Mängelkarte wegen zu lautem Auspuff, trotz originaler AGA
Hallo zusammen,
seit knapp 2 Wochen darf ich mich stolzer Besitzer eines Audi RS3 Sportbacks vor Facelift nennen.
Leider ist aller Anfang oft schwer, so war es auch bei mir.
Mir wurde vom Verkäufer zugesichert, dass sich das Fahrzeug im originalen Zustand befindet. Letzte Woche am Donnerstag hatte ich dann direkt das Vergnügen mit der Rennleitung. Voller Überzeugung, dass ich gleich weiterfahren darf unterhielt ich mich mit dem Polizisten.
Er wollte nur schnell eine DB Messung machen. FAZIT: ZU LAUT.
Also musste ich hinterher fahren um beim Tüv ein weiteren Test zu machen.
Dort wurde folgende Mängel aufgewiesen:
6.1.9a Motor Motorsteuerung unzulässig verändert
8.1. Standgeräusch Vergleichswert überschritten
D8.1. Schalldämpferanlage hinten Geräuschentwicklung auffällig
DF6.1.8 Motor Schubabschaltung auscodiert.
DF8.1. Standgeräusch Messung Spitze 111 dB (A)
DF8.2.1. Katalysator (otto) Nachkat klingt hohl.
Das Standgeräusch lag eigentlich bei 99 dB bei im Fahrzeugschein erlaubten 90 dB.
Also gleich am nächsten Tag zu Audi gefahren, wo jegliche Arbeit an diesem Fahrzeug in der Vergangenheit durchgeführt wurde. Auch hier wurde mir mündlich bestätigt, dass es sich um ein unverbasteltes Fahrzeug im Originalzustand handelt.
Letztendlich fordert mich der Tüv auf, dass Fahrzeug wieder original zu machen und nochmals beim TÜV vorzuführen.
Ich komme hier leider nicht mehr weiter.
Aktuell sitze ich auch Kosten der Polizei von 90€ zuzüglich Verwaltungskosten, 110 € TÜV Gebühren, sowie der heutigen Bescheinigung von Audi, dass es sich bei der AGA um die originale AGA handelt, welche nochmals 60 € gekostet hat
Dies wird beim TÜV aber nicht anerkannt.
Habt ihr Tipps für mich oder vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gehabt?
Letztendlich will ich natürlich nicht auf den Kosten sitzen bleiben und ein Fahrzeug welches legal ist und keine Probleme bei einer Kontrolle verursacht. Auf den super Sound, welcher ja original so ist möchte ich aber eigentlich auch nicht verzichten.
Vielen Dank für eure Unterstützung
Gruß
Timo Hermann
Beste Antwort im Thema
Also, ich melde mich nun doch nochmals mit dem Ergebnis meines Problems.
Zum Einen möchte ich es gerne den Personen mitteilen, die mir dabei helfen wollten und die es auch interessiert, zum Anderen möchte ich zu den ganzen teilweise unverschämten Unterstellungen nun Stellung nehmen.
Letztendlich ist es so, dass die Polizei sowie der Tüv bei der ersten Kontrolle falsch gemessen.
Bei der Kontrolle wurde im Dynamik Modus mit offenen Klappen gemessen, da ist er zum einen lauter und zum anderen knallt er von Werk aus. Dies hat mir Audi auch bestätigt, genauso wie dass die Auspuffanlage sich im originalen Zustand befindet.
Daher bin ich heute nochmals zum Tüv zur Nachkontrolle (ohne ein einziges Detail am Fahrzeug geändert zu haben) und siehe da, 89,8 dB wurden gemessen, bei erlaubten 90 dB.
Bei meinem heutigen Termin wurde auch das Steuergerät überprüft und wurde bestätigt, dass auch hier nichts programmiert wurde.
Bei meinem ersten Besuch beim TÜV waren wie bereits erwähnt alle Mängel reine Vermuten.
Das Ende vom Lied ist, ich habe meine Mängelkarte gestempelt bekommen, bin überglücklich und konnte allen vorlauten Mitgliedern hier im Forum zeigen, dass man nicht zu voreilig urteilen sollte.
Und tschüss
261 Antworten
@Tymo215
Hattest du Erfolg mit dem Einklagen deiner Auslagen?
Zitat:
@Goify schrieb am 3. Mai 2019 um 17:40:24 Uhr:
@Tymo215
Hattest du Erfolg mit dem Einklagen deiner Auslagen?
Nach 2 Wochen Erfolg mit 'ner Klage?? Frag in 2 Jahren noch mal nach. 😁
Gruß Metalhead
Hätte ja sein können, dass es schnelles Einsehen gab und er das Geld schon bekommen hat.
Wegen 300 € geht ja keiner zum Anwalt und lässt eine Klageschrift aufsetzen.
Zitat:
@.SD schrieb am 17. April 2019 um 07:15:36 Uhr:
Und da frage ich mich dann, wenn z. B. wie hier ein RS3 ab Werk die Grenzwerte massiv verletzt, warum nicht längst auf breiter Front (wie bei den Schummeldieseln) von den entsprechenden Behörden dagegegen vorgegangen wird. Stattdessen misst die Polizei fallweise bei Verkehrskontrollen! Wozu, wenn doch ohnehin vorher bereits klar ist, dass dieses Modell schon ab Auslieferung vom Hersteller (zumindest in einigen Fahrmodi) zu laut ist? Weil der Besitzer sein Fahrzeug ja nachträglich leiser gemacht haben könnte und deshalb - ausnahmsweise - weiterfahren darf? Jetzt mal ernsthaft!?
Weil noch niemand mit entsprechenden Befugnissen dagegen geklagt hat (Bürger haben diese Befugnis ja leider nicht, aber Verbände haben sie). Bisher haben sich die Verbände auf vermeintliche Luftschadstoffe konzentriert und ihre Energie darauf verwendet, dem Diesel den Kampf anzusagen. Ob sinnvoll oder nicht, der PKW-Diesel ist typischerweise nicht Hauptverursacher des Lärmproblems in den Städten. Vielleicht schwenken die Verbände ja um und fokussieren sich mal für einige Monate auf Lärm? Es wäre ein sehr leichtes Spiel - den Herstellern würde ein bewusstes Umgehen der Emissionsgrenzen nachgewiesen und den Behörden, dass die dieses Spiel tatenlos passieren lassen. Alle Fahrzeuge (vor allem Motorräder) werden dann neu eingestuft und zu laute Fahrzeuge kriegen Fahrverbot in den Städten oder verlieren sogar komplett ihre Betriebserlaubsnis. Totalabschreibung von einem Tag auf den anderen.
Nicht vorstellbar, weil zu krass? Das dachten Dieselfahrer auch mal.
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Hallo!
Zitat:
@Beethoven schrieb am 3. Mai 2019 um 23:16:14 Uhr:
Weil noch niemand mit entsprechenden Befugnissen dagegen geklagt hat [...]. Bisher haben sich die Verbände auf vermeintliche Luftschadstoffe konzentriert [...] Es wäre ein sehr leichtes Spiel - den Herstellern würde ein bewusstes Umgehen der Emissionsgrenzen nachgewiesen und den Behörden, dass die dieses Spiel tatenlos passieren lassen. Alle Fahrzeuge (vor allem Motorräder) werden dann neu eingestuft und zu laute Fahrzeuge kriegen Fahrverbot in den Städten oder verlieren sogar komplett ihre Betriebserlaubsnis. [...]Nicht vorstellbar, weil zu krass? Das dachten Dieselfahrer auch mal.
Der Unterschied in der Nachweisbarkeit von Abgasmanipulationen und reinen Lärmemissionen ist enorm. Während für Ersteres ein ganzer Messgerätepark und eine Reihe von Experten bei hohem Zeitaufwand notwendig sind, genügt für Letzteres ein entsprechend geschulter Polizist samt einem einzigen geeichtem Messgerät.
Seit wann sind die Abgasmanipulationen öffentlich und seit wann führt die Polizei Verkehrskontrollen mit Lärmpegelmessungen durch? Spätestens beim ersten Fall, dass
- bei einer solchen Kontrolle eine Grenzwertüberschreitung gemessen,
- das Fahrzeug dann vorläufig sichergestellt und zu einer behördlich anerkannten Prüforganisation zur genaueren Begutachtung verbracht wurde,
- man dort jedoch keinerlei Manipulationen jenseits des herstellerseitigen Originalzustandes feststellen konnte,
wäre es die Dienstpflicht der Poliziei (womöglich sonst Strafvereitelung im Amt), diesen Fall der nächsten Staatsanwaltschaft für weitere Ermittlungen zu übergeben. In all den Jahren bei zigtausenden solcher Verkehrskontrollen sollen alle Polizisten bisher immer geschwiegen haben? Sich damit begnügend, den Halter des Fahrzeugs zu bestrafen statt des in dem Fall wirklich Schuldigen?
Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wenn überhaupt, dann verliefen offenbar bisher etwaige Ermittlungen der Staatsanwaltschaft allesamt ergebnislos (und an der Öffentlichkeit vorbei, mir ist jedenfalls kein solcher Fall bekannt). Deshalb sind anderslautende Annahmen für mich erstmal nichts weiter als fragwürdige Behauptungen und ich gehe bis zum Beweis des Gegenteils davon aus, dass diese Fahrzeuge - leider - legal auf der Straße unterwegs sind.
Wie anhand des "leider" hoffentlich erkennbar, wäre ich der Letzte, der es nicht begrüßen würde, wenn diese lärmenden Kisten einschließlich der z. T. ab Werk extrem lauten Supersportwagen endgültig verschwinden würden.
Gruß
.SD
Zitat:
@.SD schrieb am 4. Mai 2019 um 08:38:01 Uhr:
Der Unterschied in der Nachweisbarkeit von Abgasmanipulationen und reinen Lärmemissionen ist enorm. Während für Ersteres ein ganzer Messgerätepark und eine Reihe von Experten bei hohem Zeitaufwand notwendig sind, genügt für Letzteres ein entsprechend geschulter Polizist samt einem einzigen geeichtem Messgerät.
Stimmt, obwohl das Thema Lärm für den Bürger viel offensichtlicher ist. Ich glaube, dass die Akzeptanz in der Gesellschaft dafür sinkt, dass Fahrzeuge ganz offensichtlich falsch, aber gemäß irgend einem Messverfahren richtig funktionieren. Die Leute lassen sich das irgendwann nicht mehr bieten. Und wenn der Gesetzgeber auf Bundesebene das nicht hinbekommt, dann verbieten einfach irgendwann die Städte die Einfahrt, um die Bürger zu schützen.
Zitat:
Spätestens beim ersten Fall, dass
- bei einer solchen Kontrolle eine Grenzwertüberschreitung gemessen,
- das Fahrzeug dann vorläufig sichergestellt und zu einer behördlich anerkannten Prüforganisation zur genaueren Begutachtung verbracht wurde,
- man dort jedoch keinerlei Manipulationen jenseits des herstellerseitigen Originalzustandes feststellen konnte,
wäre es die Dienstpflicht der Poliziei (womöglich sonst Strafvereitelung im Amt), diesen Fall der nächsten Staatsanwaltschaft für weitere Ermittlungen zu übergeben. In all den Jahren bei zigtausenden solcher Verkehrskontrollen sollen alle Polizisten bisher immer geschwiegen haben?
Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, keine Sorge. 🙂 Die Polizei kann da nichts tun, da die Fahrzeuge zugelassen wurden und sich das Prozedere der Zulassung nicht mal eben so nachstellen lässt. Ich glaube, der Staat wird in den nächsten Jahren tätig werden (müssen) und wesentlich schärfere Zulassungsbedingungen formulieren. Wenn diese dann nicht auch rückwirkend bereits in Betrieb befindliche Fahrzeuge in den Blick nehmen, werden es halt die Städte und Gemeinden tun. Ein 2018 zugelassenes Abgasklappen-Auto hält locker 15 Jahre und die Menschen in den Städten haben keine Lust, sich bis 2033 von dem unnötigen Klappenlärm belästigen zu lassen. Vielleicht kommen dann einfach die Einfahrverbote, eine Stadt nach der anderen.
Zitat:
Wie anhand des "leider" hoffentlich erkennbar, wäre ich der Letzte, der es nicht begrüßen würde, wenn diese lärmenden Kisten einschließlich der z. T. ab Werk extrem lauten Supersportwagen endgültig verschwinden würden.
Das sehe ich auch so. Wir reden ja über einen Lärmpegel, der jedem gesunden Menschen zu verstehen gibt, dass das nicht legal sein kann. Die Halter solcher Fahrzeuge wissen ganz genau, dass sie außerhalb der akzeptablen Grenzen unterwegs sind.
ich denke das Problem wird mit Einführung und Verbreitung der "E-Autos" verschlimmern!
Zumal die "Schwanzverlängerung" Geräuschkulisse obsolet wird...
Nicht der Lauteste ist der Schnellste sondern der SSSSSsssssSSSSSssssss
PS die Polizei kann und macht etwas! - zur Zeit sogar sehr radikal!
Sie messt das Fahrzeug - ist es zu laut wird es aus dem Verkehr gezogen!
Dem Besitzer ist schon mal das Spielzeug für ein paar Tage entzogen...
und selbst wenn nichts "nachkommt" reichte es dennoch als lerneffekt
Zitat:
@Roadrunner2018 schrieb am 8. Mai 2019 um 14:40:13 Uhr:
PS die Polizei kann und macht etwas! - zur Zeit sogar sehr radikal!
Sie messt das Fahrzeug - ist es zu laut wird es aus dem Verkehr gezogen!
Dem Besitzer ist schon mal das Spielzeug für ein paar Tage entzogen...
und selbst wenn nichts "nachkommt" reichte es dennoch als lerneffekt
Ich finde die Methode sogar relativ gut, weil sie durchgeführt wird, bevor es zur Gewohnheit wird. Die Aussagen "Ich mag es gerne laut" kennt man doch von lauter Musik. Der Spruch "Mein Nachbar hört gute Musik, ob er will, oder nicht", sollte jedem bekannt sein...
Das Denken "Ich bin laut, weil ich es darf, auch wenn es andere stört" ist schon traurig. Was ich aber noch trauriger finde ist, dass die Leute heute gerne zur Selbstjustiz greifen. Da wird der lauten Kiste von einem Nachbarn mehrmals hintereinander der Außenspiegel abgerissen, oder ähnliches...
. . .das war vor 25 Jahren aber auch schon so. Einschließlich Mistgabel vors Motorrad werfen.
Gruß M
Zitat:
@MvM schrieb am 9. Mai 2019 um 04:56:03 Uhr:
Ich finde die Methode sogar relativ gut, weil sie durchgeführt wird, bevor es zur Gewohnheit wird. Die Aussagen "Ich mag es gerne laut" kennt man doch von lauter Musik. Der Spruch "Mein Nachbar hört gute Musik, ob er will, oder nicht", sollte jedem bekannt sein...Das Denken "Ich bin laut, weil ich es darf, auch wenn es andere stört" ist schon traurig. Was ich aber noch trauriger finde ist, dass die Leute heute gerne zur Selbstjustiz greifen. Da wird der lauten Kiste von einem Nachbarn mehrmals hintereinander der Außenspiegel abgerissen, oder ähnliches...
Selbstjustiz ist nie gut, aber gelegentlich auch eine Reaktion auf Staatsversagen.
Kann keine Selbstjustiz erkennen....
Polizei hat einen Verdacht- der "Delinquent" hat ja dafür gesorgt!
Durch Messen wird der Verdacht bestätigt
Polizist lässt ein Gutachten erstellen - wo ist da die Selbstjustiz?
Zitat:
@Roadrunner2018 schrieb am 9. Mai 2019 um 10:42:08 Uhr:
Kann keine Selbstjustiz erkennen....
Polizei hat einen Verdacht- der "Delinquent" hat ja dafür gesorgt!
Durch Messen wird der Verdacht bestätigt
Polizist lässt ein Gutachten erstellen - wo ist da die Selbstjustiz?
Es ging um die Sachbeschädigung als "Selbstjustiz":
Zitat:
Was ich aber noch trauriger finde ist, dass die Leute heute gerne zur Selbstjustiz greifen. Da wird der lauten Kiste von einem Nachbarn mehrmals hintereinander der Außenspiegel abgerissen, oder ähnliches...
Die Polizei kann keine "Selbstjusitz" üben.
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@Ostelch schrieb am 9. Mai 2019 um 11:24:34 Uhr:
Es ging um die Sachbeschädigung als "Selbstjustiz":
Zitat:
@Ostelch schrieb am 9. Mai 2019 um 11:24:34 Uhr:
Zitat:
Was ich aber noch trauriger finde ist, dass die Leute heute gerne zur Selbstjustiz greifen. Da wird der lauten Kiste von einem Nachbarn mehrmals hintereinander der Außenspiegel abgerissen, oder ähnliches...
Die Polizei kann keine "Selbstjusitz" üben.Grüße vom Ostelch
Sorry überlesen!
Andererseits... - was unterscheidet die Selbstjustiz "Speiegleabreisen" von der Selbstjustiz ständiger und nachhaltiger Ruhestörung!??
Ich habe mich schon öfter gefragt wie sich das trauen....
In meiner Gegend 15km Wurde jetzt ein AMG "für seinen Besitzer" verschönert und die Radmuttern gelockert!- 15kEuro Schaden
Zitat:
@Roadrunner2018 schrieb am 9. Mai 2019 um 12:19:14 Uhr:
In meiner Gegend 15km Wurde jetzt ein AMG "für seinen Besitzer" verschönert und die Radmuttern gelockert!- 15kEuro Schaden
Dann war er wohl zu laut, sonst hätte er das Klappern gehört. 🙂