Leasingrückgabe 330d G21 M-Paket - Reparaturleitfaden BMW

BMW 3er G21

Servus zusammen,

ich habe gerade eine größere Diskussion bezüglich eines Leasingrückläufers mit meinem Fuhrparkmanagment und BMW.

Augenscheinlich habe ich an der Heckschürze einen unbemerkten Parkplatzrempler oder anderweitigen Kontakt gehabt, der von Seiten BMW bei der Wertminderung mit 2.250 € netto veranschlagt wurde. Begründet wurde dies mit der beim M-Paket in diesem Bereich nicht erlaubten Reparatur und demnach Kompletttausch des Stoßfängers mit Lackierung.

Uns wurde ein Bild mit projiziertem Dellenspiegel aus dem TüV Gutachten zur Verfügung gestellt, auf dem ich einen Lackschaden erkennen kann aber keine Verformung. Bisher war ich der Meinung, dass sich bei Dellen im Lack der Verlauf der Linien verändert. Hier kann ich das nicht erkennen. Meiner leihenhaften Ansicht nacht, wird hier die Reflektion durch den Klarlackschaden unterbrochen aber der Verlauf der Lichtlinien geht akkurat weiter.

Ich war bei der Rückgabe nicht dabei - da bei allen anderen Rückgaben (gut ... bisher immer Audi) nie solche Ansprüche geltend gemacht wurden.

Meine Frage wäre an dieser Stelle - sofern auf Basis der Bilder beurteilbar - darf man an dieser Stelle wirklich keine Smart Repair Maßnahmen durchführen?

Besten Dank und Grüße

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Reparaturhinweise
Schaden
31 Antworten

Wir haben nochmals Rückmeldung von Euler mit nun ausführlicher Reparaturanleitung - anstatt nur des Screenshots -bekommen. Dort steht auch das drin, was im Link von @fisirota besprochen wurde, dass die Teile 3 mal überlackiert werden dürfen, jedoch mit Ausnahme der rot markierten Bereiche wegen der darunter befindlichen Radarsensoren - zu sehen auf dem Bild das Eingangsposts.

Der Werkstattmeister bleibt stur auf TüV Gutachten und BMW Reparaturanleitung und beharrt auf Austausch, obwohl in der Anleitung steht, dass man den Klarlack mit 1000er Körnung polieren darf, um die optischen Beeinträchtigungen zu reduzieren. Das ist wohl das, was Euler machen wird... nachdem sie die 2.8k € der Versicherung eingesackt haben. Dann stellen sie das Auto für unter Marktpreis in die Halle, weil Marge wurde ja bereits gemacht.

Zitat:

@waxweazle01 schrieb am 4. April 2024 um 11:49:27 Uhr:


Das Fahrzeug wurde über BMW Euler bestellt und über Alphabet geleast. Die Rückgabe samt TüV Gutachten fand ebenfalls bei Euler statt.

Die Beanstandung an das Restwertgutachten mit Verweis auf die Richtlinien von Alphabet bei Schäden wurden von Euler nicht als relevant eingestuft, weil sie ja das Fahrzeug weiter vertreiben (wollen). Wir haben nun noch mal mit Verweis auf Deinen Link und dem Großkundenbetreuer von Euler in CC eine Neubewertung des Schadens eingefordert.

Mit BMW Euler hatte ich bei Kauf eines GW vor paar Jahren auch nicht so gute Erfahrungen.

Hab dann den Gesellschafter in den Emailverteiler aufgenommen. Und auf einmal ist man auch normal mit mir umgegangen. 😉

@waxweazle01

Naja es wird immer abenteuerlicher.
BMW entwickelt in Zusammenarbeit mit den Lackherstellern eine Farbe die dazu gedacht ist den Bereich der Radar- Sensoren zu lackieren.

Kraft seiner Wassersuppe behauptet der Meister das die gesamte Stoßstange drei Mal überlackiert werden darf, außer den Bereich der Sensoren? Das soll erst einmal jemand verstehen.

Wie sich das in der Praxis gestaltet? Man weiß es nicht und der Meister auch nicht.

Aus meiner Erfahrung behaupte ich einfach mal das noch kein Fachmann, der Ahnung von Lack hat, das Fahrzeug überhaupt gesehen hat.
Weder der Tüv noch der Werkstattmeister besitzen die Expertise den Schaden zu beurteilen. Meine Erfahrungen.

Die Fronten sind so weit verhärtet das ich nicht glaube das der Werkstatt Meister weiterhin der richtige Ansprechpartner ist. Vielleicht sollte das Thema mal eine Etage höher eskaliert werden.

Falls jemand glauben sollte das, das Fahrzeug ja Vollkasko versichert ist und diese dann zahlt. Ohne Schadensmeldung zahlen die nichts.

Eine Schadensmeldung im Sinne von „da ist irgendwann mal was passiert“ wird nicht funktionieren.

Meines Wissens gibt es keine Leasing Verträge oder Langzeit Mietverträge in denen eine Klausel enthalten ist die besagt das ein Fahrzeug bei Rückgabe in den Neuzustand versetzt werden muss.

Wir reden hier von einem beruflich genutzten Fahrzeug das xx.000 km auf der Uhr hat und zu 75% - 100% abgeschrieben ist.

Durch die monatlichen (Miet-) Zahlungen wird ein gewisser Grad an Abnutzung bezahlt. Auf den Bildern ist für mich kein Schaden zu erkennen der mich davon abhalten würde ohne jegliche Reparatur weiterhin zu fahren. Ich glaube das sehen viele sehr ähnlich.

Grüße

Zitat:

Unserer war 3 oder 4 Wochen nach Rückgabe verkauft. Hätte mich auch sehr interessiert, was letzten Endes wirklich von den "Schäden" gemacht wurde.

Genau das gleiche wie bei verkratzten Alufelgen.
Nämlich: NICHTS. Der Kunde zahlt eine (oder mehrere) neue Felgen, die dann "nicht reparierbaren" Felgen werden schnell aufgehübscht (maximal) und so geht der Wagen in den Verkauf. Falls der Zweitbesitzer rummäkelt das die Dinger ja ne Macke haben kommt der Hinweis: Das ist ja kein Neuwagen, alles nur Gebrauchsspuren.

Der Kunde hat noch nichtmal Anspruch auf die gebrauchten Felgen.

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Wieviel Kilometer sind es denn? Zur Beurteilung eines altersgerechten Zustand gehört das doch auch.

Ich bin sowieso noch nie ein Fan vom Leasing (privat) gewesen, habe mich wg. der traumhaften Konditionen Mal hinreißen lassen, aber dieses Kapitel ist für mich durch!
Ganz zu schweigen von den aktuellen (wohl realistischen) Konditionen, wo es ich es ohnehin niemals machen würde.

@TaifunMch Der Wagen wurde 4 Jahre gefahren und hat (coronabedingt) bei Abgabe an Euler 72.200 km auf dem Tacho

@fisirota Der Werkstattmeister schickt uns bei jeder Nachfrage oder Argumentation stumpf das angehängte Dokument von BMW. Auf Seite 10 beginnt die Anweisung, auf Seite 19 ist der G21 mit M-Paket abgebildet.

Wir warten jetzt auf die Rückkehr das Großkundenbetreuers nächste Woche und probieren bei ihm noch mal im Gespräch den Sachverhalt zu klären.

Ich würde mit dem Werkstattmeister nicht mehr kommunizieren sondern das an den GF / Großkundenbetreuer eskalieren… Ich hatte damals einmal mit der Werkstattmeister telefoniert/ geschrieben, das hat mir gereicht.

Schade dass es dort immer noch so läuft. Von einer so großen BMW Händler Gruppe würde man ein anderes Vorgehen erwarten

72.000 Kilometer und 4 Jahre sind nun nicht so wenig, dass dort nicht auch ein paar kleinere Themen sein dürften. Daher würde ich das höchstens anteilig bezahlen. Und der Werkstattmeister ist für mich auch nicht der richtige Ansprechpartner.

Habe mal einige Jahre den Fuhrpark in unserem Unternehmen "nebenbei gemacht"-was ich da erlebt habe...da wird erwartet dass nach 3 Jahren und 150.000km das Fahrzeug nahezu Neuzustand aufweist. Ganz schlimm waren VW/Audi-
von wegen normale Gebrauchsspuren. Und wie die bereits erwähnt-im Verkauf werden die Fahrzeuge wenn überhaupt mit Smartrepair aufgehübscht...

Interessanter Fall. Ich habe zum Glück noch 2 Jahre bis zur Leasingrückgabe und bin gespannt was dann ist. Bei einer Stoßstange sollte SmartRepair immer möglich sein. Die 2250 EUR netto, die in Rechnung gestellt werden sollen halte ich für total überzogen.

Um die Sache hier noch abzuschließen - die betroffene Stelle wurde von einem Fahrzeugaufbereiter poliert und das Ergebnis sah danach schlimmer aus als vorher.

Schlussendlich wird nun die Stoßfänger doch komplett getauscht.

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Ich denke ich werde vor Leasingrückgabe solche kleinen Schäden durch Machlackierung beseitigen lassen.
Dieser Artikel zur Lackdichte ist interessant: https://de.defelsko.com/.../...advanced-driver-assistance-systems-adas

Laut Artikel dürfen Stoßstangen mit ADAS Systemen nachlackiert werden, solange die Lackdichte in Bereich der Originallackierung bleibt. Kritisch sollten sowieso nur die Stellen sein wo der Sensor genau drunter verbaut ist.

Zitat:

@waxweazle01 schrieb am 22. April 2024 um 16:27:13 Uhr:


Um die Sache hier noch abzuschließen - die betroffene Stelle wurde von einem Fahrzeugaufbereiter poliert und das Ergebnis sah danach schlimmer aus als vorher.

Schlussendlich wird nun die Stoßfänger doch komplett getauscht.

Was musst du jetzt zahlen?

Zitat:

@cycroft schrieb am 23. April 2024 um 21:46:06 Uhr:


Laut Artikel dürfen Stoßstangen mit ADAS Systemen nachlackiert werden, solange die Lackdichte in Bereich der Originallackierung bleibt. Kritisch sollten sowieso nur die Stellen sein wo der Sensor genau drunter verbaut ist.

Genau das war ja hier der Fall - genau hinter der Schramme liegt der Sensor - hatte ich ja im Eingangspost ein Bild gezeigt.

Zitat:

Was musst du jetzt zahlen?

Weiß ich noch nicht.

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