Leistungsverlust beim Cooper
Hai zusammen,
meine Freundin fährt einen Cooper von 2002 mit 8Jx18 ET40 mit 215/40/18 und direkt nach der Montage der Sommerräder (Crown-Spoke oder so) fährt der Mini wie durch Gummibänder gehalten. Schnelles Überholen auf der Autobahn ist nicht mehr möglich, je nach Tagesform geht ab 140 km/h kaum noch was.
Die Werkstatt meinte dazu:
Cooper mit Automatik und den dicken Rädern und dann noch sommerliche Temperaturen, dann sei die Leistung so wie sie ist o.k.
Kann das wahr sein, dass der Mini nur im Winter mit Winterrädchen ein flotter Feger ist und im Sommer nur zum zeigen oder wollen die uns einen vom Pferd erzählen????
Danke
ovidoc
33 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von weissbierjojo
@ Markus:hab noch was vergessen: Dein Boxter hat nicht viel mehr Drehmoment als dein Mini und dennoch ist er in den reinen Längsfahrleistungen über alle Berge. Also.....kanns eben nicht für die erreichbare Geschwindigkeit ursächlich sein.
Gruß
Das liegt nur am schlechten CW Wert des Mini, wenn der besser wär, dann wär ich mit dem D so schnell wie mit dem Boxster.😁😁😁
Mit der Höchstgeschwindigkeit hast Du schon Recht, dazu braucht man PS. 😉
Ich hab das mit dem Drehmoment eigentlich auf die großen Räder bezogen, hab mich dann aber in der Formulierung etwas vergallopiert. Sorry !😉
Wenn der Wagen wenig Drehmoment hat, merkst Du das beim Durchzug deutlicher als z. B. bei einem starken Diesel. Wenn der Wagen erst mal rollt, dann kannst Du auch mit großen Rädern eine hohe Endgeschwindigkeit erreichen, sofern die Aerodynamik dann nicht zu sehr darunter leidet. Problem ist, das der Luftwiderstand leider nicht linear zunimmt, deshalb braucht man für nur 10 km / h mehr auch gleich ne ganze Reihe mehr PS.
Zum Wohl ! ( Es ist gleich 11 Uhr )
Gruss
Markus
Zitat:
das Schöne am Disskutieren ist ja, dass man sich auch widersprechen kann und genau das tue ich in diesem Fall wieder 🙂
Der Wert der Höchstgeschwindigkeit hängt eben nicht vom Drehmoment ab. Das Drehmoment bezeichnet eben nur die Kraft, die der Motor auf die Kurbelwelle drücken kann (Physik: das mit dem 1 Meter langen Hebel und dem Kilostück am anderen Ende...du weist schon...oder auch nicht mehr...ist ja schon lange her)
Für die Höchstgeschwindigkeit spielt jedoch diese Kraft überhaupt keine Rolle. So läuft zB. ein 4er Golf GTI mit 150 Turbo PS exakt so schnell wie der 150 TDI im gleichen Auto, obwohl dieser nahezu das doppelte Drehmoment hat.
Die Formel 1 Autos fahren hingegen deswegen "so langsam", weil sie eine vergleichsweise beschissene Aerodynamik haben, die nämlich nur auf Abtrieb konstruiert ist und nicht auf Windschlüpfrigkeit. Ein F1 hat im Fahrzeugbau den miesesten CW Wert. Zusätzlich sind die Getriebe recht kurz, da diese Autos ja nicht vordergründig sparen sollen sondern schnell beschleunigen.
Recht hast du, dass die Leistung über die Drehzahl kommt und gerade bei hohen Drehzahlen ist zB. beim Benziner das Drehmoment schon wieder klein, somit kann es also nicht ursächlich für die Höchstgeschwindigkeit sein, die Überwindung der Fahrwiderstände Luft und Reibung wird durch Leistung beinflusst.
Gruß, Jochen
Dann darf ich dir ja auch widersprechen.
Natürlich ist es Quatsch das Drehmoment für die Beschleunigung nötig wäre, oder für die Höchstgeschwindigkeit o.ä.
In der Physik gibt es eine Formel die den Zusammenhang zwischen Drehzahl, Drehmoment und Leistung beschreibt. Damit wird klar das es einzig und allein um die Leistung geht. Die Leistung ist das Produkt aus Drehzahl und Drehmoment, somit ist beides gleich wichtig für die Leistung. Allerdings ist es egal ob ich das Drehmoment oder die Drehzahl oder auch beides erhöhe, die Leistung steigt immer mit.
Unterschiede gibt es natürlich in der Art der Leistungsentfaltung. Bei hohem Drehmoment habe ich bei niedrigen Drehzahlen schon mehr Leistung, typische Vertreter sind Turbomotoren, egal ob Benzin oder Diesel. Autos die über die Drehzahl die Leistung holen, sind normalerweise auch kürzer übersetzt. Jeder der Auto fährt weiß was eine kürzere Übersetzung ausmacht, man merkt das spätestens beim runterschalten.😉
Irgendwann ist die Summe der Fahrwiderstände so groß das die Leistung nicht mehr ausreicht den Wagen weiter zu beschleunigen. Und dabei ist es egal ob ich mit mehr Drehmoment oder höherer Drehzahl fahre.
Beim Beschleunigen hat man mit höherem Drehmoment bei niedriger Drehzahl deshalb Vorteile, weil man einfach in dem Moment mehr Leistung hat. Allerdings wird das durch die Übersetzung mehr oder weniger wieder ausgeglichen.
Beim Vergleich eines gleichstarken Turbodiesels und eines Saugbenziners wird beim Anfahren der Diesel im 1. Gang Vorteile haben, da er mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und somit mehr Leistung hat. Die kürzere Übersetzung des Benziners wird das wohl nicht sofort ausgleichen, sondern erst bei höheren Drehzahlen. Sobald man die Gänge ausdreht und in den nächsten Gang schaltet, werden beide Motoren durch eine passende Übersetzung im optimalen Drehzahlbereich anfangen.
Letztlich ist dann auch die Beschleunigung vergleichbar, ein Turbo mit 100 PS wird etwa genauso schnell in der Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit sein wie ein Sauger.
Beim Diesel kommt wohl noch hinzu das die Drehzahl stark limitiert ist und die Drehmomentkurve bei hohen Drehzahlen oft sehr stark abfällt. Das merkt man beim Chiptuning sehr gut. Oft steigt die Leistung im mittleren Drehzahlbereich stark an, wodurch die Beschleunigung völlig unharmonisch wird, im hohen Drehzahlbereich tut sich meist nichts mehr und die Höchstgeschwindigkeit ändert sich kaum.
Das Beispiel mit den F1 Autos ist natürlich sehr schlecht gewählt. Die Autos fahren gegeneinander Rennen, die Höchstgeschwindigkeit ist dabei sekundär und ändert sich ja auch bei der Übersetzung für unterschiedliche Strecken. Das Ziel ist vielmehr eine passende Übersetzung für die Rennstrecke zu wählen um optimale Rundenzeiten zu erzielen und den Konkurenten überholen zu können.
Überholvorgänge spielen sich auch meist beim Rausbeschleunigen aus Kurven ab und nicht am Ende von Geraden wegen einer höheren Endgeschwindigkeit.
Am Ende der Gerade kommt auch die nächste Kurve und die Physik bestimmt auch in der F1 welche Geschwindigkeit man max. fahren kann um vor der Kurve noch richtig bremsen zu können. Eine höhere Endgeschwindigkeit bedeutet auch frühere Bremspunkte.
Zitat:
Original geschrieben von need for speed2
Dann darf ich dir ja auch widersprechen.
Natürlich ist es Quatsch das Drehmoment für die Beschleunigung nötig wäre, oder für die Höchstgeschwindigkeit o.ä.
In der Physik gibt es eine Formel die den Zusammenhang zwischen Drehzahl, Drehmoment und Leistung beschreibt. Damit wird klar das es einzig und allein um die Leistung geht. Die Leistung ist das Produkt aus Drehzahl und Drehmoment, somit ist beides gleich wichtig für die Leistung. Allerdings ist es egal ob ich das Drehmoment oder die Drehzahl oder auch beides erhöhe, die Leistung steigt immer mit.
Unterschiede gibt es natürlich in der Art der Leistungsentfaltung. Bei hohem Drehmoment habe ich bei niedrigen Drehzahlen schon mehr Leistung, typische Vertreter sind Turbomotoren, egal ob Benzin oder Diesel. Autos die über die Drehzahl die Leistung holen, sind normalerweise auch kürzer übersetzt. Jeder der Auto fährt weiß was eine kürzere Übersetzung ausmacht, man merkt das spätestens beim runterschalten.😉
Irgendwann ist die Summe der Fahrwiderstände so groß das die Leistung nicht mehr ausreicht den Wagen weiter zu beschleunigen. Und dabei ist es egal ob ich mit mehr Drehmoment oder höherer Drehzahl fahre.
Beim Beschleunigen hat man mit höherem Drehmoment bei niedriger Drehzahl deshalb Vorteile, weil man einfach in dem Moment mehr Leistung hat. Allerdings wird das durch die Übersetzung mehr oder weniger wieder ausgeglichen.
Beim Vergleich eines gleichstarken Turbodiesels und eines Saugbenziners wird beim Anfahren der Diesel im 1. Gang Vorteile haben, da er mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und somit mehr Leistung hat. Die kürzere Übersetzung des Benziners wird das wohl nicht sofort ausgleichen, sondern erst bei höheren Drehzahlen. Sobald man die Gänge ausdreht und in den nächsten Gang schaltet, werden beide Motoren durch eine passende Übersetzung im optimalen Drehzahlbereich anfangen.
Letztlich ist dann auch die Beschleunigung vergleichbar, ein Turbo mit 100 PS wird etwa genauso schnell in der Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit sein wie ein Sauger.
Beim Diesel kommt wohl noch hinzu das die Drehzahl stark limitiert ist und die Drehmomentkurve bei hohen Drehzahlen oft sehr stark abfällt. Das merkt man beim Chiptuning sehr gut. Oft steigt die Leistung im mittleren Drehzahlbereich stark an, wodurch die Beschleunigung völlig unharmonisch wird, im hohen Drehzahlbereich tut sich meist nichts mehr und die Höchstgeschwindigkeit ändert sich kaum.Naja...da hast du mir ja gar nicht so sehr widersprochen 🙂
So in etwa habe ich das ja auch gemeint. Ich kann dir eigentlich nur zustimmen 🙂
Gruß, Jochen