Mich hat es erwischt: Parkraumüberwachung "Loyal Parking"
Vor ca. 1 1/2 Monate habe ich beim Parken auf einem von Loyal Parking überwachten Parkplatz vergessen die Parkscheibe reinzulegen. Ich habe erst an die Parkscheibe gedacht, als ich wieder zum PKW ging (war ca. 1 Std dort beim Sport). Ich habe kein Knöllchen an meinem PKW gesehen und dachte noch:" Puh, Glück gehabt.". Ein paar Wochen später bekam ich aber Post von Loyal Parking. Ich sollte 30€ Vertragsstrafe zahlen und eine Gebühr für die Halterermittlung & Mahngebühr (beides zusammen ca. 8€). Da ich ja wirklich ohne Parkscheibe geparkt habe, habe ich die 30€ Vertragsstrafe überwiesen, aber die anderen Gebühren nicht, weil ich kein Knöllchen an mein PKW hatte. Ich schrieb es auch so per Email an Loyal Parking.
Letzte Woche bekam ich einen weiteren Brief inkl. Fotos von meinem PKW, wo man ein Knöllchen an dem Wischer sieht. Nun soll ich auch eine 2. Mahngebühr (2€) bezahlen. Ich soll doch noch den offenen Betrag von inzwischen ca. 10€ für die Halterermittlung und zwei Mahnungen begleichen. Ich schrieb wieder eine Email, dass ich ich nicht zahlen werde, weil ich kein Knöllchen am PKW hatte, als ich zu meinem PKW kam.
Wer ist nun im Recht? Ich bin der Meinung und schrieb das auch so in meiner Email, dass ein PKW bzw. ein Scheibenwischer in rechtlicher Hinsicht keine "Empfangssphäre" darstellt. Das heißt, das Anbringen eines kleinen Zettels am Auto bzw. Scheibenwischer stellt in rechtlicher Hinsicht keinen nachweisbaren Zugang dar. Ein solcher Zettel kann durch den Fahrtwind oder durch die Betätigung des Scheibenwischers bei Regen oder Schnee abgehen, oder fremde dritte Personen können ihn entfernen.
Was meint ihr dazu?
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@ruffy0511 schrieb am 28. August 2020 um 17:48:11 Uhr:
Wer ist nun im Recht?
Mir wäre das scheißegal, wer da im Recht ist. "Beweisen" kann keiner was.
ICH würde die 10 Euro bezahlen, dann ist Ruhe.
Auch wenn ich die als Lehrgeld abschreiben muss. Parkscheibe vergessen, okay, passiert nicht wieder.
Sonst findest Du keine Ruhe, die kriegst Du nicht los, es wird immer teurer und es kostet dann letztendlich Deine Freizeit (das fängt schon an, Dein Post schrieb sich auch schon nicht von allein) und später Deine Nachtruhe.
Deine Gedanken sind emotional bei Loyal-Parking, Du ärgerst Dich.
Die Mitarbeiter dort machen ihre Arbeit, die juckt das emotional NULL, die nehmen nichts davon mit "nach Hause".
Und wenn Du doch gewinnen solltest, dann nach Monaten mit Rechtsanwalt usw., WAS hast Du dann "gewonnen"?
10 EURO!!!
Toller "Stundenlohn"...
Zahl die 10 Euro und vergiss die ganze Sache.
Meine Meinung.
970 Antworten
Zitat:
@Geisslein schrieb am 24. Juni 2021 um 23:44:19 Uhr:
Wenn doch tatsächlich die Supermärkte und Discounter Probleme mit Falschparkern haben, warum wird das auf dem Rücken der Kunden ausgetragen ?!
Weil das die einfachste Lösung ist... pauschal werden alle in einen Topf geworfen.
Der Großteil, den es jedoch erwischen wird sind und bleiben die Kunden.
Die Kunden für die man die Kundenparkplätze vorenthält.
Auf dem Rücken der Kunden, die die Parkregeln beachten, wird überhaupt nicht sausgetragen. Diese Story wird auch durch ewige Wiederholung nicht wahrer. "Der Großteil, den es jedoch erwischen wird sind und bleiben die Kunden." Woher weist du das denn jetzt schon wieder so genau?
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@Geisslein schrieb am 24. Juni 2021 um 23:55:54 Uhr:
Angeblich sehen das die Park-Kontrolleure, wenn man den Kundenparkplatz mit Parkscheibe missbraucht und woanders hingeht.
Die Kontrolleure liegen auf der Lauer.
Was aber komisch ist, und das wird nicht gesehen, wenn man in den Markt zum Einkaufen geht, aber keine Parkscheibe ausgelegt ist.
Deine Geschichten werden immer besser. Lebst du auf Kundenparkplätzen, um das alles so genau und bundesweit beobachten zu können?
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@Goldmantelziesel schrieb am 25. Juni 2021 um 00:14:08 Uhr:
Eine Unterlassungserklärung hat mit diesem Thread null zu tun, denn die gilt nur für zukünftiges falsches Verhalten. Auch nach einer Unterlassungserklärung muss erst mal bewiesen wwrden, wer das Fahrzeug dort falsch geparkt hat. Das wäre ohne Unterlassungserklärung genau der gleiche Weg. Selbst wenn du 500 Unterlassungserklärungen abgegen hast, ändeet das nichts am Vorgehen. Aber aus einem mir nicht bekannten Grund verstehst du das nicht. Würfel weiter Dinge zusammen in fester Überzeugung. Den Link vom Anwalt und das Originalurteil zum Urteil hast du. Nur darum geht es in diesem Thread.
Das kommt davon, wenn man die vielen Seiten nicht lesen will. 😉
Die Diskussion um die Unterlassungserklärung begann mit einem Beitrag deines Bruders im Geiste, Geisslein:
Zitat:
@Ostelch schrieb am 24. Juni 2021 um 09:48:46 Uhr:
Zitat:
@Geisslein schrieb am 24. Juni 2021 um 08:40:43 Uhr:
Dir steht als einzige Möglichkeit zu, Falschparker von Deinem Grundstück abschleppen zu lassen.
Das Abschleppunternehmen beauftragst Du, somit bezahlst Du den Abschlepper auch erstmal.
Die entstandenen Kosten kannst Du dann vom Falschparker zivilrechtlich einklagen. Natürlich nur, wenn Du ein paar Hürden überwunden hast. 😉Ansonsten ist Dein privater Grund und Boden kein rechtsfreier Raum. Denken zwar die Meisten, aber das ist ein Irrtum.
Du dürftest nicht mal das Hoftor abschließen, wenn ein Falschparker in Deiner Einfahrt parkt.Neben dem Abschleppen gibt es auch noch das Mittel einer strafbewehrten Unterlassungserklärung, die man gegenüber einem Falschparker anwaltlich durchsetzen lassen kann. Nicht ganz preiswert für den Falschparker.
...
Grüße vom Ostelch
Im Übrigen hast du wohl noch nicht ganz verstanden, worum es bei der Unterlassungserklräung geht. Lies die BGH-Urteile, dann kommst du nicht mehr auf die Idee, dass es auch bei der Unterlassungserklärung darum geht, wer falsch geparkt hat. Stichwort: Zustandsstörer.
Grüße vom Ostelch
Ach ihr Lieben, es bringt doch wenig, wenn man sich gegenseitig vorwirft, die ganze Sache in ihrer unglaublichen Komplexität mental nicht zu durchdringen. Deshalb versuche ich die Situation in anderen Worten zu beschreiben. Dieses strafbewehrte Unterlassungsdingsbums entspricht einfach der früheren Watschn, die heute verboten ist. Bestimmte Autofahrer brauchen dringend Schmerzen, damit sie sich zivilisiert benehmen und da die Zufügung dieser Schmerzen verboten ist, muss ersatzweise der Schmerz in der Brieftasche spürbar werden.
Ähnliche Themen
Zitat:
@Ostelch schrieb am 25. Juni 2021 um 00:06:20 Uhr:
Zitat:
@Geisslein schrieb am 24. Juni 2021 um 23:55:54 Uhr:
Angeblich sehen das die Park-Kontrolleure, wenn man den Kundenparkplatz mit Parkscheibe missbraucht und woanders hingeht.
Die Kontrolleure liegen auf der Lauer.
Was aber komisch ist, und das wird nicht gesehen, wenn man in den Markt zum Einkaufen geht, aber keine Parkscheibe ausgelegt ist.Deine Geschichten werden immer besser. Lebst du auf Kundenparkplätzen, um das alles so genau und bundesweit beobachten zu können?
Grüße vom Ostelch
Man muss sich hier im Thread nur mal umschauen: Jede Menge Menschen, die die Parkraumbewirtschaftung bejubeln, weil nun endlich die Fremdparker verschwunden sind und man wieder dort einkaufen kann. Da ist dann doch die Frage erlaubt, wie denn dann die Millionen-Umsätze erwirtschaftet werden. Die Fremdparker gibts nicht mehr. Bleibt dann halt nur noch die reguläre Kundschaft übrig.
Zitat:
@verkehrshindernis schrieb am 25. Juni 2021 um 07:29:39 Uhr:
Die Fremdparker gibts nicht mehr.
Gibt es da eine Statistik, die veröffentlicht wurde, oder woher nimmst du das Wissen, so etwas zu behaupten?
Grüße vom Ostelch
Nach der Logik vom Verkehrshindernis, welche ja schon das ein oder andere Mal im Thread vorgebracht wurde, lernt also ein jeder aus seiner Strafe und begeht das ihm Vorgeworfwnw dann nie wieder. Das wäre löblich.
Jetzt wende ich den Schluss mal auf Geschwindigkeitskontrollen an. Die dürften ja mittlerweile nach Jahrzenten doch obsolet sein. Es wird wohl kaum einen Verkehrsteilnehmer geben, der noch niemals nicht erwischt wurde. (Und das bei der Kontrolldichte hier in Deutschland...) Aber trotzdem gehen der Verkehrsüberwachung unzählige Verkehrsteilnehmer ins Netz. Nicht wenige wahrscheinlich schon mehrfach.
So ganz scheint die Folgerung also nicht zu passen.
Ansonsten könnten die Admins hier bitte mal ein Einsehen haben und das ganze mit einem Schloß beenden. Nach dem ersten Drittel von Seite 1 kam nüscht substantiell Neues mehr und alles dreht sich nur noch im Kreis wie der Bibabutzemann.
Zitat:
@Ostelch schrieb am 25. Juni 2021 um 00:06:20 Uhr:
Deine Geschichten werden immer besser. Lebst du auf Kundenparkplätzen, um das alles so genau und bundesweit beobachten zu können?Grüße vom Ostelch
Wurde doch hier im Thema mehrmals genannt. Die Aussagen stammen von Usern, die die Machenschaften der Parkraum-Firmen gut heißen.
Oder was denkst Du, wer auf den Kundenparkplätzen noch so alles parkt ?!
Übrig bleiben da noch immer die Kunden, die man nicht sieht und der Falschparker mit Parkscheibe den man beobachtet wo Er hinläuft.
Die Richtung ist klar vorgegeben.
Also Geschichten sind das nicht.
Zitat:
@Ostelch schrieb am 25. Juni 2021 um 07:34:56 Uhr:
Zitat:
@verkehrshindernis schrieb am 25. Juni 2021 um 07:29:39 Uhr:
Die Fremdparker gibts nicht mehr.Gibt es da eine Statistik, die veröffentlicht wurde, oder woher nimmst du das Wissen, so etwas zu behaupten?
Grüße vom Ostelch
Nun, wie ich bereits geschrieben hatte, berichten hier sehr viele, dass mit Einführung der Parkraumbewirtschaftung wieder mehr Plätze verfügbar wurden, weil die Fremdparker fern bleiben. Da dies das einzige nachvollziehbare Argument pro Parkraumbewirtschaftung darstellt, darf daran auch nicht gerüttelt werden. Dass evtl. auch Kunden auf Grund der Überwachung fern bleiben kann nicht sein. Also gehe ich davon aus, dass die Behauptung, dass die Fremdparker verschwunden sind korrekt ist. Zumal dies ja den Parkplatzbesitzern vollmundig versprochen wird. Jetzt ist es aber so, dass die Fremdparker (und um die geht es ja dem Besitzer) verschwunden sind, aber die Parkraumbewirtschaftung immer noch Millionen Umsätze macht.
Aus meiner Sicht gibt es hier zwei Möglichkeiten, dies zu erklären:
- Entweder die Überwacher haben sich mangels Fremdparker auf die regulären Kunden fokussiert,
- Oder aber die Fremdparker gibt es nach wie vor. Nur hat dann außer der Überwachungsfirma niemand einen Vorteil.
Eine derartige Überwachung gehört nicht in private Hände. Das führt zwangsläufig zu Auswüchsen, wie ja auch die jüngste Vergangenheit in anderen Bereichen eindrucksvoll gezeigt hat.
Diese gefühlten "sehr viele" sind nur sehr wenige, die ihre Horrorgeschichten hier im Thread dafür gebetsmühlenartig wieferholen.
Das alte Problem der lauten Minderheit.
Man kann sicher darüber diskutieren ob hoheitliche Aufgaben in privater Hand richtig aufgehoben sind. Kleiner Fehler in diesem Fall: niemand muss hoheitliche Aufgaben in meinem Hof oder auf meinem Grundstück wahrnehmen. Ist nämlich mein privates Grundstück. Und mein privates Grundstück darf ich dann hoffentlich auch privat bewirtschaften. Jeder kann private Parkraumbewirtschaftung als Abzocke bezeichnen. Jeder kann aber auch eine Scheibe hinters Fenster legen und sich die ganze Diskussion sparen.
Zitat:
@Goldmantelziesel schrieb am 25. Juni 2021 um 08:21:38 Uhr:
Ansonsten eine mitlaufende Parkscheibe kaufen. Da wird es mit dem Photo der überzogenen Parkzeit dann auch schwierig.
Wenn es doch nur eine Möglichkeit geben würde nachzuweisen, dass sich das Fahrzeug nicht bewegt hat und die Parkuhr aber trotzdem verstellt ist...
Zitat:
@verkehrshindernis schrieb am 25. Juni 2021 um 07:57:45 Uhr:
Nun, wie ich bereits geschrieben hatte, berichten hier sehr viele, dass mit Einführung der Parkraumbewirtschaftung wieder mehr Plätze verfügbar wurden, weil die Fremdparker fern bleiben. Da dies das einzige nachvollziehbare Argument pro Parkraumbewirtschaftung darstellt, darf daran auch nicht gerüttelt werden. Dass evtl. auch Kunden auf Grund der Überwachung fern bleiben kann nicht sein. Also gehe ich davon aus, dass die Behauptung, dass die Fremdparker verschwunden sind korrekt ist. Zumal dies ja den Parkplatzbesitzern vollmundig versprochen wird. Jetzt ist es aber so, dass die Fremdparker (und um die geht es ja dem Besitzer) verschwunden sind, aber die Parkraumbewirtschaftung immer noch Millionen Umsätze macht.
Aus meiner Sicht gibt es hier zwei Möglichkeiten, dies zu erklären:- Entweder die Überwacher haben sich mangels Fremdparker auf die regulären Kunden fokussiert,
- Oder aber die Fremdparker gibt es nach wie vor. Nur hat dann außer der Überwachungsfirma niemand einen Vorteil.
Eine derartige Überwachung gehört nicht in private Hände. Das führt zwangsläufig zu Auswüchsen, wie ja auch die jüngste Vergangenheit in anderen Bereichen eindrucksvoll gezeigt hat.
Das wäre erstaunlich, wenn ausgerechnet die Parkraumbewirtschaftung auf privatem Grund etwas schaffen würde, was staatliche Behörden auf öffentlichem Grund seit Jahrzehnten nicht gelingt. Vollständige Einaltung der Vorschriften durch Parker. Es wird also auch nach wie vor Falschparker geben, wenn auch weniger. Dafür spricht keine Verschwörungstheorie sondern die Lebenserfahrung.
Auf privatem Grund gibt es gar keine andere Möglichkeit, als mit zivilrechtlichen Mitteln den Parkraum zu bewirtschaften. Polizei und Ordnungsbehörden sind dafür nicht zuständig. Das weiß jeder, der schon mal die Freude hatte, einen ungebetenen "Parkgast" von seinem Grundstück zu vertreiben.
Die Vorstellung, dass die Parkraumbewitschafter massenhaft regulär parkende Kunden "abzocken", ist absurd. Denn das würde die Kundschaft vergraulen. Und das ist genau das Gegenteil von dem, was die Märkte wollen. Glaubt jemand im Ernst, der Einzelhandel würde sich permanent den Kopf zerbrechen und dafür viel Geld investieren, wie man das "Einkaufserlebnis" im Geschäft verbessern und wie man die Aufenthaltsdauer und die Kauffreude des Kunden erhöhen kann, während er zusieht, wie vor der Ladentür der von ihm beauftragte Parkraumbewirtschafter rechtswidrig und rücksichtslos die (potentiellen) Kunden schikaniert und vergrault?
Grüße vom Ostelch
Die "mitlaufende Parkscheibe" muss ich mir unbedingt merken. Dann kann man sich ja endlich die viele blaue Farbe für die Kurzparkzone sparen. Keine Ahnung, wie diese Spaßvögel meine Idee vom mitlaufenden Hufnagel finden, wo der Drecksack, der meinen Parkplatz über Stunden blockiert hat, an der übernächsten Ecke mit einem Plattfuß stehen bleibt.
Zitat:
@Goldmantelziesel schrieb am 25. Juni 2021 um 08:21:38 Uhr:
Das hilft natürlich nicht bei der neuesten Drangsalierung, wo die Sensoren direkt im Boden sind. Da kaufe ich aber auch nicht mehr ein.
An diesem Satz zeigt sich die Verwirrung. Jetzt ist es "Drangsalierung", wenn mir als Kunden so bequem wie möglich gemacht wird. Ich muss nicht mehr an das Auslegen der Pakrscheibe denken, was hier von manchen noch vor Kurzem als kaum zu leistende Aufgabe geschildert wurde, sonder nur noch meine Parkzeit im Auge behalten. Wie sonst auch, wo die Parkzeit begrenzt ist. Auf öffentlichem Grund würde ich mir diese Bequemlichkeit auch wünschen. Das wäre für die Cleverle mit ihren (verbotenen) mitlaufenden Parkscheiben natürlich ungünstig. Dann wäre auch dieser Weg ihres heroischen Widerstands verbaut. Wobei ich fest davon ausgehe, dass die Widerständler diese mitlaufende Parkscheibe nur auf privatem Grund einsetzen. Rechtschaffen wie sie sind.
Grüße vom Ostelch