Motor im Winter vor Fahrtantritt warmlaufen lassen?
Hallo !
ich fahre einen 19 Jahren alten VW Golf 3 ohne Klimaanlage und seit ca. einem halben Jahr habe ich keine Garage mehr, d.h. das Fahrzeug steht draussen. Im Winter habe ich häufig das Problem, dass wenn ich die Fensterscheiben nach einigen Minuten freigekratzt habe und dann mit dem eiskalten Benzinermotor losfahre, dass dann schnell die Fensterscheiben wieder zufrieren, die Sicht deutlich schlechter wird und ich zum erneuten Eiskratzen anhalten muss. Das wäre eigentlich kein Problem, nur fahre ich nach 2 Kilometern auf eine stark befahrende Bundesstraße, wo es auf den nächsten 10 Kilometern keinen Standstreifen gibt...es wird also u.U. gefährlich für mich.
Ich überlege nun, ob ich erst den Motor starte, diesem im Stand zumindest auf ein Mindestmaß an Temperatur bringe / warm laufen lasse, damit die Heizung auf den ersten Kilometern schneller auf Touren kommt, so dass ein erneutes Anhalten und Eiskratzen evtl. nicht mehr notwendig wird.
Ich habe leider über die Suchfunktion keine passenden Themen gefunden. Macht das Sinn, den Motor im Stand warmlaufen zu lassen, oder ist das sogar verboten? Was kann ich sonst noch tun (der Einbau einer Standheizung entfällt definitiv bei dem alten Auto)?
Mfg
Marwief
Beste Antwort im Thema
Nö. Nützlich ist, wenn es zielführend ist. Die Verkehrssicherheit durch freie Sicht ist ein Ziel, dass der Verordnungsgeber selbst vorgegeben hat. Dieses zu erreichen, das ist zielführend. Also ist es nützlich. Unnütz ist es, etwas anderes daher zu quasseln. Die Rede ist ja nicht von stundenlagem Motorlauf im Stand. 😉
1123 Antworten
Zitat:
@Luke1973 schrieb am 16. Januar 2017 um 13:58:59 Uhr:
vielleicht habe ich aber auch nicht den Anspruch, dass die Scheibe stets so klar und rein wie unmittelbar nach dem Frühjahrsputz aussieht,
Eine klare und saubere Scheibe ist ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit, und genau deshalb wird da nicht mit irgendwelchen Tüchern rumgewischt nur weil sie beschlagen ist.
Das kurze Laufen lassen des Motors sorgt dafür, dass die Scheibe schnell und sauber enteist bzw. der Beschlag entfernt wird, also ist das mein Mittel der Wahl. Die 5 Minuten sind mir meine Sicherheit wert. Vor allem wenn man bedenkt dass Enteiser benutzen und Scheibe putzen auch nicht zeitneutral ist. Ob ich also 5 Minuten rumsprühe und wische oder den Motor laufen lasse macht keinen Unterschied.
Die Scheibe wird bestimmt nicht sauberer, wenn man im nassen Zustand Staub vom Gebläse hochwirbelt und draufbläst. Aber das wird mir jetzt hier zu kompliziert zu erklären..
Du machst es einem aber auch schwer.
Zwischen einer Scheibe, die so sauber ist wie aus der Fabrik und einer die so dreckig ist, dass es gefährlich wäre damit zu fahren gibt es einen sehr sehr weiten Bereich.
Wenn ich eine saubere Scheibe von innen mit einem sauberen Tuch (nicht "irgendwelche Tücher" wische, wird sie nicht dreckiger, sondern sauberer! Wie soll denn sonst Dreck von der Scheibe kommen, wenn nicht mit einem Tuch? Von der Lüftung bestimmt nicht.
"Kurzes laufen lassen" sorgt für gar nix. Jedenfalls nicht für ein Enteisen der Scheibe. Es dauert mindestens fünf Minuten bis überhaupt mal ein lauwarmes Lüftchen weht. Und dann fängt das Enteisen ja erst an! Wie lange dauert es dann noch, bis die Scheibe komplett abgetaut und beschlagsfrei ist, so wie Du das ja hier einforderst? Wartest Du dann immer ne gemütliche Viertelstunde nach Motorstart bis Du losfährst?
Ich mein, kein Problem damit, kann ja jeder wie er will, aber ich finde das halt schon sehr ausgefallen.
Enteiser auf die Scheibe dauert ca. 30 Sekunden für alle Scheiben. Von innen wischen ist in der Regel nicht notwendig.
Wie gesagt, ich sehe die Notwendigkeit für diesen Aufwand nicht. Aber Ihr könnt es ja gerne weiter so machen.
Machen wir auch. 😛😁
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Zitat:
@Luke1973 schrieb am 16. Januar 2017 um 17:16:56 Uhr:
"Kurzes laufen lassen" sorgt für gar nix. Jedenfalls nicht für ein Enteisen der Scheibe. Es dauert mindestens fünf Minuten bis überhaupt mal ein lauwarmes Lüftchen weht.
Es geht
@touranfaqauch nicht um das Enteisen der Scheibe, sondern, dass sich nach dem Kratzen nicht gleich wieder außen ein Beschlag bildet, der sofort wieder beschlägt. Bei knapp unter 0°C lässt sich dieser mit dem Scheibenwischer und draufgespritzen Frostschutz noch beseitigen, bei tieferen Temperaturen, insbesondere im negativen zweistelligen Bereich ist das nicht mehr so einfach möglich. Der verdunstende Frostschutz entzieht der Scheibe durch sein Verdunsten gar noch Wärme, so dass sich die Situation noch verschlimmern kann.
Außerdem braucht man den Motor nicht solange laufen lassen, bis ein laues Lüftchen weht (darunter verstehe ich lauwarme Luft) sondern die Luft braucht nur geringfügig über 0°C zu sein, um nach dem Kratzen das Beschlagen außen zu verhindern. Das funktioniert bei meinem Auto bereits nach zwei Minuten Motorlaufenlassen.
Es ist richtig, dass viele Fahrer nach dem Starten sofort losfahren, aber an ihrer Fahrweise merkt man dann oft, dass die Sicht wohl stark eingeschränkt ist. Ich jedenfalls fahre erst los, wenn die Front-, die beiden vorderen Seitenscheiben und die Heckscheibe soweit frei sind, dass die Sicht nicht behindert ist.
Ich habe das schon deshalb gelernt, weil ich früher zu einer Zeit losgefahren bin, als meine Wohnstraße mit Schulkindern bevölkert war. Da reicht kein Guckloch, nein, da musst man schon im Ansatz (also aus den Augenwinkeln) erkennen können, wenn ein Kind plötzlich auf die Straße läuft.
Ich finde die Diskussion über die 1-2 Minuten Motorlaufenlassen auch ein bisschen lächerlich, wenn man das damit mal vergleicht, was an Sprit und Abgase rausgedonnert wird, wenn man mal zügig auf der Autobahn unterwegs ist und die ganzen unnötigen Fahrten, die man auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad durchführen könnte.
Aber ich weiß, absolut jeder der hier den Motor keine Sekunde zu viel laufen lässt und sofort nach dem Motorstart losfährt (also man ist zuvor selbstverständlich bereits angeschnallt), fährt nur mit dem Auto, wenn es zwingend notwendig ist, und immer so, dass der Abgasausstoß minimal ist. Dabei wird natürlich strengstens berücksichtigt, dass wegen einem auch kein anderes Fahrzeug bremsen muss, denn dadurch wird auch Energie vernichtet, die ja zuvor teuer mit den dafür notwendigen Abgasausstoß erkauft wurde. Wenn man umweltbewusst fährt, muss man global denken, denn was nützt es, wenn das eigene Fahrzeug wenige Schadstoffe ausstößt aber man andere dazu zwingt, dass deren Fahrzeuge umso mehr ausstoßen müssen.
Gruß
Uwe
Guter Ansatz, ich mach ja grad den Test mit und ohne Standheizung losfahren und in dem Zuge ist es auch interessant zu erfahren ob ein Motor mehr Abgase ausstößt wenn kalt losgefahren wird oder mit bissl warmlaufen lassen, denn unter Last stößt er denk ich ein vielfaches im kalten aus, man merkt das am CO2-Ausstoß, sprich am Kraftstoffverbrauch.
Ich habe ja leider keine Anzeige für verbrauchte Liter ab Start, nur Durchschnittsverbrauch ab Start.
Habe für euch den Test trotzdem gemacht und die ersten ca. 9 Minuten nach Start mit einmal kalten und einmal vorgewärmten Motor gefahren und versucht immer gleich zu schalten und es waren auch halbwegs selbe Temperaturen an den beiden Tagen.
Stelle bei Bedarf die Videos online, ist nur ziemlich lang mit ungefähr 9 Minuten.
Durchschnittsverbrauch 15,5 Liter ab Start mit vorgeheiztem Motor.
Zu meiner Verwunderung ging die Temperaturnadel keinen mm schneller hoch als mit nicht vorgewärmtem Motor, der erhöhte Leerlauf beim Start war aber nicht zu beobachten und der Anlasser drehte sich auch irgendwie nicht so quälend.
Ohne Vorheizen lag bei identischer Strecke der Verbrauch bei über 18 Litern ab Start und grade gesehen, bei der Testfahrt ohne SH war der Tank sogar fast Reserve, also nochmal 80 Liter bzw. Kg oder eine Person weniger.
Jetzt wäre die Frage ob sich der Liter zum vorheizen gelohnt hat oder nicht, also rein rechnerisch?
Selbst mit plusminus null wäre zumindest für mich ein Komfortgewinn und wie grade ausdiskutiert wird, eindeutig ein Sicherheitsgewinn, auch ohne Schlieren auf den Scheiben oder ähnliches ;-)
Zitat:
@Larsavant schrieb am 16. Januar 2017 um 19:29:09 Uhr:
Zu meiner Verwunderung ging die Temperaturnadel keinen mm schneller hoch als mit nicht vorgewärmtem Motor, der erhöhte Leerlauf beim Start war aber nicht zu beobachten und der Anlasser drehte sich auch irgendwie nicht so quälend.
Das liegt einfach daran, dass bei manchen Fahrzeugen die Temperaturanzeige nicht nur durch die Kühlwassertemperatur gesteuert wird. Der Grund ist wohl, dass die Autofahrer es schon reklamiert haben, wenn die Anzeige bei warmen Motor nicht exakt auf dem Mittelstrich stand. Somit ist der Strich weggefallen und bei vielen Fahrzeugen steht die Anzeige in einem weiten Temperaturbereich festgenagelt in der Mitte. Auch kann die Anzeige noch zeitgesteuert sein, denn wenn man bei manchen Autos die Zündung einschaltet, wandert die Anzeige nach einiger Zeit langsam nach rechts, obwohl der Motor gar nicht läuft. Daher zeigt die Temperaturanzeige häufig alles Mögliche an, nur nicht die korrekte Motorwassertemperatur.
Zitat:
@Larsavant schrieb am 16. Januar 2017 um 19:29:09 Uhr:
Jetzt wäre die Frage ob sich der Liter zum vorheizen gelohnt hat oder nicht, also rein rechnerisch?
Das hat mich bei meinem letzten Fahrzeug, welches eine Standheizung hatte, wenig interessiert. Mir war vielmehr wichtig, dass ich nicht mehr Eis kratzen musste und auch der Komfortgewinn, in ein kuschlig warmes Auto einsteigen zu können. 🙂
Gruß
Uwe
Meine Rechnung ist wie glaub ich schon erwähnt beim Diesel nicht so messbar, da auch bei vielen Diesel der Zuheizer eh arbeitet und bei kleinen Benzinern kaum Mehrverbrauch im kalten weil die eh weniger verbrauchen bzw. 3 Liter Öl und drei Zylinder eben schneller warm werden als 10 Zylinder und 10 Liter Öl.
Was für mein Fahrzeug bedeutet, ich spare beim Vorheizen den Liter für die SH locker wieder ein.
Zitat:
@Larsavant schrieb am 16. Januar 2017 um 20:44:10 Uhr:
Was für mein Fahrzeug bedeutet, ich spare beim Vorheizen den Liter für die SH locker wieder ein.
Ich würde mir die SH nicht schönrechnen. Ich könnte problemlos auch so rechnen, dass du den SH-Verbrauch nicht wieder reinholst.
Zitat:
@Luke1973 schrieb am 16. Januar 2017 um 17:16:56 Uhr:
"Kurzes laufen lassen" sorgt für gar nix. Jedenfalls nicht für ein Enteisen der Scheibe. Es dauert mindestens fünf Minuten bis überhaupt mal ein lauwarmes Lüftchen weht. Und dann fängt das Enteisen ja erst an! Wie lange dauert es dann noch, bis die Scheibe komplett abgetaut und beschlagsfrei ist, so wie Du das ja hier einforderst? Wartest Du dann immer ne gemütliche Viertelstunde nach Motorstart bis Du losfährst?
Es dauert maximal 5 Minuten, bei -15°C. Meist reicht 2-3 Minuten um die Scheibe eis- und beschlagfrei zu bekommen.
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 16. Januar 2017 um 18:18:51 Uhr:
Es geht @touranfaq auch nicht um das Enteisen der Scheibe, sondern, dass sich nach dem Kratzen nicht gleich wieder außen ein Beschlag bildet, der sofort wieder beschlägt. Bei knapp unter 0°C lässt sich dieser mit dem Scheibenwischer und draufgespritzen Frostschutz noch beseitigen, bei tieferen Temperaturen, insbesondere im negativen zweistelligen Bereich ist das nicht mehr so einfach möglich. Der verdunstende Frostschutz entzieht der Scheibe durch sein Verdunsten gar noch Wärme, so dass sich die Situation noch verschlimmern kann.Außerdem braucht man den Motor nicht solange laufen lassen, bis ein laues Lüftchen weht (darunter verstehe ich lauwarme Luft) sondern die Luft braucht nur geringfügig über 0°C zu sein, um nach dem Kratzen das Beschlagen außen zu verhindern. Das funktioniert bei meinem Auto bereits nach zwei Minuten Motorlaufenlassen.
Es ist richtig, dass viele Fahrer nach dem Starten sofort losfahren, aber an ihrer Fahrweise merkt man dann oft, dass die Sicht wohl stark eingeschränkt ist. Ich jedenfalls fahre erst los, wenn die Front-, die beiden vorderen Seitenscheiben und die Heckscheibe soweit frei sind, dass die Sicht nicht behindert ist.
Ich habe das schon deshalb gelernt, weil ich früher zu einer Zeit losgefahren bin, als meine Wohnstraße mit Schulkindern bevölkert war. Da reicht kein Guckloch, nein, da musst man schon im Ansatz (also aus den Augenwinkeln) erkennen können, wenn ein Kind plötzlich auf die Straße läuft.
Ich finde die Diskussion über die 1-2 Minuten Motorlaufenlassen auch ein bisschen lächerlich, wenn man das damit mal vergleicht, was an Sprit und Abgase rausgedonnert wird, wenn man mal zügig auf der Autobahn unterwegs ist und die ganzen unnötigen Fahrten, die man auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad durchführen könnte.
Freut mich immer wieder von Leuten zu lesen deren gesunder Menschenverstand noch vorhanden ist...
Zitat:
@Florian333 schrieb am 16. Januar 2017 um 22:06:04 Uhr:
Ich würde mir die SH nicht schönrechnen.
Na ja, die Verbrauchskosten wieder reinzuholen ist die eine Sache aber die Kosten der Standheizung und der Einbau ist die andere Sache. Wenn diese Kosten anfallen, holt man nicht wieder rein.
Ich habe mich erkundigt, wie hoch die Kosten für den Einbau einer Standheizung bei meinem jetzigen Fahrzeug sind. Das eine Autohaus hat mir 3300,- € (ohne ThermoCall) und das andere 4600,- € (mit ThermoCall) genannt. Ich denke, die Wahrheit wird in der Mitte liegen, denn im zweiten Preis ist noch die Fernbedienung mit drin, die es in Verbindung mit ThermoCall gar nicht gibt.
Eine Standheizung bei einem Standheizungsspezialisten einbauen zu lassen ist auch nicht ganz unproblematisch, weil bei meinem Auto spezielle Umrüstungen notwendig sind, z.B. am Kühler. Hinzu kommt, dass der Kühler dann weniger leistungsfähiger ist, so dass im sehr heißen Sommer, wenn ich die volle Leistung des Motors abrufe, dieser eventuell elektronisch abgeregelt wird. Auch wenn das eher ein akademischer Fall ist, hinterlässt das kein gutes Gefühl.
Das sind alles Gründe, warum ich dieses Jahr mich erstmal gegen eine Standheizung entschieden habe.
Wie schön war das doch bei meinem letzten Fahrzeug, das ich gebraucht gekauft habe und das eine werkseitig eingebaute Standheizung hatte. Da der Preis für die gute Ausstattung des Fahrzeugs auch recht gut war, kann man eigentlich sagen, dass die Kosten der Standheizung gering waren.
Jedenfalls ist in Larsavants Auto ja auch bereits eine Standheizung eingebaut, also braucht man diese Kosten nicht zu berücksichtigen. Daher wäre es doch schade, wenn der die Standheizung nicht nutzen, egal ob nun mit oder ohne Standheizung die Verbrauchskosten höher bzw. geringer sind.
Gruß
Uwe
Also, ich mach den Motor und das Gebläse an und schaue dann ins Internetz bei MT wie man die Fenster enteisen soll, wenn ich dann die paar 1002 Enteisungsanleitungen gelesen hab, geh ich zum scheibeneisfreien Auto und kann gemütlich warm losfahren....falls noch Sprit im Tank ist.
Zitat:
@schelle1 schrieb am 16. Januar 2017 um 23:30:57 Uhr:
Also, ich mach den Motor und das Gebläse an und schaue dann ins Internetz bei MT wie man die Fenster enteisen soll, wenn ich dann die paar 1002 Enteisungsanleitungen gelesen hab, geh ich zum scheibeneisfreien Auto und kann gemütlich warm losfahren....falls noch Sprit im Tank ist.
...und die Autobatterie hast du dann auch gleich geladen. 😁
Gruß
Uwe