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Meinungen zur TDM 850

Themenstarteram 16. Januar 2006 um 9:02

Hallo Yamaha-Fangemeinde!

Ich überlege mir zur Zeit, ein neues Motorrad zuzulegen. Und nach

Einer FZR 600 und einer KTM 360 EXC Zweitaktermaschine hab ich nun eine sportliche Tourenmaschine im Sinn. Über einen Kumpel bin ich auf die TDM 850 aufmerksam geworden. Hat jemand von euch Erfahrungen damit? Da das Gerät ja gar nicht so selten ist und hier im Forum fast (bzw. ich hab gar nix gefunden) keine Probleme behandelt werden, denke ich, ist sie schon recht zuverlässig, oder täusche ich mich da? In anderen Quellen habe ich gelesen, man solle sich an die Baujahre ab 1997 halten, aber warum, haben sie nicht geschrieben. Was könnt ihr dazu sagen?

Über eine rege Diskussion würde ich mich sehr freuen.

MfG

Martin

Beste Antwort im Thema

Mit der TDM triffst du keine schlechte Wahl.

Die erste Bauserie erkennt man an den beiden runden Scheinwerfern (mieses Licht dank Biluxfunzeln).

Der Motor war in dieser Bauserie noch als Gleichläufer ausgelegt und lief ziemlich unspektakulär.

1996 wurde die TDM gründlich renoviert: Motor mit mehr Drehmoment und 270 Grad Hubtapfenversatz aus der TRX (4TX), und das weitaus gefälligere Äußere (einfach an den geänderten Scheinwerfern zu erkennen).

Brauchbarer Windschutz macht auch längere Touren ermüdungsfrei möglich - die Sitzposition ist ausgesprochen bequem und langstreckentauglich.

Dank großem Tank und guten Verbrauchswerten (zwischen 5 und 6,5 Liter /100 km) ist man auf grossen Touren auch nicht ständig auf Tankstellensuche.

Was sich leider im Zuge der Modellüberarbeitung nicht wesentlich verbessert hat, war das Licht.

Waren es in der ersten Serie noch die Bilux-Funzeln, die nervten, so hatte man nun bei Dunkelheit hat man mit der harten Hell/Dunkel-Grenze des Projektionsscheinwerfers zu kämpfen

Durch alle Bauserien der 850´er Versionen ziehen sich die harten Lastwechselreaktionen. Wer die TDM nicht ständig auf Zug hält, dem können die Lastwechselreaktion die Linie gründlich vermiessen.

Grund hierfür war u.a. die magere Teillastabstimmung, ein DynoJet-Kit bringt etwas Abhilfe.

Wenn möglich zu einem Modell ab Modelljahr 1999 greifen.

Hier wurde dieses Problem stark verbessert (wenn auch nicht vollständig behoben).

Bei diesen Modellen war dann auch der (zu) lang übersetzte erste Gang kürzer ausgelegt - im Alltagsbetrieb ein echter Gewinn.

Ein echtes Ärgernis durch alle Bauserien ist der Auspuff.

Dass dieser extrem leise ist, wäre noch zu verschmerzen, auch die Optik mag man noch unter "Geschmacksache" abhaken - aber leider ist er auch extrem rostanfällig.

Zubehörauspuffe bringen neben einem besseren Sound jedoch meistens mehr oder weniger Leistungsverluste.

Generell für alle Bauserien gilt:

Motor ist nicht tot zu kriegen und hält bei einigermassen Pflege ewig - 100 000 km sind da gar nichts.

Die Wartungsangaben von Yamaha in Bezug auf die Ventilspielkontrolle sind eindeutig überzogen.

-Vorschrift ist eine Kontrolle nach 42 000 km - zu lang - erfahrungsgemäss ist bei diesem Motor alle 24 000 km eine Prüfung des Ventilspieles ratsam.

Soviel mal allgemeine Info´s.

Wenn du spezielle Fragen hast, dann kannst du sie gern posten.

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Mit der TDM triffst du keine schlechte Wahl.

Die erste Bauserie erkennt man an den beiden runden Scheinwerfern (mieses Licht dank Biluxfunzeln).

Der Motor war in dieser Bauserie noch als Gleichläufer ausgelegt und lief ziemlich unspektakulär.

1996 wurde die TDM gründlich renoviert: Motor mit mehr Drehmoment und 270 Grad Hubtapfenversatz aus der TRX (4TX), und das weitaus gefälligere Äußere (einfach an den geänderten Scheinwerfern zu erkennen).

Brauchbarer Windschutz macht auch längere Touren ermüdungsfrei möglich - die Sitzposition ist ausgesprochen bequem und langstreckentauglich.

Dank großem Tank und guten Verbrauchswerten (zwischen 5 und 6,5 Liter /100 km) ist man auf grossen Touren auch nicht ständig auf Tankstellensuche.

Was sich leider im Zuge der Modellüberarbeitung nicht wesentlich verbessert hat, war das Licht.

Waren es in der ersten Serie noch die Bilux-Funzeln, die nervten, so hatte man nun bei Dunkelheit hat man mit der harten Hell/Dunkel-Grenze des Projektionsscheinwerfers zu kämpfen

Durch alle Bauserien der 850´er Versionen ziehen sich die harten Lastwechselreaktionen. Wer die TDM nicht ständig auf Zug hält, dem können die Lastwechselreaktion die Linie gründlich vermiessen.

Grund hierfür war u.a. die magere Teillastabstimmung, ein DynoJet-Kit bringt etwas Abhilfe.

Wenn möglich zu einem Modell ab Modelljahr 1999 greifen.

Hier wurde dieses Problem stark verbessert (wenn auch nicht vollständig behoben).

Bei diesen Modellen war dann auch der (zu) lang übersetzte erste Gang kürzer ausgelegt - im Alltagsbetrieb ein echter Gewinn.

Ein echtes Ärgernis durch alle Bauserien ist der Auspuff.

Dass dieser extrem leise ist, wäre noch zu verschmerzen, auch die Optik mag man noch unter "Geschmacksache" abhaken - aber leider ist er auch extrem rostanfällig.

Zubehörauspuffe bringen neben einem besseren Sound jedoch meistens mehr oder weniger Leistungsverluste.

Generell für alle Bauserien gilt:

Motor ist nicht tot zu kriegen und hält bei einigermassen Pflege ewig - 100 000 km sind da gar nichts.

Die Wartungsangaben von Yamaha in Bezug auf die Ventilspielkontrolle sind eindeutig überzogen.

-Vorschrift ist eine Kontrolle nach 42 000 km - zu lang - erfahrungsgemäss ist bei diesem Motor alle 24 000 km eine Prüfung des Ventilspieles ratsam.

Soviel mal allgemeine Info´s.

Wenn du spezielle Fragen hast, dann kannst du sie gern posten.

Ich hatte die TDM 850, Bj. 97 über einen Zeitraum von vier Jahren, bin damit ca. 45.000 km gefahren. Es ist das problemloseste Motorrad, das ich kenne.

Zu den angesprochenen Punkten:

Die Intervalle für die Einstellung der Ventile ist ausreichend. Wurde bei 42.000 km gemacht – und war nicht mal unbedingt notwendig. Aber bei Gebraucht-Kauf unbedingt darauf achten, dass diese teure Inspektion gemacht wurde.

Die Auspuffanlage finde ich schön!!! Auf jeden Fall schöner, als die matte Ausführung der 900er. Die von Yamaha verwendeten Materialien sind hochwertig, die Verarbeitung einwandfrei. Rost hatte ich nicht. Ich weiß aber, dass kurz nach der Fußraste der Endtopf aufsetzt. Beim Gebraucht-Kauf auf Schleifspuren am Endtopf achten.

Meine war ausgerüstet mit einem Fahrwerk von WP, das ein höheneinstellbares Federbein und andere Gabelfedern beinhaltet. Dies verminderte die angesprochenen Lastwechselreaktionen ein wenig. Viel wichtiger ist jedoch die richtige Wahl der Reifen. Lass die Finger weg von Michelin Macadam. Meine erste Wahl ist der Metzeler ME Z 4, dann fährt das Teil wie auf Schienen. – Andere haben mit Bridgestone gute Erfahrungen gemacht.

Die entspannte Sitzposition und der recht gute Windschutz machen Dauertempo 170/180 möglich. Bei ca. 200 gibt es eine unruhige Phase, da muss man die Nerven behalten und weiter Gas geben. Bei 215 ist dann Schluss.

Es ist dass geilste Motorrad für die Alpen, für Serpentinen und enge Kurven. – In den französischen Alpen von den Franzosen gefahren – wie bei uns die BMW GS.

Obwohl sie ähnlich der V-Strom und der Varadero auch als Reiseenduro klassifiziert wird, mag sie Schotter eigentlich weniger. Wenn Du eine Enduro willst, musst Du was anderes nehmen.

Für 3.500 Euro gibt’s eine sehr gute 4TX, wenn Du ein bisschen was drauf legst, gibt’s schon die ersten 900er. – Die hatte ich auch.

Ergänzungen

 

Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2

Zu den angesprochenen Punkten:

Die Intervalle für die Einstellung der Ventile ist ausreichend. Wurde bei 42.000 km gemacht – und war nicht mal unbedingt notwendig. Aber bei Gebraucht-Kauf unbedingt darauf achten, dass diese teure Inspektion gemacht wurde.

Aus Erfahrung - auch aus meiner eigenen (mit dem gleichen Motor in der TRX) kann ich sagen, dass dieses Intervall nicht ausreichend ist.

MEISTENS ist bereits nach 24 000 km ein Einstellbedarf vorhanden.

Dieses 42 000 km-Wartungsintervall war wohl eher ein Werbegag von Yamaha um die Zuverlässigkeit und Wartungsarmut der Motoren zu propagieren.

Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, ob er eine Ventilspielkontrolle nach 24 000 km durchführen lassen möchte oder nicht, empfehlen würde ich es noch heute.

 

Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2

Die Auspuffanlage finde ich schön!!!

Ich zitiere:

 

Zitat:

Original geschrieben von twelferider

die Optik mag man noch unter "Geschmacksache" abhaken

Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2

 

Die von Yamaha verwendeten Materialien sind hochwertig, die Verarbeitung einwandfrei.

Die gesamte Auspuffanlage besteht aus Einfachststahl (kein Edelstahl) welcher (nicht sonderlich hochwertig) überlackiert wurde.

Der Sammler ist lieblos zusammengebraten, hier nistet an den Schweissstellen schon nach ganz kurzer Zeit der Rost.

Und über die Endtöpfe wurden einfach nur verchromte Blenden gesteckt, darunter ebenfalls einfacher Stahl.

Unter hochwertigen Materialen verstehe ich anderes.

 

Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2

 

Lass die Finger weg von Michelin Macadam. Meine erste Wahl ist der Metzeler ME Z 4, dann fährt das Teil wie auf Schienen. – Andere haben mit Bridgestone gute Erfahrungen gemacht.

Die Finger von einem Michelin Macadam zu lassen, ist eine allgemeingültige Empfehlung, dieser Reifen war einfach nur schlecht und zwar auf jedem Motorrad - das Thema hat sich ja mit dem Pilot Road wohl auch erledigt.

Der Z4 ist ein Auslaufmodell und wurde durch den Roadtec Z 6 ersetzt - auch eine gute Wahl.

Ein nach wie vor guter Reifen auf der TDM ist auch der BT 020, auch wenn dieser schon etwas in die Jahre gekommen ist.

Zum Glück gibt es für die TDM massenhaft Freigaben, so kann sich ziemlich jeder den Passenden Reifen auswählen.

 

 

Nochmal zum grundsätzlichen Verständnis:

Die TDM ist ein sehr gutes Motorrad, problemlos, langlebig und zuverlässig.

Dass ich hier die Schwachstellen aufgezählt habe hat nichts mit Miesmacherei zu tun sondern dient einfach dazu, dass man bestimmte Punkte kennt und beachtet.

Mit allgemeinen Lobhudeleien ist dem Fragesteller nämlich auch nicht gedient.

Wat soll das ??

Ich schreib meine Meinung, Du schreibst Deine Meinung. Und gut is.

Seit wann hat die 97er TDM einen TRX-Motor?

@Kanditatnr2

Du hast doch nichts falsches geschrieben, im Gegenteil.

Die Sache mit der Prüfung des Ventilspieles ist ein reiner Erfahrungswert. Wir hatten einige TDM und TRX in der Kundschaft.

Und hier zeigte es sich, dass das von Yamaha vorgegebene Intervall in den meisten Fällen einfach zu lang gesteckt war.

Wenn es bei dir nach 42 000 km noch in Ordnung war, ist das durchaus möglich. Und das der Aufwand für diese Wartungsarbeit sehr hoch ist, stimmt auch.

Motor TRX/TDM:

Als Yamaha die TRX konstruierte sollte diese in Konkurrenz u.a. zu Ducati treten (wenn man sich den Rahmen anschaut ist das ja auch deutlich zu erkennen).

In Ermangelung eines V2-Motores griff man sich den vorhandenen Zweizylinder der TDM, welcher seinerzeit noch einen Hubzapfenversatz von 360 Grad hatte (also ein Paralleltwin war).

Zur Verbesserung des Drehmomentes, in erster Linie aber wohl um ein paar "good vibrations" in diesen bis dahin doch sehr unspektakulär laufenden Motor zu bringen wurde der Hubzapfenversatz auf 270 Grad geändert.

Diese Ziele wurden auch erreicht.

Ein paar PS zur TDM wurden noch in der Auspuffanlage und der Airbox gefunden.

TRX und TDM haben also den in der Basis gleichen Motor (welcher ja seinerseits wieder von der XTZ 750 Super Ténéré abstammt).

Alles klar? :)

Zum Motor gehört ein Kolben, Pleuel, Kurbelwelle und Zylinder. Was muss denn alles geändert werden, damit man aus einem Twin etwas "Neues" machen kann??? Einen Boxer??? Ich hatte auch die Super Tenéré, muss aber sagen, dass zwischen dieser und der TDM Welten liegen.

Zur Yamaha Qualität:

Ich kann nichts dafür, wenn irgendwelche Penner ihre Karren verrosten lassen. Beim Motorrad ist - insbesondere beim Gebraucht-Kauf natürlich der Pflegezustand entscheidend. Suzuki rostet auf jeden Fall schneller - und ich kenn da noch ein paar andere namhafte Hersteller, die mehr Probleme mit dem Rost haben, als Yamaha.

Wenn Du bei Yamaha arbeitest, solltest Du mal überlegen, wie Du Deine Firma präsentierst.

Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2

Zum Motor gehört ein Kolben, Pleuel, Kurbelwelle und Zylinder. Was muss denn alles geändert werden, damit man aus einem Twin etwas "Neues" machen kann???

Einen Boxer???

Die Frage oder Aussage verstehe ich nicht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass zu einem Motor noch sehr viel mehr gehört als Kolben, Pleuel, Kurbelwelle und Zylinder.

Vielleicht könntest du nochmal die Frage etwas präzisieren (was hat denn nun ein Boxermotor mit Yamaha zu tun?)

Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2

 

Ich hatte auch die Super Tenéré, muss aber sagen, dass zwischen dieser und der TDM Welten liegen.

Habe ich gesagt, dass es sich hier um das gleiche Motorrad handelt?

Natürlich liegen zwischen Super Ténéré und TDM grosse Unterschiede.

Ich sagte lediglich, dass der Motor von Super Ténéré, TDM und TRX der konstruktiv gleiche ist - und das ist nun einmal eine Tatsache - wenn du das nicht glaubst, empfehle ich als Literatur z.B. mal dieses Buch hier:

http://images-eu.amazon.com/images/P/3895951544.03.LZZZZZZZ.jpg

Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2

Wenn Du bei Yamaha arbeitest, solltest Du mal überlegen, wie Du Deine Firma präsentierst.

Ich arbeite nicht bei Yamaha und habe es auch nie getan.

Von daher habe ich es nicht nötig, irgendjemanden oder irgendwas zu repräsentieren oder schön zu reden.

Wir hatten als markenunabhängige Werkstatt Motorräder aller japanischen Hersteller in der Kundschaft, dies ist auch der Grund, weshalb mir typische Schwachstellen vieler Modelle und Hersteller bekannt sind.

Es ist nur erstaunlich, das sich einige Leute sofort persönlich angegriffen fühlen, wenn man objektive Erfahrungen zu ihrem (ehemaligen) Motorradmodell berichtet.

Themenstarteram 17. Januar 2006 um 10:04

Danke twelferider und kandidatnr2 für die regen Antworten. Mit Motoren kenne ich mich aus, aber für diejenigen, die mit dem Wort

"Hubzapfenversatz" nix anfangen können folgender Link:

http://www.motorradonline.de/d/4518

Ich für meinen Teil als Fragesteller bin auf jeden Fall froh darüber,

die Schwachpunkte, die bei einem Gebrauchtkauf zu beachten sind,

zu erfahren. Doch auch die positiven Seiten sind sehr interessant, da sie meine Anforderungen und Bedürfnisse an ein Motorrad doch

auch wiederspiegeln. Also nehmt doch nichs persönlich, Markenbindung hin oder her, wenn mal wer was kritisches schreibt, doch so stelle ich mir eine rege Diskussion vor, Männer! Weiter so!!! Hier geht es um die Investition von ein paar tausend Euro, und da ist JEDER Erfahrungsbericht wertvoll!

Euere Meinungen und Erfahrungen haben mich auf jeden Fall bestärkt, mir so eine Maschine zuzulegen. Ich brauch nix mehr fürs

Gelände, hab ich schon gehabt und muss sagen: Taugt mir nicht. Kurfige Landstrassen, da bin ich im Element, will aber auch mal auf

längere Tour gehen. Und da scheint mir dieses Motorrad ja optimal zu sein.

Sehr schöner Hinweis.

Da wird meine Meinung noch einmal untermauert, dass die Änderung der Kurbelwelle, nämlich die Veränderung der Anordnung der Hubzapfen, eine sehr wesentliche Änderung am Motor ist, die einem "neuen Motor" entspricht. Anders ist die bloße Vergrößerung des Hubraumes von 850 auf 900 ccm zu sehen - hier hat nur eine kleine kostruktive Änderung stattgefunden.

am 2. November 2006 um 16:51

Zitat:

Original geschrieben von twelferider

 

Durch alle Bauserien der 850´er Versionen ziehen sich die harten Lastwechselreaktionen. Wer die TDM nicht ständig auf Zug hält, dem können die Lastwechselreaktion die Linie gründlich vermiessen.

Hi Leute

Tschuldigung, dass ich diesen alten thread neues Leben einhauche, aber ich hätte eine Frage:

Bitte nicht lachen, aber mein letztes KRAD hatte ich vor ca. 20 Jahren und das ist auch mehr in der Werkstatt, als bei mir zu hause gestanden.

Jetzt möchte ich mir allerdings wieder ein Moped zulegen.

Einer meiner Favoriten wäre die TDM.

Jetzt zu meiner Frage:

Könntet ihr mir diese Lastwechselreaktionen irgendwie erklären?

Was geschieht da, bzw. wie kann ich mir die vorstellen?

Danke für eure erste Hilfe

Quelle: wikipedia.org :)

 

Unter Lastwechselreaktion versteht man die Änderung des Fahrverhaltens eines Fahrzeuges, die auf Grund einer Beschleunigung oder Verzögerung, durch Gasgeben oder Gaswegnehmen (beziehungsweise Bremsen) des Fahrzeuges eintritt.

Je stärker die Beschleunigung oder die Verzögerung ist, desto stärker ist auch die Lastwechselreaktion. Verstärkt werden Lastwechselreaktionen zusätzlich durch einen hoch liegenden Fahrzeugschwerpunkt und eine weiche Federung mit schlecht abgestimmter Dämpfung. Treten beim Schalten starke Lastwechselreaktionen auf, kann dies an einem zu großen Spiel im Antriebsstrang liegen.

Lastwechsel bedeutet in diesem Zusammenhang einen Wechsel der Radbelastung der Räder des Fahrzeuges. Die Radbelastung setzt sich im Wesentlichen aus dem Fahrzeuggewicht, den Brems- beziehungsweise Beschleunigungskräften und den Fliehkräften (bei Kurvenfahrt) zusammen.

Wenn Lastwechselreaktionen unvorhergesehen eintreten, werden sie vom Fahrer meistens als unangenehm empfunden. Beim Fahren im Grenzbereich können starke Lastwechselreaktionen die Stabilität des Fahrzeugs gefährden. Dies trifft besonders bei Motorrädern in Kurvenfahrt zu, da Lastwechselreaktionen das Kräftegleichgewicht stören und somit den vom Fahrer eingeschlagenen Kurvenradius ändern.

Wenn Du 20 Jahre nicht gefahren bist, dann bist Du Anfänger. Als solcher solltest Du Dir über Lastwechselreaktionen im Grenzbereich nicht allzu viel den Kopf zerbrechen. TDM kaufen und Erfahrung (km) sammeln ... und bei Bedarf nochmal über die Reifenwahl nachdenken - das sollte für Dich jetzt (oder im Frühjahr) im Vordergrund stehen.

Schutzkleidung nicht vergessen, da gibt es jetzt sicher einige Sonderangebote.

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