LKW Rechtsabbiegen Fahrradfahrer
Wenn ich mit dem LKW in München unterwegs bin, so habe ich den Eindruck dass es Fahrradfahrern völlig egal sind wenn sie unter die Räder kommen. Hat ja der LKW Fahrer Schuld!
Mittlerweile passe ich beim Abbiegen extrem auf, taste mich nur noch langsam vor wenn ich nichts sehe. Und dann kommt immer wieder ein "OH MANN, Scheisse!" dann kurze Zeit ein Fahrradfahrer der mir den Scheibenwischer zeigt. Wenn der LKW Fahrer schon halb abgebogen ist, DANN SIEHT DER EINFACH NICHT was da rechts los ist! Kapieren das die Radler nicht?
Die Ampelschaltung ist einfach dämlich. Hat der abbiegende LKW Fahrer grün, so auch die Radfahrer, eine Mörderfalle.
Aber die eigentliche Frage:
Wird das in anderen Ländern anders geregelt?
Beste Antwort im Thema
Es nutzt keinem Radler wenn hier pauschal auf ihnen rumgehackt wird. Wenn es zu spät ist nutzt es auch nicht wenn der Brummifahrer rumheult “ die bösen, bösen Radler, alle fahren sie wie die Lebensmüden! „ Das kann nicht die Lösung sein, die liegt woanders.
Heute ein Beispiel beobachtet, ein Radler traute dem Brummi nicht und hat ihn vor gelassen, gleichzeitig nutzten natürlich ALLE PKW Fahrer die Chance abzubiegen, haben dem Radler keine Chance gegeben die Straße zu queren, plötzlich war wieder ROT für den Radler.
Geil nicht ? Wer war hier nun das Arschloch ? Solange nicht jeder einzelne fair gegen andere unterwegs ist ist dieses rumgeheule gegen andere einfach nur verlogen und überflüssig.
77 Antworten
@Brunolp12
Genau. Und deshalb ist es für mich ein Rätsel, wieso man versucht mit neuen Gesetzen (siehe Schritttempo für Lkw beim rechts Abbiegen) etwas an der Problematik zu ändern.
Die physikalischen Grundsätze sind nicht zu ändern.
Ist zwar die linke Seite, aber wer hier nen Radfahrer übersieht, rechts kommt ja noch der nach unten gerichtete Spiegel oberhalb von der Tür dazu, schaut einfach nicht richtig in die Spiegel und, oder hat sie falsch eingestellt.
Und ich habe es ja bei solchen Diskussioen schon öfters erwähnt, das ich als Rechtsabbieger, bei ROT an der Ampel stehend, immer wieder nen kurzen Blick in die rechten Spiegel mache, um zu sehen, ob da sich von hinten ein Radfahrer nähert, dem ich dann bei GRÜN den Vorrang gewähren muss.
Zum vorher schauen, wärend man an jene Stelle, wo man rechts abbiegt, ranfährt, wurde ja schon etwas erwähnt.
Zitat:
@mobiles schrieb am 18. November 2019 um 18:54:47 Uhr:
Genau. Und deshalb ist es für mich ein Rätsel, wieso man versucht mit neuen Gesetzen (siehe Schritttempo für Lkw beim rechts Abbiegen) etwas an der Problematik zu ändern.
Die physikalischen Grundsätze sind nicht zu ändern.
Andererseits ist auch Fakt, dass man -zumal von ausgebildeten Berufskraftfahrern- erwarten darf, dass sie hier keine Fehler begehen, sondern Spiegel und Umfeld im Blick haben. Im Forum gab es schon Aussagen von LKW- Fahrern, dass noch mehr zu kontrollierende Spiegel gar nicht nötig -oder gar kontraproduktiv- wären, weil es auch so möglich sei, den Überblick zu bewahren.
@Rainer_EHST
Radfahrer bewegen sich ja nicht nur in dem dort sichtbaren Bereich oder wie muss ich das verstehen?
Man sollte in einen Lkw sitzen und im fliessenden (Stadt-)verkehr erleben und nicht anhand eines Fotos.
Ohne jetzt ins Detail zu gehen, wenn jetzt 1. ein Radfahrer direkt unterhalb der Fahrertür steht, siehst Du ihn nicht. Wenn 2. ein Radfahrer von schräg links hinten kommt, siehst Du ihn nicht. Wenn 3. ein Radfahrer genau deckungsgleich hinter dem Spiegel von schräg vorne gefahren kommt, siehst Du ihn nicht (Man kann 20 Spiegel montieren, jeder Spiegel nimmt Dir Sicht nach vorne, weil sich auch dahinter ein toter Winkel befindet).
Sicher ist der Weitwinkelspiegel oben sehr gebogen, damit man eben einen grossen Winkel hat. Aber da drin siehst Du bei Dunkelheit und/oder Regen einen schlecht oder unbeleuchteten Radfahrer nicht oder zumindest zu spät.
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Zitat:
Ohne jetzt ins Detail zu gehen, wenn jetzt 1. ein Radfahrer direkt unterhalb der Fahrertür steht, siehst Du ihn nicht.
Doch, dafür ist ja auf der rechten Seite ein nach unten gerichter Spiegel oberhalb der Tür montiert.
Allerdings ist er hier etwas zu weit nach innen gerichtet.
So eingestellt, das du vom LKW gerade mal den Radkasten noch im Blick hast, kannst du den Radfahrer neben dir soweit abseits vom Fahrzeug sehen, bis du ihn auch schon durchs Fenster siehst.
Die drei Spiegel reichen völlig aus, da braucht es keine zwanzig.
Und den toten Winkel, den der Spiegel selbst bildet, kann man umgehen, in dem man mal sein Köpfchen etwas vor und zurückbewegt. Muss man ja beim Linksabbiegen + Vorfahrt beachten auch machen.
Zum realen Fahren gegenüber dem Bild. Du hast im normalen Spiegel eine sehr gute Sicht, übrigens deutlich besser als bei nem PKW.
Das "Problem" mit dem Panoramaspiegel ist, das man ab ca. 30km/h aufwärts die genaue Positionierung (sich mit dir bewegender Objekte) zum eigenem Fahrzeug nicht mehr so genau einschätzen kann. Bei 30km/h und niedriger funktioniert das aber ganz gut, weil sich die Landschaft nicht mehr so "wild" durchs Spiegelbild dreht.
Ach ja:
Ein richtiger Blick in die (richtig eingestellten Spiegel) vermittelt dir mehr und besser, als ein Schulterblick mit ca. 120° nach hinten gedrehten Kopf im PKW.
Bei letzterem fängt man nämlich leicht zu schielen an.
Hier auch bewegtes Bildmaterial.
Real ist das noch viel besser, weil ja das Gehirn dafür sorgt, das sich die Landschaft wärend des Blickschwenkens nicht um dich herum dreht.
Zitat:
@PeterBH schrieb am 18. November 2019 um 18:22:41 Uhr:
Logisch muss der motorisierte Verkehr als Vorbild voran gehen, ist schließlich der Stärke. Vielleicht mit einer der Gründe, warum ich an einer roten Ampel stehen bleibe, und das nicht nur, wenn ein Fußgänger oder Radfahrer passiert. Bisher hat das Vorbild aber nicht gefruchtet.
Es fahren auch zig tausend PKWs täglich bei Rot über die Ampel. Ab und an werden dabei auch Fußgänger und Radler umgefahren. Ich zeige dir eine Ampel da bist du als Fußgänger sofort tot wenn du bei grün losläufst, so krass ist das dort, eine Fußgängerampel, drei vier Autos fahren da mind. noch bei Rot rüber. Das ist kein Vorbild.
Leider richtig, hier an der E233 passiert das täglich, das mit dem bei Rot über die Kreuzung fahren. Gibt Stellen, wo ich als Linksabbieger warten muss, bis die Rotsünder meine Fahrbahn freigemacht haben. Oft LKW's, aber fast genauso oft PKW's, die im "Sicherheitsabstand" von wenigen cm die Ampel gar nicht sehen können.
Zitat:
@Rainer_EHST schrieb am 18. Nov. 2019 um 19:50:47 Uhr:
Ohne jetzt ins Detail zu gehen, wenn jetzt 1. ein Radfahrer direkt unterhalb der Fahrertür steht, siehst Du ihn nicht.Doch, dafür ist ja auf der rechten Seite ein nach unten gerichter Spiegel oberhalb der Tür montiert.
Allerdings ist er hier etwas zu weit nach innen gerichtet.
So eingestellt, das du vom LKW gerade mal den Radkasten noch im Blick hast, kannst du den Radfahrer neben dir soweit abseits vom Fahrzeug sehen, bis du ihn auch schon durchs Fenster siehst.Die drei Spiegel reichen völlig aus, da braucht es keine zwanzig.
Und den toten Winkel, den der Spiegel selbst bildet, kann man umgehen, in dem man mal sein Köpfchen etwas vor und zurückbewegt. Muss man ja beim Linksabbiegen + Vorfahrt beachten auch machen.Zum realen Fahren gegenüber dem Bild. Du hast im normalen Spiegel eine sehr gute Sicht, übrigens deutlich besser als bei nem PKW.
Das "Problem" mit dem Panoramaspiegel ist, das man ab ca. 30km/h aufwärts die genaue Positionierung (sich mit dir bewegender Objekte) zum eigenem Fahrzeug nicht mehr so genau einschätzen kann. Bei 30km/h und niedriger funktioniert das aber ganz gut, weil sich die Landschaft nicht mehr so "wild" durchs Spiegelbild dreht.Ach ja:
Ein richtiger Blick in die (richtig eingestellten Spiegel) vermittelt dir mehr und besser, als ein Schulterblick mit ca. 120° nach hinten gedrehten Kopf im PKW.
Bei letzterem fängt man nämlich leicht zu schielen an.Hier auch bewegtes Bildmaterial.
Real ist das noch viel besser, weil ja das Gehirn dafür sorgt, das sich die Landschaft wärend des Blickschwenkens nicht um dich herum dreht.
100% Zustimmung meinerseits. Die verbauten Spiegel sind schon sehr gut. Mehr Sicht kann man eigentlich nicht realisieren.
In der neuesten Generation des Actros sind mittlerweile keine Spiegel mehr verbaut, sondern Kameras mit Displays an den A-Säulen. Es wurde hier von Fahrern schon die schlechte Sicht und Auflösung bemängelt. An einen geputzten Spiegel reicht halt nichts ran. Eine Verschlimmbesserung, die einen nur den Kopf schütteln lassen kann...
Zitat:
@mobiles schrieb am 18. November 2019 um 19:16:21 Uhr:
@Rainer_EHST
Radfahrer bewegen sich ja nicht nur in dem dort sichtbaren Bereich oder wie muss ich das verstehen?
Man sollte in einen Lkw sitzen und im fliessenden (Stadt-)verkehr erleben und nicht anhand eines Fotos.
Ohne jetzt ins Detail zu gehen, wenn jetzt 1. ein Radfahrer direkt unterhalb der Fahrertür steht, siehst Du ihn nicht. Wenn 2. ein Radfahrer von schräg links hinten kommt, siehst Du ihn nicht. Wenn 3. ein Radfahrer genau deckungsgleich hinter dem Spiegel von schräg vorne gefahren kommt, siehst Du ihn nicht (Man kann 20 Spiegel montieren, jeder Spiegel nimmt Dir Sicht nach vorne, weil sich auch dahinter ein toter Winkel befindet).
Sicher ist der Weitwinkelspiegel oben sehr gebogen, damit man eben einen grossen Winkel hat. Aber da drin siehst Du bei Dunkelheit und/oder Regen einen schlecht oder unbeleuchteten Radfahrer nicht oder zumindest zu spät.
Also ich kenne die ganze Spiegelei nur von Bussen, und da sieht man einfach alles, deutlich mehr als im PKW.
Über LKWs kann ich mir kein Urteil erlauben, aber ich kann mir nicht vorstellen das es da schlechter ist.
Sollte es wirklich so eine Katastrophe sein wie Du schreibst, wäre jeder Abbiegevorgang eine Kamikaze-Unternehmen.
Zitat:
@Brunolp12 schrieb am 18. Nov. 2019 um 19:5:18 Uhr:
Andererseits ist auch Fakt, dass man -zumal von ausgebildeten Berufskraftfahrern- erwarten darf, dass sie hier keine Fehler begehen, sondern Spiegel und Umfeld im Blick haben.
Fehler werden in jedem Geschäft hingenommen und teils sogar einkalkuliert. Als Fahrer DARF man aber keinen Fehler machen, da die dann entweder unverschämt teuer werden, oder Menschenleben gefährden.
Mit diesem Hintergrund ist weder die schlechte Bezahlung im Vergleich zur Verantwortung und das schlechte Image des Berufskraftfahrers in der Gesellschaft gerechtfertigt.
Geschäftsführer rechtfertigen ihren hohen Lohn gerne mit ihrer "hohen Verantwortung". Wieviel Geld ist die Verantwortung für Menschenleben wohl weniger Wert, als die Verantwortung über ausschließlich finanzielle Mittel? Soll man darüber lachen oder weinen?
Das betrifft leider auch noch einige andere Berufsgruppen....
P.S.:
Wieviel Verantwortungsbewusstsein darf man von einem rumänischen LKW-Fahrer für seine 600€ die er verdient erwarten?
Zitat:
Über LKWs kann ich mir kein Urteil erlauben, aber ich kann mir nicht vorstellen das es da schlechter ist.
Der einzige Nachteil, den große LKWs haben, ist, das der Fahrer sehr hoch sitzt und deshalb, direkt rechts neben dem Fahrerhaus nur über die Spiegel einsehen kann.
Der Busfahrer sitz ja erheblich tiefer und kann das durch die Seitenscheibe sehen.
Der Vorteil bei LKW und BUS gegenüber einem PKW ist, neben den großen Spiegeln, das Kastenformat, sprich, gerade Flächen und rechte Winkel. Das ermöglicht eine exellente räumliche Orientierung via Rückspiegel. Besonders nach rechts somit eine deutlich bessere Erfassung und Einordnung dessen, was man im Spiegel (in den Spiegeln) sieht.
Zitat:
@mobiles schrieb am 18. November 2019 um 16:48:01 Uhr:
@Diedicke1300
Es nutzt aber auch niemandem was, wenn man einfach sagt der Lkw-Fahrer hat Schuld und soll besser schauen. Dadurch geschehen nicht weniger Unfälle.
Das führt höchstens dazu, dass sich das Nachwuchsproblem der Branche noch verstärkt. Wer will schon einen Job machen, wo man mit einem Bein im Knast steht, sollte mal was passieren.
Marktwirtschaftlich betrachtet sollte damit aber das mögliche Einkommen als LKW Fahrer steigen ;-)
Zitat:
@Bamako schrieb am 18. November 2019 um 21:01:04 Uhr:
P.S.:
Wieviel Verantwortungsbewusstsein darf man von einem rumänischen LKW-Fahrer für seine 600€ die er verdient erwarten?
Erstmal nicht weniger als von jedem anderen Verkehrsteilnehmer.
Gegen solche Unfälle, auch zwischen PKW und Fahrradfahrern, hilft nur gegenseitige Rücksichtnahme.
Ich fahre auch öfters mit unserer ältesten Tochter Fahrrad, schon früh haben wir ihr beigebracht, dass Fehler passieren können. Auf beiden Seiten.
Gerade Unfälle mit LKW's sind in den Medien zu sehen.
"Wenn du dir nicht sicher bist, dass dich der Fahrer gesehen hat, wenn er abbiegt, bleib stehen!
Das gleiche gilt für abbiegende LKW's - wenn du unter seine Räder kommst, wars das."
Und das handhabt sie ganz prima 😉
Zitat:
@Tete86 schrieb am 20. November 2019 um 23:55:39 Uhr:
Gegen solche Unfälle, auch zwischen PKW und Fahrradfahrern, hilft nur gegenseitige Rücksichtnahme
Ich würde es allerdings nicht „Rücksichtnahme“ nennen, wenn man als Radfahrer zur eigenen Sicherheit mal besser davon ausgeht, für andere quasi unsichtbar zu sein, um zu überleben.
Das ist eher ein „stets vom worst case ausgehen“.