Kurvenausgang treiben nach außen

Yamaha MT 07

Hallo zusammen,

ich fahre noch nicht lange und habe das Problem, dass ich vor allem auf Landstraßen am Kurvenausgang sehr nach außen drifte. Also in der Rechtskurve zur Mittellinie und in der Linkskurve zum Fahrbahnrand.
Habt ihr Tipps wie ich mich da verbessern kann?

Beste Grüße

66 Antworten

😁 ... ich glaube, er meinte den Bereich am Anfang der Kurve, quasi die Anbremszone 🙂

Zitat:

@KapitaenLueck schrieb am 16. April 2021 um 08:27:50 Uhr:


Ich bin der Drücker Leger Hänger. Ich fahr alles was grad zur Kurve passt.

Ich auch 😁.

Zitat:

@KapitaenLueck schrieb am 16. April 2021 um 08:27:50 Uhr:


Aber ja, die Techniken wie die Kurve anfahren bremse einlenken Blickführung sollte man sich immer mal vor Augen führen. Auch wenn man meint man/n hätte es im Blut.

Ja, die Blickführung. Ich merke bei mir selbst, dass je länger der Fahrtag dauert, desto stärker lässt die korrekte Blickführung nach. Was am Anfang noch automatisch funktioniert, muss nach langem Fahren "erzwungen" werden.

Der Trick ist einfach, möglichst lange „draußen“ zu bleiben und einen weiten Weg zu nehmen. Weiter Weg bedeutet, dass man auch mehr Zeit hat. Nachteil ist, je länger man draußen bleibt, desto stärker muss man dann einlenken und die Schräglage erhöhen.

Wer den Schwachsinn, den ich schreibe nachlesen möchte: Steht im Berndt Spiegel ab Seite 90.

Zitat:

@schredder66 schrieb am 16. April 2021 um 09:25:29 Uhr:



Zitat:

@KapitaenLueck schrieb am 16. April 2021 um 08:27:50 Uhr:


Ich bin der Drücker Leger Hänger. Ich fahr alles was grad zur Kurve passt.

Ich auch 😁.

Zitat:

@schredder66 schrieb am 16. April 2021 um 09:25:29 Uhr:



Zitat:

@KapitaenLueck schrieb am 16. April 2021 um 08:27:50 Uhr:


Aber ja, die Techniken wie die Kurve anfahren bremse einlenken Blickführung sollte man sich immer mal vor Augen führen. Auch wenn man meint man/n hätte es im Blut.

Ja, die Blickführung. Ich merke bei mir selbst, dass je länger der Fahrtag dauert, desto stärker lässt die korrekte Blickführung nach. Was am Anfang noch automatisch funktioniert, muss nach langem Fahren "erzwungen" werden.

He he, bei mir genau umgekehrt. Anfang der Fahrt mach ich immer vieles verkehrt bis ich wieder alles im Kopf abgerufen habe und vorm geistigen Auge abgespult habe dauert es immer ein wenig bis ich wieder drin bin. Dann läufts aber.

Wenn ich unkonzentriert werde dann mache ich ne Pause und Dampf mir eine und trink ein Bier oder.... Zwinker

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Zitat:

@schredder66 schrieb am 16. April 2021 um 09:25:29 Uhr:



Zitat:

@KapitaenLueck schrieb am 16. April 2021 um 08:27:50 Uhr:


Ich bin der Drücker Leger Hänger. Ich fahr alles was grad zur Kurve passt.

Ich auch 😁.

Zitat:

@schredder66 schrieb am 16. April 2021 um 09:25:29 Uhr:



Zitat:

@KapitaenLueck schrieb am 16. April 2021 um 08:27:50 Uhr:


Aber ja, die Techniken wie die Kurve anfahren bremse einlenken Blickführung sollte man sich immer mal vor Augen führen. Auch wenn man meint man/n hätte es im Blut.

Ja, die Blickführung. Ich merke bei mir selbst, dass je länger der Fahrtag dauert, desto stärker lässt die korrekte Blickführung nach. Was am Anfang noch automatisch funktioniert, muss nach langem Fahren "erzwungen" werden.

Ja Blickführung und üben üben üben
Km schruppen und immer wieder Blickführung bewusst trainieren.
Da wo du hinschaust da fährst du hin.
Entweder zum Kurvenausgang oder in den Gegenverkehr...

Das muß automatisch gehen.
Denn wenn's mal knapp wird greifst du auf Automatismen zurück.

Zitat:

@WorldEater666 schrieb am 16. April 2021 um 09:02:32 Uhr:


Was bitte ist denn eine gerade Kurve?

Wie du kennst eine Gerade Kurve nicht??

Das ist das wo man das Abbiegen übt bzw einen Abflug macht.

Nur so neben bei das ist so bei uns in der Truppe ein Running Gag Ich Fragte einen Kumpel ( der Lehrer ist) ob es eben die ,der oder Das gerade Kurve heißt ,er meinte Die gerade Kurve.
***wir wissen alle das es keine gerade Kurve gibt ***
Und er muss sich das halt als Lehrer immer wieder von uns anhören.
Was natürlich immer wieder für erheitertes Gelächter sorgt.

Moin!

Es gibt keine "magischen" Tricks oder Geheimnisse, um durch eine Kurve kommen. Die typischen Themen bzw. Probleme sind:

Geschwindigkeit
Manch unerfahrener, unroutinierter oder übermotivierter Fahrer, lässt sich schnell (ggf. auch von seinen Kumpels) dazu verleiten, Kurven schneller zu fahren, als es (schon) sinnvoll ist. Daher: Finde dein Tempo bei dem du technisch(!) sauber(!) durch die Kurve kommst. Wenn du das dauerhaft ohne Fehler schaffst, dann steigere das Tempo.

Blickführung
Wurde schon einiges zu geschrieben, wird aber regelmäßig extrem unterschätzt. Generell solltest du dir merken: Blickführung sollte nicht heißen, die "Augen so ein bisschen in die Richtung zu richten", sondern den ganzen Kopf dorthin zu richten, wo die Reise hingeht.
Die Beeinflussung der Linie durch die Blickführung ist meist viel wichtiger als alle anderen Elemente, sofern nirgendwo "overpaced" wird.

Linie
Wie schon geschrieben, ist eine Kurve immer von außen anzufahren. Viele haben regelmäßig Angst und/oder wollen noch "Reserve" haben - und gehen dabei regelmäßig die Gefahr z.B. in einer Linkskurve zu weit mittig zu fahren und damit mit dem Oberkörper im Gegenverkehr zu hängen.
Zudem ist die Linie auch aus anderen Gründen falsch - hierzu verweise ich einfach mal auf das Stichwort "Hinterschneiden" und z.B. auf Youtube oder Google.
Die Linie wird maßgeblich durch die Blickführung beeinflusst.

Fehlende Kenntnisse von Fahrphysik
Stichwort: Countersteering. Es ist in Unterhaltungen immer wieder erstaunlich, wie viele Fahrer halt "einfach so" fahren. D.h. viele Bewegungen gar nicht bewusst stattfinden - was dazu führt, dass im Fall des Falles, wenn eine gezielte unmittelbare Korrektur notwendig ist, auch nicht gezielt gehandelt werden kann.
Es gibt viele Fahrer, die Countersteering immer noch für eine Legende halten. Wer aber nicht weiß, dass es ihm den Hintern retten kann, auf der kurveninneren Seite zu drücken - der hat ein Problem. Zumal das schneller und effektiver ist, als irgendwie mit dem Körper zu arbeiten.
Dazu kommen noch die sonstigen fahrphysikalischen Effekte: Warum ein plötzliches Belasten des Vorderrades gefährlich sein kann, aber auch ein plötzliches Entlasten des Vorderrades zum Abflug führen kann. Warum es zum "Hopping" beim Schalten kommen kann usw. Ohne Kenntnis der Auswirkungen des Handelns, kann jedes Handeln dazu führen, dass man sich im Grün wiederfindet. Oder in einer Holzkiste.

Mangelnde Kenntnis der Maschine und Grenzen
Frage: Wann hast du das letzte Mal geschaut wann und wie stark dein ABS regelt? Wo genau greift deine Kupplung? Hebt sich dein Hinterrad bei einer Vollbremsung - und wie weit? Die Liste lässt sich lange fortführen, im Ergebnis lässt sich jedoch festhalten, dass es genügend Leute gibt, die sich auf ihrer Maschine setzen und fahren und Angst vor Schräglage, scharfen Bremsmanövern oder was auch immer haben, weil sie gar keine Ahnung von den Grenzen ihrer Maschine haben.
Da wird eine Angst vor dem "sicher nicht haftenden" Reifen aufgebaut - obwohl heute wohl jeder Standardtouren(!)reifen locker 50° Schräglage erlaubt. Gewendet wird in zwölf Zügen, weil man sich in langsamer Geschwindigkeit nicht mal traut, den Lenker in Anschlag und zusätzlich die Maschine in Schräglage zu drücken - und dann mit 100km/h sauber durch die Kurve?!
Andersrum wird meist ein Schuh draus: Ein Motorrad gewinnt automatisch an Stabilität durch höhere Geschwindigkeit - wer seine Maschine also auch bei geringer Geschwindigkeit beherrscht und das Verhalten in jeder Situation kennt und deuten kann, der hat regelmäßig auch bei steigender Geschwindigkeit Vorteile.

Kurvenstil
Drücken, Legen, "Legen 2.0", Hang-Off. Dynamischen Slalomfahren oder Spitzkehren sind technisch anders zu fahren, als langgezogene Hochgeschwindigkeitskurven, als als als... Lassen wir den Hang-Off mal außen vor, solltest du die verschiedenen Techniken kennen und wissen, sie einzusetzen. Gefühlt würde ich sagen, dass viele Fahrer bis ca. 15° noch legen und dann, häufig aus Angst, anfangen in ein Drücken zu kommen - was häufig sehr krautig aussieht. Dazu kommt: Legen bedeutet mehr Schräglage - also kurzum weniger Sicherheit.

Körperstil
Wie stark hältst du die Griffe? Klammerst du dich fest an die Lenkstange oder könntest du eigentlich auch einen Wellensittich in der Hand halten? Wie stark liegst du auf den Armen/Handgelenken bzw. stützt du dich aus dem Bauch/Rumpf. Hast du genügend Stabilität aus den Beinen/Unterkörper heraus oder versuchst du dich durch den Oberkörper zu halten?
Man muss nur mal bei gutem Wetter dem ein oder anderen Motorradfahrer für 30 Sekunden hinterher fahren und sieht regelmäßig schon in wenigen Sekunden beim Folgen, wie falsch, weil verkrampft, unlocker etc., jemand auf dem Motorrad sitzt. Es ist z.B. eine Lenk- und keine Haltestange.
Dabei färbt die Haltung, die Art auf der Maschine zu sitzen etc., massiv auf das Fahrverhalten ab - und trägt damit zu deiner (Un-)Sicherheit bei.
Und zudem auch zu dein körperlichen Auswirkungen: Wer mir abends erzählt, dass er Schmerzen in den Handgelenken hat, weil er da den ganzen Tag drauf "gelegen" hat, der hat ein grundsätzliches Problem mit seinem Stil beim Sitzen/Fahren.

Sonstige technische Elemente
Dazu kommen dann noch die sonstigen technischen Elemente. Sowohl fahrtechnisch: Warum kann es z.B. sinnvoll sein, auch die Hinterradbremse in der Kurve zu nutzen? Wann be-, wann entlastest du diese?
Aber auch die technische Seite: Hast du ein kombiniertes Vorder-/Hinterradbremssystem? Und so weiter. Das sind Punkte, die sich teilweise oben schon wiederfinden oder diese ergänzen - aber nur weil etwas gefühlt "weiter weg" ist, von dem was man als "Problem" wahrnimmt, heißt es nicht, dass es da kein Zusammenwirken gibt (oder geben sollte).

Und zu guter letzt...
All das verlangt Übung. Regelmäßig. Nicht nur alle drei Wochen bei der Fahrt zur Eisdiele. Der eine kommt nach der Winterpause schneller wieder rein, der andere weniger schnell. Es ist aber nichts peinlich daran, sich Sonntags auf den nächsten IKEA-Parkplatz zu begeben und dort immer wieder mal 'ne Stunde zu üben.
Es ist auch sinnvoll, sich immer wieder mal das ein oder andere geführte/professionelle Training zu besuchen - vom ADAC, über viele kleiner Anbieter, findet sich da überall was.
Aber: Es bringt nur wenig, dass nur einmal zu machen, einmal im Jahr zu üben - Routine entsteht aus Regelmäßigkeit. Und nicht vergessen: Amateure üben so lange, bis sie es einmal richtig gemacht haben - Profis so lange, bis sie keine Fehler mehr machen.

Ein Tipp bei dem ich eine gewisse Vorsicht walten lassen würde: Sich einen besseren Fahrer suchen und mit dem zusammen fahren. Es gibt Fahrer, die können gut analysieren, da kannst du dir was abschauen und dich entsprechend fortentwickeln. Du kannst dir schlimmstenfalls, auch bei einem "schnellen" und - vermeintlich - guten Fahrer, auch Fehler, schlechte Angewohnheiten und Fehler abschauen. Sofern man die Fähigkeiten des anderen nicht gut beurteilen kann, ist die Frage, ob da jemand wirklich eine Hilfe oder eher eine Verschlimmbesserung ist. Aber wenn du jemanden kennst, der gut fahren kann - fahre zusammen mit der Person.

Für alle Tipps gilt: Machst du einen Fehler, schluderst oder bist du technisch nicht (mehr) sauber, gehe wieder einen oder mehrere Schritte zurück (also reduzieren die einflussnehmenden Elemente und/oder die Geschwindigkeit).

Wie man sieht, sind die grundlegenden Stellschrauben nicht viele. Man kann noch welche ergänzen oder die o.g. weiter aufgliedern - aber im Kern ist es das schon. Die Schwierigkeit liegt darin, ein hinreichende Routine darin zu entwickeln, dass viele der Sachen nicht mehr deine bewusste Beobachtung benötigen, sondern im motorischen Gedächtnis abgelegt und routiniert und automatisiert ausgeführt werden.

Zitat:

@SoulBS schrieb am 16. April 2021 um 12:22:24 Uhr:


Moin!

Ein sehr interessanter und lesenswerter Beitrag, danke!

Ja absolut Zustimmung...

So einfach kann Mopedfahren sein

Ausdrucken, auf den Tank kleben und immer wieder durchlesen.

Ich kann mich noch sehr gut an eine meiner ersten Fahrten erinnern, dreispurige Strecke, Linkskurve. Zum Kurvenbeginn auf der linken Spur, in der Kurvenmitte reichte die rechte schon nicht mehr und ich hab dann den Notausgang genommen. Rückblickend - das Motorrad hätte viel mehr Schräglage verkraftet, ich damals aber noch nicht.

Wenn diese Carola es wieder zulässt, einfach mal eine Alpentour mitmachen, mit Reiseleiter. Macht Spaß und bringt viel.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 16. April 2021 um 17:31:19 Uhr:


Ausdrucken, auf den Tank kleben und immer wieder durchlesen.

Beim Fahren lesen. Dann klappt jede Kurve.

Der Kandidat aus Berlin hat ihn oben kurz erwähnt: Berndt Spiegel.
ADAC-Training war ja mein Praxis-Tipp, aber Berndt Spiegel ist, was die Theorie anbelangt, wohl das Nonplusultra.

Bernt Spiegel ist aus den 90ern und wir haben das damals wirklich ausprobiert und geübt ( mein kleiner Bruder ist Fahrlehrer und Instruktor). Mit den Aufklebern auf dem Tank, wie von Spiegel beschrieben. Das hat zu dem von mir praktizierten Fahrstil geführt, immer bewusst den Lenkimpuls einzusetzen. Deshalb sage ich ja immer, dass für mich die Blickführung nicht sooo wichtig ist. Aber ist ja auch egal ... Hauptsache es macht Spaß und ich bin Erster.

Ich hab nur das Problem an den Grenzbereich ran zu kommen da ich nicht weiß wie die Kiste dann reagiert.

Wischt sie dann über Vorderrad oder Hinterrad nur leicht zum äußeren und wird bei immer mehr Geschwindigkeit mehr oder haut mir das Vorder/Hinterrad mit einem Schlag weg.

Ich hab bissl Schiss vor dem zweiten.

Das ist mir bei kalten Reifen und geringer Fahrt beim Anbremsen mit leicht eingeschlagener Lenkung bereits 2 x passiert, sogar an gleicher Stelle. Muss im Sommer Eis gelegen haben, grins.

Neee, aber bei voller Fahrt traue ich mich einfach nicht an den Grenzbereich zu fahren.

Es bleiben immer die Angststreifen am Reifen sichtbar.

Da schleifen doch erstmal die Angstnippel an den Rasten.

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