Kupferpasten und ABS Bremsen; Ein Risiko ?
Hallo zusammen,
seit einigen Tagen versuche ich mit Hilfe von Kupferpasten, Bremsen und Automobilherstellern, Fachbuchautoren und Fahrzeugingenieuren eine Antwort auf die Frage zu bekommen ob man Kupferpaste an Bremsen (mit ABS) noch einsetzen darf und wenn nicht, was der Grund dafür ist. Vielleicht kennt sich jemand im Forum damit aus ?
Die ausweichende Antwort ist, daß man nur vom OEM freigegebene Schmiermittel einsetzen darf (Bei Ford z.B. nach ESE-M12A4-A).
Eine generelle Aussage keine Kupferpasten an ABS Systemen einzusetzen habe ich nicht bekommen!
Was gerade Kupfer so kritisch erscheinen läßt ist auch völlig unklar !
Vielleicht handelt es sich also wirklich um einen (unbeabsichtigten) Hoax der sich ähnlich wie die Geschichte zur "Spinne in der Yucca-Palme" verbreitet hat nachdem ein solcher Hinweis über einen ebay blog zu den Todsünden bei der Bremsenmontage erschienen ist.
Bei all den Produkten und ABS Technologien wird sich kaum jemand dazu hinreissen lassen einen einmal ausgesprochenen Sicherheitshinweis für falsch zu erklären....
Allgemein gilt:
Kupfer ist ein nicht magnetisches, weiches Metall mit guter Wärmeleitfähigkeit, sehr guter Stromleitfähigkeit und einem Schmelzpunkt über 1000 °C (Aluminium schmilzt z.B. schon bei 600 °C). Es ist toxisch für Microorganismen (antimikrobiell).
In Kupferpasten wird es oft mit synthetischen Mineral oder Silikonölen als Träger eingesetzt. Die Schmiereigenschaften sind mittelmäßig.
Früher verwendete man Nickelpasten, dort wo Kupfer nicht eingesetzt werden sollte, insbesondere auf Edelstahl oder bei extremeren Anforderungen (Ultrahochvakuum, Stickstoffkühlung). Aufgrund des toxischen Potentials (Allergien, Lungenkrebs) ist die Verwendung eingeschränkt.
Heute gibt es metallfreie keramische Hochleistungspasten die laut Werbung die anderen Pasten ablösen sollen.
Die Erklärungsversuche der "Fachleute" im Internet zur angeblichen Problematik von Kupferpaste sind vielfältig:
- Es handelt sich um eine technisch unbegründete Kampagne der Hersteller keramischer Pasten um Marktanteile gegenüber der etablierten Kupferpaste zu gewinnen.
(scheint mir mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen)
- Die mineralölhaltige Schmierstoffkomponente greift Dichtungen und Bremsschläuche an.
(Alle OEM Spezifikationen schreiben Beständigkeit von Schläuchen und Dichtungen gegen Mineralöle und Kraftstoffe vor. Außerdem hätte das weder etwas mit Kupfer noch mit dem ABS zu tun)
- Kupfer bildet ein galvanisches Element mit Aluminiumbauteilen und zerstört diese.
(Aluminium passiviert und das Korund regiert nicht mit Kupfer. Eisen Chrom oder Sauerstoff stehen in der elektrochemischen Spannungsreihe über Aluminium. Auch hier fehlt der Zusammenhang mit dem ABS. Im Automobil sind viel Bauteile anderen elektrochemischen Potentials elektrisch leitend miteinander verbunden, so daß die Gefahr nicht spezifisch für Kupfer gilt. )
- Kupferpaste hat eine schmierende Wirkung und kann deshalb verfließen und so auf die Bremsscheibe und Beläge gelangen.
(Auch andere Antiquietsch Pasten schmieren und auch Kupferpaste wird nur sehr dünn aufgetragen. Es gibt keinen direkten Effekt auf das ABS, im Gegenteil im Zweifelsfall blockieren die Bremsen auch ohne ABS garnicht...)
- Kupferpaste hat ein geringes Haftvermögen. Kupferpaste wird an die Zahnräder des ABS Sensors geschleudert, bildet Wirbelströme und ein Magnetfeld und stört damit den Hallsensor. (Frage sind Wirbelströme als ABS Störung überhaupt denkbar ? Zunächst müßten zudem größere Mengen Kupferpaste an die 4 ABS Zahnräder gelangen und dort verbleiben. Auch andere schlecht haftende metallische Schmiermittel müßten dann betroffen sein)
- Kupferpaste dringt in den ABS Stecker ein und verursacht elektrische Störungen.
(Das würde Salzwasser auch tun und ein ABS System würde den Signalfehler/Kurzschluß sofort entdecken)
- Kupferpaste sammelt Metallabrieb von den Bremsscheiben, wird so magnetisch und stört dann das ABS System (Auch andere "klebrige" Pasten hätten dieses Problem. Zudem müßten große Mengen Kupferpaste an der richtigen Stelle große Mengen Scheibenabrieb binden. Entweder die Paste haftet, dann gelangt sie nicht ans ABS oder sie haftet nicht, dann bleibt sie nicht am ABS Bei manchen Pasten verkohlt der organische Träger bei der ersten Erhitzung und es bleibt nur eine dünne Metall und Graphitschicht zurück. Auch das ist nicht spezifisch für Kupferpasten.)
- Kupferpasten sind weich und federn. Deshalb schaukelt sich das ABS System auf und führt zu Störungen.
(Interessanter Ansatz aber zum Rücksetzen der Bremsbeläge nach dem Bremsen haben die Scheiben einen kleinen Schlag und der müßte ein ähnliches Phänomen auslösen. Außerdem dürfte der Effekt bei der verwendeten Schichtdicke unerheblich sein.)
Zuguterletzt: Z. B. "Bostik Never Seez Standard Grade" enthält Kupfer aber erfüllt laut Datenblatt die Ford ESE-M12A4-A.
Außerdem habe ich selber bisher keinen Warnhinweis bei Kupferpastenherstellern zum Thema ABS gefunden (vielleicht kennt jemand einen Link ?), in den Do It Yourself Werkstatthandbüchern steht kein Warnhinweis und auch sonst wollte mir (s.o.) bisher niemand ein generelles Risiko von Kupferpasten an ABS Bremsanlagen bestätigen......
Grundsätzlich ist es natürlich möglich, daß "Kupferpaste" hier nur für bestimmte Eigenschaften früher gebräuchlicher Montagepasten steht (klebrig aber geringes Haftvermögen, weich) und deshalb nichts mit Kupfer selber zu tun hat und es eben auch geeignete Kupferpasten und ungeeignete andere kupferfreie Pasten gibt. Das diskreditieren etablierter Systeme bei der Produktneueinführung ist ja nicht unüblich.
Andererseits fehlt aber immer noch eine theoretische Erklärung wie denn der ABS Sensor physikalisch von Kupfer gestört wird und wie wahrscheinlich es ist, daß diese Störung auch eintritt.
Es ist für mich kaum vorstellbar, daß alle Radsensoren in vollem Zahnkranzumfang dauerhaft mit Kupferpaste belegt sind oder sogar noch grammweise Metallabrieb binden der den Hallsensor komplett außer Gefecht setzt ohne, daß das ABS System eine Signalpegelstörung meldet. Selbst dann gäbe es nur einen ABS Ausfall aber wohl keinen Totalausfall der Bremse weil das ABS diese löst ?!
Man dürfte auch meinen, daß ABS Systeme so ausgelegt sind, daß weder Salzwasser im Winter, noch das Durchfahren von Ölpfützen, Benzinlachen oder Erzsand etc. zu dauerhaften, sicherheitsrelevanten Störungen führt.
Was ist also dran am Mythos der Todsünde ?
Beste Antwort im Thema
Hallo zusammen,
seit einigen Tagen versuche ich mit Hilfe von Kupferpasten, Bremsen und Automobilherstellern, Fachbuchautoren und Fahrzeugingenieuren eine Antwort auf die Frage zu bekommen ob man Kupferpaste an Bremsen (mit ABS) noch einsetzen darf und wenn nicht, was der Grund dafür ist. Vielleicht kennt sich jemand im Forum damit aus ?
Die ausweichende Antwort ist, daß man nur vom OEM freigegebene Schmiermittel einsetzen darf (Bei Ford z.B. nach ESE-M12A4-A).
Eine generelle Aussage keine Kupferpasten an ABS Systemen einzusetzen habe ich nicht bekommen!
Was gerade Kupfer so kritisch erscheinen läßt ist auch völlig unklar !
Vielleicht handelt es sich also wirklich um einen (unbeabsichtigten) Hoax der sich ähnlich wie die Geschichte zur "Spinne in der Yucca-Palme" verbreitet hat nachdem ein solcher Hinweis über einen ebay blog zu den Todsünden bei der Bremsenmontage erschienen ist.
Bei all den Produkten und ABS Technologien wird sich kaum jemand dazu hinreissen lassen einen einmal ausgesprochenen Sicherheitshinweis für falsch zu erklären....
Allgemein gilt:
Kupfer ist ein nicht magnetisches, weiches Metall mit guter Wärmeleitfähigkeit, sehr guter Stromleitfähigkeit und einem Schmelzpunkt über 1000 °C (Aluminium schmilzt z.B. schon bei 600 °C). Es ist toxisch für Microorganismen (antimikrobiell).
In Kupferpasten wird es oft mit synthetischen Mineral oder Silikonölen als Träger eingesetzt. Die Schmiereigenschaften sind mittelmäßig.
Früher verwendete man Nickelpasten, dort wo Kupfer nicht eingesetzt werden sollte, insbesondere auf Edelstahl oder bei extremeren Anforderungen (Ultrahochvakuum, Stickstoffkühlung). Aufgrund des toxischen Potentials (Allergien, Lungenkrebs) ist die Verwendung eingeschränkt.
Heute gibt es metallfreie keramische Hochleistungspasten die laut Werbung die anderen Pasten ablösen sollen.
Die Erklärungsversuche der "Fachleute" im Internet zur angeblichen Problematik von Kupferpaste sind vielfältig:
- Es handelt sich um eine technisch unbegründete Kampagne der Hersteller keramischer Pasten um Marktanteile gegenüber der etablierten Kupferpaste zu gewinnen.
(scheint mir mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen)
- Die mineralölhaltige Schmierstoffkomponente greift Dichtungen und Bremsschläuche an.
(Alle OEM Spezifikationen schreiben Beständigkeit von Schläuchen und Dichtungen gegen Mineralöle und Kraftstoffe vor. Außerdem hätte das weder etwas mit Kupfer noch mit dem ABS zu tun)
- Kupfer bildet ein galvanisches Element mit Aluminiumbauteilen und zerstört diese.
(Aluminium passiviert und das Korund regiert nicht mit Kupfer. Eisen Chrom oder Sauerstoff stehen in der elektrochemischen Spannungsreihe über Aluminium. Auch hier fehlt der Zusammenhang mit dem ABS. Im Automobil sind viel Bauteile anderen elektrochemischen Potentials elektrisch leitend miteinander verbunden, so daß die Gefahr nicht spezifisch für Kupfer gilt. )
- Kupferpaste hat eine schmierende Wirkung und kann deshalb verfließen und so auf die Bremsscheibe und Beläge gelangen.
(Auch andere Antiquietsch Pasten schmieren und auch Kupferpaste wird nur sehr dünn aufgetragen. Es gibt keinen direkten Effekt auf das ABS, im Gegenteil im Zweifelsfall blockieren die Bremsen auch ohne ABS garnicht...)
- Kupferpaste hat ein geringes Haftvermögen. Kupferpaste wird an die Zahnräder des ABS Sensors geschleudert, bildet Wirbelströme und ein Magnetfeld und stört damit den Hallsensor. (Frage sind Wirbelströme als ABS Störung überhaupt denkbar ? Zunächst müßten zudem größere Mengen Kupferpaste an die 4 ABS Zahnräder gelangen und dort verbleiben. Auch andere schlecht haftende metallische Schmiermittel müßten dann betroffen sein)
- Kupferpaste dringt in den ABS Stecker ein und verursacht elektrische Störungen.
(Das würde Salzwasser auch tun und ein ABS System würde den Signalfehler/Kurzschluß sofort entdecken)
- Kupferpaste sammelt Metallabrieb von den Bremsscheiben, wird so magnetisch und stört dann das ABS System (Auch andere "klebrige" Pasten hätten dieses Problem. Zudem müßten große Mengen Kupferpaste an der richtigen Stelle große Mengen Scheibenabrieb binden. Entweder die Paste haftet, dann gelangt sie nicht ans ABS oder sie haftet nicht, dann bleibt sie nicht am ABS Bei manchen Pasten verkohlt der organische Träger bei der ersten Erhitzung und es bleibt nur eine dünne Metall und Graphitschicht zurück. Auch das ist nicht spezifisch für Kupferpasten.)
- Kupferpasten sind weich und federn. Deshalb schaukelt sich das ABS System auf und führt zu Störungen.
(Interessanter Ansatz aber zum Rücksetzen der Bremsbeläge nach dem Bremsen haben die Scheiben einen kleinen Schlag und der müßte ein ähnliches Phänomen auslösen. Außerdem dürfte der Effekt bei der verwendeten Schichtdicke unerheblich sein.)
Zuguterletzt: Z. B. "Bostik Never Seez Standard Grade" enthält Kupfer aber erfüllt laut Datenblatt die Ford ESE-M12A4-A.
Außerdem habe ich selber bisher keinen Warnhinweis bei Kupferpastenherstellern zum Thema ABS gefunden (vielleicht kennt jemand einen Link ?), in den Do It Yourself Werkstatthandbüchern steht kein Warnhinweis und auch sonst wollte mir (s.o.) bisher niemand ein generelles Risiko von Kupferpasten an ABS Bremsanlagen bestätigen......
Grundsätzlich ist es natürlich möglich, daß "Kupferpaste" hier nur für bestimmte Eigenschaften früher gebräuchlicher Montagepasten steht (klebrig aber geringes Haftvermögen, weich) und deshalb nichts mit Kupfer selber zu tun hat und es eben auch geeignete Kupferpasten und ungeeignete andere kupferfreie Pasten gibt. Das diskreditieren etablierter Systeme bei der Produktneueinführung ist ja nicht unüblich.
Andererseits fehlt aber immer noch eine theoretische Erklärung wie denn der ABS Sensor physikalisch von Kupfer gestört wird und wie wahrscheinlich es ist, daß diese Störung auch eintritt.
Es ist für mich kaum vorstellbar, daß alle Radsensoren in vollem Zahnkranzumfang dauerhaft mit Kupferpaste belegt sind oder sogar noch grammweise Metallabrieb binden der den Hallsensor komplett außer Gefecht setzt ohne, daß das ABS System eine Signalpegelstörung meldet. Selbst dann gäbe es nur einen ABS Ausfall aber wohl keinen Totalausfall der Bremse weil das ABS diese löst ?!
Man dürfte auch meinen, daß ABS Systeme so ausgelegt sind, daß weder Salzwasser im Winter, noch das Durchfahren von Ölpfützen, Benzinlachen oder Erzsand etc. zu dauerhaften, sicherheitsrelevanten Störungen führt.
Was ist also dran am Mythos der Todsünde ?
122 Antworten
Zitat:
Um das ABS aus dem Tritt zu bringen, langt es nicht nur ein wenig Paste auf die Zahnkränze zu bringen. Man muss eine Schicht in die Lücken und auf die Zähne bringen. Vorher, bleibt das System unberührt.
Beeinflussung durch Magnetfelder, sind auch sehr unwahrscheinlich. Die Schichtdicke muss schon extrem sein! Wer schmiert denn schon ne 0.5mm Schicht auf die Nabe? (Die Schicht, muss auch ununterbrochen sein.)
Ich glaube nicht das du eine umfassende Versuchsreihe durchgeführt hast um sicher sagen zu können das es erst ab einer kompletten Schichtdicke von 0,5mm zu beeinträchtigungen kommt. Insbesondere eine nicht gleichmäßige Schicht kann dazu führen das das Steuergerät einen Fehler erkennt.
Von daher solltest du etwas leiser treten.
Tatsache ist das Kupfer die Sensoren beeinträchtigen kann.
Die Beeinträchtigung muss ja nichtmal so stark sein das kein Drehzahlsignal mehr auslesbar wäre, die Frage ist eher ab welchen Beeinträchtigungen das Steuergerät einen Fehler erkennt.
Wenn ich daran denke welche minimalen Abstandsunterschiede bei diversen ABS Systemen zu Fehlern führen, z.B. leicht angekratzte Sensoren durch verrostere Zahnkränze, dann kann ich nicht ausschliessen das Kupferpaste in diesem System Probleme verursacht.
Zitat:
Original geschrieben von Destructor
Von daher solltest du etwas leiser treten.
Warum? Es ist faktisch unmöglich, bei normalen Gebrauch der Kupferpaste, eine Beeinträchtigung eintreten wird. Da braucht es keine "großen" Versuchsreihen.
Es sind auch keine Fälle dokumentiert. Der eine Beitrag, der ist nicht bestätigt. Weiterhin sind keine Fälle bekannt.
Gib mir echte und nachvollziehbaren Input und ich werde entsprechend leiser treten!
Zitat:
Tatsache ist das Kupfer die Sensoren beeinträchtigen kann.
Woher stammt die Aussage? Ich kenne keine aussagekräftige Quelle. Es ist also
keine Tatsache!
Kupferpaste kann den Sensor nicht direkt beeinflussen! Denn: ABS-Sensoren arbeiten nicht mit NE-Metallen. Daher: NE-Metalle, können den Sensor nur bei gleichmäßiger Bedeckung beeinflussen. Daher: Sie muss das gesamte Sensorrad (Ritzel/Zahnrad) ausreichend bedecken.
Ein Effekt durch die Leitfähigkeit der Paste, ist nicht realistisch! (siehe Funktionsprinzip!)
Auch Abrieb von der Bremse, kann die Sensoren nicht ausser Gefecht setzen. Selbst, wenn das Ritzel mit einer haarfeinen Schicht Kupferpaste bedeckt und dann mit Abrieb der Bremsscheibe bedeckt, wird das System noch arbeiten. Die Schicht bildet also eine neue Oberfläche, die der Sensor wieder abtasten kann.
PS: Mechanische Beschädigungen, sind eine andere Störungsursache! 😉
Ich war nochmal im Keller und habe mit nem ABS-Sensor und nen "wenig" Kupferpaste gespielt. Ich habe den Sensor mit ca. 0.5mm CU-Paste bedeckt und mit einem alten Zahnrad von einem Lager gespielt. Der Sensor gibt Signale. Da der Sensor kein Analogsignal ausgibt, sondern ein Digitalsignal, ist ein zu geringes Signal eher unwahrscheinlich. Wenn, entfällt dies komplett. Auch, wenn ich die Lücken im Zahnrad "fülle", gibt der Sensor Signale ab.
Getestet, habe ich mit dem Einbaumaß von 1mm Abstand zum Ritzel. Bei einem weiteren Versuch, war der Zahnkranz an einer Maschine bei uns in der Firma mit Kupferfett bedeckt. Auch hier, keine Störung. (Sensor ist vergleichbar mit einem ABS-Sensor. Tastabstand 1.5-2.0mm)
Zur Vorgabe von VW: Alle neuen Beläge, sind mit einem Pad auf der Rückenplatte versehen. Diese muss nicht auch noch mit Kupferpaste behandelt werden. Daher kommt wohl das Gerücht von verboten. VW hat meines Wissens nur die Anweisung ausgegeben, dass die mit einem Pad ausgestatteten Beläge nicht mehr mit CU-Paste bestrichen werden dürfen, da dies unsinnig ist.
MfG
Ähm, du weisst wie ein ABS Sensor funktioniert?
Jeglich leitfähiges Metall beeinflusst das Magnetfeld des Dauermagneten und manifestiert sich in einer Spannungsabfall in der Spule des Sensors. Auch wenn du es mit deinen laienhaften Methoden nicht nachprüfen kannst.
Zitat:
Zur Vorgabe von VW: Alle neuen Beläge, sind mit einem Pad auf der Rückenplatte versehen. Diese muss nicht auch noch mit Kupferpaste behandelt werden. Daher kommt wohl das Gerücht von verboten. VW hat meines Wissens nur die Anweisung ausgegeben, dass die mit einem Pad ausgestatteten Beläge nicht mehr mit CU-Paste bestrichen werden dürfen, da dies unsinnig ist.
VW hat im Ersatzteilprogramm die kupferhaltige Schmierpaste gestrichen und nur noch die keramikhaltige im Angebot.
Es werden nämlich weiterhin die Führungen bestrichen welche keine Pads haben.
Zitat:
Original geschrieben von Destructor
Ähm, du weisst wie ein ABS Sensor funktioniert?
Jeglich leitfähiges Metall beeinflusst das Magnetfeld des Dauermagneten und manifestiert sich in einer Spannungsabfall in der Spule des Sensors. Auch wenn du es mit deinen laienhaften Methoden nicht nachprüfen kannst.
Was macht der "Dauermagnet" ?
Zitat:
Original geschrieben von Destructor
VW hat im Ersatzteilprogramm die kupferhaltige Schmierpaste gestrichen und nur noch die keramikhaltige im Angebot.
Es werden nämlich weiterhin die Führungen bestrichen welche keine Pads haben.
VW, nimmt keine CU-Paste mehr... Ok, gehen mit der Zeit!
Gib mir die konkrete Anweisung, die CU-Paste mit benannten Problemen belastet!
MfG
Ähnliche Themen
Der Dauermagnet macht gar nichts.
Das Magnetfeld des Dauermagneten wird durch den Zahnkranz verändert.
Durch diese Magnetfeldänderung wird in der Spule im Sensor eine Spannung induziert welche als Drehzahlsignal dient.
Ich habe leider keinen Zugang zu internen Anweisungen, nur zum Ersatzteilprogramm.
Zitat:
Original geschrieben von Destructor
Das Magnetfeld des Dauermagneten wird durch den Zahnkranz verändert.
Wie beeinflusst Kupferpaste das Magnetfeld?
MfG
In jegliches leitfähige Metall das durch ein Magnetfeld bewegt wird wird eine Spannung induziert.
Diese Induktion verändert das Magnetfeld.
Kauf dir mal nen Physikbuch 🙄
Was bedeutet diamagnetisch? Welchen Einfluss hat CU, auf ein statisches Magnetfeld? (Permeabilität)
Physikbuch? Was mach ich mit den 6 Bänden, die ich hier stehen habe! Muss ich die dann entsorgen?
MfG
Vllt. solltest du die Bücher lesen?
Diamagnetisch bedeutet das sich das Material in einem Magnetfel selbst magnetisiert.
In Kupfer wird bei der Bewegung durch ein Magnetfeld eine Spannung induziert.
Diese indizierte Spannung erzeugt ihrerseits ein Magnetfeld welches dem ursprünglichen Magnetfeld entgegen gesetzt ist.
Zitat:
Original geschrieben von Destructor
Vllt. solltest du die Bücher lesen?Diamagnetisch bedeutet das sich das Material in einem Magnetfel selbst magnetisiert.
Selber schon mal gelesen? Der Stoff magnetisiert sich nicht selber! Er baut ein Gegenfeld auf. Dies ist aber nicht gleich dem anliegenden Störfeld.
Zitat:
In Kupfer wird bei der Bewegung durch ein Magnetfeld eine Spannung induziert.
Diese indizierte Spannung erzeugt ihrerseits ein Magnetfeld welches dem ursprünglichen Magnetfeld entgegen gesetzt ist.
Statisches Magnetfeld! Nicht Wechselfeld! (Welche Frequenz legst du vor?)
Und welche Form, muss für eine Spannungsindizierung vorliegen?
Und welchen Effekt, haben beide diese physikalischen Größen auf den Sensor. Ein eintretender Effekt muss keinen Einfluss auf die Funktion haben. Daher: Welchen Einfluss soll es haben? (Größenordnung!)
MfG
IchZitat:
Statisches Magnetfeld! Nicht Wechselfeld! (Welche Frequenz legst du vor?)
rede von einem statischen Feld.
Auch ein statisches Feld kann in einen Leiter eine Spannung induzieren.
Zitat:
Und welchen Effekt, hat dies auf den Sensor. Ein eintretender Effekt muss keinen Effekt auf die Funktion haben. Daher: Welchen Effekt soll es haben?
Die Frage ist nicht welchen Effekt es haben soll, sondern welchen Effekt es haben kann.
Du schliesst jeglichen Effekt aus, das ist falsch.
Jetzt wirds aber langsam zu Off Topic.
Nimm dir deine Bücher und lies dich bisschen in die Induktion ein.
Dann wirst du auch verstehen warum die Kupferpaste auf dem Zahnkranz die induzierte Spannung in der Spule des ABS Sensors verfälschen kann.
PS:
Zitat:
Selber schon mal gelesen? Der Stoff magnetisiert sich nicht selber! Er baut ein Gegenfeld auf. Dies ist aber nicht gleich dem anliegenden Störfeld.
Tschuldigung du beginnst zu labern.
Er magnetisiert sich nicht selbst aber baut ein Magnetfeld auf?
Du widersprichst dir grad in einem Satz.
Lass es gut sein.
Weiss gar nicht wie du auf Diamagnetismus kommst, ist nicht wirklich das Thema, sondern vielmehr die Induktion.
Da brauche ich nicht lesen. Der Fakt ist, Eisenmetalle haben eine Permeabilität von > >1.000 und Kupfer von <1. Damit ist der Einfluss physikalisch mit 1.000:1 zu benennen.
Daher, der Einfluss ist kaum zu berücksichtigen.
Einen Strom induzieren, kannst du in eine Kurzschlussspule. In einen kleinen Tropfen CU-Paste, kannst du kaum nennenswerte Störfelder induzieren. Man kann in einen bedeckten "Kupferring", eine Spannung induzieren. Aber nicht, wenn das Magnetfeld längs über den Ring fährt. (bzw. der Ring sich dreht.) Es muss das Magnetfeld über die Flanken wandern.
Um ein Wechselfeld in die Spule zu induzieren, muss sich hier allerdings das Feld über der Spule ändern. Bei einer Bedeckung, ist dies aber nicht gegeben. Daher: Eine Induktion mit einem statischen Magnetfeld, ist nicht wirklich möglich. Drehst du ein Zylinder, in einem statischen Magnetfeld, entsteht keine Induktion.
Lese mal dein Buch besser selber!
Entweder du kannst jetzt mal wirklich was bieten, oder ich sage es mal so:
Zitat:
Original geschrieben von Destructor
Von daher solltest du etwas leiser treten.
Ich finde es immer wieder interessant, wie das Gegenüber versucht seinen Standpunkt damit glaubhaft zu machen, indem er sagt, das man sich das doch bitte selber an lesen solle und man selber es nicht erklären möchte! Dies lässt einen in meinen Augen nicht glaubhaft erscheinen.
MfG
Junge.
Denke bitte an Nuhr.
Ich habe dir bereits erklärt das jeder Leiter, unabhängig seiner Permebailität wenn er sich durch ein Magnetfeld bewegt eine Spannung induziert. So funktioniert ein scheiss Dynamo. Für dich wohl Magie.
Diese Spannung, oder besser gesagt der Strom der damit einhergeht erzeugt ein dem entgegen gerichtetes Magnetfeld.
Das lernt man schon in der Schule das um einen Leiter, i.d.R. aus Kupfer, sich ein magnetfeld bildet wenn Strom durchfliesst.
Dieses Magnetfeld beeinflusst das statische Magnetfeld des Dauermagneten.
Durch die Beeinflussung dieses Magnetfelds wird in die Spule des Sensors eine Spannung induziert.
Kuperpaste auf dem sich bewegenden Zahnkranz hat also einen Einfluss auf das Magnetfeld des Dauermagneten.
Noch primitiver kann ichs nicht erklären, sorry.
Zitat:
Da brauche ich nicht lesen. Der Fakt ist, Eisenmetalle haben eine Permeabilität von > >1.000 und Kupfer von <1. Damit ist der Einfluss physikalisch mit 1.000:1 zu benennen.
Falsch.
Die Permeabilität hat keinen Einfluss auf die elektromagnetische Induktion.
Nun muß ich mal Fragen:
Wir haben entweder ein Inkrementrad was beim Motorrad sogar frei liegt (http://www.kfztech.de/kfztechnik/elo/sensoren/drehzahlsensor.htm:) "Inkrementräder sind zum Beispiel das Schwungrad oder das Polrad für die ABS-Sensoren. Anhand von periodischen Lücken im Zahnkranz oder in dem Rad kann ein Induktionsgeber aufgrund der Magnetfeldänderungen ein Drehzahlsignal erzeugen. Eine gleichmäßige Zahnstruktur entspricht einem sinusförmigen Spannungsverlauf. Des Weiteren kann einem Steuergerät eine bestimmte Zahnradposition übermittelt werden, indem in bestimmten Abständen unterschiedlich große Lücken verwendet werden, wodurch es zu einer Veränderung des Spannungsverlaufes kommt"
oder einen Hallsensor ("Ein Hall-Sensor liefert auch dann ein Signal, wenn das Magnetfeld konstant ist. Das ist der entscheidende Vorteil im Vergleich zur Paarung Magnet und Spule. Sobald bei dieser Paarung der Magnet nicht bewegt wird, ist die in der Spule induzierte Spannung null und der Magnet wird nicht erkannt." [wikipedia])
"Der aktive Sensor liefert ein Signal mit drehzahlunabhängiger konstanter Amplitude und nutzt bei der Detektierung des Drehzahlsignals den Hall-Effekt aus. Der Drehzahlsensor kann das Drehzahlsignal von ferromagnetischen Zahnrädern, Stanzblechen oder von Rädern mit aufgebrachten Multipolen detektieren. Bei der Verwendung von Zahnrädern oder Stanzblechen ist ein Arbeitsmagnet hinter dem Messelement eingesetzt."
Hier ist es nochmal im Detail erklärt http://update.carat-gruppe.de/TP_alt/bremse/drehzahlf.html
Beide Meßverfahren sollten sich von diamagnetischen Materialien demnach nicht beinflussen lassen. Falls doch, sollten sich Wasser, Zink, Kupfer oder Graphitpasten nicht unterscheiden ?!
Kupfer wird angeblich auch für die SchlitzhHülse der Sensoren genommen, weshalb Elektrochemie und sonstige Fernwirkung auszuschließen sein müßten......?
Und jetzt kommt das Beste aus der heutigen Suche nach Kupfer und ABS Sensor:
Bei SAF Bremsen (LKW, http://ww1.safholland.de/.../SAF_Repair_Manual_SKRS9022K_de-DE.pdf) heißt es wörtlich:
ABS-Sensor ringsum mit Kupferpaste bestreichen und im Sensorhalter einsetzen. 😁
Myth busted ???