Mein E61 benötigt eine Kur
Hallo,
ich wollte meinen E61 nach dem Urlaub zum Aufbereiter schicken, da dieser einige Haarlinienkratzer und Swirls aufweist. Nun wurde mir in einem anderen Pflegeforum zum "selber in Hand nehmen" geraten. Da ich aber Angst habe, meinen Wagen mit einer Poliermaschine zu bearbeiten, bitte ich Euch nochmals um Rat:
1. Ist es wirklich unmöglich mit einem Exzenter Hologramme in einen dunklen Lack (in meinem Fall carbonschwarz) reinzuzaubern?
2. Wenn es doch möglich sein sollte, würde dann ein Aufbereiter diese Stellen wieder korrigieren können?
3. Als Exzenterpolierer würde ich dann die T2000 wählen, welche Politur und welche Pads und wieviele Pads würdet Ihr für den BMW Lack empfehlen?
Danke im Vorraus 🙂
Beste Antwort im Thema
So, nun war heute der E61 dran bzw. die Motorhaube des E61. Diese habe ich unter Zuhilfenahme der Menzerna PF2500, eines orangenen RotWeiß Pads und je drei Kreutzstichen poliert (Motorhaube dabei in 6 Sektionen unterteilt). Das Polieren gestattete sich ganz angenehmen, einzig das Abtragen der Politurrückstände erwies sich etwas schmierig (unter Zuhilfenahme der Menzerna Top Inspektion ging es dann besser). Wahrscheinlich waren die drei Kreuzstiche zu wenig und die Politur nicht genug durch gefahren?
Vom Ergebnis bin ich erstmal zufrieden, die meisten Swirls gingen raus, einige Haarlinienkratzer sind jedoch drin geblieben. Wahrscheinlich waren die drei Kreuzstiche pro Sektion einfach zu wenig Aufwand?
Nun ja, ich habe den Lack dennoch anschliessend mit blauem RotWeiß Pad und Poorboys Black Hole nochmals gereinigt und dann zum Schluss das Dodo Juice Purple Rain aufgetragen.
Da die Arbeit nur an der Motorhaube allein 2 Stunden gedauert hat, beabsichtige ich den E61 nun eine Woche in der Garage zu parken und dann etappenweise aufzubereiten.
50 Antworten
Eine Taschenlampe nutze ich nicht, jedoch soll sich das für die Kontrolle sehr sehr gut eignen. Das ist zumindest das was ich gelesen habe. Dennoch möchte ich auf den Baustrahler hinter mir nicht verzichten wollen.
Gruss DiSchu
So, eben meine neue Buff Daddy erstmal auf meinem silbernen Astra mit der Menzerna PO85 RD 3.02 und orangenem Rotweiß Pad getestet. Was soll ich sagen, irgendwie bin ich enttäuscht. Aus diesem Gründen:
1. Der Drehteller bleibt auf Stufe 6 und einigem Druck auf dem Lack fast stehen (arbeite mit Strichmarkierung auf dem Stützteller). Wieviel Druck ist nötig?
2. Einige Haarlinienkratzer gehen nicht raus, obwohl der Opellack weich sein soll und ich mit drei Kreuzstichen gearbeitet habe.
3. Die Maschine macht einen Höllenlärm wenn diese gut Druck über den Lack bewegt wird. Das Auto wirkt dann wohl als Resonanzkörper.
Mit Punkt 3 muss ich wohl leben, wenn auch die Nachbarn bestimmt nicht glücklich über diesen Krach sein werden, Punkt 1 und 2 machen mich aber stutzig?
Zu. 1: Ich kann mir denken, dass die BUff Daddy mit 500W schneller stehen bleibt, als die stärkeren Versionen mit 850-900W, aber was ich in Videos gesehen habe kann man dennoch gut drücken bis es soweit ist.
Diese Maschinen bleiben aber schnell stehen, wenn man sie verkanntet. Auch auf konkaven Flächen bleibt die Maschine schnell stehen. Dort kann man sich mit einem kleineren Stützteller behelfen.
Kann es daran liegen?
Zu. 2: Hängt dann mit 1. zusammen, ohne ausreichenden Druck bleibt die Defektkorrektur auf der Strecke. Opel Lack ist zwar halbwegs weich, aber nicht Butterweich.
Könnte aber auch an der Technik liegen. Viel Politur scheint die Wirkung zu mildern, ebenso wenn die Maschine zu schnell bewegt wird.
Danke Mc Moe!
Verkantet habe ich die Buff Daddy nicht, bin auch relativ langsam über die Fläche gefahren. Politur waren drei Erbsen große Kleckse auf dem Pad.
Kann ich eigentlich dem Lack Schaden zuführen, wenn ich nicht mit konstantem Druck über den Lack fahre, also wenn das Pad während des Polierens mal stehen bleibt?
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Ich nutze die T3000 mit 850W und finde eigentlich, dass man ganz gut Druck ausüben kann, ohne dass der Teller stehen bleibt. Auch glaube ich weniger, dass es an der kleineren Watt-Zahl Deiner Maschine liegt. In diversen Vergleichen steht sogar häufig, dass diese Mehrleitung vernachlässigbar ist. In wie weit das stimmt, weiss ich nicht, führt uns hier aber auch nicht weiter.
Ansonsten kann ich zumindest an dem was Du schreibst, keine Fehler erkennen. Maschine nicht verkantet. Drei erbsen-grosse Politurkleckse hört sich auch nicht nach Überdosierung an. Vielleicht braucht es für einige "Haarlinienkratzer", die vielleicht auch wieder jeder anders definiert, auch einfach eine stärkere Politur oder ein härteres Pad. Oder bist Du die Politur vielleicht nicht lange genug gefahren?
Opel-Lacke gelten zwar als eher weich, aber wie Moe schon bemerkt hat, heisst das natürlich nicht, dass mit einem kleinen Wisch jeder Defekt beseitigt ist.
Bei der Lautstärker der Maschine war ich auch überrascht und hatte gehofft, dass man sogar mal sonntags polieren könnte. Von dem Gedanken habe ich mich nach dem ersten Testlauf aber schnell verabschiedet.
Gruss DiSchu
Werde dann morgen meinen Carbonschwarzen mal ran nehmen und schauen was geht. Als erstes muss die Motorhaube dran glauben, hier sieht man die Swirls am Ehersten. Zuvor installiere ich aber Neonröhren an die Decke der Garage (hoffe mein Vermieter sagt nichts 😁 )
Ist es denn für das Lackbild schädlich, wenn ich den Druck auf die Maschine nicht konstant ausübe?
Zitat:
Original geschrieben von ckniotek
Kann ich eigentlich dem Lack Schaden zuführen, wenn ich nicht mit konstantem Druck über den Lack fahre, also wenn das Pad während des Polierens mal stehen bleibt?
Nein das macht nichts, weil es eine Exzenter ohne Zwangsantrieb ist. Da oszilliert der Teller halt dann bissl vor sich hin, der Lackabtrag ist dann halt nicht mehr so gewaltig, sprich es bringt nix. 😉
So, nun war heute der E61 dran bzw. die Motorhaube des E61. Diese habe ich unter Zuhilfenahme der Menzerna PF2500, eines orangenen RotWeiß Pads und je drei Kreutzstichen poliert (Motorhaube dabei in 6 Sektionen unterteilt). Das Polieren gestattete sich ganz angenehmen, einzig das Abtragen der Politurrückstände erwies sich etwas schmierig (unter Zuhilfenahme der Menzerna Top Inspektion ging es dann besser). Wahrscheinlich waren die drei Kreuzstiche zu wenig und die Politur nicht genug durch gefahren?
Vom Ergebnis bin ich erstmal zufrieden, die meisten Swirls gingen raus, einige Haarlinienkratzer sind jedoch drin geblieben. Wahrscheinlich waren die drei Kreuzstiche pro Sektion einfach zu wenig Aufwand?
Nun ja, ich habe den Lack dennoch anschliessend mit blauem RotWeiß Pad und Poorboys Black Hole nochmals gereinigt und dann zum Schluss das Dodo Juice Purple Rain aufgetragen.
Da die Arbeit nur an der Motorhaube allein 2 Stunden gedauert hat, beabsichtige ich den E61 nun eine Woche in der Garage zu parken und dann etappenweise aufzubereiten.
Hört sich doch schon nicht schlecht an🙂 Und mit mehr Übung gehts dann auch immer besser. Mach dir nichts draus, dass nicht alles rausgegangen ist, ist auf härteren Lacken und Exzenter normal.
Von den Menzerna Polituren kenn ich persönlich nur die PG1000, und die lässt sich auch etwas schwerer abwischen als die Polituren für den Hobbybereich von Prima, Meguiars und Chemical Guys.
Probier es am besten aus noch 1-2 Kreuzgänge mehr zu fahren, dann weißt du es genau ob es daran lag.
Zitat:
Original geschrieben von ckniotek
Nun ja, ich habe den Lack dennoch anschliessend mit blauem RotWeiß Pad und Poorboys Black Hole nochmals gereinigt.
Du schreibst das so beiläufig,
mir geht nach der Benutzung des Black Hole immer die Hose auf😁
Ich habe an meinem T-Modell mit vorheriger Wäsche samt Kneten und anschliessendem Wachsauftrag etwa 12 Stunden gesessen, und da war ich wirklich zügig dabei. Einen ganzen Tag, besser noch zwei sollte man sich gönnen.
Gruss DiSchu
Zum Thema etappenweise Polieren noch zwei Fragen:
Mein Dicker ist vom Lackzustand eigentlich sehr gut, Glanz ist schön vorhanden. Einzig die Swirl und Haarlinienkratzer stören bei sehr genauer Betrachtung.
Wenn ich nun ein Karosserieteil auslasse (z. B. eine Tür), wird man dann einen farblichen Unterschied zum Rest (also was poliert wurde) sehen?
Wenn nun irgendwann mal wieder ein kleiner Haarlininekratzter drin sein sollte, kann ich diesen nur gezielt polieren, also auf beispielsweise max. 10cm² Fläche oder muss ich erneut eine 40x40cm große Fläche abfahren?
Und dann noch die Frage zum Polieren auf Kunststoff:
Muss ich beim Polieren der lackierten Kunststoffteile (Seitenschweller, Stoßstange) besonders behutsam sein oder kann ich diese genauso hart ran nehmen wie das Blechkleid?
Zitat:
Original geschrieben von ckniotek
Und dann noch die Frage zum Polieren auf Kunststoff:
Muss ich beim Polieren der lackierten Kunststoffteile (Seitenschweller, Stoßstange) besonders behutsam sein oder kann ich diese genauso hart ran nehmen wie das Blechkleid?
Behutsam Kunststofff führt die Wärme nicht so schnell ab wie Metall -> wenn man nicht aufpasst kann sich ganz schnell der Lack vom Untergrund lösen.
Mit Exzenter ist das Polieren von Lackiertem Kunststoff auch unproblematisch, weil nur wenig Hitze entsteht.
Bei einzelnen Kratzern ruhig ein etwas größeres Stück polieren, wenn man die Maschine mit Spotpad nahezu auf der Stelle bewegt wirds doch ganz schon warm.
Und nein, die beiden Aussagen sind kein Wiederspruch, man hält die Maschine ja normalerweise nicht auf der Stelle😉
Und wie schaut es mit der teilweisen Politur im Hinblick auf Farbunterschiede aus? Muss ich zwangsläufig alle Autoteile dann durch Polieren, auch wenn einige so gut wie keine Swirls aufweisen bzw. diese kaum sichtbar sind (z. B. an tief stehenden Teilen wie Seitenschweller)?