Lichtmaschine am Spenderfahrzeug nach Starthilfe defekt?

Hallo zusammen!

Vor kurzem braucht ich (mal wieder) Starthilfe an meinem E30, nachdem das Licht die Nacht über an war.
Mein Nachbar hat mir dann Starthilfe gegeben.
Lief soweit ganz gut. Ich konnte losfahren ... alles Bestens!

Als mein Nachbar dann später weg fuhr, lief seine Batterie irgendwann leer: Lichtmaschine defekt!

Kann das irgendwie von der Starthilfe kommen? Ich hab jetzt schon ein schlechtes Gewissen, weil der Spass hat ihn 400€ Reparatur gekostet!

Mein Wissen in Sachen Kfz geht gen null....

Beste Antwort im Thema

Hallo,
ich habe selten so viel Quatsch und aus aufgeschnapptem Halbwissen dürftig konstruierte Katastrophenszenarios gelesen wie in diesem kurzen Thread.
Alles sicherlich irgendwie im weitesten Sinne "denkbar" aber in der Realität deutlich unwahrscheinlicher als im Hamburger Elbtunnel bei einem Erdbeben verschüttet zu werden.

Die Batterie stellt eine Kapazität von einigen Farad dar. Sie ist also ein gigantischer Kondensator. Die Lichtmaschine klemmt nicht ohne Grund direkt an ihr dran. Eventuelle Schaltspitzen, die man beim An und Abklemmen eines Überleitkabels erzeugt, werden von diesem riesigen Kondensator sicher verrundet und dadurch unschädlich gemacht.
Die Lichtmaschine produziert selber heftigste Spannungsspitzen, weil ihre Kohlen nicht permanenten Kontakt zum Rotor haben. Unter Last kann man da kleine blaue Blitze erkennen. Jeder Blitz erzeugt eine heftige Spitze! Diese schaden trotzdem keiner Diode. Schon gar keiner in der Lichtmaschine. Weder in Fluß, noch in Sperrrichtung.
Die Lichtmaschine ist mit der Zündung daher auch der heftigste Störer in der elektrischen Anlage. Überspannungen, selbst von der doppelten Bordspannung, bleiben bei heutiger, ab Werk eingebauter Elektronik, folgenlos.
So, und nun das, was auch den alberndsten "Ja aber Sager" verstummen läßt:
Bei jedem normalen Anlassen eines Fahrzeuges wird durch den Magnetschalter schlagartig ein um vieles stärkerer Strom an und abgeschaltet als er durch jedes Überleiten auf ein fremdes Fahrzeug entstehen kann. Größenordnung 200 Ampere und mehr. Der Anlasser stellt vor der Manetisierung praktisch einen Kurzschluß dar. Dabei fliegen heftigst die Funken, wenn man das fette Kupferstück, das da schaltet, einmal ohne Gehäuse sehen kann.
Warum soll, wenn eine regelmäßig, direkt mit einem kurzen Kabel in der Nähe erzeugte starke Überspannung harmlos ist, eine weit entferntes, über den Wiederstand eines langen Kabels gefiltertes Fünkchen nun aber die Lichtmaschine killen?
Bitte Erklärungen!
Äh? Ne, echt nicht. Da kann man wirklich nichts konstruieren.

Was allerdings sein kann: Die Lichtmaschine ist bereits am Ende ihrer Lebensdauer durch abgenutzte Kohlen, oder einen steigenden Kontaktwiederstand, z.B. im Regler. Sie wäre auf den nächsten 100km sowieso verendet. Durch die hohe Stromabgabe auf die leere Batterie mußte sie nun für einen Moment etwas mehr Strom liefern, als die eigene, praktisch immer volle Batterie, normalerweise aufsaugt. Dadurch ist sie nun eine halbe Minute oder zwei Betriebsstunden früher defekt. Gestorben wäre sie ohnehin, kein Wenn und Aber.
Dann solltet Ihr Euch mit 0,4 Cent an der Reparatur beteiligen, womit Ihr dann auch den übergeleiteten Strom bezahlt hättet. Denn den gibt es auch nicht umsonst, sondern er wird durch Benzin oder Diesel erzeugt.

Alles was von diesem dummen Thread übrig bleibt, ist das am Ende die ohnehin schwache Bereitschaft, einem anderen Starthilfe zu geben, noch geringer geworden ist. Super Leute! Denn die Mehrheit liest eine vernünftige Erklärung eh nicht, weil die kurze Überschrift ihrer Faulheit und ihrem Egoismus viel besser zu Pass kommt.

Gruß!

PS ich habe in meinem Leben schon hunderten von Autos Starthilfe gegeben, nie war hinterher etwas defekt.

124 weitere Antworten
124 Antworten

Hallo Johnes

Sind das diese bzw. diese

Wieviele von diesen Dingern sollte man einbauen?
Sollten man die auch mit einer Sicherung absichern?
Sind die 20A bzw. 24A der max. Ableitstrom?

Viktor

Ja, sowas ist es! Absichern, wäre möglich und sinnvoll. Da man diese aber vor die zu schützende Elektronik schaltet, sollten sie gesichert sein. Die Dioden leiten für 100µs über 150A ab! Für 10ms sind es dann nur 25A.

Bitte die UB beachten! Eine 15'er kann schon zu knapp sein, eine 24'er sinnlos! Eine 16'er wäre passend, ist aber schwerer zu beschaffen. Die 15'er kann schon beim Laden, Strom ableiten. (14.2-15.8) Die 18'er hat ihren Ableitpunkt um 17-19V. (Die meiste Elektronik, sollte dies überleben! Dioden der LiMa, sterben um 22-28V herum!)

Nur an die Batterie oder LiMa, reicht in den meisten Fällen nicht aus.

MfG

Also wär es am Eingang der Steuergeräte sinnvoll?

Viktor

Zitat:

Original geschrieben von Johnes


Ja, sowas ist es! Absichern, wäre möglich und sinnvoll. Da man diese aber vor die zu schützende Elektronik schaltet, sollten sie gesichert sein. Die Dioden leiten für 100µs über 150A ab! Für 10ms sind es dann nur 25A.

Bitte die UB beachten! Eine 15'er kann schon zu knapp sein, eine 24'er sinnlos! Eine 16'er wäre passend, ist aber schwerer zu beschaffen. Die 15'er kann schon beim Laden, Strom ableiten. (14.2-15.8) Die 18'er hat ihren Ableitpunkt um 17-19V. (Die meiste Elektronik, sollte dies überleben! Dioden der LiMa, sterben um 28V herum!)

Nur an die Batterie oder LiMa, reicht in den meisten Fällen nicht aus.

MfG

Sollte man diese Ableitdioden nicht an der Batterie zwischen Plus und Minuspol schalten, da ja die Überspannung größer 16 Volt gegen die Masse anzuleiten ist?!?

Ähnliche Themen

Hi
ich habe auch noch was gefunden: http://www.conrad.at/.../0312032&ref=list

Zitat:

Original geschrieben von wiri


Hi
ich habe auch noch was gefunden: http://www.conrad.at/.../0312032&ref=list

Klar, die Wunderheiler haben, für die Ahnungslosen, schon was im Angebot.

Einen Strom leitet man an besten mit einem sehr kleinem Widerstand ab. Das Bauteil, im Auto, mit dem kleinsten Widerstand, ist die Batterie selbst. Eine Spannungsschwankung wird also von der Batterie abgefangen, außer es besteht ein krasses Mißverhältnis zwischen Lichtmaschinenleistung und dem Batteriezustand, am Spenderfahrzeug. Am Nehmerfahrzeug ist die Bordspannung 2V-4V niedriger. Aus der Richtung kommt gar nichts. Da ist auch die Lichtmaschine, wenn sie noch funktioniert, an der Gegelgrenze. Um die Lichtmaschine, an der Erzeugung von Spannungsschwankungen, zu hindern, schaltet man die Lichtmaschine, samt Fahrzeug einfach aus.

Zitat:

Original geschrieben von Georg266



Zitat:

Original geschrieben von wiri


Hi
ich habe auch noch was gefunden: http://www.conrad.at/.../0312032&ref=list
Klar, die Wunderheiler haben, für die Ahnungslosen, schon was im Angebot.

Einen Strom leitet man an besten mit einem sehr kleinem Widerstand ab. Das Bauteil, im Auto, mit dem kleinsten Widerstand, ist die Batterie selbst. Eine Spannungsschwankung wird also von der Batterie abgefangen, außer es besteht ein krasses Mißverhältnis zwischen Lichtmaschinenleistung und dem Batteriezustand, am Spenderfahrzeug. Am Nehmerfahrzeug ist die Bordspannung 2V-4V niedriger. Aus der Richtung kommt gar nichts. Da ist auch die Lichtmaschine, wenn sie noch funktioniert, an der Gegelgrenze. Um die Lichtmaschine, an der Erzeugung von Spannungsschwankungen, zu hindern, schaltet man die Lichtmaschine, samt Fahrzeug einfach aus.

Na, Ahnungslos bin ich nicht! Um das Gerät handelt es um Spannungspitzenkiller und nicht um einen wie von dir vermeintlich erkärten Strombegrenzer. Das sind 2 vollkommen verschiedene elektrische Sachen.

Denn das Problem warum die Spenderlichtmaschine defekt war, wurde ja noch nicht genau diagnostiziert! Und hier und da hatten einigen auch Ausfälle von Motorsteuergeräten!

Die lichtmaschine mag durch Überschreitung des Stromes der Dioden kaputt gegangen sein.

Die Steuergeräten gehen durch Überspannung ins Nirwana. Und hier habe das Gerät vorgeschlagen. Wie entstehen Überspannungen: Wenn man mit den Starthilefekabel mal nicht schnell genug auf den Polen trifft , treten Überspannungsspitzen auf, welche man auch hören kann, nämlich das sogenannte Britzeln! Und die sind gefährlich und deswegen mein Vorschlag des Überspannungsschutzes.

Ein Schutz der Überschreitung braucht es eine Reihenschaltung im Pluszweig um den Strom zu begrenzen und deshab der Vorschlag dieser Supressordioden, die ja wie schon der Name sagt die Funktion erklärt, den Strom zu Supressen/unterdrücken/begrenzen.

greetings

Zitat:

Original geschrieben von wiri


Ein Schutz der Überschreitung braucht es eine Reihenschaltung im Pluszweig um den Strom zu begrenzen und deshab der Vorschlag dieser Supressordioden, die ja wie schon der Name sagt die Funktion erklärt, den Strom zu Supressen/unterdrücken/begrenzen.

Eine Reihenschaltung würde hier rein gar nichts bewirken! Die Suppressordiode, wird parallel zur Betriebsspannung geschaltet.

Da die Überspannung aber nicht von der Batterie aus geht, hilft es hier nur bedingt bis schlecht. Die Batterie hat einen geringen Innenwiderstand, was die Überspannung an der Batterie abpuffert. Die Überspannung an LiMa und SG wird dadurch nicht beeindruckt, da der Leitungswiderstand hier eine Rolle spielt. Daher, sollten mehrere "Geräte" im Wagen sein. z.B. Eines nah dem SG, eines bei der LiMa.

Ich würde/habe den Schutz für die Bordeletronik z.B. am Verteilerpunkt beim Sicherungskasten setzen. Von der Batterie gehen meist wenige Leitungen weg. Bei mir geht z.B. ein 6mm² für die Motorelektronik und div. Kleinverbraucher zum Sicherungskasten im Motorraum und ein weitere 6mm² zum zentralen Sicherungskasten im Armaturenbrett. Hier, sind zwei Sammelschienen. Diese sind ideale Punkte, um die Suppressordioden einzubinden. (Von der Schiene zur Karosse!)

In dem Wunderkasten, dürfe nichts anderes drin sein. (Nur halt 1.000% teurer!) Ich habe mir die Dioden für <20ct bei Reichelt bestellt. (Bestelle da oft! Meist locker 1/2 so teuer wie Conrad!) Zwei Drähte ran gelötet und mit Kleber-Schrumpfschlauch versehen. An die Adern einfach Kabelschuhe mit Öse und schon konnte ich es an die Sammelschiene und Karosse schrauben. (Hatte ich gemacht, nachdem meinem Kollegen sein SG flöten ging!)

An der Batterie kann man das Teil einbauen, ist aber wenig sinnig!

Zitat:

Original geschrieben von Georg266


Am Nehmerfahrzeug ist die Bordspannung 2V-4V niedriger. Aus der Richtung kommt gar nichts. Da ist auch die Lichtmaschine, wenn sie noch funktioniert, an der Gegelgrenze. Um die Lichtmaschine, an der Erzeugung von Spannungsschwankungen, zu hindern, schaltet man die Lichtmaschine, samt Fahrzeug einfach aus.

Ist doch so nicht richtig! Schalte ich den Motor vom Spender ab, sinkt die Spannung am Spender auf unter 13V! Daher, kann der Nehmer eine höhere Spannung haben und daher Strom von dort kommen! Beim Abklemmen, kann sich die Verkabelung entladen! (Selbstinduktion!)

Daher: Grundsätzlich sollte man einen Verbraucher haben, der Strom schlucken kann!

MfG

Hallo Johnes

Wieviele hast du den insgesamt eingebaut?
Hast vielleicht auch ein Bild davon?

Viktor

Ich habe 2 Dioden drin. Ist nur eine Versicherung! Ob es hilft, wird sich zeigen. Ich hatte die Öffnungsspannung der Dioden mal gemessen. Sind ca. 17V wo die Diode öffnet und Strom durch lässt. Ab 18.5V, hat mein Netzteil (5A) dicht gemacht! Nach einigen Sekunden, ging aber die Diode drauf. (War zu lange! Bei Überspannungsspitzen, sind es meist nur Millisekunden.) Waren wohl mit 100W Dauerlast, etwas viel!

Ich mach morgen mal Bilder!

MfG

Klar ist nur eine Versicherung, kann helfen, muß aber nicht.
Besser man hat Vorgesorgt.

Viktor

Sehe ich auch so! Ich habe grundsätzlich Licht an und hoffe auf die Dioden.

Ich gebe oft Pannenhilfe! (Daher, wollte ich mehr, als nur auf den Hersteller vertrauen!) Ich hatte im alten Mondeo auch schon die Dioden drin. Bis jetzt ist nichts gestorben. Wenn ich von zuhause ausrücke, packe ich inzwischen immer öfter meine 2. Batterie aus dem Bastel-Keller ein! (Die ist i.O. und immer gut geladen!) So umgehe ich das Problem noch besser.

MfG

Hallo,
ich habe selten so viel Quatsch und aus aufgeschnapptem Halbwissen dürftig konstruierte Katastrophenszenarios gelesen wie in diesem kurzen Thread.
Alles sicherlich irgendwie im weitesten Sinne "denkbar" aber in der Realität deutlich unwahrscheinlicher als im Hamburger Elbtunnel bei einem Erdbeben verschüttet zu werden.

Die Batterie stellt eine Kapazität von einigen Farad dar. Sie ist also ein gigantischer Kondensator. Die Lichtmaschine klemmt nicht ohne Grund direkt an ihr dran. Eventuelle Schaltspitzen, die man beim An und Abklemmen eines Überleitkabels erzeugt, werden von diesem riesigen Kondensator sicher verrundet und dadurch unschädlich gemacht.
Die Lichtmaschine produziert selber heftigste Spannungsspitzen, weil ihre Kohlen nicht permanenten Kontakt zum Rotor haben. Unter Last kann man da kleine blaue Blitze erkennen. Jeder Blitz erzeugt eine heftige Spitze! Diese schaden trotzdem keiner Diode. Schon gar keiner in der Lichtmaschine. Weder in Fluß, noch in Sperrrichtung.
Die Lichtmaschine ist mit der Zündung daher auch der heftigste Störer in der elektrischen Anlage. Überspannungen, selbst von der doppelten Bordspannung, bleiben bei heutiger, ab Werk eingebauter Elektronik, folgenlos.
So, und nun das, was auch den alberndsten "Ja aber Sager" verstummen läßt:
Bei jedem normalen Anlassen eines Fahrzeuges wird durch den Magnetschalter schlagartig ein um vieles stärkerer Strom an und abgeschaltet als er durch jedes Überleiten auf ein fremdes Fahrzeug entstehen kann. Größenordnung 200 Ampere und mehr. Der Anlasser stellt vor der Manetisierung praktisch einen Kurzschluß dar. Dabei fliegen heftigst die Funken, wenn man das fette Kupferstück, das da schaltet, einmal ohne Gehäuse sehen kann.
Warum soll, wenn eine regelmäßig, direkt mit einem kurzen Kabel in der Nähe erzeugte starke Überspannung harmlos ist, eine weit entferntes, über den Wiederstand eines langen Kabels gefiltertes Fünkchen nun aber die Lichtmaschine killen?
Bitte Erklärungen!
Äh? Ne, echt nicht. Da kann man wirklich nichts konstruieren.

Was allerdings sein kann: Die Lichtmaschine ist bereits am Ende ihrer Lebensdauer durch abgenutzte Kohlen, oder einen steigenden Kontaktwiederstand, z.B. im Regler. Sie wäre auf den nächsten 100km sowieso verendet. Durch die hohe Stromabgabe auf die leere Batterie mußte sie nun für einen Moment etwas mehr Strom liefern, als die eigene, praktisch immer volle Batterie, normalerweise aufsaugt. Dadurch ist sie nun eine halbe Minute oder zwei Betriebsstunden früher defekt. Gestorben wäre sie ohnehin, kein Wenn und Aber.
Dann solltet Ihr Euch mit 0,4 Cent an der Reparatur beteiligen, womit Ihr dann auch den übergeleiteten Strom bezahlt hättet. Denn den gibt es auch nicht umsonst, sondern er wird durch Benzin oder Diesel erzeugt.

Alles was von diesem dummen Thread übrig bleibt, ist das am Ende die ohnehin schwache Bereitschaft, einem anderen Starthilfe zu geben, noch geringer geworden ist. Super Leute! Denn die Mehrheit liest eine vernünftige Erklärung eh nicht, weil die kurze Überschrift ihrer Faulheit und ihrem Egoismus viel besser zu Pass kommt.

Gruß!

PS ich habe in meinem Leben schon hunderten von Autos Starthilfe gegeben, nie war hinterher etwas defekt.

Zitat:

Original geschrieben von turbochris22397


Die Batterie stellt eine Kapazität von einigen Farad dar. Sie ist also ein gigantischer Kondensator. Die Lichtmaschine klemmt nicht ohne Grund direkt an ihr dran. Eventuelle Schaltspitzen, die man beim An und Abklemmen eines Überleitkabels erzeugt, werden von diesem riesigen Kondensator sicher verrundet und dadurch unschädlich gemacht.

Wenn man es denn richtig macht!

Zitat:

So, und nun das, was auch den alberndsten "Ja aber Sager" verstummen läßt:
Bei jedem normalen Anlassen eines Fahrzeuges wird durch den Magnetschalter schlagartig ein um vieles stärkerer Strom an und abgeschaltet als er durch jedes Überleiten auf ein fremdes Fahrzeug entstehen kann. Größenordnung 200 Ampere und mehr. Der Anlasser stellt vor der Manetisierung praktisch einen Kurzschluß dar. Dabei fliegen heftigst die Funken, wenn man das fette Kupferstück, das da schaltet, einmal ohne Gehäuse sehen kann.
Warum soll, wenn eine regelmäßig, direkt mit einem kurzen Kabel in der Nähe erzeugte starke Überspannung harmlos ist, eine weit entferntes, über den Wiederstand eines langen Kabels gefiltertes Fünkchen nun aber die Lichtmaschine killen?
Bitte Erklärungen!
Äh? Ne, echt nicht. Da kann man wirklich nichts konstruieren.

Doch kann man: Beim normalen Starten, erzeugt man einen starken Spannungseinbruch. Zudem, ist er wie erwähnt, dicht und satt an der Batterie angeklemmt. Die Spannung ist beim starten unterhalb der Spannung der Batterie.

Beim Fremdstarten, hebst du das Spannungsniveau über das der Batterie, da ja die LiMa des Spenders Strom produziert und zudem geladen ist. Es fließt Strom zum Nehmer, der schlagartig unterbrochen wird. Der von der LiMa erzeugte Strom, muss irgendwo hin. Kann er aber nicht. Es kommt zu einer Spannungserhöhung.

Ich werde nachher mal versuchen das mit dem Oszi zu visualisieren! Mein DSO ist leider gerade verliehen, da ein Kollege an seinem LCD nen Fehler sucht. Daher, muss ich versuchen das an meinem alten Scope abzulichten.

Zitat:

Die Lichtmaschine produziert selber heftigste Spannungsspitzen, weil ihre Kohlen nicht permanenten Kontakt zum Rotor haben. Unter Last kann man da kleine blaue Blitze erkennen. Jeder Blitz erzeugt eine heftige Spitze! Diese schaden trotzdem keiner Diode. Schon gar keiner in der Lichtmaschine. Weder in Fluß, noch in Sperrrichtung.
Die Lichtmaschine ist mit der Zündung daher auch der heftigste Störer in der elektrischen Anlage.

Die Kohlen an der Erregerwicklung haben nichts mit "Überspannung" zu tun. Auch nicht, wenn sie funken! Dort fließen keine 5A unter Volllast! Sie erzeugen in den sekundären Wicklungen keine Spannungspitzen. So schnell magnetisiert man dort nichts um. Das widerspricht sich! Zumal die Spannung im Erregerstromkreis unter 12V liegt. Meist um 3-7V. Auch, ist der Regler mit Schutzdioden gegen diese Spitzen gewappnet. Die Kohlen liegen ja nicht im Bordnetz! Wie kommst du also zu so einem Unsinn?

Zitat:

Überspannungen, selbst von der doppelten Bordspannung, bleiben bei heutiger, ab Werk eingebauter Elektronik, folgenlos.

Darf ich das bei dir im Fahrzeug testen? Ich gebe mal einige Stöße von ~1-5ms mit 28V auf dein System im Wagen??? Moderne Steuergeräte versagen meist bei ca. 18-21V ihren Dienst!

Zitat:

Alles was von diesem dummen Thread übrig bleibt, ist das am Ende die ohnehin schwache Bereitschaft, einem anderen Starthilfe zu geben, noch geringer geworden ist. Super Leute! Denn die Mehrheit liest eine vernünftige Erklärung eh nicht, weil die kurze Überschrift ihrer Faulheit und ihrem Egoismus viel besser zu Pass kommt.

Ehrlich gesagt

, halte ich das für besser, wenn man sich jemanden ruft, der sich besser damit aus kennt und nicht sein Privatwagen nimmt um dich fremd zu starten. Der Mann vom ADAC oder sonstigen Pannendiensten, hat kein Problem damit, wenn die Firmen-Karre verreckt! (Zumal, >90% aller Pannenhelfer nicht mit dem Fahrzeug fremd starten, sondern mit einem Powerpack!)

Bei modernen Fahrzeugen bzw. bei Laien, ist diese Haltung durchaus sinnvoll. Die Versicherung zahlt hierbei nämlich nicht und du bist der Dumme! Du möchtest hier sicher auch keinem eine Versicherung ausstellen! Oder, etwa doch?

Zudem: Wer hat denn überhaupt immer ein Kabel dabei? Oma Müller sicher nicht!

Zitat:

PS ich habe in meinem Leben schon hunderten von Autos Starthilfe gegeben, nie war hinterher etwas defekt.

Habe ich auch schon! Bei älteren Fahrzeugen, die als Spender fungieren, ist auch nicht viel drin, was sterben kann. Aber, ich stand auch schon nehmen, als unbelehrbare Kollegen von mir, mit einem modernen

fast Neuwagen

(paar Wochen alt!) einen Wagen fremd starteten und der Spender ging beim Abklemmen einfach aus! (SG hin! Werkstatt sagte, passiert öfters, sie kennen das schon!)

Wie ich schon schrieb: Jeder Schutz ist besser, als kein Schutz! Ich nehme immer öfter, eine 2. Batterie! In der Firma wurde extra ein PowerPack angeschafft. (Dies, wird auch gewartet und fit gehalten!)

Gerade bei modernen Fahrzeugen, ist Egoismus meist die bessere Entscheidung! Pannendienst oder der Gang zum Baumarkt, ist alle 10 Jahre mal drin! Ist ja nicht so, dass man in der tiefsten Pampa wohnt, wo man ne Woche auf einen Pannendienst warten muss!

MfG

Hi,
Deine Ausführungen des von der Lichtmaschine fließenden Stromes, der, weil das Kabel abgeklemmt wird, nicht mehr weis wo er hin soll, zeigen sehr schön, was Du so von Elektrik und Elektronik für eine Vorstellung hast und im Allgemeinen verstehst. Laß mal die kindliche Phantasie raus und beschäftige Dich mit Realitäten.
Jede Form von Stromkreis braucht nun mal ein Gefälle, das bedeutet eine hochgespannte und eine weniger hoch gespannte Seite, sonst kann nichts fließen. Mit Deiner Annahme würde jedes Anschließen und trennen eines fließenden Stromes zu größten, ja tödlichen Problemen führen. Ob Deine Stromquelle nun durch ein Überleitkabel auf zwei Batterien oder ohne Kabel auf nur eine liefert, ist für sie nicht weiter interessant. Weshalb Du auch beim Abklemmen keine relevant veränderten Bedingungen vorfindest.
Vermutlich verwechselst Du da etwas mit einer Drehstromlichtmaschine, die schlagartig ohne Verbraucher betrieben wird. Was sie in der Tat nicht gerne mag und wozu, bei vorgesehener Notabschaltung, Schutzdioden vorgesehen werden.

Aber egal, bau Dir weiter an jede Sicherung Dioden und werde glücklich damit.

Diese Märchen von durch das Überleiten zerstörten Bauteilen wird es so lange geben, wie unaufmerksame und unbelehrbare Menschen beim Überleiten die Pole verwechseln können.
Die brauchen dann eine Entschuldigung, weil sie nicht zugeben wollen Mist gebaut zu haben. Gehörst Du dazu? Das erklärt dann Deinen Eifer.

Mir hat mal ein Mechatronikerlehrling erklärt, man müsse beim Überleitem Plus an Minus und Minus an Plus halten, sonst käme es zu keiner Spannungserhöhung.... hatte er angeblich in der Berufsschule gelernt. Erst als ich ihm vorschlug das sofort praktisch an seinem eigenen Fahrzeug zu demonstrieren, war er plötzlich nicht mehr so sicher. Das zur Bildung unserer Jugend...

Deshalb sind viele Systeme heute gegen Verpolung geschützt. Ebenso wie sie nach Möglichkeit bis knapp 30 Volt vertragen sollten, ganz einfach weil es vielerorts auch LKW gibt, die diese Bordspannung haben. Bereits bei handelsüblichen Starthilfegeräten liegen gerne mal 18 Volt an. Miss mal im Leerlauf so einen großen Werkstattlader mit "Boost" Funktion. Wirst Dich wundern.

Autos sind heute zu teuer, um zuzulassen, das sie mit einem einzigen Fehler oder Überleiten Elektroschrott sind.

Gruß!

Deine Antwort
Ähnliche Themen