechsel ewig "Wartezeit einhalten" angezeigt wurde. Wenn, dann beide Lösungen kombiniert wie es tlw. mal verbaut war, aber das ist zu teuer.

Die Aussage dass der OM642 Öl braucht kommt öfter von Kunden die hohen Ölverbrauch beanstanden 😉, stimmt aber auch, vor allem wenn der Motor tüchtig gefordert wird z.B. im schweren Hängerbetrieb oder im Transporter braucht er Öl, tlw. bis 1,5L auf 10tkm.

Zitat:

Original geschrieben von Kallimatik2000


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Das sehe ich ein wenig anders. Der Ölkreislauf ist ein geschlossenes System ( sollte es zumindest sein ). Dass heisst, je mehr Öl im Kreislauf ist, umso weniger Luft befindet sich im System. Dieses kann unter Umständen dazu führen, dass das gesamte System ( da die Öldruckpumpen immer die gleiche Fördermenge haben ) einen zu hohen Öldruck bekommt. Und das ist der Grund, warum der Hersteller davor warnt, zuviel Öl aufzufüllen. Ein zu hoher Öldruck kann ebenfalls kapitale Schäden am Motor verursachen. Und eine Warnung gibt es dafür nicht, da die Öldruckschalter nur ansprechen, wenn zu wenig Öldruck da ist.

Level
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HAHAHA, selten so köstlich gelacht. Das ist ja alles kompletter Nonsens. Wenn man keine Ahnung hat dichtet man aus sich aus Halbwissen und Hörensagen eben was zusammen.

Der Ölkreislauf ist ein offenens System.
Der Öldruck den die Ölpumpe fördert ist unabhängig von dem Ölstand (wenn zwischen min und max)immer gleich und wird sogar durch ein Überdruckventil auf einen bestimmten Maximalwert eingeregelt.

Luft sollte sich in dem Ölkreislauf überhaupt keine befinden. Da wären dann deine Lagerstellen in dem Motor ganz schnell Schrott.

Richtig: Der Hersteller warnt davor zu viel Öl einzufüllen. Und zuviel ist über max. Max ist gernau richtig zum Auffüllen nach einem Ölwechsel. Das machen übrigens auch die Freundlichen so. Und die Ölfüllmenge in der Bedienungsanleitung ist auch bis zum Füllstand max angegeben.

Vorsicht, nicht zu vorschnell. Zugegeben, ich bin kein Kfz-Techniker, aber als sehr gut auskennend im Luftfahrzeugmotorenbereich ( überwiegend 6 Zylinder Lycoming Boxermotoren ) gebe ich hier keinesfalls Halbwissen oder Hörensagen wieder. Wo soll denn bitte schön die überschüssige Luft hin ??? Der Öldeckel schließt mit Hilfe des Öldeckels luftdicht ab ( sollte er zumindest ) und der Ölmessstab ist ebenfalls durch Gummiring luftdicht abgeschlossen. Und wenn ich mich noch so anstrenge, ein Abblasventil oder ähnliche Vorrichtung für zu viel Druck im Motor finde / kenne ich nicht. Und so ein System bezeichnet man in Technikerkreisen auch als "geschlossenes" System.

Recht hast du natürlich, dass man bis zur Max Marke auffüllen kann, nicht umsonst ist es ja eine Max Markierung. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass durch zu viel ( über Max ) auffüllen, der Motor nachhaltig Schaden nehmen kann und das hat nichts mit "Halbwissen", sondern mit einfacher Physik zu tun.

Ach ja, vielleicht falsch von mir formuliert, Luft befindet sich natürlich nicht im "Ölkreislauf" ( das geht nur bei aufgeschäumten Öl ) sondern im, dem Öl umgebenden, Bereich. Es kann sich nur dann keine Luft im zu ölenden Bereich befinden, wenn du so viel Öl einfüllst, dass es oben aus der Einfüllöffnung wieder rauskommt, dann hast du defintiv keine Luft im zu ölenden Bereich ( wirst aber vermutlich auch 20 liter Öl eingefüllt haben ).

Level

Schon mal was von einer Kurbelgehäuseentlüftung gehört? Wenn die z.B. einfriert drückt es den Peilstab raus und der Motor spuckt das Öl über das Rohr raus, VW kann ein Liedchen davon trällern.
Das ganz hat jedoch mit dem Öldruck nichts zu tun, die Ölpumpe hat ein Überdruckventil, je nach Motor Öldruck von 5-8 bar.

Zitat:

Original geschrieben von farmer1


Schon mal was von einer Kurbelgehäuseentlüftung gehört? Wenn die z.B. einfriert drückt es den Peilstab raus und der Motor spuckt das Öl über das Rohr raus, VW kann ein Liedchen davon trällern.
Das ganz hat jedoch mit dem Öldruck nichts zu tun, die Ölpumpe hat ein Überdruckventil, je nach Motor Öldruck von 5-8 bar.

Farmer hat absolut recht!

Hatte ich doch auch bereits ein paar Kommentare weiter oben geschrieben - mir muss ja keiner glauben, kann man alternativ auch alles in anerkannten Fachbüchern nachlesen.

Vielleicht verwechseln manche die Motorölversorgung (Druckumlaufschmierung, offenes System) eines normalen PKW Motors mit einer im Rennsport eingesetzten Trockensumpfschmierung .- da sieht es etwas anders aus (und vielleicht gibts ja bei den Flugzeugmotoren sowas ähnliches?!??).
Geschlossene Ölsysteme kenne ich beim PKW nur im Getriebe (Automatik und Schaltgetriebe sowie Achsantriebe, in gewisser Weise kann man auch hydraulische Lenkhilfe (Servolenkung) als geschlossenes System bezeichnen - aber nicht die Druckumlaufschmierung eines herkömmlichen PKW Hubkolbenmotors (egal ob Otto, oder Diesel).

Achja - ein echtes geschlossenes System findet man (in Bezug auf Schmieröl und Hubraum, nicht energetisch natürlich) beim Stirling-Motor - anderes Thema... ;-)

Überfüllung (also deutlich über MAX) kann mehrere Probleme verursachen: Kurbelwellenzapfen panschen im ÖL (Leistungsverlust, Ölverlust an Dichtungen, Schaumbildung und dadurch Schmierfilmunterbrechungen
sowie im Extremfall: Ansaugen ("einatmen"😉 des aufgewirbelten überschüssigen Öles über die Kurbelgehäusebelüftung (also immer noch nix mit Überdruck usw. - der wird ja genau durch diese Belüftung abgeleitet) - Durch das einatmen des (brennbaren) Motoröles kann der Dieselmotor unkontrolliert auf diesem "falschen" Kraftstoff laufen und sich totdrehen (weil ja die Ölzufur unkontrolliert erfolgt). Benziner würde da ab einer gewissen Menge ausgehen.

Häufig auch: Katalysatorschäden (Benziner und Diesel) sowie DPF Schäden (Diesel) durch Metallasche des verbrannten Öles, Kohleablagerungen, lokale Überhitzung usw.

ABER: Glaubt doch nicht den Stammtischmärchen "Öl bis MAX am Peilstab sei gefährlich" (solange man den passenden Peilstab in richtiger Weise benutzt)
Im Gegenteil! Optimale Ölmenge bei MAX oder knapp drunter schont den Motor!

Was man in den Werkstätten gerne macht: Öl wird bis MAX eingefüllt, aber der (noch leere) neue Ölfilter und einige Kanäle müssen bei den ersten Umdrehungen noch über den Kreislauf gefüllt werden.
Dadurch sinkt der Ölstand auf meist so 2/3 bis etwas über halb.
Dann wird nochmal kurz kontrolliert und auf ein Nachkippen verzichtet - ist nicht schlimm, aber "eleganter" ist das richtige Nachfüllen auf MAX bei Betriebstemp.
Dazu müsste die Werkstatt aber Warmlaufen lassen und mehrmals messen - kostet Zeit usw....
Klar soweit?

;-)

Flotte Woche wünscht kappa9

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