Motorenkompatibilität zwischen unterschiedlichen Fahrzeugmarken und -modellen

Guten Tag,
inwieweit ist es möglich, Motoren zwischen unterschiedlichen Fahrzeugmarken und -modellen zu tauschen? Gibt es hier Einschränkungen bezüglich Motorleistung, Baujahr und Bauart des Motors (z.B. Diesel, Benziner)? Die Frage hat folgenden Hintergrund:

  1. Ließe sich bei einem alten Fahrzeug mit H-Kennzeichen und defektem Motor ein modernerer Austauschmotor verbauen? Falls ja, würde das Fahrzeug dann das H-Kennzeichen verlieren?
  2. Es gibt Modellreihen mit erfahrungsgemäß eher schlechten Motoren. Ist ein Fahrzeughalter, der den defekten Motor seines Fahrzeugs gegen einen Austauschmotor tauschen möchte, gezwungen denselben Motor wieder einbauen zu lassen oder ließe sich das Fahrzeug durch einen besseren Motor aufwerten?
46 Antworten

Zitat:

@KapitaenLueck schrieb am 4. März 2023 um 10:29:08 Uhr:


Wie die Ente wird noch gebaut?????

Soweit ich weiß lief die letzte Ente 90 in Portugal vom Land.

Anarchie Wo wird sie denn deiner Meinung nach noch gebaut?

@KapitaenLueck

Die Ente wie auch die Dyane wird in Cassis weitergebaut.
Die Citreon Originalpressen wurden nicht verschrottet sondern wurden gekauft und stehen bei Mehari.

https://www.youtube.com/watch?v=B53HfmAbJxk

Die Firma heißt Mehari 2cv Club Cassis.

https://www.mehariclub.com/en/

Über die Firma kann man alles "NEU" kaufen, von Rahmen über neue Karossen, türen, Ersatzteile, Motor, lenkungsteile, Sitze, Tacho.
Die neuen Rahmen sind galvanisiert oder Pulverbeschichtet.
Viele teile wie Auspuff und andere Blechteile sind aus Edelstahl.

Danke aber auch da sehe ich nur verkauf von Teilen in Nachbau, auch wenn es auf den originalen Pressen passiert.

Ansonsten Gebrauchtmarkt.

Wo ist denn das Neuwagen Angebot von denen? Sehe ich leider nicht.

Aber aus dem Teileangebot kannst dir locker die Ente bauen🙂

Wie ich schon aber sagte wird das wahne teuer.

Naja.

Es werden nicht die original Pressen verwendet sondern die Original Presswerkzeuge.
Denn die Presswerkzeuge und auch die Zieh- oder Stanzwerkzeuge können in jeder Presse eingebaut werden, Weltweit.
So wie damals die Werkzeuge von GM/ Opel und die Fahrzeuge z.B. in Brasilien wie den Zafira A weiter gebaut wurden.

Ok, die Presswerzeuge.

Aber es wird auch hier kein komplett fertiges neue 2CV angeboten.

Wenn dann bitte stosst mich mit der Nase eben drauf.

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Zitat:

Es werden nicht die original Pressen verwendet sondern die Original Presswerkzeuge.

Es wurden die original Pressen wie auch die Original Presswerkzeuge gekauft, das komplette Paket wie es bei Citroen in den Werkshallen stand.
Dazu wurden auch alle Punktschweißgeräte, Schweißschablonen und Richtbänke für das Chassis gekauft.
Ich vergaß noch zu erwähnen, es wurden auch die Original Pfaff Nähmaschinen, samt Zubehör wie Tische ect aus dem Citroen werk gekauft.

Zitat:

Wo ist denn das Neuwagen Angebot von denen? Sehe ich leider nicht.

Von Neuwagen habe ich nie gesprochen, ich habe erwähnt dass die Enten weiter gebaut werden und somit keinerlei probleme bei der Ersatzteilbeschaffung zu befürchten ist.
Gerade das große Problem Rost ist gelöst weil alle Bleche verfügbar.

Zitat:

Danke aber auch da sehe ich nur verkauf von Teilen in Nachbau

Ja die alten Hersteller die früher Citroen versorgten bauen heute die Nachbauteile, vieles gibt es auch noch von Citroen direkt zu kaufen.

Zitat:

Wie ich schon aber sagte wird das wahne teuer.

Sehe ich nicht so, Ente fahren ist sogar richtig günstig zu einem anderen Oldtimer.
Man kauft eine schrottreife Rostente egal was für ein zustand, wichtig ist nur Rahmennummer und Brief.

-Ein neues Chassis kostet runde 1700 euro
-neues Häuschen, mit Türen, Kotflügel, Haube, ect 8500euro
=10200euro

Die 10200euro klingen jetzt nach viel geld aber dann hat man alles was Rosten kann durch Neuteile ersetzt.

Zum Vergleich ein Mercedes w108 Kotflügel kostet runde 1500euro bei Mercedes.
Säurebäder um die Karosse chemisch zu entrosten/entlacken fangen bei 4000euro an, dann kommen die Schweissarbeiten für runde 30eur/stunde noch dazu.

Jetzt bin ich völlig verwirrt.

Jetzt werden keine Neuwagen gebaut? Aber es gibt die Enten noch gebaut? Ja wie denn nu?

Wenn sie noch gebaut werden, dann aus Altteilen? Dann wären es aufgebaute Gebrauchtautos. Denn es gibt dann einen Brief aus den vor 90.

Wenn es aus Neuteilen ist dann sind sie auch Neuwagen. Und müssten auch die neue Abgasnorm schaffen.

Ober bin ich jetzt völlig verblödet?

Ansonsten wäre ja nur noch Restomod. Alter Brief und Rahmen mit meinetwegen Neuteilen aufgebaut.
Ist auch kein Neuwagen.

Ach, lassen wir das einfach. Tut eh nix zur Sache.

Der Punkt ist, dass du eine aus neuen Teilen aufgebaute Ente kaufen kannst. Die wird aber niemals Euro-6 bestehen wenn diese nicht bereits zugelassen worden ist. Aber: Du kannst eine Ente (Kernschrott) samt Brief kaufen und diese aus Neuteilen quasi vollkommen neu aufbauen. Also BJ dessen, was im Brief steht. Somit H Kennzeichen denkbar, bei besseren Komponenten wie Edelstahl-Auspuff bis feuerverzinktem Rahmen ist einiges als "Quality of Life" machbar.

@Anarchie-99

Ok, dann wurde alles im Paket verkauft.
Die Presswerkzeuge kann man in jeder Presse entspechender Größe einbauen.
Bei Opel in Bochum wurden auch die alten Pressen von Weinberg oder Schuler die über 60 Jahre alt waren auch verkauft, nach der Schließung des Werkes Ende 2014.

Zitat:

Jetzt bin ich völlig verwirrt.

ja das kann schonmal kompliziert werden, hier spielt auch die Gesetzgebung eine Rolle.

Zitat:

Jetzt werden keine Neuwagen gebaut? Aber es gibt die Enten noch gebaut? Ja wie denn nu?

Es werden Neue Teile zum Bau einer kompletten Ente gefertigt.
Auf Wunsch der Firma bauen die dir auch eine Neue Ente zusammen, denn sie habe ja alle Teile als neuware.

Zitat:

Wenn sie noch gebaut werden, dann aus Altteilen?

Die Teile sind nicht aus Altteilen sondern werden Neu gefertigt.

Zitat:

Dann wären es aufgebaute Gebrauchtautos. Denn es gibt dann einen Brief aus den vor 90.
Und müssten auch die neue Abgasnorm schaffen.

Dieses Problem betrifft nur die EU, aber die Welt ist größer als die EU.
Nur die EU verweigert die Zulassung von älteren Neufahrzeugen mit älteren Abgasnormen.

Ein Engländer oder Amerikaner kann sich eine Neue Ente bestellen mit neuer Fahrgestellnummer und kann diese als Neuwagen in seinem Land zulassen.

Toyota baut heute noch den alten Landcruiser ohne Kat mit dem unverwüstlichen 4,2l 6-zylinder Diesel. Für Australien gibt es einen 4,5l V8 Turbo Diesel. Erhältlich nur für nicht EU Staaten.

https://www.youtube.com/watch?v=ltWdbnRhoNI

Nissan wie auch Subaru haben angekündigt dass in der EU der neue 2023 Nissan 400z wie auch der 2023 Subaru WRX nicht zu kaufen gibt.
Die EU ist ein unwichtiger Markt, wenn man das ganze Global sieht.

Zitat:

Aber: Du kannst eine Ente (Kernschrott) samt Brief kaufen und diese aus Neuteilen quasi vollkommen neu aufbauen. Also BJ dessen, was im Brief steht. Somit H Kennzeichen denkbar, bei besseren Komponenten wie Edelstahl-Auspuff bis feuerverzinktem Rahmen ist einiges als "Quality of Life" machbar.

Richtig es ging ja eigentlich darum einen Oldtimer im Alltag zu bewegen, ohne angst zu haben dass er sich nach einer Wintersaison in ein häufchen Rost verwandelt.
Hier eine neue Rostblase, da hebt sich der Lack, man kennt das ja.

Ok, alles klar. Es gibt die Ente als Neufahrzeug auf Wunsch aber ohne EU Zulassung.

Da wir hier aber zu 99,9% Europäer unterwegs sind sind doch eigentlich solche Konstruktionen irrelevant, zumindest für uns.

Jetzt lass uns mal zurück zu den Möglichkeiten des Motoren SWAs.

Was geht da und was nicht?

Also technisch geht da ne ganze Menge, wo ein Wille da auch ein Weg. Allerdings darf man da nicht auf ein H hoffen.

Ausnahmen könnten doch SWAP´s aus dem eigenen Marke und wenn es sich um einen zeitgenössichen Umbau handeln würde.

Oder es ein Umbau ist wo es das FZG damals auch in Serie gab.

So hab ich das hier für ich zusammengefasst.

Richtig?

Wenn selbst historische Bauten mit Blitzableitern, Alarmanlagen, Stromversorgung usw. "aktualisiert" werden, dann sollte es doch kein Problem sein, wenn z.B. ein Audi 100 TDI einen normalen TD-Motor als ATM bekommt, ohne dass das Fahrzeug dann sein H-Kennzeichen verliert.

Meine Frage hat den Hintergrund, dass ich ältere Fahrzeuge ästhetisch ansprechender finde, weil sie meist ein unverkennbares Design haben, außerdem finde ich die Armaturen übersichtlicher und entspannender. Ich bin mir allerdings noch nicht ganz sicher, welche der jüngeren Oldtimer eher als Hobby zu betrachten sind und welche als Alltagsfahrzeuge taugen.

Möglich ist tatsächlich vieles. Je älter Fahrzeug und Motor sind, desto (technisch) einfacher der Wechsel.
Ein zeitgemäßer Motor hat i.d.R. ein Steuergerät, das mit dem Getriebesteuergerät und dem Bodysteuergerät kommuniziert. Allein schon die Anpassung der Kabelbäume ist aufwändig. Und dann geht die Progrmmiererei erst los!
In nem englischen Forum hat ein Freak den Umbau eines Skoda Yeti Diesel 1.9 mit einen Audi TTRS Motor und -Getriebe dargestellt. Grundsätzlich passt der Motor in diese Konzernplattform. Aber um das zum laufen zu bringen hat eine Fachfirma Monate herumgebosselt.
Auf der anderen Seite waren die Umrüstungen von Willys Jeeps mit DB /8 Dieselmotoren relativ einfach und wurden soweit ich weiß auch abgenommen.

Zitat:

Ich bin mir allerdings noch nicht ganz sicher, welche der jüngeren Oldtimer eher als Hobby zu betrachten sind und welche als Alltagsfahrzeuge taugen.

Dazu musst Du (dir) eine ganze Reihe von Fragen beantworten:

-wieviel Km willst du damit fahren

-wird es reiner Sommer oder doch Winter/Ganzjahresbetrieb

-wieviel Geld hast du immer flüssig verfügbar für Wartung im Jahr

-kannst du Arbeiten selber ausführen oder bist du zwangsweise auf eine Werkstatt angewiesen

(ein extrem wichtiger Punkt!)

-wie sieht das Fahrprofil aus (Kurz/Langstrecke/viel Stadt ect.ect)

Alleine daraus lässt schon gut selektieren denn ein Fahrzeug zb. mit K-Jetronic oder Vergaser & diversen anderen Konstruktionsfallstricken etwa der Karossenqualität eines Ritmo ,würde ich dafür nicht auswählen- das ist Hobby /Zweitwagen & was fürn Sommer.
Generell sollte man sich im klaren sein das man Autos ab 25Jahre aufwärts idR. einmal durchschrauben darf wenn sie dauerhaft laufen sollen & echter Alltagsbetrieb natürlich auch echten Verschleiss bedeutet. Letztlich ist dann die Frage auf welchem Niveau man so ein Fahrzeug halten will & wieviel es kosten darf. Einen gut gepflegten Young/Oldtimer würde ich jedenfalls nicht für Fahrten im Winter opfern - da wär mir die Arbeit zu schade.
Das Thema Ersatzteile ist auch noch ein Kapitel für sich - ohne Geduld , manchmal viel Geld & gute Kentnisse läuft bei vielen "vor 2000ern" nichts mehr.
Ich kann dir aus eigener Erfahrung nur raten ältere Autos als Hobby zu betreiben und für den Alltag was zu fahren das sich problemlos Instandhalten lässt & wo ne Delle nich weh tut.

Aus meiner Sicht sind Young und Oldtimer alle nicht für den Alltagsbetrieb geeignet wenn man sie gut erhalten will.

Sehe ich ja an meinen.

Ich fahre im Jahr max. 4000 km und das Fahrzeug wird ganzjährig gefahren. Es handelt sich dabei meist meist um Strecken zwischen 10 und 30 km. Für Wartung möchte ich im Jahr möglichst nur ein paar Hundert Euro ausgeben, daher scheiden für mich besonders rostanfällige Fahrzeuge aus.

Einfache Wartungsarbeiten (z.B. den Unterboden entrosten und versiegeln ) kann ich selbst durchführen, allerdings überlasse ich komplexere Arbeiten an Fahrwerk, Getriebe und Motor lieber einem Profi. Gibt es irgendwo Schrauberkurse für Laien, wo einem die wichtigsten Grundlagen vermittelt werden?

Hängt der Instandhaltungsaufwand nicht stärker von Zustand und Laufleistung ab als vom Baujahr? Ein gut gepfegtes Fahrzeug von 1990 mit wenig Laufleistung erfordert doch weniger
Instandhaltungsaufwand als ein ungepflegtes Fahrzeug mit hoher Laufleistung von 2015 oder irre ich mich?

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