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Motorbrand/Versicherung

Themenstarteram 22. Februar 2021 um 18:50

Guten Abend Leute,

heute morgen bin ich wie gewohnt zur Arbeit gefahren,bis ich plötzlich an einer Kreuzung feststellen musste,das mein Auto aus dem Motorraum angefangen hat zu rauchen und auch leichte Flammen aufstiegen.

Geistesgegenwärtig Auto angehalten,Warnblinkanlage angemacht,Motorhaube im Fahrerbereich geöffnet,Feuerlöscher aus dem Kofferraum und Vorsichtig den Brand gelöscht.

Währendessen hab ich die Feuerwehr alarmiert da ich nicht weiter wusste wie ich mich verhalten soll,alleine schon wegen der Ölspur.

Hab Gottseidank eine Adac Mitgliedschaft,die dann das Auto abgeschleppt haben.

Öl Austritt und Kabel haben gebrannt im Motorraum.

Wie sind eure Erfahrungen,Zahlt die Teilkasko bei solchen Schäden?

Hätte ich es ausbrennen lassen sollen und warten sollen bis die Feuerwehr eintrifft?

Oder hab ich mich genau richtig verhalten?

Ich hoffe ihr könnt mir eure Erfahrungen mit solchen Schäden schildern.

MFG,Toni :)

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39 Antworten

Wenn die Versicherung akzeptiert dass Sitze, Innenverkleidungen, Bodenbelag etc. zu den technischen Schäden zusätzlich getauscht werden müssen, ist man im Normalfall sowieso bei einem Totalschaden.

Das tun sie aber nur sehr ungern, da es teuer ist.

Deshalb lieber ausbrennen lassen dann gibt es keine Diskussionen.

Den Gestank bekommt man aber anders nicht mehr aus dem Auto. Wenn eine Leiche zwei Wochen im Auto liegt kann man die Karre auch verschrotten, ist aber kein Versicherungsfall.

Zitat:

@SCR_190iger schrieb am 23. Februar 2021 um 22:14:28 Uhr:

 

Die Teilkaskoversicherung wird den Schaden besichtigen und bezahlen.

Das Alternativszenario indes würde wohl zu einer Versicherungsschutzversagung führen, da Du vorsätzlich eine Schadenminderungspflicht verletzten würdest.

Besichtigen und alles bezahlen ... träum weiter ....

vorsätzliche Schadensminderungspflicht?

Ist man verpflichtet einen Feuerlöscher mitzuführen?

Muss man ihn einsetzen wenn man fürchtet sich selbst in Gefahr zu bringen?

Das kann sehr schnell gehen. Schon das Öffnen der Motorhaube ist nicht ungefährlich. Selbst die Feuerwehr hat da Respekt.

Was alles recht problemlos über die Bühne geht und was Probleme macht, unterscheidet eben die Billigversicherungen von etwas besseren ...

Sofern man gewisse Grundkenntnisse hat, ist die Bedienung eines Feuerlöschers bei einem Fahrzeugbrand ungefährlich. Haube entriegeln und paar Stöße unter die Motorhaube.

Abbrennen lassen ist die schlechteste Idee, die man haben kann, wenn ein Feuerlöscher dabei ist. Fahrzeugbrände laufen üblicherweise mit Feuerwehr und Polizei ab. Die werden dann schon bemerken, das zum leergeräumten Inhalt auch ein Feuerlöscher gehört, der unbenutzt am Straßenrand steht.

ja und wer dann einigermaßen schlau ist, bläst den inhalt des feuerlöschers sinnlos unter die motorhaube,

dann ist der leer und du hast es versucht, das es nicht geklappt hat, weil du halt kein profi bist .............

shit happens

dann darf man natürlich auch nicht zuuuu schnell sein beim anruf bei der 112

Nochmal ist ein ganz normaler Teilkaskoschaden, der versichert ist und auch bezahlt wird. Passiert alleine bei uns mehrere 1000 mal im Jahr

 

Brauch hier net so drama daraus zu machen.

 

Üblicherweise ist in der Kaskoversicherung eine Schadenminderungspflicht vereinbart

 

Niemand muss sich selbst in Gefahr begeben. Aber bleiben wir doch beim Fall und nicht bei irgendwelchen theoretischen Konstrukten.

 

Nach der Schilderung des TE hatte er ein Feuerlöscher dabei, kann damit auch umgehen und von dem Löschversuch ging keine weitere Gefahr aus.

 

Kommt er in der Situation seiner Minderungspflicht nicht nach, droht der Verlust des Versicherungsschutzes... und sowas kommt immer raus.

 

Insofern sind die Ratschläge hier teilweise mehr als bedenklich.

 

Droht ein Auffahrschaden komme ich ja auch net auf die Idee die Bremse net zu drücken und es richtig krachen zu lassen. Wobei auch hier gibt es Spezialisten...

Zitat:

@SCR_190iger schrieb am 24. Feb. 2021 um 09:26:48 Uhr:

Kommt er in der Situation seiner Minderungspflicht nicht nach, droht der Verlust des Versicherungsschutzes... und sowas kommt immer raus.

Wie denn?

 

Selbstverständlich liegt ein leerer Pulverlöscher neben dem ausgebrannten Wrack...

Zitat:

@SCR_190iger schrieb am 24. Februar 2021 um 09:26:48 Uhr:

Droht ein Auffahrschaden komme ich ja auch net auf die Idee die Bremse net zu drücken und es richtig krachen zu lassen. Wobei auch hier gibt es Spezialisten...

Jetzt werden hier wirklich Äpfel und Birnen verglichen.

Das ist ja nur noch lachhaft.

Zitat:

@SCR_190iger schrieb am 24. Feb. 2021 um 09:26:48 Uhr:

Droht ein Auffahrschaden komme ich ja auch net auf die Idee die Bremse net zu drücken und es richtig krachen zu lassen. Wobei auch hier gibt es Spezialisten...

Ein sehr hinkender Vergleich.

 

Im Gegensatz zum Auffahrtschaden ist ein Brandschaden, vor allem wenn noch mit dem Pulverlöscher reingehalten wurde, quasi nicht 100 %ig reparierbar. Wenn dann 2 Jahre später Elektronikprobleme aufgrund korrodierter Platinen auftreten kannst Du gerne versuchen, die noch bei der Versicherung nachzureichen.

Das sehe ich genauso. Mit einem Brandschaden kannst du jahrelang Spass haben.

Und warum ist das so?

Weil irgendwelche Gutachter das Auto für die Besitzer "richtig" rechnen sollen, weil unpassende Gutachter beauftragt werden und billigst repariert wird (funktioniert noch wird da mit ist nicht beschädigt gleichgesetzt).

Das ist ein riesiger Terz für alle Beteiligten, wenn der Autohalter seinen gepflegten 10jährigen Wagen "kaputtgerechnet" bekommt. Wobei dieser Wagen nichts anderes als ein Wartungsstaufahrzeug ist, was außer HU-Reparaturen und Ölwechsel irgendeine Pflege erfährt. Für das läppische Versicherungsangebot bekommt man doch kein gleichwertiges Ersatzfahrzeug, das können wir für 500 € reparieren und den Rest stecke ich mir selbst in die Tasche oder andere Aussagen sind da gang und gäbe.

 

Das wird noch begünstigt durch die Tasache, das Fahrzeuge mit Feuerwehr eh schon Totalschäden sind (weil nach 7-10 min Brand die halbe Karre abgefackelt ist) oder eben mit dem Feuerlöscher ein Entstehungsbrand gelöscht wurde (wo man nach einer groben Reinigung eben nur einen minimalen Brandherd findet). Letzeres "sei doch kein Grund mich von der Versicherung bescheißen zu lassen", die 2 angeschmorten Kabel kann man doch proeblemlos austauschen.

Ich hatte 2 Brandschäden billig gekauft. Einer heftig. Scheibe durch die Hitze kaputt, kein Lackschaden außer 2 Spritzer vom heißen Plastik. Hatte 'nen Heizlüfter drin...der setzte den Teppich in Brand.

Innen nach Demontage mit dem Dampfstrahler sauber gemacht (wegen Brandgeruch). Wasser raus gepumpt. Reste mit der Pumpe Scheibenwaschanlage...

Aber eine komplette Innenausstattung ersetzt. Aus einem Audi 100 l einen CD gemacht. Lange gefahren. Gut verkauft 89 nach Schwerin, direkt nach der Wende.

Der 2. war ein Golf 3. War mit Sand gelöscht. 1 Kabelbaum 40 cm gebraucht und 1 Zyl Kopf gebraucht, Zahnriemen neu (Sand rein gekommen, über gesprungen) einige Plastikteile gebraucht. Die Feder rechts war durch die Hitze verbogen, warm gemacht, zurück gebogen.

Lange gefahren, gut verkauft.

also richtig fachmänisch wieder hergerichtet

bei so alten schlorren mag das gegangen sein

Das ist ja o.k. wenn man einen Brandschaden kauft. Da weiß man was man kauft und er ist entsprechend billig.

So was verkaufen übrigens Leute die keine Lust haben mit ner Brandruine rumzufahren und ihn lieber abstoßen.

Zitat:

@Gerry0309 schrieb am 24. Februar 2021 um 10:11:57 Uhr:

Zitat:

@SCR_190iger schrieb am 24. Februar 2021 um 09:26:48 Uhr:

Droht ein Auffahrschaden komme ich ja auch net auf die Idee die Bremse net zu drücken und es richtig krachen zu lassen. Wobei auch hier gibt es Spezialisten...

Jetzt werden hier wirklich Äpfel und Birnen verglichen.

Für Leute, die von Versicherung wenig bis augenscheinlich gar keine Ahnung haben, ist das so.

Für alle anderen hier ist das 1:1 dasselbe. In beiden Fällen liegt eine vorsätzliche Begehung einer Schadenerweiterung zu Lasten des Versicherers und der Versichertengemeinschaft vor. Aus welchen Motiven auch immer... und wenn es nur dasjenige, das der Laie glaubt, dass ein "halber Brandschaden" nicht reparaturfähig sei.

Im Übrigen steht man hier auch mit einem halben Bein im Knast, denn das ist nicht nur eine Obliegenheitsverletzung des Vertrages sondern astreiner Versicherungsbetrug und vielleicht sogar auch ein Brandstiftungsdelikt durch Unterlassen; also in jedem Fall eine Straftat.

Und ja sowas kommt immer raus. Zeugen, Polizei, Feuerwehr. Selbst der vermeidlich unverfänglich Plausch, Angeberei in der Stammkneipe beim Feierabendbier ist so schon dem ein oder anderen "Schlauen" zum teuren Verhängnis geworden.

Der Schaden ist sach- und fachgerecht zu reparieren. Dann gibt es auch keine Probleme. Nicht um sonst sind Brandschäden eh oft Totalschäden, weil eine sach und fachgerechte Reparatur nach Löschung auch bei Kleinschäden oft mit erheblichen Aufwänden verbunden. Die dann auch gezahlt werden.

Wer natürlich sich das Geld in die eigene Tasche steckt und das Auto dann billig zusammenschustert, darf sich nicht wundern, wenn es dann nicht hinhaut. Oder anders: ich habe noch kein Brandschaden erlebt, wo nach sach- und Fachgerechter Reparatur bei einem Markenreparaturbetrieb es nach vollenderter Reparatur zu Problemen kam.

Meldungen von Schadenerweiterungen nach Reparaturbeginn durch den Reparaturbetrieb sind indes üblich.

...wenn die Kiste brennt, anhalten, raus, ggf. wichtige Dokumente / Sachen (am besten hat man so etwas immer griffbereit verwahrt) mitnehmen... 50m gegen den Wind um nicht in der (giftigen) Rauchfahne zu stehen und "Landschaft genießen"... als Laie, der nicht einmal einen Feuerlöscher dabei haben muß (nicht vorgeschrieben) muß ich mich nicht wegen einem Blechhaufen in Gefahr begeben, zum Löschen kommt die Feuerwehr und das dauert eben.

Vor Jahren bin ich z.B. einmal auf der A9 bei Denkendorf im Stau gestanden... da ist aufm Standstreifen ein LKW beladen mit irgendwelchen Gummimatten -wie man später Presseberichten entnehmen konnte- abgebrannt.

Leider hat der Fahrer versucht die Fuhre mit nem Feuerlöscher zu löschen, statt den Karren einfach aus-/abbrennen zu lassen... und hat das letztendlich mit dem Leben bezahlt, weil er dabei genügend Rauchgase eingeatmet hat, dass er noch auf der Autobahn neben seinem brennenden LKW zusammengebrochen ist...

https://ov-eichstaett.thw.de/.../

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