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M121 .940 Oldtimer Motor fest Bj 1967

Mercedes
Themenstarteram 7. März 2016 um 18:21

Hallo,

ist ein fester Motor noch zu reparieren?

Habe diesen Oldtimer Motor für einen 190Sl gedacht da dieser 5fach gelagert ist...

 

hat jemand Tips / Erfahrungen?

Beste Antwort im Thema

WD40 ist hier absolut fehl am Platze. Nimm ein Gemisch aus 2/3 ATF und 1/3 Diesel. Damit hab ich die besten Erfahrungen gemacht. Wichtig ist es hier ein zwei Nächte einwirken zu lassen und ab und zu etwas nachzuschütten

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am 7. März 2016 um 18:39

Grundsätzlich kann man auch einen festen Motor wieder flott kriegen ;-)

Du musst Ihn halt aufmachen und feststellen, warum er fest sitzt. Den Aufwand, was es braucht, Ihn wieder zum Laufen zu bringen, kannst Du dann erst feststellen.

Wenn Du einen Motor wählen könntest, der zumindest noch dreht, dann kann man dazu nur raten.

Manchmal geht es aber nur so.

Themenstarteram 7. März 2016 um 18:49

Danke für die Antwort,

 

ja wählen kann ich momentan nicht, der war einfach zu günstig in der Anschaffung, da musste ich einfach zuschlagen :)

dann werd ich bei Gelegenheit mal den Kopf abmachen und gucken ob ich das was erkennen kann.

 

Vielen Dank

Du könnest mal versuchen ,Zündkerzen raus , in jeden Zylinder WD40 sprühen, öfters wiederholen , spritzer Öl schadet auch nicht, dann mit Gefühl Kurbelwelle vor- zurück, immerwieder probieren, es klappt nattürlich nicht bei total festgerosteten Kolben. Kannst ja mal auch mit Kamera reinschauen wie es aussieht.

WD40 ist hier absolut fehl am Platze. Nimm ein Gemisch aus 2/3 ATF und 1/3 Diesel. Damit hab ich die besten Erfahrungen gemacht. Wichtig ist es hier ein zwei Nächte einwirken zu lassen und ab und zu etwas nachzuschütten

Wenn der Motor fest ist und er hat nicht gefressen, dann sind mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kolbenringe angerostet. Wie o. g. ZK abbauen und ein ATF/Dieselgemisch auf die Kolben geben und warten.

Wenn sich der Motor dann irgendwann bewegt, nacheinander die Kolben auf OT fahren, das jeweilige Pleul lösen, Lagerschalen raus und lagerichtig ablegen. Dann KW ausbauen, die Pleul mit Lappen umwickeln und mit einem Hammerstiel ins Pleul drücken und die Kolben nach oben rausschieben.

Dann wirst du vermutlich nicht um das reinigen der Laufbuchsen und Ringnuten umhin kommen und kannst gleich die abgenommenen Ringe in die Laufbuchsen einlegen und den Ringstoß prüfen. Wenn alles aus dem Block draussen ist kannst du die alte Ölschmiere gut entfernen, denn wenn du das nicht machst kann es passieren dass sich durch Verwendung eines neuzeitlichen Motoröls Teile davon lösen und in den kleineren Kanälen mit unbekannten Folgen ablagern.

Das hatte ich selbst schon bei einem alten BMW-Motor hier haben die Ablagerungen die Ölleitung der Nockenwelle verstopft wonach diese eingelaufen ist.

Wenn das was du da gerade machst von Dauer sein soll, dann kommst du um an der Zerlegung nicht vorbei. Wenn der Motor so wie er ist, nachdem er sich bewegt eingebaut wird, ist der spätere Wiederausbau vorprogrammiert.

Ich zerlege in solchen Fällen den Motor kpl. dann sehe ich was verschlissen oder defekt ist, also ersetzt werden muss und der Motor wird neu abgedichtet. Da ist für lange Zeit die Funktionsfähigkeit erst mal gegeben.

Themenstarteram 9. März 2016 um 18:13

Danke, das ist ja mal wirklich eine gute Antwort. Das versuch ich demnächst mal.

 

Mein Gedanke war aber eher ob der Motor durch eine Motorenschleiferei wieder zu reparieren ist, selbst möchte ich außer zerlegen und evtl. die gröbste Verunreinigung entfernen nichts dran machen, auch wenn ich es gerne könnte und spaß machts mir auch aber ich glaube da braucht man schon Fachwissen...

Ich hatte vor 20 Jahren mal einen Mofa Motor und später einen Mopedmotor (80ccm) zerlegt nach Kolbenfresser das ging problemlos :-)

Wenn du ihn in eine Motoreninstandsetzung geben willst dann wird der Block eh gereinigt. Gib nur den Block mit Kurbelwelle, Pleulen und Kolben hin dann bekommst du einen fertigen Rumpfmotor zurück und kannst ihn mit den vorhandenen Bauteilen komplettieren. Wenn du Möglichkeiten hast die Ventile auszubauen und zu prüfen würde ich das machen. Das evtl. vorhanden Spiel in den Ventilführungen musst du nicht so kritisch sehen denn der Oldtimer läuft ja keine 300000 km. Auf einen der alten Motoren die ich für einen Bekannten wieder zusammengebaut habe ist der alte Zylinderkopf wieder montiert worden und der ist seit dem schon fast 200000 km ohne Probleme gelaufen. Das Auto fährt in der warmen Jahreszeit täglich.

Moin Moin !

Die Ventile würde ich auf jeden Fall erneuern lassen, die werden erstens bei diesem Motor dünner und reissen irgendwann. Zweitens , und das ist viel schlimmer, sitzen genau die Ventile gerne fest ,daher auf keinen Fall versuchen ,den Motor durchzudrehen ! Habe sogar schon einen Motor gehabt ,der hatte erst ca. 20000 km gelaufen ,dann 2 Jahre gestanden (Leichenwagen) , ist sogar angesprungen , nach wenigen 100 km fing er an zu klappern und zu bläuen. Diagnose: Ventil war in Führung verklemmt/festgerostet, die Führung bewegte sich im Kopf anstelle das Ventil in der Führung. Fazit: Kopf Schrott.

Da diese Motoren mittlerweile sehr selten geworden sind (die sind alle in den nahen Osten gegangen) , und der Motor sowieso neu aufgebaut werden soll , den Motor komplett weggeben und überholen lassen. Mit einer Teilüberholung und selber zusammenbauen bekommt man auch keine Garantie !

Vor 30-35 Jahren habe ich einem Bekannten mehrere solcher Motoren geliefert zwecks Umbau zum SL Motor. Nach seiner Aussage von damals eine Angelegenheit , die dem 190 SL seine Urtümlichkeit raubt , und den Motor wesentlich moderner wirken lässt. Er hat allerdings auch den Lüfter durch einen E-Lüfter ersetzt. Neben der deutlich geringeren Geräuschkulisse und der anderen Frequenzen war auch damals seine Intention , durch verringerte Vibrationen das ständige und sündhaft teure Vergaserproblem in den Griff zu bekommen. Langzeiterfahrungen konnte er mir nicht mitteilen , den einen hat er nach Fertigstellung verkauft ,sein eigener wurde nach etwa einem halben Jahr gestohlen.

MfG Volker

Wie sollen denn die Ventile "dünner" werden? Das ist technisch fast nicht möglich, mit hoher Laufleistung schlägt die Dichtfläche ein und die Ventilführungen nutzen sich im 0,00 mm-Bereich ab. Am Ventilschaft ist meist fast nichts messbar oder selbst nach 200000 km noch im Toleranzbereich.

Einer der von mir o. g. Zylinderköpfe war mit 430000 km noch auf dem Motor und lief geräuscharm. Das Auto hatte damals beim Verkauf keinen abnormalen Ölverbrauch und keinen Blaurauch nach dem Start.

Wie sollen die Ventile in den Führungen fest gehen? In den Führungen befindet sich immer Restöl.

Dass bei einem Motor mit in den Führungen festgegangenen Ventilen, die im Zylinderkopf eingeschrumpften Ventilführungen raus geschoben werden, das gehört doch wohl ins Reich der Märchen und Fabeln. Bei dem Kraftaufwand der dazu nötig ist eine Ventilführung auszupressen, reißt zuerst die Duplexkette. Wenns das geben sollte dann ist mir das in fast 40 Jahren beim Motoren instandsetzen noch nicht vorgekommen.

Das dein 2 Jahre gelagerter Motor den o. g. Defekt gehabt haben soll und nach dem Neustart sauber lief glaube ich kaum. Und wenn dann lag der Grund dafür auf den letzten Kilometern vorm einlagern.

Themenstarteram 10. März 2016 um 21:06

Danke für die Antworten,

also zerlegen muss ich ihn unbedingt selbst :-)

dann werd ich ihn abgeben, Schwungscheibe und Ölwanne benötige ich ja auch die vom SL, mein 190SL hat auch nicht den Original Motor sondern einen fast baugleichen Ponton-Motor.

Deshalb möchte ich den 5 Fach gelagerten der Heckflosse, wenn schon kein Matching Number vorhanden ist.

optisch sind die ja alle gleich, deshalb kann ich die Aussage mit der "Urtümlichkeit" nicht ganz nachvollziehen

Moin Moin !

Zitat:

optisch sind die ja alle gleich, deshalb kann ich die Aussage mit der "Urtümlichkeit" nicht ganz nachvollziehen

Wg . der gleichen Optik wird der Motor ja gerne genommen ! Die Urtümlichkeit bezieht sich auf die Geräuschkulisse , der 3-fach gelagerte hat eine deutlich wahrnehmbare und tiefere Geräuschkulisse.Liegt am anderen Schwingungsverhalten der Kurbelwelle.

Dran denken ,die Schwungscheibe ist mit der KW zusammengewuchtet , also deine alte Schwungscheibe zum Instandsetzer geben und darauf hinweisen ! Besser noch , Kurbelwelle und Schwungscheibe beide einzeln wuchten zu lassen !

Zitat:

 

Balmer

Balmer

Wie sollen denn die Ventile "dünner" werden? Das ist technisch fast nicht möglich, mit hoher Laufleistung schlägt die Dichtfläche ein

Vor allem schleifen sich durch die Rotocaps die Ventilteller ein und werden immer dünner !

Zitat:

Wie sollen die Ventile in den Führungen fest gehen? In den Führungen befindet sich immer Restöl........................

Wenn dir die Funktionsweise eines Motors bekannt ist, sollte dir klar sein ,dass immer irgendwelche Ventile offenstehen bei einem 4 Zyl.Reihenmotor. Damit stehen auch deren Schäfte ausserhalb der Führungen frei in den Ansaug- oder Auslasskanälen. Bildet sich darauf Rost, klemmt das Ventil und schliesst nicht richtig oder bleibt mehr oder weniger offen stehen. Bei laufendem Motor kann sich dass dan freihämmern. Wäre eine Möglichkeit. Tatsächlich habe ich aber auch schon erlebt,dass geschlossenen Ventile in der Führung festgesessen haben,warum auch immer.

Zitat:

Bei dem Kraftaufwand der dazu nötig ist eine Ventilführung auszupressen, reißt zuerst die Duplexkette. Wenns das geben sollte dann ist mir das in fast 40 Jahren beim Motoren instandsetzen noch nicht vorgekommen

So sind die Erfahrungen unterschiedlich. Mir dagegen ist noch nie eine gerissene Duplexkette bei älteren DB Motoren vorgekommen , sondern die haben vielmehr den gesamten Motor gefetzt ,weil sie nicht gerissen sind. Der Klassiker ist die in den Schacht gefallene Unterlegscheibe einer der beiden Zyl.kopfschrauben vorne im Kettenschacht, die sich auf dem KW-Ritzel verkeilt oder beim Diesel eine Kugel aus dem Kugellager der Unterdruckpumpe. Ergebnis ist dann eine mehrfach gebrochenen Nockenwelle samte gebrochenen Lagerböcken und jedenfalls beim Diesel zertrümmerte Köpfe, Kolben und krumme Pleuel bis hin zur defekten KW.

http://s11.postimg.org/ufqu61qpr/Sch_tzenfestumzug.jpg

 

Lang ,lang ists her ,da wechselte mein Kumpel und ich den Kopf beim Leichenwagen.Dummerweise wussten wir nicht ,das gerade Schützenfest war . Gab dann eine Anzeige vom Ordnungsamt ,weil wir ( !!! ) den Umzug gestört hätten. Mit einem Schreiben ,dass vielmehr eine offensichtlich angetrunkene Menschenmenge die Strasse blockiert und den Verkehr behindert hatte und wir nur unwesentlich dadurch gestört wurden, war die Angelegenheit dann erledigt.

MfG Volker

Themenstarteram 19. März 2016 um 10:11

Hallo,

2 Fragen noch:

1.

kann denn jemand so ungefähr sagen was so eine Überholung in etwa kosten wird beim instand - Setzer?

 

2.

ich habe mal bei Amazon geguckt nach Fachliteratur, auch war ich schon in einer Buchhandlung, wirklich viel gibt es zum Thema nicht...

Hat jemand noch Tipps für Bücher?

Such doch mal nach Motoreninstandsetzer, gibt es überall. Laß dir ein Angebot machen.

Zitat:

@mibclk320amg schrieb am 10. März 2016 um 21:06:11 Uhr:

 

Danke für die Antworten,

also zerlegen muss ich ihn unbedingt selbst :-)

Ich als Motoreninstandsetzer würde mich aber nicht unbedingt freuen, wenn ich einen Motor zusammenbauen soll, den jemand anders zerlegt hat!

Wenn später irgendetwas fehlen sollte ist der ärger vorprogrammiert!

Bevor du mit dem zerlegen anfängst, suche dir einen Motoreninstandsetzer der den Motor später Instandsetzen. Denn fragst du ob du den Motor selber zerlegen kannst! Wenn er das ablehnt oder nicht allzu begeistert ist (auch hinsichtlich deiner vermutlich eher begrenzten Schraubererfahrung), dann kannst du vielleicht beim zerlegen des Motors in seiner Werkstatt dabei sein.

MfG Günter

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