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Maserati Ghibli Motorisierung -> Aufklärung

Themenstarteram 2. Dezember 2005 um 10:00

hey leute,

bei dieser frage komm ich mir jetzt mal garnicht doof vor, weil sich mir die logik wirklich nicht erschließen will...

also:

mein herz schlägt schon seit einiger zeit nach einem MASERATI GHIBLI.

jetzt gibt es da zum einen die motorisierung 2.0 mit etwa 306 ps

und zum anderen 2.8 mit etwa 270 ps.

beides sind turbogeladene v-6er.

zunächst ist seltsam, dass der größere motor weniger ps hat.

aber wenn ich diese tatsache akzeptiere, dann muss ich eigentlich daraus folgern, dass der größere moter mit weniger ps der langlebigere ist.

oder hab ich da was prinzipiel falsch verstanden?

jetzt hat mir aber mein regionaler maserati händler erzählt, dass der 2.0 (mit mehr ps) der bessere motor wäre.

so. und jetzt bin ich verwirrt und ersuche euch um hilfe.

hat er das vielleicht nur gesagt, weil er gerade einen 2.0 da hatte und den verkaufen wollte?

 

wäre euch übrigens auch über alle anderen tips oder erfahrungen zum ghibli dankbar.

fänds klasse wenn mir hier noch jemand meine restangst die ich habe nehmen könnte. immerhin bin ich ja eigentlich mercedes fahrer und da hat man schon ein seltsames gefühl im bauch, wenn man sich für sonen hochgezüchteten italiener entscheidet... aber der ist halt einfach geil.

dank euch schonmal.

Beste Antwort im Thema
am 2. Februar 2006 um 1:20

Maserati Ghibli - Märchen

 

Hallo,

mußte mich jetzt dringend anmelden,nachdem ich per Zufall auf

die Diskussion der Ghibli - Motorisierung gestoßen bin.Fahre seit

25 Jahren Maserati,seit 6 Jahren auch einen Ghibli 2.0.Da ich in

Italien lebe,habe ich hier regen Austausch mit Maseratifans und

den Fachleuten in Modena.Ich kann Vieles,was hier über den Ghibli

geschrieben wird,nicht unterstreichen.Der standfestere und stärkere

Motor ist der 2 Liter.Der Motor hat serienmäßig 370 PS und wurde

kurz vor der Auslieferung auf 306 PS gedrosselt (Verringerung des

Benzindrucks und Drosselung des Turbodurchsatzes).Bei meinem

Fahrzeug habe ich die Drosselung von Anfang an entfernen lassen

(Arbeitsaufwand ca.1 Stunde).Bin bisher mit meinen 370 PS 150000 km gefahren.Reparaturen: 2 neue Endtöpfe! Der Zahnriemen wurde 2 mal erneuert,Bremsbeläge,Öl,Reifen--Ende!

Der 2,8 Liter wurde ausschließlich für USA entwickelt,wegen der

strengen Abgasnormen,daher auch weniger PS.Der größere Motor

ist bei Weitem nicht so ausgeklügelt und standfest.Warum er in

Deutschland angeboten wurde,bleibt ein Geheimnis von Maserati.

Daß es in Italien eine Hubraumbeschränkung gab,ist ein schönes

Märchen,aber leider nicht wahr.Vielmehr ist richtig,daß Motoren über

2 Liter Hubraum mit einer Luxussteuer belegt wurden,die im Falle des Ghibli 2,8 ca. 400DM jährlich ausgemacht hätte,ist aber irrelevant,da diese Luxussteuer bei Produktionsbeginn des

Ghibli bereits abgeschafft war.Dennoch wurde der größere Motor

in Italien nicht angeboten,die Italiener wußten wohl,warum!

Auch meine Biturbos haben mir nie Probleme bereitet,da ich um

die Werkstätten immer einen großen Bogen gemacht habe.

Der Ghibli 2.0 ist ein tolles,sehr strappazierfähiges Auto mit

besonderen technischen Highlights und sorgt für einen ordent-

lichen Adrenalinausstoß - leider auch sehr gefährlich,da die

Hinterräder selbst auf trockener Straße die unvermittelt einsetzende Power nicht immer auf die Straße bringen und der

Wagen somit gerne ausbricht.Mangelden Auspuffsound kann

ich nicht nachvollziehen,das dezente Pfeiffen der Turbinen bei

Vollast ist durch nichts zu überbieten!Sicherlich ist für einen

EX-Golffahrer der Unterhalt teuer,im Vergleich mit anderen

Fahrzeugen dieser PS-Klasse ist der Maserati ein Sonderangebot!Zum Schluß noch einen kleinen Tipp für alle,die

lange Freude an ihrem Ghibli haben möchten: Der kleine Motor

hat keine Probleme bei Hitze,ist jedoch sehr empfindlich beim

Kaltstart! Konsequent warmlaufen lassen,dann fahren!Beim

großen 2.8er ist es umgekehrt!Im Sommer bei großer Hitze

oder starken Steigungen Fuß vom Gas!

Alles in Allem ist der Ghibli ein reinrassiger Sportwagen,nix für

Fahranfänger.Wer vor der 200.000km - Grenze die Kupplung

wechseln muß,sitzt im falschen Auto! Der Ghibli gehört noch zu

der ausgestorbenen Autorasse,die sich reparieren läßt!Wo sich

bei neueren Boliden zwei Nieten verirrt haben,hat der Maserati

vier Schrauben.Schade,daß mit dem Ghibli eine zwar wenig

erfolgreiche aber immerhin bemerkenswerte Ära bei Maserati

zuende gegangen ist.Ich werde meinen jedenfalls nie verkaufen!

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Mit dem Benz wirst Du auf Dauer glücklicher sein.

Der Benz: ein Kaltblütler

Der Maserati: eine Primaballerina

Du hast die Wahl :D

Moin,

Der 2 Liter V6 Biturbo hat aus einem Grund MEHR Power als der 2.8er. Der Motor hat keinen Kat, da das zum Zeitpunkt als er gebaut wurde, in Italien noch zulässig war. Deshalb wurde dieser Motor auch vergleichsweise SELTEN exportiert. Als Exportversion war der 2.8er gedacht, welche von Start weg einen G-Kat und verringerte Verdichtung hatte. Dadurch das der 2.8er deutlich mehr Drehmoment hat, als der 2.0 Liter, ist der 2.8er auch nicht wirklich langsamer als der 2 Liter ;) Der 2 Liter wirkt durch seine Charakteristik nur wesentlich sportlicher.

Und die V6 Biturbomotoren die nach 1989 gebaut wurden, gelten allgemein, richtige Fahrweise vorrausgesetzt und ordentlich gewartet alle als Standfest. Den schlechten Ruf haben vorallem die 2.5 Liter Motoren mit Vergaser produziert, bei denen die Turbinen, weil nicht gekühlt z.T. reihenweise verglüht sind. Dennoch solltest Du von einem durchaus hochgezüchteten Sportmotor nicht die gleiche Art und Weise an Fahrbetrieb erwarten, wie von einem deutlich solider konstruierten zivilen Motor. Wie gesagt, die Motoren brauchen MEHR Aufmerksamkeit vom Fahrer und der Werkstatt als viele Benz Saugmotoren.

MFG Kester

jaja, der kleine 6-ender im Ghibli:)

Wenn ich mich recht entsinne, dann ist der kleine Motor damals von Maserati angeboten worden, um der hohen Besteuerung nach Hubraum entgegen zu wirken.

Das der Motor nur aus einem Grund, nämlich wegen des fehlenden KAT´s mehr Leistung hat, ist nicht richtig. Der 2.0er ist ein ganz anderes Motorkonzept mit großem Turbolader.

Waren die 2,5er Vergaser denn auch aufgeladen (Maserati BiTurbo)? Habe noch nicht viele Vergaserturbos gesehen.

Dass ein großer Motor mit weniger Leistung generell auch haltbarer ist, ist nicht belegbar. Dann würden die Honda VTEC Motoren ja reihenweise hochgehen. Die sind aber eigentlich unkaputtbar (arbeitskollege hat nen getunten 1,6er VTEC mit ürsprünglich 150 PS, der jetzt bald 300.000 km drauf hat. Volle Leistung, kein Ölverbrauch).

Und ja, der Ghibli is geil:)

Moin,

Die Maserati Biturbo waren sowohl als 2 Liter, wie auch als 2.5 Liter zu Beginn Ihrer Karriere mit wartungsintensiven Webervergasern ausgestattet. Erst die Modelle mit der Bezeichnung Si (Ich meine ab Ende 1986) waren mit Einspritzanlagen gesegnet. Ab da war dann auch der Durst gezügelt. Irgendwo um diesen Dreh gab es dann auch Wassergekühlte Turbos und dieses feinmaschige Feinfilter im Block war "weg", welcher doch für einige Motorschäden verantwortlich war. Und klar muss der 2 Liter neben dem nicht vorhandenen Kat noch andere Änderungen haben. Sonst hätte er vielleicht 200-250 PS ;) Ich habe mal ein Interview in einem älteren Buch gelesen, da meinte ein Motorenbauer enttäuscht, das der 2.8 Liter ohne Kats locker 350-380 PS hätte ;) War halt noch die erste Generation Katmotoren, wo der Kat noch wirklich stark behindert hat.

Die kleiner als 2 Liter Klasse wurde in Italien nicht mit Luxussteuer belegt ;) Und durfte billiger über die Mautstrassen düsen. Ist ähnlich wie es früher bei den 1.3 Litern war. Deshalb gibt/gab es in Italien so "schnelle" 1300er und 2000er Motoren ;)

Deshalb gab es den SLK in der ersten Serie auch noch zusätzlich als in Deutschland nicht angebotenen 2 Liter Kompressor mit knapp über 190 PS, und den Alfa 2.0 V6 Turbo mit 204 PS neben dem 3 Liter Sauger mit gleicher Leistung.

MFG Kester

ah, daher der 2,0er V6 Alfa Turbo. Wieder was dazu gelernt:) Bei uns in Lengerich fährt so ein Ding rum, der scheint relativ selten zu sein, oder?

Vergaser Turbos? Wieso eigentlich? BMW hatte doch schon 1977 mit dem 2002 Turbo einen aufgeladenen Einspritzer am Start! Saßen die Vergaser auf der Saug- oder auf der Druckseite (interesante Sache....;) ).

Also abseits der Diskussion über die Haltbarkeit der beiden Motoren des Ghibli muss ich sagen, dass ich vom Sound des 2-Liter mehr als enttäuscht war.

Ich hatte die Gelegenheit bei unserem Maserati-Händler einen zu hören... Mein alter VR6 klang böser und nach Mehr. Gruß, ilrosso

da kann man ja was dran ändern;) Auch wenn´s ein heiliger Ghibli ist: ein Sportauspuff mit Metallkat wird´s richten:)

Was für Luftfilter werden eigentlich ab Werk eingesetzt? Papierfilter?

MUSS man ja was dran ändern...

Themenstarteram 6. Dezember 2005 um 9:43

also leute danke schonmal!

hab jetzt echt viel von euch lernen können.

muss da aber nochmal nachhaken:

wenn ich mir jetzt also nen 2.8 er hole und

die kats rausschraube, dann hab ich auf

einen schlag ne leistungssteigerung von

fast 100 ps?

und ansonsten ist der 2.8er also die

modernere maschine und ich sollte mich

demnach ohnehin für den 2.8er entscheiden.

hab ich das so richtig verstanden?

Moin,

Nein ... hast du nicht. Da ja die Motorsteuerung nach wie vor das Gemisch so regelt, als ob der Wagen mit Kat laufen würde (Lambdasteuerung, Gemischregelung etc.pp.). Wenn du die Kats einfach rausnehmen würdest, hättest Du vielleicht 20 PS mehr. Die gesamte Steuerung des Motors müßte geändert werden, wenn die Kats nicht da sind kann man auch andere Nockenwellenprofile verwenden etc.pp., so dass man den Motor permanent im leicht fetten Bereich laufen läßt.

Beide Motoren sowohl der 2 Liter, als auch der 2.8er sind beides Motoren auf einem technisch gleichen bzw. ähnlichem Level. Der 2 Liter hat halt keine Kats und hat einige technische Änderungen, ist etwas heißer (Mit Kats gibt es den Motor im 224Si mit 245 PS, allerdings eine Generation vorher). Der 2.8er dürfte nur entspannter zu fahren sein, weil er nunmal mehr Drehmoment hat. Und viel Drehmoment ermöglicht nunmal sparsames und entspanntes fahren ;)

Zitat:

Original geschrieben von acit

also leute danke schonmal!

hab jetzt echt viel von euch lernen können.

muss da aber nochmal nachhaken:

wenn ich mir jetzt also nen 2.8 er hole und

die kats rausschraube, dann hab ich auf

einen schlag ne leistungssteigerung von

fast 100 ps?

und ansonsten ist der 2.8er also die

modernere maschine und ich sollte mich

demnach ohnehin für den 2.8er entscheiden.

hab ich das so richtig verstanden?

Nee ... wirklich selten sind die 2.0 V6tb nicht. Das ist nur eine Beobachtung für Deutschland. Hier hat man eher zum 3.0 V6 gegriffen, weil es diesen auch mit Automatik gab. Der 2.0V6tb ist im Alfa 164, im GTV (nur Coupe!) und im 166er (nicht in Deutschland) im Angebot gewesen.

Der Grund für den Vergaserturbo bei Maserati war ein politischer Grund (zumindest laut einem Interview von Allessandro de Tomaso, dem Maserati zu dem Zeitpunkt gehörte). Technisch wäre eine Einspritzanlage sicher schon 1981/82 besser gewesen. Allerdings hatte De Tomaso Maserati mit einem Staatskredit gekauft und war dadurch verpflichtet bevorzugt italienische Produkte in seinen Autos zu verwenden. Und zu diesem Zeitpunkt gab es für Turbomotoren nur eine Einspritzanlage bei Bosch, Weber und Magnetti Marelli konnten so etwas zum Zeitpunkt der Konstruktion noch nicht liefern. Deshalb Vergaser, anstelle einer Einspritzanlage. Wo sich der Turbo befand, entzieht sich meines Wissens. Was ich weiß, ist das beim Renault R5 Turbo (auch Alpine Turbo) ebenfalls ein Vergaser verwendet wurde, und der Turbo bei diesem Modellen zündfähiges Gemisch komprimierte (Der Grund warum vergleichsweise viele von denen abgefackelt sind).

MFG Kester

Zitat:

Original geschrieben von i need nos

ah, daher der 2,0er V6 Alfa Turbo. Wieder was dazu gelernt:) Bei uns in Lengerich fährt so ein Ding rum, der scheint relativ selten zu sein, oder?

Vergaser Turbos? Wieso eigentlich? BMW hatte doch schon 1977 mit dem 2002 Turbo einen aufgeladenen Einspritzer am Start! Saßen die Vergaser auf der Saug- oder auf der Druckseite (interesante Sache....;) ).

Hallo allerseits.

Ich habe mich extra angemeldet, um hier antworten zu können.

Also, ich bin stolzer Besitzer eines 2.8er Ghiblis, Baujahr 94 und habe auf dem Wagen bisher 40.000 Km abgespult.

(Km 80000-120000)

Witzigerweise hatte ich vorher einen W108 (also einen Benz)

Kommen wir nochmal auf die Kernfrage zurück. Was ist beim Ghibli anders?

Zuerst muß man eine Versicherung finden, die das Gerät überhaupt zu einem vernünftigen Preis versichert.

(Die Angebote, gerade bei renommierten Versicherern gingen von 800 EUR Teilkasko mit 1000 EUR Selbstbeteiligung bis 6000 EUR.)

Eine Vollkasko ist schlicht nicht bezahlbar, da in der Vergangenheit wohl zu viele Masi-Besitzer ihre teuren Ersatzteile über die Versicherung bezahlen liessen.

Ein paar Preise ?

Ein Scheinwerfer (gibt es nur komplett) 500 EUR

Eine Bremsscheibe, vorne (wenn man Pech hat, was auf die EINZELNE Seriennummer ankommt) bis zu 500 EUR. (Ich oder besser der Mechaniker meines Vertrauens hat sie nach zwei Monaten in Spanien gefunden und geordert)

Wischerblätter, wenn man keine Ahnung hat 50 EUR.

Krümmer leidliche 250 EUR pro Stück. Allerdings muß zum Einbau der ganze Motor raus. (Vorsicht also bei Krümmern mit Schweißnähten. Aufgrund der hohen Temperaturen sind das Verkaufsreparaturen...)

Tacho ist auch öfters kaputt. (Kalte Lötstellen, dann wieder 400 EUR)

Beim Benz ist das alles problemlos.

Zuverlässigkeit:

Nun, ich bin während der 40.000 Km insgesamt 3-4 x liegen geblieben. - Das ist, nach Aussage meines Maseratihändlers stark vom Fahrzeug abhängig. Es gab scheinbar eklige Montagsautos ... und ich hatte einen verwischt.

Generell gilt, je später der Ghibli2, desto besser.

Am besten ab der zweiten Jahreshälfte 1997, da Fiat Maserati übernommen hatte und der Ghibli (und der Quattroporte) modellgepfelt wurden.

Es gibt tatsächlich Autos, die fahren wie ein Audi.

Historie also bitte genau studieren.

Hat der Vorbesitzer viel repariert, ist das gerade KEIN gutes Zeichen.

Beim Benz fährst du sogar mit defekter Hinterachse noch mit fünf Leuten nach Südfrankreich und zurück.

Verarbeitung:

Die Fahrertür hängt mittlerweile dermaßen, daß sie nicht mehr so gut ins Schloß fällt, wie die Beifahrertür.

Der Windschutzrahmen WAR verrostet.

Der Steinschlag kostete damit nicht nur die Scheibe für mehrere hundert Euro, sondern auch noch eine Lackierung des Daches .

Die Karosserie ist übrigens nicht hohlraumversiegelt.

Ich stehe also auch Korrosionssanierungen gegenüber.

Wer bei einer Heckflosse nach 300.000 km mal die Türen bedient hat, wird u.U. keinen Unterschied zum Neuwagen feststellen. (Sofern die Türen nie ausgebaut waren)

Fahrverhalten, Fahrleistungen:

Gibt es eigentlich nix zu meckern.

Man ist durchaus souverän unterwegs. Bei 280PS ist das aber auch nicht verwunderlich.

Wer aber die PS will und keinen Maserati, sollte auf "Maserati" besser verzichten:

Bei jeder Vollgasfahrt hatte ich bisher berechtigte Angst, ob nicht gleich wieder was Teures kaputt geht.

Beispielsweise bin ich mal mit Vollgas eine Serpentinenstrecke raufgeheizt (3 km !!!)

Am Folgetag stotterte der Karch nur noch.

Diagnose: Verstopfte Einspritzdüsen.

Die Vollgasfahrt hat Dreck aus dem Tank in die Einspritzanlage gespült. (Das Benzinfilter war scheinbar schon zu oder sowas...)

Überhaupt zeigt die Tankuhr bereits bei halbleerem Tank die Warnlampe.

Beim Benz gibt es je nach Auslegung PS oder Prestige und man bezahlt, was man sich gönnt.

Verbrauch und Unterhalt:

Naja. Bei moderater Fahrt (140km/h auf der Autobahn), wenig Stadt kann man mit 12 Litern Super auskommen.

Wenn man heizt, sind es zwanzig.

Technik:

Also, der Mechaniker meines Vertrauens meint, relativ zu einem 6.3er (W109 Benz) ist der Ghibli2 "primitiv".

Man kann also schon die Hoffnung haben, als Schrauber was selbst machen zu können.

Zum Motor:

Der Motor ist eigentlich ausgereift. Eine Literleistung von 10 PS / Liter ist bei Motorradmotoren eigentlich üblich.

Ärgerlich ist der Zahnriemen. Eine Kette wäre besser.

Kapitale Motorschäden resultieren eigentlich immer aus gerissenen Zahnriemen. Diese MÜSSEN alle 40.000 km vom Fachmann gewechselt werden. (Würde ich schon aus Garantiegründen unbedingt empfehlen.)

Übrigens: Bei Modena in Neustadt gab es den 2.8 Liter, nur durch Chiptuning mit 360 PS (!)

Ich vermute also, daß der 2.0 L nur eine andere Motorsteuerung hat. habe sonst keine wirkliche Meinung dazu. -Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, auch nicht durch Turbolader -

Warum fährt man nun so ein Auto:

Leidenschaft. Man fragt ja auch bei einer Frau nicht (vorrangig) nach dem Nutzen-Kosten-Faktor.

Jedenfalls habe ich den Benz verkauft und den Masi behalten.

Steht man auf Exoten, ist ein Masi doch noch doppelt so vernünftig, wie ein Lamborghini (Espada oder vergleichbar; da kenne ich die Probleme aber nur gerüchtemäßig)

Wenn jemand noch ein paar originale Vorderradfelgen hat, kann er sich gerne bei mir melden ;-)

Ja cool, danke für den ausführlichen Erfahrungsbericht:)

Ich find den Maserati Ghibli auch einfach nur geil! Aber dieses bedenkliche Gefühl bei Vollgasfahrten kenne ich nur zu gut. Bis meine TT Kiste richtig lief, ist ein halbes Jahr vergangen, in dem ich ja auch mit dem Wagen jeden Tag, egal ob er gut läuft oder nicht, zur Arbeit fahren musste. Da fährt die Angst immer mit:( Aber jetzt ist ja alles in Ordnung:)

Moin,

Zum Thema Versicherung ...

Eine "herkömmliche" Versicherung kann mit dem Auto nichts anfangen, weil der Wagen nicht gelistet ist, also nicht eintypisiert. Also liegt das Ermessens-Risiko beim Sachbearbeiter. Stuft dieser das Auto z.B. ein, wie einen Porsche 911 Turbo und haut noch einen Exotenaufschlag drauf ... dann wird es extrem teuer. Nimmt der Sachbearbeiter z.B. ein vergleichbar starkes Luxuscoupe (z.B. MB 560 SEC) zum Massstab kann die Sache deutlich günstiger werden.

Es empfielt sich bei solchen Autos GENERELL (!) zu einem Spezialversicherer zu gehen. Also z.B. Versicherungen die auch im OLDTIMER Segment zu Hause sind. Diese Versicherungen haben einen entsprechenden Bestand an Fahrzeugen und können dann das Risiko dieses Fahrzeuges besser erfassen. So kommt es z.B. das dieser Versicherer einen Ferrari 360 Modena unter gewissen Bedingungen BILLIGER versichern können, als z.B. ein Direktversicherer einen Golf IV mit 75 PS. Nur sind die herkömmlichen Verdächtigen in dieser Hinsicht nicht empfehlenswert.

So hat mein Vater z.B. für einen Lotus Esprit Turbo Angebote von rund 1500 Euro pro Jahr (inkl. Vollkasko!) bis hin zu rund 10.000 Euro p.A. bei absolut gleichen Rahmenbedingungen bekommen (jeweils 5000 km p.A., Einzelfahrer, reine Sommerzulassung 05/10).

MFG Kester

am 2. Februar 2006 um 1:20

Maserati Ghibli - Märchen

 

Hallo,

mußte mich jetzt dringend anmelden,nachdem ich per Zufall auf

die Diskussion der Ghibli - Motorisierung gestoßen bin.Fahre seit

25 Jahren Maserati,seit 6 Jahren auch einen Ghibli 2.0.Da ich in

Italien lebe,habe ich hier regen Austausch mit Maseratifans und

den Fachleuten in Modena.Ich kann Vieles,was hier über den Ghibli

geschrieben wird,nicht unterstreichen.Der standfestere und stärkere

Motor ist der 2 Liter.Der Motor hat serienmäßig 370 PS und wurde

kurz vor der Auslieferung auf 306 PS gedrosselt (Verringerung des

Benzindrucks und Drosselung des Turbodurchsatzes).Bei meinem

Fahrzeug habe ich die Drosselung von Anfang an entfernen lassen

(Arbeitsaufwand ca.1 Stunde).Bin bisher mit meinen 370 PS 150000 km gefahren.Reparaturen: 2 neue Endtöpfe! Der Zahnriemen wurde 2 mal erneuert,Bremsbeläge,Öl,Reifen--Ende!

Der 2,8 Liter wurde ausschließlich für USA entwickelt,wegen der

strengen Abgasnormen,daher auch weniger PS.Der größere Motor

ist bei Weitem nicht so ausgeklügelt und standfest.Warum er in

Deutschland angeboten wurde,bleibt ein Geheimnis von Maserati.

Daß es in Italien eine Hubraumbeschränkung gab,ist ein schönes

Märchen,aber leider nicht wahr.Vielmehr ist richtig,daß Motoren über

2 Liter Hubraum mit einer Luxussteuer belegt wurden,die im Falle des Ghibli 2,8 ca. 400DM jährlich ausgemacht hätte,ist aber irrelevant,da diese Luxussteuer bei Produktionsbeginn des

Ghibli bereits abgeschafft war.Dennoch wurde der größere Motor

in Italien nicht angeboten,die Italiener wußten wohl,warum!

Auch meine Biturbos haben mir nie Probleme bereitet,da ich um

die Werkstätten immer einen großen Bogen gemacht habe.

Der Ghibli 2.0 ist ein tolles,sehr strappazierfähiges Auto mit

besonderen technischen Highlights und sorgt für einen ordent-

lichen Adrenalinausstoß - leider auch sehr gefährlich,da die

Hinterräder selbst auf trockener Straße die unvermittelt einsetzende Power nicht immer auf die Straße bringen und der

Wagen somit gerne ausbricht.Mangelden Auspuffsound kann

ich nicht nachvollziehen,das dezente Pfeiffen der Turbinen bei

Vollast ist durch nichts zu überbieten!Sicherlich ist für einen

EX-Golffahrer der Unterhalt teuer,im Vergleich mit anderen

Fahrzeugen dieser PS-Klasse ist der Maserati ein Sonderangebot!Zum Schluß noch einen kleinen Tipp für alle,die

lange Freude an ihrem Ghibli haben möchten: Der kleine Motor

hat keine Probleme bei Hitze,ist jedoch sehr empfindlich beim

Kaltstart! Konsequent warmlaufen lassen,dann fahren!Beim

großen 2.8er ist es umgekehrt!Im Sommer bei großer Hitze

oder starken Steigungen Fuß vom Gas!

Alles in Allem ist der Ghibli ein reinrassiger Sportwagen,nix für

Fahranfänger.Wer vor der 200.000km - Grenze die Kupplung

wechseln muß,sitzt im falschen Auto! Der Ghibli gehört noch zu

der ausgestorbenen Autorasse,die sich reparieren läßt!Wo sich

bei neueren Boliden zwei Nieten verirrt haben,hat der Maserati

vier Schrauben.Schade,daß mit dem Ghibli eine zwar wenig

erfolgreiche aber immerhin bemerkenswerte Ära bei Maserati

zuende gegangen ist.Ich werde meinen jedenfalls nie verkaufen!

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