MB V-Klasse 250 CDi Kompakt Schmerzgrenzen bei Baujahr und Laufleistung
Hallo zusammen,
wir würden gerne eine V-Klasse anschaffen und sondieren den Gebrauchtmarkt.
Habe von meinen autoaffinen Freund und Bekannten ein sehr uneinheitliches Meinungsbild bekommen, was die akzeptable Laufleistung und Baujahr anbelangt.
Die einen sagen: Mercedes oder nicht, ein Autoleben ende fast immer bei 150k km, selbst wenn der Motor gut sei, hapere es dann an anderen Sachen.
Die anderen sagen: schau Dir die Taxen an, alles Mercedes, die fahren 600.000 km und danach in Afrika weiter. V-Klasse kannst auch mit 200k kaufen.
Beide Positionen sind etwas zugespitzt und so im Extrem wahrscheinlich auch nicht vertretbar.
Mache mir jetzt aber gerade Gedanken, ob es vernünftig (oder komplett wahnsinnig!) ist, so ein Modell mit Baujahr 2016-2018 und Laufleistung 120k-160k für zwischen 33k und 37k vom lokalen Händler zu kaufen…
(Oder für das Geld einen Stellantis-Neuwagen…)
Wie seht Ihr das?
Danke und viele Grüße raus in die Community!
65 Antworten
Immer individuell zu beurteilen was das Auto für ein „Leben“ bis dato hatte.
Generell ist mir ein Auto mit 200k km großteils auf der AB lieber als Eines mit 100k km nur Stadt.
Trotzdem spielen Dinge wie Fahrverhalten der Vorbesitzer, Service und Pflege eine große Rolle. Unfallschäden/Winterbetrieb usw.
Daher ist eine Pauschalaussage nicht möglich.
Zitat:
@T5Plus schrieb am 4. August 2025 um 12:28:22 Uhr:
Immer individuell zu beurteilen was das Auto für ein „Leben“ bis dato hatte.
Generell ist mir ein Auto mit 200k km großteils auf der AB lieber als Eines mit 100k km nur Stadt.
Trotzdem spielen Dinge wie Fahrverhalten der Vorbesitzer, Service und Pflege eine große Rolle. Unfallschäden/Winterbetrieb usw.
Daher ist eine Pauschalaussage nicht möglich.
Habe hier ein Angebot
10/2016, 148k, 2 Vorbesitzer, unfallfrei, 32.500
Was ich über die qualitativen Kriterien weiss:
Erstzulassung Unternehmen, Zweitzulassung Rentnerehepaar; viel Autobahn, sehr gepflegt.
Verkäufer ist der lokaler Meisterbetrieb, der es vor ein paar Jahren vom Ersten gekauft und an die Zweiten weiterverkauft hat. Die letzten Jahren war es durchgängig dort im Betrieb für Wartung und Reparatur.
🤔
Du solltest Dich besser im passenden Unterforum für die V-Klasse beraten lassen:
https://www.motor-talk.de/forum/mercedes-v-klasse-vito-447-b908.html
Zitat:
@A346 schrieb am 4. August 2025 um 13:01:22 Uhr:
Du solltest Dich besser im passenden Unterforum für die V-Klasse beraten lassen:
https://www.motor-talk.de/forum/mercedes-v-klasse-vito-447-b908.html
Danke!
Kann man den thread dorthin verschieben oder soll ich ihn dort neu anlegen?
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Zitat:@day_off schrieb am 4. August 2025 um 13:03:39 Uhr:
Danke!Kann man den thread dorthin verschieben oder soll ich ihn dort neu anlegen?
Einfach klingeln und einen Mod bitten im Verschiebung.
Wenn man ein Auto bis 300tkm und länger fahren will dann fährt man es am besten schon von Anfang an, je weniger KM drauf sind wenn man den Wagen kauft umso besser.
Dann spätestens alle 15tkm einen Ölwechsel, bei hoher Last auch bei 10tkm.
Wandlergetriebe sollten alle 80-120tkm eine Spülung bekommen ( kostet gerne mal 800-1000€).
Man muss dann auch bereit seit jenseits der 200tkm größere Investitionen zu tätigen, wie zum Beispiel einen Partikelfilter oder die Steuerkette ( kostet beides locker 2000€ und mehr) oder die Injektoren ( stück 200-300€). Fahrwerk ist dann natürlich auch irgendwann mal durch und will erneuert werden usw.
Wenn du ein Fahrzeug willst das 500tkm ohne größere Reparaturen fährt musst du einen Toyota mit Hybridantrieb kaufen 😉
Für 35k€ gibt es Angebote durchaus Angebote mit ~ 100t km Baujahr 2016-2017, meist aber dann von privat.
Ich persönlich würde nicht> 30k € für ein Auto ausgeben, das schon mehr als 150k km runter hat. Erfahrungsgemäß macht dann der Wertverlust nochmals einen Sprung und wenn man noch ein paar km drauffährt, wird der Wiederverkauf in D selbst bei so gefragten Modellen schwierig.
Prinzipiell machen Motor/Getriebe bei vernünftiger Pflege einige hundertausend km. Auch der Rest vom Auto ist robust, Transporter Plattform halt. Nur am besten keinen ganz frühen aus 2014/15 nehmen, die hatten echte Probleme. wobei das mittlerweile mit besseren Teilen aus der laufenden Serie evtl auch therapiert wurde.
Zitat:
@tilomagnet schrieb am 4. August 2025 um 21:03:31 Uhr:
Ich persönlich würde nicht> 30k € für ein Auto ausgeben, das schon mehr als 150k km runter hat. Erfahrungsgemäß macht dann der Wertverlust nochmals einen Sprung und wenn man noch ein paar km drauffährt, wird der Wiederverkauf in D selbst bei so gefragten Modellen schwierig.
Das ist genau der Punkt.
Aber ich kaufe gerne älteren wertige Fabrikate (am Besten auch nicht mit so viel Tech drin) und fahren die dann komplett runter. Von daher wäre der künftige Wiederverkauf garnicht so das große Thema für mich, aber schon rein psychologisch ist das eine Hürde:
Fast 35k für ein knapp zehn Jahre altes Auto mit einer irren Laufleistung. Für den Preis bekomme ich Neu-/Jahreswagen, auch ganz vernünftige Busse.
Möchte aus mehreren Gründen gerne bei Mercedes bleiben, aber so ganz leicht fällt es mir gerade nicht.
Zitat:
@Turbotobi28 schrieb am 4. August 2025 um 13:21:32 Uhr:
Man muss dann auch bereit seit jenseits der 200tkm größere Investitionen zu tätigen, wie zum Beispiel einen Partikelfilter oder die Steuerkette ( kostet beides locker 2000€ und mehr) oder die Injektoren ( stück 200-300€). Fahrwerk ist dann natürlich auch irgendwann mal durch und will erneuert werden usw.
Darf man auch nicht vergessen. Und er sollte bei mir schon möglichst lange halten. Dann vielleicht doch schon vorne mehr reinstecken für weniger Laufleistung und ein bisschen länger Ruhe,
Zitat:
Aber ich kaufe gerne älteren wertige Fabrikate (am Besten auch nicht mit so viel Tech drin) und fahren die dann komplett runter. Von daher wäre der künftige Wiederverkauf garnicht so das große Thema für mich, aber schon rein psychologisch ist das eine Hürde:
Fast 35k für ein knapp zehn Jahre altes Auto mit einer irren Laufleistung. Für den Preis bekomme ich Neu-/Jahreswagen, auch ganz vernünftige Busse.
Dann schau ruhig auch nach Vito Tourer. Ich hab mich letztes Jahr bewusst dafür (Jahreswagen) und gegen den Stellantis Van (Tageszulassung) entschieden. Wichtig beim Tourer: Komfortsitze und Klima hinten. Für das Budget gibt's sogar ein paar ab 2020 und mit weniger als 150000km.
Zitat:
@Der_Pianist schrieb am 5. August 2025 um 12:27:14 Uhr:
Dann schau ruhig auch nach Vito Tourer. Ich hab mich letztes Jahr bewusst dafür (Jahreswagen) und gegen den Stellantis Van (Tageszulassung) entschieden. Wichtig beim Tourer: Komfortsitze und Klima hinten. Für das Budget gibt's sogar ein paar ab 2020 und mit weniger als 150000km.
Habe ich schon oft gehört, vielen Dank! Könntest Du kurz skizzieren was für Euch da die tragenden Gründe waren?
Der Hauptgrund war, dass ich mit der Sitz- bzw. Pedalposition überhaupt nicht zurecht kam. Bin immer mit dem rechten Fuß unter der Bremse hängen geblieben und musste das ganze Bein hoch heben, um vom Gas zur Bremse zur wechseln. Nervig. Der zweite Grund war der Motor. 177PS und die 8-Gang-Automatik fühlten sich extrem träge an. Und der dritte Grund war die Fahrzeuglänge. Der L2 war mir mit 5.30 einfach zu lang, der L1 mit 4.98 aber zu kurz. (Die mittlere Größe gibts nur bei Peugeot und Citroen, die haben aber in der Zeit nur noch E-Motoren eingebaut. Inzwischen kann man die ja wieder als Verbrenner ordern...) Der Vito liegt mit 5.14 in der Mitte und ist genauso lang wie der Fiat Scudo, den ich vorher 8 Jahre lang hatte. Eine V-Klasse war finanziell nicht drin bzw. wäre bei unserem Budget 5-6 Jahre älter gewesen und hätte 100000km mehr drauf gehabt. Hab es nicht bereut, denn Motor, Dämmung und Fahrwerk sind meines Wissens identisch zur V. Größter Unterschied ist das Cockpit. Dafür hast du im Vito mehr Ablagen. Um einen Passenden zu finden braucht man aber ein bisschen Glück und muss evtl. Abstriche machen. Meiner hat z.B. kein ILS, dafür hab ich Osram LEDs nachgerüstet.
Ich plane meinen V mindestens 500.000 km zu fahren. Denke auch, dass ist nicht unrealistisch. Motorschäden oder Getriebeschäden sind eher extreme Ausnahmen, und auch sonst geht doch wenig kaputt.
Würde aber tendenziell auch kein gebrauchtes mit 150Tkm und mehr kaufen. Da weiß man nie, wie damit vorher umgegangen wurde.
Lieferfahrzeuge spulen oft viel km ab, da gib es genug Fahrzeuge, die über 700.000 km runter haben, habe auch schon welchen mit 1.600.000 km gesehen.
@day_off - Ich stimme @Der_Pianist zu, dass ein Vito Tourer eine gute Alternative sein kann. War auch meine Wahl, da ich den Aufpreis gegenüber einer V-Klasse nicht rechtfertigen konnte. Etwas weniger Dichtungen, kann man aber nachrüsten. Praktischer, da mehr Ablagen. Halogen habe ich ebenfalls auf LED von Philips umgerüstet. Lediglich Leder vermisse ich.
Mein Tourer (Mopf I von 07.2019) ist relativ gut ausgestattet, u.a. mit Komfort-Sitzbänke, Sitzschienen, Sitzheizung, Schiebetür beiseitig, Klimaautomatik Thermotronic vorn, halbautomatische Klima Tempmatic hinten, Ausstellfenster hinten, großer Diesel- und Adblue-Tank, Audio 40 (Pironeer). Der Erstbesitzer, ein Werksangehöriger, hatte die Kreuze an den richtigen Stellen gemacht. Allerdings findet man solche Tourer nicht wie Sand am Meer.
Gekauft mit knapp 20.000 km auf der Uhr, nähere ich mich jetzt 170.000 km. Bis dato keine Probleme. Ich beabsichtige das Fahrzeug laaaange zu halten. Dem OM654 in Kombination mit dem 9G traue ich viel zu.