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Lackpolitur/Versiegelung und Lackdicke?

Hallo zusammen,

ich habe bei einem Wagen (möglicher Kauf) überall eine Lackdicke von 180-210 µm gemessen. Üblich bei einer Werkslackierung sind 100-140 µm (diese Werte messe ich auch bei den baugleichen Fahrzeugen). Hinweise auf Nachlackierung habe ich bisher noch nicht gefunden, der Verkäufer besteht auf Unfallfreiheit.

Frage: ist es möglich, dass bei einer Aufbereitung die gemessene Lackdicke um die Dicke der Versiegelung zunimmt? Bitte nur konkrete Erfahrungswerte oder bestätigte Untersuchungen, aber keine Vermutungen. Oder wurde der ganze Wagen doch "geduscht"?

Frohe Weihnachten und schöne Bescherung,

Nipo

Beste Antwort im Thema

Warum genau die das machen, kann ich ja nur vermuten.

Wahrscheinlich kriegen die Hausaufbereiter es nicht auf die Reihe den harten Lack zu polieren. Die sahen dann evtl. auch noch so verkratzt aus, dass sie eben lackiert wurden. Die Kosten sind für Mercedes Benz sicher auch a)nicht so hoch und b) zahlt es eh der Käufer. Bei Mercedes Benz hab ich es sehr oft gesehen. Auch bei der VAG Gruppe. Dort dann aber wirklich sehr sehr schlecht gemacht. Ein Passat, der als Jahreswagen unfallfrei gekauft wurde habe ich mal genauer untersucht. Beide Seitenteile, beide Kotflügel und eine Türe nachlackiert. Stoßfänger in anderer Farbe montiert und nachlackiert. Insgesamt total schlecht ausgeführt.

Ich habe bislang auch nur 2 Kunden erlebt, die sowas bemerkt haben. Die leute haben das Auge dafür einfahc nicht, was ja auch normal ist.

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Zitat:

@mhob schrieb am 1. Januar 2015 um 19:23:11 Uhr:

Warum genau die das machen, kann ich ja nur vermuten.

Wahrscheinlich kriegen die Hausaufbereiter es nicht auf die Reihe den harten Lack zu polieren. Die sahen dann evtl. auch noch so verkratzt aus, dass sie eben lackiert wurden. Die Kosten sind für Mercedes Benz sicher auch a)nicht so hoch und b) zahlt es eh der Käufer.

Das wird am Ende wohl alles eine Frage der Kosten sein. Ob nun das Auto 2 Tage lang aufbereitet wird oder ob das Auto nen halben Tag mit Klarlack geduscht wird, kommt am Ende wohl auf selbe raus.

 

Zitat:

@mhob schrieb am 1. Januar 2015 um 19:23:11 Uhr:

Bei Mercedes Benz hab ich es sehr oft gesehen. Auch bei der VAG Gruppe. Dort dann aber wirklich sehr sehr schlecht gemacht. Ein Passat, der als Jahreswagen unfallfrei gekauft wurde habe ich mal genauer untersucht. Beide Seitenteile, beide Kotflügel und eine Türe nachlackiert. Stoßfänger in anderer Farbe montiert und nachlackiert. Insgesamt total schlecht ausgeführt.

Ich habe bislang auch nur 2 Kunden erlebt, die sowas bemerkt haben. Die leute haben das Auge dafür einfahc nicht, was ja auch normal ist.

Die meisten Autokäufer sehen Fehler immer erst später. Am Tag wo das Auto abgeholt wird, steht das Auto im Showroom beim Händler mit recht schlechten Licht. Man denkt an alles mögliche, aber nicht daran alle Bautteile auf die gleiche Farbe zu kontrolieren.

Zitat:

@Preile schrieb am 1. Januar 2015 um 20:13:25 Uhr:

Das wird am Ende wohl alles eine Frage der Kosten sein. Ob nun das Auto 2 Tage lang aufbereitet wird oder ob das Auto nen halben Tag mit Klarlack geduscht wird, kommt am Ende wohl auf selbe raus.

Das hätte ich nicht gedacht. Gut, die werden andere Preise zahlen, aber wenn ich an meinen Heckschaden mit ich meine > 2000,- EUR nur fürs Lackieren denke. Auch stelle ich mir "mit Klarlack duschen" etwas aufwändiger vor: Pingeligste Lackreinigung, abkleben, lackieren, trocknen, polieren ...

Aber von prof. Lackieren habe ich auch absolut null Ahnung. Man lernt nie aus.

Gruß,

DiSchu

Autos komplett zu lackieren - besonders wenns um Gebrauchte geht, da wird kein Händler mitmachen. Wenn ein Lack so derbe runtergerockt ist, gehen diese Fahrzeuge eher in den Pool fürs Ausland oder für die "kleinen" Händler oder sonstwas, aber lackieren lassen - boah, nee, beim besten Willen nicht.

Weil:

mal SCHNELL schleifen, ableben und lackieren ist nicht (und schon gar nicht nur eben mit Klarlack drüber).

In dieser Preiskategorie ist das Demontieren und Montieren aller Leisten, Leuchten, Embleme, Gummis etc unumgänglich, wenn die Lackierung nicht auffallen soll. Das bei diesen Montagearbeiten auch immer mal etwas kaputt geht ist auch normal, da die Fahrzeuge heutzutage nicht für mehrfaches Zerlegen gemacht sind. Da bei einer Ganzlackierung immer auch ein immenser Nachreinigungsprozess inbegriffen ist, kann das alles zusammen schon mal locker (auch für das Autohaus mit intgrierter Lackiererei) 4.500 -5.000 € kosten (hab hier einfach mal ne C-Klasse T-Modell mit Dachreling zu Grunde gelegt). Klar geht günstiger, aber immer wenns Weniger für den Lackierer gibt, kann man davon ausgehen, dass die Qualität leidet.

Natürlich ist das nicht die Regel aber es wird gemacht, sicherlich eher selten. Und meistens ist die Qualität dann auch eher unterirdisch im Bezug auf das Fahrzeug. Meistens wird in der Produktion oder in den Logistikzentren auch noch mal hier und da was lackiert, bevor die dann geliefert werden.Das Autohaus hat da auch ganz andere Möglichkeiten was die Kosten angeht, besonders dann wenn die eine angebunde Lackierei haben. in einer ruhigen Phase z.B. . Es gibt aber auch Lackiereien die fast zu 100% nur für eine große Autohauskette arbeiten. Die fügen sich natürlich dem Druck des Auftraggebers, wenn es um Kosten und Zeiten geht. Ich bin fast wöchentlich in so einer Lackierei die für BMW arbeitet.

Darf ich fragen, wie du die Kosten berechnet hast?

Ich hab da nix berechnet. Das sind die Preise die hier aufgerufen werden. Das Wissen kommt durch die Zusammenarbeit mit diversen Autohäusern, Lackierereien und selbstredend durch meine Vergangenheit als Lackierer im Autohaus.

Das Autohaus zahlt der eigenen Lackierabteilung 5000,-€ bzw. hat 5000,-€ Kosten, wenn die ein Fahrzeug komplett lackieren?????? Also ich hab vorher auch nicht auf dem Spagelfeld gearbeitet und von 2002-2004 bei der damaligen Daimler Chrysler Gruppe in einem Riesen Center in der Karosserieabteilung mit eigener Lackiererei gearbeitet. Dort sind einige Fahrzeuge so,wie von mir geschildert, lackiert worden.

Klar gehts auch billiger. Aber wie gesagt - je billiger umso mehr haperts an der Qualität. Und bei dem von mir genannten Preis sind drei Abteilungen inbegriffen: Teilelager, Lack und die Karosserie (In nicht unerheblichen Mass).

Ach so,

ich habs auch nie so ganz verstehen können / wollen, warum man sich intern solche Preise macht.

Wahrscheinlich um möglichst hohen Kostenaufwand in die Bilanz einfließen zu lassen. Was müsste der Kunde dann zahlen, wenn die tatsächlich so hohe Kosten haben?

An dieser Stelle möchte ich nur kurz einwerfen, das durch die teilweise Knebelung der Lackierbetriebe Lackierkosten für das Autohaus, von unter dem eigentlichen Kostenpreis entstehen. Teils wird sogar ohne Berechnung lackiert, hauptsache der Lackierer bekommt weiterhin die wirtschaftlichen Versicherungsschäden.

Ich bin jetzt ein wenig verwirrt. Einerseits führst du Kosten von 5000,-€ an (bezogen auf das Thema), andererseits sagst du, dass die Autohäuser teilweise die Kosten drücken( bis unter die Selbstkosten der Lackierei). Letzteres kann ich so bestätigen, weshalb ich ja auch sagte, dass es kein großer Akt für ein Autohaus sei, "mal eben" ein ganzes Auto für den Verkauf durch die Lackierei zuschieben.

Das kam vom Putzi...

Er hat doch geschrieben, dass er verwirrt ist. ;-)

Es ist keine Seltenheit, dass Fahrzeuge im Produktionswerk ein zweites Mal lackiert werden. Wenns dumm läuft kann das auch die komplette Karosserie inkl. Anbauteile (Türen, Haube, Kofferraumdeckel) betreffen.

Logischerweise ist die Schichtstärke hier dann deutlich höher als bei anderen Fahrzeugen.

Kein Hörensagen sondern wochenlang live miterlebt ;)

Die Kosten einer Fz-Aufbereitung, und dazu gehört auch eine Neulackierung, können als Betriebskosten von der Steuer abgesetzt werden. Das Finanzamt kann i.d.R. nicht beurteilen, ob die Kosten einer Aufbereitung (Lackierung) verhältnismässig sind. Der Händler/Aufbereiter hat hier also Spielraum. Ich selbst habe schon erlebt, dass ein Gebrauchtwagen von MB Lack-mässig nicht zufriedenstellend aufbereitet werden konnte und eine Neulackierung (nur Klarlack) erforderlich war, um den Kunden zufriedenzustellen. Einen Aufpreis für den Kunden gab es hier aber nicht.

Wie das jetzt kalkuliert und verrechnet wird, entzieht sich meiner Kenntnis.

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