Mit Fahrrad Gepäckträger in den Urlaub - Hält das die Hinterachse aus?
Hallo zusammen, ich habe einen VW Jetta 1KM aus dem Baujahr 2006 mit Anhängerkupplung.
Ich habe vor, mir einen Fahrrad Gepäckträger Thule VeloCompact für 2-3 normale Fahrräder (nicht elektro) zu kaufen.
Die Stützlast meiner Anhängerkuplung ist 75kg.
Das würde also schonmal passen, wenn man von 15KG pro Fahrrad und 21KG für den Gepäckträger ausgeht, landet man bei 3 Fahrrädern bei 66KG.
Jetzt meine Frage: Ich bin schon öfters voll bepackt in den Urlaub gefahren und der Hinterachse hat man es deutlich angesehen, dass ordentlich Gewicht drauf war.
Auf dem Vordersitz saß eine Person (ca. 80KG) und auf der Rückbank saß eine Person (ca. 80KG + 20KG Gepäck) und der Kofferraum war vollgepackt, ich schätze es müssten nochmal um die 80KG Gepäck gewesen sein vielleicht auch 100KG.
Werden die Reifen schon Kontakt mit der Hinterachse bekommen, wenn ich jetzt zusätzlich zur Vollbeladung einen Fahrradträger für 2 oder 3 Fahrräder draufpacke?
Ich meine vom zulässigen Gesamtgewicht sollte es ja passen, das Problem ist nur die abgesenkte Hinterachse...
Im Anhang ist das Bild des Fahrzeugscheins, wo man das zulässige Gesamtgewicht sieht und zusätzliche Infos.
Ich wäre echt dankbar für eure Hilfe 🙂
75 Antworten
Er meint vermutlich die Verschiebung der Lasten zwischen den Achsen. Wenn der Fahrradträger 20 m lang wäre, könnte die gesamte Last ausschließlich auf der Hinterachse ruhen. 😉
Es ist halt ein Kleinlichkeitsforum hier und wir beiden tragen ja auch ab und zu dazu bei, dass es sich nicht so schnell ändert. 😁😁😁
So isses. Archimedes hat mir bestätigt, dass 400 kg auch am längsten Hebelarm nicht mehr als 400 kg werden. Woher sollte die zusätzliche Masse auch kommen? Er lässt viele Grüße aus Hellas ausrichten.
Es geht um die zulässige Achslast der Hinterachse, die du natürlich mit dem Hebelarm (Abstand Last zur Hinterachse), überlasten könntest.
Der Fehler liegt ja darin, Gewichte anzugeben obwohl man eigentlich Kräfte meint.
Aber sei es drum:
Nehmen wir einen Radstand von 4 Metern und einen Abstand von der Hinterachse zum Kupplungspunkt von einem Meter. Wenn ich dann den Kupplungspunkt mit 400 kg belaste, entlaste ich dadurch die Vorderachse um eine Kraft, die 100 kg entspricht. Da (wie du ganz richtig anführst) die Masse ja immer gleich bleibt muss die Summe der Kraftänderungen an beiden Achsen der Gewichtskraft der Stützlast entsprechen. Also wird die Hinterachse mit einer zusätzlichen Kraft belastet, die dem Gewicht von 500 kg entspricht.
Kann man auch als Momentengleichung an der Vorderachse berechnen:
Am Kupplungspunkt wirken 5m * 400 kg *10 m/(s²) = 20000 Nm, dann müssen es an der Hinterachse 4m * 500 kg * 10 m(s²) sein, um ebenfalls auf 20000 Nm zu kommen.
Jedenfalls bewirkt hier eine Last von 400 kg auf der Kupplung eine Achslasterhöhung von 500 kg auf der Hinterachse.
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Zitat:
@MZ-ES-Freak schrieb am 23. Oktober 2024 um 19:20:03 Uhr:
Zitat:
@Rockville schrieb am 23. Okt. 2024 um 16:8:49 Uhr:
Das macht nix. 400 kg werden auch am längsten Hebelarm nicht mehr als 400 kg. ;-)
Tsja, dann würde sich jetzt Archimedes und andere Gelehrten im Grabe umdrehen.
Rechne noch mal nach.
Ich schreib mal ein Bild 😁
Nehmen wir einen kleinen PKW (Radstand 2750cm) ... schrauben da am Heck einen 100m langen Hebel drann (Eigenmasse Null), daran hängen wir einen Zentner Kartoffeln (~50,0kg). ... Was passiert nun an der Vorderachse? ... Wohin verlagern sich veränderte Achslasten?
Irgendwie scheint mir das sich nun 2Achslasten "spürbar" verändern obwohl nur wenig Masse hinzugekommen ist 😉
Andersherum, kann man auch so rechnen (mit echten Werten)
Radstand: 2,575m
Achslast leer VA: 926kg
Achslast leer HA: 657kg
Achslast zul. VA: 1030kg
Achslast zul. HA: 1000kg
Hebelarm (Überhang + Kupplungsabstand): 1184mm
Beispiel:
Ich belaste die Stützlast der AHK mit 190kg, zul. Achslast der HA erreicht!
Ich setze zusätzlich hinten 1 Person rein: sind es nur noch 160kg ...usw..
Nun zum TE:
Ich setze auf die Stützlast ~ 70kg
Ergebnis: Noch nutzbare 140kg H-Achslast.
Wenn der TE jetzt noch Schwerpunkt seiner zusätzlichen Ladung (Abstand HA <-> Ladungsmitte) kennt (einfache Messung), dann wüssten wir es noch genauer.
Was schließe ich daraus, Wägung im Leerzustand bringt ohne mathematische Kenntnisse, und vor allem ohne Grundkenntnisse in der Statik, nichts.
Zitat:
@Twinni schrieb am 23. Oktober 2024 um 13:04:50 Uhr:
Volltanken und zur Raiffeisen o. ä. auf die Waage. Bei uns kann man da einfach mal drüber fahren und dabei einen Bick auf das Display werfen. Vorderachse - stopp - ganzes Fahrzeug - stopp - Hinterachse. Fertig, bringt Gewissheit und kostet nix.
Das kann der TE sich komplett schenken. Denn hättest du richtig gelesen, kennen wir die tatsächlichen Gewichte der Achsen im Leerzustand.
Zitat:
@MZ-ES-Freak schrieb am 23. Oktober 2024 um 20:58:53 Uhr:
Das kann der TE sich komplett schenken. Denn hättest du richtig gelesen, kennen wir die tatsächlichen Gewichte der Achsen im Leerzustand.
Tja, ich glaube, dass vier User das Wiegen empfohlen haben. Der TE kannte nicht mal die Leermasse seine Fahrzeugs, wie kommst du jetzt darauf, dass er sogar die Achslasten kennt?
Du hast nur spekuliert:
"Grober Überschlag gem EG-BE:
(Für die schwere Variante, also mit Sicherheit)"
Es kann also keine Rede davon sein, dass wir die Achslasten kennen. Und da es beim TE mit seinen Angaben knapp wird, müsste man es eben genau wissen und nicht nur spekulieren. Und interessanterweise hast du ja dann auch empfohlen: "Es sollte gewogen werden."
Zitat:
@Rockville schrieb am 23. Okt. 2024 um 21:41:56 Uhr:
Und interessanterweise hast du ja dann auch empfohlen: "Es sollte gewogen werden."
Nicht ganz genau.
Wenn schon, denn schon...
Zitat:
@MZ-ES-Freak schrieb am 20. Okt. 2024 um 15:13:05 Uhr:
Am Ende ist es natürlich so, da gebe ich hier auch Recht, alles Theorie.
Es (sollte) gewogen werden, ABER DANN BELADEN.
Genau!
Zitat:
@Rockville schrieb am 23. Okt. 2024 um 21:41:56 Uhr:
Du hast nur spekuliert:
Ich habe nicht spekuliert, sowas nennt man überschlagen, und zwar mit hinreichender Genauigkeit, und Sicherheit.
Und weil das scheinbar nicht gereicht hat, noch nachgerechnet, und meine Annahme mehr als bestätigt. Insofern war die "Spekulation" untertrieben.
Zitat:
@MZ-ES-Freak schrieb am 23. Oktober 2024 um 21:50:58 Uhr:
Ich habe nicht spekuliert, sowas nennt man überschlagen, und zwar mit hinreichender Genauigkeit, und Sicherheit.
Das ist keine hinreichende Genauigkeit, denn hättest du richtig gelesen ( 😛 ), dann wüsstest du, dass es mit seinen Angaben und deinen Werten nicht ganz hinhauen würde. Es käme wohl eine Überschreitung der zulässigen Gesamtmasse oder der zul. Hinterachslast raus.
Deswegen wäre es gut, wenn sein Auto am unteren Bereich der Angaben läge. Er selbst vermutet das wegen der geringen Ausstattung und tatsächlich sind die gewichtstreibenden Merkmale bei einem Jetta seines Baujahrs vermutlich 4motion, DSG, AHK, Standheizung, Klimaanlage. Nur bei einem dieser Merkmale wissen wir es genau, der Rest bleibt wieder Vermutung. Also wiegen, wenn möglich.
Zitat:
@Rockville schrieb am 23. Okt. 2024 um 21:59:41 Uhr:
Das ist keine hinreichende Genauigkeit, denn hättest du richtig gelesen ( ?? ), dann wüsstest du, dass es mit seinen Angaben und deinen Werten nicht ganz hinhauen würde. Es käme wohl eine Überschreitung der zulässigen Gesamtmasse oder der zul. Hinterachslast raus.
Weißt du, im Gegensatz zu dir, habe ich (und auch andere gute Sachverständige hier) erkannt, dass der TE hier einen kleinen Rechenfehler hat.
Den habe ich schon bereinigt mit in meiner Annahme angenommen.
So langsam entfernen wir uns vom fachlichen, ins Fehlersuchen deinerseits. Läuft bei mir nicht. Das ist mir zu viel bla bla mit dir.
Schau meine Rechnung an.
Zitat:
@MZ-ES-Freak schrieb am 23. Oktober 2024 um 22:09:46 Uhr:
Schau meine Rechnung an.
Ja, sie ist unsinnig, weil sie auf spekulativen Annahmen beruht. Selbst unter Berücksichtigung, dass sie "auf Nummer sicher" ausgelegt ist, stimmt sie einfach nicht. Besser wäre es jetzt gewesen, wenn du den Rechenfehler des TE erklärt hättest.
Leute, ich danke euch allen für eure umfangreiche Hilfe!
Ich werde es wohl lieber lassen, da es mir dann doch zu viel Aufwand ist und würde die Fahräder wie vorgeschlagen, bei bedarf mieten.