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Lösen von Schrauben: Ratsche oder Schlagschrauber

Themenstarteram 14. September 2015 um 9:40

Lösen von Schrauben, die fest sitzen: Was ist eher zu verwenden - Ratsche oder Schlagschrauber?

Unter fest sitzender Schraube ist zB eine angerostete Schraube oder eine, die mit hohem Drehmoment (150Nm oder mehr) angezogen wird, gemeint.

Empfiehlt sich eher

- der Schlagschrauber (sei es elektrisch oder pneumatisch), weil er 'rumruckelt'

- oder das gleichmäßige, langsame und konstant auf Zug haltende Rausdrehen mit einer Ratsche (oder Ringschlüssel)

damit die Schraube nicht abreisst oder das Gewinde beschädigt wird?

Anmerkung: Für das Eindrehen stellt sich die Frage zum Teil auch. Zum Teil deshalb, weil für das endgültige Drehmoment letztlich nur der Drehmomentschlüssel in Frage kommt.

 

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37 Antworten

ich würde den Schlagschrauber zum lösen verwenden ;)

zum festziehen die ratsche oder schlüssel da hast du mehr gefühl und natürlich mit dem dremo dann endgültig festziehen

Bei sehr festsitzenden Schrauben scheint mir ein Ringschlüssel geeigneter als eine Ratsche. Die Zähne einer Ratsche (besonders bei Feinzahnratschen) halten auch nur ein gewisses Drehmoment aus. Wenn die Schraube/Mutter sich erst mal bewegt, kann man immer noch die Ratsche nehmen.

Und auf nen Schlüssel oder Knebel mit Nuss kann man auch mal mitm Hammer draufhauen. Das bricht schon auch mal nen Rostrand auf.

Wichtig ist, dass gerade bei Torx und Inbus die Nuss gut passt. Gerade bei Torx scheint auch mal die kleinere solange zu passen, bis sie Drehmoment kriegt.

Wie sagte mein Vater (KFZ-Meister) letztens über Torx: "Automechaniker heute sind doch den halben Tag am Probieren welche Nuss jetzt passt..."

Als grundsätzlich nimmt man NIE eine Ratsche oder einen Dremo zum Lösen von Schrauben und auch einen Schlagschrauber nur bei Schrauben/Muttern, die nachweislich mit einem hohen Drehmoment oder Sicherung angezogen wurden - also definitiv nicht durch Rost und Gammel so fest sitzen.

Bei allen anderen Objekten ist ein guter (!!!) Ringschlüssel oder ein Knebel die richtige Wahl. Gerade Ringschlüssel haben den unbestreitbaren Vorteil, daß sie aufgrund ihrer Länge eine Art "eingebaute Drehmomentenbegrenzung" aufweisen, die sehr wichtig ist, um zu erkennen, wann die Schraube "kurz vor ab" ist - vor allem beim Lösen.

So kann man übrigens richtige Schlosser auf einen Blick vom Laien unterscheiden - der eine nimmt das richtige Werkzeug zum Lösen und Anziehen, der Andere irgendeines...bzw. immer die Ratsche... ;-)

Gruß

Roman

 

PS: Ganz große Experten lösen festgerostete Schrauben in M6 mit der 1/2"-Knarre - meist natürlich dann erst mal den Kopf vom Gewinde...und den Rest dann mit dem Bohrer... **LOL**

Zitat:

@pakGolf schrieb am 14. September 2015 um 09:40:34 Uhr:

Lösen von Schrauben, die fest sitzen: Was ist eher zu verwenden - Ratsche oder Schlagschrauber?

Die Zeit ist nicht stehen geblieben, man sprüht die mit:

https://www.foerch.de/.../rostloeser-truck-magic-s413-truckline

oder anderen vergleichbaren Miittel ein.

@

Für das Werkzeug gibt es keine wirkliche Lösung, weil ich vorige Woche 4 gleiche Schrauben auf 4 verschiedene Wege lösen musste.

 

Hallo!

Ein paar Schläge auf den Schraubenkopf wirkt oft Wunder.Ansonsten viel Rostlöser und bissel warm machen hilft auch sehr oft.

Meistens packt der Schlagschrauber die richtig festgerosteten Schrauben und Muttern eh nicht und man muss von Hand ran.

Gruß

Einsetzen mit Rostloser, einziehen lassen.

Bis M12 1/2Zoll Schlagschrauber, Daruber die richtig "angeknallten" und einen schonen Rostrand, grossen 1Zoll Schlagschrauber nehmen, und einen zweiten man mit Feustel gegen die Nuss schlagen lassen, richtig heftig.

So bekommen wir die Schrauben los.

In einigen Fallen, Schweissbrenner zum warmmachen ist auch eine hilfe. Wenn das nicht functioniert, Abbrennen.

Rudiger

na ja von allem zuvor geschriebem ein bissel:

Röstlöser-Zeit-Röstlöser-Hammer-Ratsche- Schlagschrauber - Hammer- dannbeste Qualitätsnuss oder ringschlüssel kaufen - (oder anddere Methode:erhitzen) dann Knebel-Verlängerung Hammer-noch mehr verlängerung - dann Verlängerung der Verlängerung -dann ab - dann anschweisen- dann ab - dann ausbohren - dann Limo trinken dann gewinde wieder herstellen- altes Gewinde- Neues Gewinde- Gewindeeinsatz - dann wegwerfen. dann neu kaufen- dann hier berichten dann an nächxster schraube probieren - dann Lernkurve analysieren - dann Du Fachmann/Frau/Fräulein

Genau das von Hans Beschriebene unterscheidet den versierten Schrauber vom Dilettanten.

Ein versierter Schrauber "spürt" beim Lösen ob die Schraube abzureißen droht oder ob sie sich löst.

Der Dilettant reißt sie einfach ab und versucht hinterher den Rest auszubohren...oder geht dann mit dem Sch..ß zu jemand versiertem und der solls richten.

Der Profi dreht die Schraube/Mutter in kleinen Schritten hin und her, sprüht zwischendurch mal ein und bekommt sie letztendlich raus.

Ich nehme daher zum Lösen möglichst erst mal keinen Schlagschrauber.....

"Fest sitzend" ist aber immer zweierlei - und nur in einem Fall hilft einsprühen ;-) Ne Achsschraube, die 75Nm + 2x15° abngezogen wurde, wird durch Einsprühen nicht gängiger (da ist unter dem Kopf und am Gewinde nicht mal der Anflug von Rost und auch keine Chance, daß da irgendwo ein Quentchen Rostlöser unterkriecht. Da ist der Rost nur zu 5% oder weniger am Haltemoment beteiligt und somit auch das Lösen ein ganz anderes Thema.

Aber auch da hat ein Schlagschrauber nix zu suchen - es sei denn, man will die Schraube eh wegwerfen. Alles, was unkontrolliert Kraft aufbringt ist für mich ein NoGo.

Das Wichtigste Instrument beim Schraubenlösen ist der menschliche Arm und der Verstand - und natürlich ein guter Ringschlüssel ;-)

Gruß

Roman

Ich weiß nicht, das liest sich alles ein bisschen wie die Mitschrift eines Gynäkologenkongresses.... :)

Auf meinen Schlagschrauber bin ich gekommen, als ich die kleine Halteschraube einer Bremsscheibe entfernen wollte. Innensechskant 6mm oder so ähnlich, natürlich fest wie sonstwas. Nach Gefühl mit Inbusschlüssel oder Nuß, aber es war klar: eine Winzigkeit mehr Kraft, und es wird durchdrehen. So wie Frankyboy379 schrieb: ein versierter Schrauber spürt das. Die Schraube brauchte was, was ich so nicht liefern konnte.

Garage zu, und eingekauft: Kompressörchen, Schlagschrauber, einen Satz Schlagschraubernüsse incl. Inbus. Einmal angesetzt, und im Sekundenbruchteil war die Schraube unversehrt draußen.

Seitdem versuche ich, den Schlagschrauber stets als erstes einzusetzen. Die Chancen, alles unbeschädigt zu lassen, schätze ich dadurch deutlich höher ein. Die Gefahr, die Schraube abzuzwirbeln, scheint mir kleiner zu sein, ebenso wie die, den Sechskant etc. rund zu drehen. Von der Verletzungsgefahr, die man durch "Schlüsselgewalt" (gar mit Hammereinsatz) eingeht, mal ganz zu schweigen.

Ausnahmen sind Stehbolzen und solche Situationen, wo hinter dem betroffenen Gewinde noch mal etwas sitzt, was kein Drehmoment verträgt.

Die Wirkung eines (pneumatischen) Schlagschraubers scheint ja m. E. darin zu bestehen, dass auch er ein Lösemoment aufbaut und nicht schlagartig freisetzt. Aber eben impulsweise und mit sehr kleinem Weg pro Impuls, welcher normalerweise unterhalb der Streckgrenze des Materials liegt. Ein "versierter Schrauber" kann auch einen Schlagschrauber so gefühlvoll bedienen, das er keinen Schaden anrichtet, zumindest keinen, der mit dem Schlüssel nicht auch entstanden wäre.

Grüße,

Michael

Für Halteschrauben der Bremsscheiben verwende ich gerne den mechanischen Schlagschrauber. Zwei oder drei sanfte Schläge und auf ist das Ding.

Themenstarteram 16. September 2015 um 8:36

Zitat:

@Robomike schrieb am 15. September 2015 um 20:30:21 Uhr:

Ich weiß nicht, das liest sich alles ein bisschen wie die Mitschrift eines Gynäkologenkongresses.... :)

Auf meinen Schlagschrauber bin ich gekommen, als ich die kleine Halteschraube einer Bremsscheibe entfernen wollte. Innensechskant 6mm oder so ähnlich, natürlich fest wie sonstwas. Nach Gefühl mit Inbusschlüssel oder Nuß, aber es war klar: eine Winzigkeit mehr Kraft, und es wird durchdrehen. So wie Frankyboy379 schrieb: ein versierter Schrauber spürt das. Die Schraube brauchte was, was ich so nicht liefern konnte.

Garage zu, und eingekauft: Kompressörchen, Schlagschrauber, einen Satz Schlagschraubernüsse incl. Inbus. Einmal angesetzt, und im Sekundenbruchteil war die Schraube unversehrt draußen.

Seitdem versuche ich, den Schlagschrauber stets als erstes einzusetzen. Die Chancen, alles unbeschädigt zu lassen, schätze ich dadurch deutlich höher ein. Die Gefahr, die Schraube abzuzwirbeln, scheint mir kleiner zu sein, ebenso wie die, den Sechskant etc. rund zu drehen. Von der Verletzungsgefahr, die man durch "Schlüsselgewalt" (gar mit Hammereinsatz) eingeht, mal ganz zu schweigen.

Ausnahmen sind Stehbolzen und solche Situationen, wo hinter dem betroffenen Gewinde noch mal etwas sitzt, was kein Drehmoment verträgt.

Die Wirkung eines (pneumatischen) Schlagschraubers scheint ja m. E. darin zu bestehen, dass auch er ein Lösemoment aufbaut und nicht schlagartig freisetzt. Aber eben impulsweise und mit sehr kleinem Weg pro Impuls, welcher normalerweise unterhalb der Streckgrenze des Materials liegt. Ein "versierter Schrauber" kann auch einen Schlagschrauber so gefühlvoll bedienen, das er keinen Schaden anrichtet, zumindest keinen, der mit dem Schlüssel nicht auch entstanden wäre.

Grüße,

Michael

Interessant.

Gerade bei einer Halteschraube einer Bremsscheibe hätte ich das nicht erwartet, dass sie so fest sitzt.

Die sind normalerweise nur mit ca 15Nm angezogen. Hatte meine unlängst gelöst - ohne nennenswerten Kraftaufwand und die waren schon jahrelang drinnen, aber auch nicht rostig.

Auch dass der Schlagschrauber die bei dir nicht abgerissen hat.

Zitat:

@pakGolf schrieb am 16. September 2015 um 08:36:04 Uhr:

Gerade bei einer Halteschraube einer Bremsscheibe hätte ich das nicht erwartet, dass sie so fest sitzt.

Die sind normalerweise nur mit ca 15Nm angezogen. Hatte meine unlängst gelöst - ohne nennenswerten Kraftaufwand und die waren schon jahrelang drinnen, aber auch nicht rostig.

Als das bei meinem Kadetten noch Kreuzschlitzschrauben waren, hab ich die ständig ausbohren müssen (hab die dann einfach weggelassen).

Ansonsten hab ich 'ne ähnliche Erfahrung mit dem Schlagschrauber wie Robomike.

Inbus an der Wasserpumpe fest und schon erste Verformungen am Schraubenkopf. Hätte ich mit der Hand weitergedreht wäre der Kopf defintiv rund gewesen.

Also Schlagschrauber frei und das Beste hoffen (kam dann problemlos raus das Ding).

Gruß Metalhead

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