Motor ohne Öl gelaufen...
Moin Moin liebe Käferfreunde
hab da folgendes Problem: Auf der Autobahn ist mit ein schlauch vom externen ölkühler abgegangen. hab dann schnellst möglichst angehalten. als der motor kalt war, war er fest.
hab ihn nun zerlegt und folgende schäden festgestellt.
- ein bolzenklipp ist weg und im Zylinder ist ne ordentliche Riefe der mus wohl neu...
- zwei kolben sind oberhalb der ringe zerkratzt, aber die flächen der laufbuchsen sehen aber noch 1A aus. was meint ihr was ich da neu brauche??
- ein Pleul (3.Zylinder) war bombenfest auf der KW. nach dem wechseln der pleullager ist es wieder beweglich aber nicht so gut wie die anderen drei und hat auch etwas weniger spiel. hat da die KW einen weg??
was sollte ich noch überprüfen nach so einer sache. der motor ist ein 1835 und war gerade eingefahren. (sehr ärgerlich).
ich danke euch vielmals im vorraus und hoffe auf gute tips von euch.
bis dann, benni.
16 Antworten
Bei einem Lagerschaden fressen sich Teile und werden sehr heiss, manche Teile laufen regelrecht blau an. Genauso werden Teile auch durch die Hitze verzogen oder durch das Verklemmen. So ein Pleuel hält eigentlich garnicht mal soviel aus wie man oft meint, es kann knicken oder sich verziehen. Wenn man die passenden Aufnahmen hat, kann man sehen ob sie verdreht wurden. Aber richten würde ich das nicht, die Teile sind noch zu preiswert um damit anzufangen. Ich würde si mal für's erste nur schön saubermachen und auf einer Stahlplatte mal nebeneinander liegend ausrichten und den Lichtspalt ansehen. Sollte da eins aus der Reihe tanzen, mußte weiter suchen.
Für den normalsterblichen Tuner-wie wir es sind- reicht das angleichen der Pleuelstangen auf gleiches Gewicht. Das zeitraubende Wiegen und Nachschleifen von Kopf und Fuss (translatorisches Auswiegen) muss man nicht unbedingt.
Wichtig ist nur die Bearbeitung vor dem Einziehen einer neuen Pleuelbuchse und das vorherige Messen des grossen Pleuelauges. Da sind nur max.2- 3/100mm Unrundheit möglich, darüber neu bohren.
Die grossen Pleuelbohrungen sind meist ovalgezogen.
Wenn das nicht beachtet wird.......Lagerschaden, sicher.
Wenn ein stark bearbeiter Kopf schon vorher neue Buchsen hatte, sind danach meist nochmal welche fällig. Da setzt sich einiges und wird unrund - und da noch engere Toleranz: 1-1,5 /100 max. sonst haste nicht lange was davon. Es geht auch mit 2/100mm, aber nur so 1000 -1500km,je nach dem, danach klappern die sicherlich und können sogar fressen.
Wenn du schon mal Moppedmotorenteile in der Hand hattest, dann hast du dich schon mal an das filigrane Erscheinungsbild von Pleuelstangen für 10.000U/min gewöhnt.