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Kühlwasser kocht unter Last oder bei längerer Autofahrt mit Tempo über 130km/h

VW Golf 6 (1KA/B/C)
Themenstarteram 7. September 2020 um 23:01

Hallo, ich fahre einen Golf VI 2l TDI mit 140 PS und Motorkennbuchstabe CBDB, km Stand 210.000km.

Seit geraumer Zeit habe ich immer einen leichten Kühlwasserverlust. Nach überprüfen aller Leitungen, Schläuche und Kühler konnte ich keine Undichtigkeit erkennen.

Daraufhin bin ich letzte Woche in den Urlaub gefahren. Nach ca. 150km Fahrt ist die Temperaturanzeige schlagartig auf über 120 Grad hoch gegangen und das Kühlwasser hat gekocht.

Man muss dazu sagen, dass ich das gleiche Problem schon einmal dieses Jahr im Winter hatte. Damals war ich ebenfalls auf der Urlaubsheimreise gewesen. Bei normaler Fahrt auf der Autobahn mit Tempo 150 km/h ist Kühlmittelanzeige ganz plötzlich auf über 120 Grad angestiegen.

Daraufhin habe ich angehalten, den Ausgleichsbehälter überprüft und nach kurzer Zeit aufgeschraubt. Glücklicherweise hatte ich das rechtzeitig bemerkt und hatte dadurch kaum Wasser verloren.

Nach ca. 30min abkühlen habe ich den Wagen gestartet und dabei den Ausgleichsbehälter offen gelassen, um zu prüfen ob dieser gleich wieder kocht. Habe gewartet bis der Lüfter anspringt und dabei immer auf die Temperaturanzeige geachtet. Kurz über 90 Grad ist der Lüfter angesprungen und das Kühlwasser ist nicht aus dem Behälter gekocht. Bin dann die restlichen 400 km ohne Probleme bei Tempo 110 km/h nach Hause gefahren.

Die Werkstatt zu Hause hatte einen Druck - und CO Test durchgeführt und konnte auch keine Besonderheiten/Schäden feststellen.

Seit Februar bin ich ca. 8000 km gefahren und das Problem ist nie wieder aufgetreten. Bis letzte Woche wo ich auf den Weg nach Kroatien war. Während der Fahrt ist einfach die Temperatur hoch gegangen und der Wagen hat wieder angefangen mit kochen. Diesmal habe ich den ADAC kontaktiert denn ich hatte noch ca. 800 km zu fahren. Während der Wartezeit ist der Wagen soweit abgekühlt und ich habe den Wagen wieder gestartet, mit offenem Ausgleichsbehälter und gewartet bis der Lüfter eingeschalten hat. Das Wasser hat nicht mehr gekocht.

Der ADAC hatte das ebenfalls geprüft und gemeint zur Sicherheit den Wagen zu einem VW Händler zu fahren. Diese haben sich den Wagen angeschaut und sofort gemeint, dass keine Wasserumlauf mehr zu sehen ist und deshalb gemeint, dass die Wasserpumpe defekt wäre. Diese hatte ich aber vor 2 Jahren beim Zahnriemen Wechsel mit tauschen lassen. Aufgrund der Aussage der Werkstatt haben wir das Fahrzeug Vorort stehen gelassen und die Wasserpumpe für 600€ tauschen lassen. Nach 2 Tagen hat sich die Werkstatt gemeldet und wir konnten es abholen und sind weitergefahren. Die Werkstatt hat ebenfalls noch einen Druck und CO Test nach der Reparatur durchgeführt und auch gemeint, dass die Wasserpumpe defekt gewesen wäre. Leider konnte die Werkstatt die defekte WP uns nicht mehr zeigen, weil es sich um ein Austausch WP gehandelt hat und sofort zurückgeschickt werden musste.

Mit der durchgeführten Reparatur und der weiteren Tests konnten wir die Urlaubanreise weiter fortsetzen. Plötzlich nach ca. 200 km hat der Wagen erneut wieder angefangen zu kochen und die Temperatur ist wieder auf 120 Grad angestiegen. Wir wieder angehalten und ca. 30 min gewartet, danach erneut gestartet, Motor laufen und Ausgleichsbehälter offengelassen. Der Motor hat die 90 Grad erreicht und der Lüfter ist angesprungen.

Bei der Werkstatt angerufen und das Problem geschildert, die meinten es handelt sich wohl möglich um einen Folgeschaden und Sie müssten erneut schauen woran es liegen könnte. Wir wollten aber endlich in den Urlaub weiterkommen und sind dann mit 110 km/h bis nach Kroatien ohne weitere Probleme gekommen. Wollen jetzt am WE wieder nach Hause fahren und hoffen, dass der Wagen die 1000 km durchhält.

Um dem Problem des überhitzen entgegen zu wirken haben Wir festgestellt, dass das Problem mit der Temperaturerhöhung besonders unter Last auftritt und werden deshalb wieder nur mit 110 km /h nach Hause fahren.

Die Frage ist nun woran das dennoch liegen kann, dass bei starker Last die Temperaturanzeige schlagartig steigt und das Kühlwasser zum Kochen anfängt.

Hatte jmd. in der Vergangenheit vielleicht das gleiche Problem und konnte die Ursache für die Überhitzung und den Temperaturanstieg finden? Ich befürchte, dass die nächste Werkstatt ebenfalls den Fehler nicht finden wird und möchte mich deshalb im Vorfeld informieren woran es event. noch liegen könnte.

VG

Beste Antwort im Thema

Wenn Du den Deckel löst sollte es zischen weil das System unter Druck stehen muss. Eigentlich sollte das Kühlwasser dann sogar rausschiessen weil sich durch die Druckentlastung schlagartig der Siedepunkt erniedrigt. Wenn das NICHT der Fall war - mach einen neuen Deckel drauf. Im Deckel ist ein Überdruckventil enthalten und der Deckel ist bei der Druckprobe idR nicht montiert. Ohne den nötigen Systemdruck und ohne das richtige Mischungsverhältnis zwischen Wasser und Frostschutz ist die Siedetemperatur zu gering. Wie schon geschrieben wurde bedeutet eine Anzeige "120°C" nicht zwangsläufig 120°C - eher nur "zu heiss".

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Themenstarteram 7. September 2020 um 23:14

Hallo, ich fahre einen Golf VI 2l TDI mit 140 PS und Motorkennbuchstabe CBDB, km Stand 210.000km.

Seit geraumer Zeit habe ich immer einen leichten Kühlwasserverlust. Nach überprüfen aller Leitungen, Schläuche und Kühler konnte ich keine Undichtigkeit erkennen.

Daraufhin bin ich letzte Woche in den Urlaub gefahren. Nach ca. 150km Fahrt ist die Temperaturanzeige schlagartig auf über 120 Grad hoch gegangen und das Kühlwasser hat gekocht.

Man muss dazu sagen, dass ich das gleiche Problem schon einmal dieses Jahr im Winter hatte. Damals war ich ebenfalls auf der Urlaubsheimreise gewesen. Bei normaler Fahrt auf der Autobahn mit Tempo 150 km/h ist Kühlmittelanzeige ganz plötzlich auf über 120 Grad angestiegen.

Daraufhin habe ich angehalten, den Ausgleichsbehälter überprüft und nach kurzer Zeit aufgeschraubt. Glücklicherweise hatte ich das rechtzeitig bemerkt und hatte dadurch kaum Wasser verloren.

Nach ca. 30min abkühlen habe ich den Wagen gestartet und dabei den Ausgleichsbehälter offen gelassen, um zu prüfen ob dieser gleich wieder kocht. Habe gewartet bis der Lüfter anspringt und dabei immer auf die Temperaturanzeige geachtet. Kurz über 90 Grad ist der Lüfter angesprungen und das Kühlwasser ist nicht aus dem Behälter gekocht. Bin dann die restlichen 400 km ohne Probleme bei Tempo 110 km/h nach Hause gefahren.

Die Werkstatt zu Hause hatte einen Druck - und CO Test durchgeführt und konnte auch keine Besonderheiten/Schäden feststellen.

Seit Februar bin ich ca. 8000 km gefahren und das Problem ist nie wieder aufgetreten. Bis letzte Woche wo ich auf den Weg nach Kroatien war. Während der Fahrt ist einfach die Temperatur hoch gegangen und der Wagen hat wieder angefangen mit kochen. Diesmal habe ich den ADAC kontaktiert denn ich hatte noch ca. 800 km zu fahren. Während der Wartezeit ist der Wagen soweit abgekühlt und ich habe den Wagen wieder gestartet, mit offenem Ausgleichsbehälter und gewartet bis der Lüfter eingeschalten hat. Das Wasser hat nicht mehr gekocht.

Der ADAC hatte das ebenfalls geprüft und gemeint zur Sicherheit den Wagen zu einem VW Händler zu fahren. Diese haben sich den Wagen angeschaut und sofort gemeint, dass keine Wasserumlauf mehr zu sehen ist und deshalb gemeint, dass die Wasserpumpe defekt wäre. Diese hatte ich aber vor 2 Jahren beim Zahnriemen Wechsel mit tauschen lassen. Aufgrund der Aussage der Werkstatt haben wir das Fahrzeug Vorort stehen gelassen und die Wasserpumpe für 600€ tauschen lassen. Nach 2 Tagen hat sich die Werkstatt gemeldet und wir konnten es abholen und sind weitergefahren. Die Werkstatt hat ebenfalls noch einen Druck und CO Test nach der Reparatur durchgeführt und auch gemeint, dass die Wasserpumpe defekt gewesen wäre. Leider konnte die Werkstatt die defekte WP uns nicht mehr zeigen, weil es sich um ein Austausch WP gehandelt hat und sofort zurückgeschickt werden musste.

Mit der durchgeführten Reparatur und der weiteren Tests konnten wir die Urlaubanreise weiter fortsetzen. Plötzlich nach ca. 200 km hat der Wagen erneut wieder angefangen zu kochen und die Temperatur ist wieder auf 120 Grad angestiegen. Wir wieder angehalten und ca. 30 min gewartet, danach erneut gestartet, Motor laufen und Ausgleichsbehälter offengelassen. Der Motor hat die 90 Grad erreicht und der Lüfter ist angesprungen.

Bei der Werkstatt angerufen und das Problem geschildert, die meinten es handelt sich wohl möglich um einen Folgeschaden und Sie müssten erneut schauen woran es liegen könnte. Wir wollten aber endlich in den Urlaub weiterkommen und sind dann mit 110 km/h bis nach Kroatien ohne weitere Probleme gekommen. Wollen jetzt am WE wieder nach Hause fahren und hoffen, dass der Wagen die 1000 km durchhält.

Um dem Problem des überhitzen entgegen zu wirken haben Wir festgestellt, dass das Problem mit der Temperaturerhöhung besonders unter Last auftritt und werden deshalb wieder nur mit 110 km /h nach Hause fahren.

Die Frage ist nun woran das dennoch liegen kann, dass bei starker Last die Temperaturanzeige schlagartig steigt und das Kühlwasser zum Kochen anfängt.

Hatte jmd. in der Vergangenheit vielleicht das gleiche Problem und konnte die Ursache für die Überhitzung und den Temperaturanstieg finden? Ich befürchte, dass die nächste Werkstatt ebenfalls den Fehler nicht finden wird und möchte mich deshalb im Vorfeld informieren woran es event. noch liegen könnte.

 

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Kühlwasser kocht unter Last' überführt.]

Dass das Wasser vermeintlich "plötzlich" auf 120°C springt, liegt an der bescheuerten Plateaufunktion der Wassertemperaturanzeige: Diese zeigt im Bereich 70-110°C falsche Temperaturen an, um den Fahrer "nicht zu verunsichern" - platt gesagt wird immer eine Temperatur von genau 90°C oder nahe bei 90°C (wenn die tatsächliche Tempartur schon deutlich aus dem Soll ist) angezeigt. Verlässt die Temperatur aber den Bereich der Plateaufunktion, kehrt die Temperaturanzeige mit großen Schritten zur Anzeige der echten Temperatur zurück.

Es wäre gut, wenn du mal mit OBDII die tatsächliche Wassertemperatur auslesen und auf einer längeren Fahrt ständig beobachten könntest. Um rauszufinden, ob es tatsächlich ein Ereignis gibt, ab dem die Temperatur eher zügig ansteigt, oder ob vielleicht die Temperatur die ganze Zeit schleichend nach oben kriecht. Damit kann man dann weiter eingrenzen.

Ich kann nur sagen, dass ich mit einer minimal leckenden Wasserpumpe über 70tkm hôhere Öltemperaturen hatte, als nach dem Tausch. Das wird mit dem Kühlwasser analog sein. Eigentlich gibt es ja nur 2 Möglichkeiten. Wasserpumpe pumpt nicht richtig oder Thermostat macht nicht auf.

Wenn Du den Deckel löst sollte es zischen weil das System unter Druck stehen muss. Eigentlich sollte das Kühlwasser dann sogar rausschiessen weil sich durch die Druckentlastung schlagartig der Siedepunkt erniedrigt. Wenn das NICHT der Fall war - mach einen neuen Deckel drauf. Im Deckel ist ein Überdruckventil enthalten und der Deckel ist bei der Druckprobe idR nicht montiert. Ohne den nötigen Systemdruck und ohne das richtige Mischungsverhältnis zwischen Wasser und Frostschutz ist die Siedetemperatur zu gering. Wie schon geschrieben wurde bedeutet eine Anzeige "120°C" nicht zwangsläufig 120°C - eher nur "zu heiss".

Das sich das Kühlwasser im Motor erwärmt ist klar. Das es zum kochen kommen würde auch. Aber damit das Wasser in der Regel nicht zum kochen kommt wird dem Kühlwasser Glysantin und weitere Mittelchen beigemischt. Das senkt die Siedetemperatur ganz erheblich.

Das funktioniert aber auch nur wenn das Kühl -/ System absolut dicht verschlossen ist.

Deckel Ausgleichsbehälter am besten gleich erneuern.

Das Thermostatventil im Kühlkreislauf am besten auch gleich erneuern.

Und nicht vergessen ein zu viel an Glysantin kann die Kühltemperatur auch erhöhen, ergo Konzentration prüfen oder prüfen lassen.

MfG kheinz

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Kühlwasser kocht unter Last' überführt.]

Themenstarteram 8. September 2020 um 11:45

Zitat:

@crafter276 schrieb am 8. September 2020 um 11:19:06 Uhr:

Das sich das Kühlwasser im Motor erwärmt ist klar. Das es zum kochen kommen würde auch. Aber damit das Wasser in der Regel nicht zum kochen kommt wird dem Kühlwasser Glysantin und weitere Mittelchen beigemischt. Das senkt die Siedetemperatur ganz erheblich.

Das funktioniert aber auch nur wenn das Kühl -/ System absolut dicht verschlossen ist.

Deckel Ausgleichsbehälter am besten gleich erneuern.

Das Thermostatventil im Kühlkreislauf am besten auch gleich erneuern.

Und nicht vergessen ein zu viel an Glysantin kann die Kühltemperatur auch erhöhen, ergo Konzentration prüfen oder prüfen lassen.

MfG kheinz

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Kühlwasser kocht unter Last' überführt.]

Themenstarteram 8. September 2020 um 11:50

Danke für die Info. Wie schon erwähnt ist das Fahrzeug in der Werkstatt gewesen und die Wasserpumpe wurde auf Verdacht getauscht. Dann wurde neues Kühlmittel mit dem hoffentlich richtigen Mischungsverhältnis eingefüllt. Auch wurde eine extra Druckprüfung durchgeführt und mit berechnet. Aus diesem Grund sind wir davon ausgegangen, dass das Kühlsystem ohne Probleme Funktioniert. Aber leider ist nach 200 km das gleiche Problem wie vor dem Tausch der Wasserpumpe wieder aufgetreten. Meines Erachtens hat die Werkstatt auf Verdacht die Wasserpumpe gewechselt und das war aber nicht dir Ursache gewesen. Die Frage ist was bei einer Druckprüfung genau gemacht wird.

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Kühlwasser kocht unter Last' überführt.]

Eine Druckprüfung macht nur Sinn wenn das Kühlsystem zu (fast) 100% entlüftet wurde. Sich also bei voll aufgedrehter Heizung, Motor im oberen Temperaturbereich keine Luftblasen mehr im System befinden.

Den Luft kann auch zu diesem Problem führen.

Reparaturleitfaden für das Entlüften des Kühlsystems Punkt für Punkt abarbeiten ist angesagt.........................

MfG kheinz

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Kühlwasser kocht unter Last' überführt.]

Ich hätte erstmal den Deckel des Ausgleichsbehälter getauscht, wäre um einiges billiger und oftmals schon die Lösung des o.g Problems.

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Kühlwasser kocht unter Last' überführt.]

Themenstarteram 10. September 2020 um 8:16

Zitat:

@Naphtabomber schrieb am 8. September 2020 um 13:18:02 Uhr:

Ich hätte erstmal den Deckel des Ausgleichsbehälter getauscht, wäre um einiges billiger und oftmals schon die Lösung des o.g Problems.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Kühlwasser kocht unter Last' überführt.]

Der Deckel wurde vor der Druckprüfung einzeln geprüft und mit 1,5 Bar abgedrückt. Das Ventil öffnet zwischen 1,5 - 1,6 Bar. Mit einfach nur Deckeltauschen ist das Problem leider nicht behoben. Und einfach was auszutauschen ohne das dieses Defekt ist macht keinen Sinn.

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