Kraftstoff sparen
Was haltet ihr von den ersten Tip (Richtig Schalten)?
Kraftstoff sparen
Ich fahre einen Diesel und der dreht bei 50km/h im 5. Gang gerade mal 1200 - 1300upm. Und in den anderen Gängen sieht das nicht anders aus bei den dazu angegebenen Geschwindigkeiten. Beim Beschleunigen müsste ich dann immer Vollgas geben, auch wenn er Kalt ist. Was meint ihr? Kann ich das machen?
174 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Christian He
Einen Diesel sollte man zum beschleunigen am besten im Drehmomentsbereich fahren. Beim CDTI meist zw. 1500 - 2600 U/Min. Sobald man die gewünschte Geschwindigkeit erreicht hat, sollte man im hohen Gang einfach mitschwimmen bzw. mitrollen. So im Bereich ab 1200 U/Min, darunter wird es für Diesel zu brummig. Am meisten spart man, wenn man zwischendurch mal den Gang rausnimmt, rollen lässt. Dazu sollte natürlich der Luftdruck stimmen und ein Reifen mit geringem Rollwiderstand gewählt werden (z.B. Michelin Energy). Die Schubabschaltung bei Bergabfahrten nutzen (Gang drin lassen und kein Gas geben), verschiedene Kraftstoffe ausprobieren, Motorluftfilter sauberhalten, vollsynthetisches Öl verwenden und einfach ein vorrausschauend fahren. Man muss nicht immer jeden Ampelsprint gewinnen, kann auch mal langsam zu einer roten Ampel rollen, schont zugleich die Bremsen.
Ich würde niemals den Gang rausnehmen und einfach "rollen"
Einfach vom Gas gehen die Schubabschaltung erledigt den Rest. Denn dann wird kein Kraftstoff eingespritzt.
Wenn du nämlich den Gang rausnihmst, läuft er wie im Leerlauf das kostet Treibstoff.
Das einkuppeln kostet dann wieder Kraft und wieder Kraftstoff. Da du von einer niedriegen auf eine höheren Drehzal kommst wird direkt wieder Krafstoff verbrannt.
Bremst man beim Rollen dann verschleißen diese schneller.
Daher immer im eingelegten Gang rollen lassen.
Ich mach das immer so ich gehe frühzeitig vom Gas und nutz einfach die Bremskraft vom Getriebe " im gesunden Bereich"
die Betriebsbremse nutze ich dann weniger oder kaum.
Zum Beispiel wenn man von der Autobahn abfährt. Da überholen manche noch LKW´s vor 1000m Ausfahrt. Und dann bremsen sie stark ab... Sowas ist vermeidbar.
cya
@theex:
So einfach ist es dann doch nicht. Wenn Du die Motorbremse IMMER verwendest, heißt das, daß Du länger auf dem Gas bleiben mußt als jemand, der sein Fzg. ohne Gang rollen läßt, um genauso weit zu kommen.
Wenn Du z.Bsp. 100km/h fahren darfst und willst und Du an einem Gefälle nur durch Rollen (Motor ist an wegen Servo und Bremse) genau diese Geschwindigkeit hälst, dann ist das sparsamer als mit eingelegtem Gang, weil Du so genötigt wirst, immer mal wieder Gas zu geben, weil die Motorbremse Dich Deine gewünschte Geschwindigkeit unterschreiten läßt.
Generell kann man also nicht sagen IMMER Motrbremse verwenden bzw. Rollen lassen, man muß sich wie so oft der Situation anpassen.
Bei der Geschichte mit der AB-Abfahrt gebe ich Dir vollkommen Recht, ich sehen regelmäßig Leute die es falsch machen oder es schrecklich eilig haben.
Ja das ist mir schon klar das bei der Motorbremse das Fahrzeug lamgsamer wird.
Es geht mir nur um das reine Ausrollen wenn ich weiß das ich gleich stehen bleiben werde. Oder von einer hohen Geschwindigkeit möglichst mit wenig Einsatz der Betriebsbremse auf eine niedriegere kommen möchte. Dabei sollte man die Gangwahl und Drehzahl beachten und nicht das Getriebe heulen lassen...
Da muss ich kein Tempo einhalten ich verlangsame das Fahrzeug halt verschleißsparendener als anstatt nur dauernd die Bremse zu benutzen.
Was du mit deiner Antwort meintest wenn ich zum Beispiel einen langes Gefälle herunterfahre und vom Gas gehe, tritt die Motorbremse in Kraft.
Das Fahrzeug wird langsamer und wie du bereits beschrieben hast muss man dann wieder auf das Gas um nicht zu extrem zu verlangsamen bzw. de Geschwindigkeit zu halten.
Jedoch bei ausgelegtem Gang wird die Geschwindigkeit wieder zu schnell. In manchen Situationen muss man dann die Bremse reflexartig benutzen ohne Unterstützung der Motorbremse. Da schellt der Verschleiß doch deutlich höher an.
Wenn man dann die Strecke ( evtl. mehrere 100m) beachtet die man "ohne" Gang zurücklegt. Und den Kraftstoffverbrauch im quasi Leerlauf dazu rechnet, lohnt es sich kaum diese Umständlichkeit zu praktizieren.
Trotz eingelegtem Gang und mit wenig Gaszugabe"ein leichter sanfter Tritt genügt meistens" ist es immer noch wirtschaftlicher mit Gang zu fahren. Auch wenn man immer etwas dazu gibt um die Geschwindigkeit zu halten.
Im übrigen wenn ich einen Berg mit 130 km/h und 3000 u/min ( je nach Motor und Hubraum) heruntefahre und den Gang auslege, werde ich etwas schneller die Drehzahl sinkt dann aber wie wenn ich das Auto stehen lassen würde.
Das heisst um den Wagen wieder zu "fangen" leg ich den Gang ein und muss von ca. 800 U/min auf 3000 oder etwas mehr zurück.
Zwar kann das Getriebe gewisse Kräfte halten in der Regel immer mehr als die Motorleistung hergibt, jedoch nicht schlagartig, auf Dauer kann das Getriebe dadurch zerstört werden.
Vergleichbar ist das als würde ich von 100 km/h auf 30 km/h nur mit den Gängen abbremsen.
Beispiel 5. Gang in den 3. oder so.
Das macht kein Getriebe lange mit.
Nun wenn man dies wirklich beachtet gibt es kaum Strecken bei denen man ohne Gang sparsam fahren kann. Vielleicht wenn man dann später anhalten muss, jedoch ist die Motorbremse da viel effektiver und unteranderem auch dafür ausgelegt.
Ich weiß das jeder mit Kraftstoff sparsam umgehen möchte wegen den Preisen es reicht schon eine sparsame Fahrweise.
Aber so Geschichten "ohne Gang" gehören eigentlich in das Märchenbuch. Es ist schlicht umständlich und nicht wirklich sparsamer...
cya
Ich verstehe schon, wie Du das meinst, ich praktiziere es ja auch weitest gehendst so. Nur gilt es, wie ich am Bsp. verdeutlichen wollte, nicht immer. Mein Bsp. gilt auch für den Fall, in dem die Geschw. durch das Rollen annähernd der gewünschten Geschwindigkeit entspricht, man also nicht zu schnell wird.
Das Problem ist dabei aber nicht die Belastung, welche das Getriebe ertragen muss (hier spielt übrigens das Drehmoment eine Rolle, die Leistung ist nebensächlich). Kritisch ist der Verschleiß der Kupplung! Da kann man aber durch einen Gasstoß vor dem Auskuppeln dafür sorgen, das sich die Drehzahl von Motor und Getriebe angleicht. Sicher, dazu wird wieder Kraftstoff benötigt, weshgalb es sich in den meisten Fällen nicht lohnt, manchmal, wenn man z.Bsp bis zum Stillstand ausrollt oder sowieso Schalten müßte, aber schon
Als Märchen würde ich es aber nicht ab tun, denn ich habe mal bewußt versucht, das Auto auch mal rollen zu lassen, dort, wo ich sonst die Motorbremse verwendete und siehe da, der Verbrauch sank nochmals! Ich würde es aber nur auf Strecken empfehlen, die man wirklich gut kennt und wo der Verkehrsfluß es zuläßt, sonst bringt es nichts.
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Ja mit Belasstung auf dem Getriebe meinte ich auch Kraft messbar in NM :-) und keine Leistung die kann man an laufenden Rädern messen :-) *klugscheiß* War aber nicht die Rede von
Nur diese schlagartige Kraft immer wieder ist echt übel auf das Getriebe kenn da ein oder anderen Fall...
Ja die Kupplung leidet ja quasi ständig bei Benutzung.
Und obwohl die Scheibe eigentlich ziemlich belastbar ist kann man ihr doch deutlich zusetzen. Fahrten mit schweren Anhänger oder Wohnwagen ist eine große Belastung...
Und mit dem Einkuppeln genau so...
Wie ich meinte der Spareffekt ist nicht wirklich zu bemerken wenn man diese Methode nur kurzzeitig nutzt. Also eigentlich nicht zweckmäßig.
Den Verbrauch sollte man ohnehin nur durch das Tanken und zurückgelegten KM ermitteln. BC ist zwar ok aber Tankuhr ade!.
Man müsste die gleiche Strecke fahren und präzise den Fahrstil einhalten. Und es würden immer noch Toleranzen auftreten. Um den wirklichen Spareffekt wahrzunehmen.
Ich denke kaum das sich da 1 Liter einsparen läßt, eher in einem nicht nennenswerten Bereich.
cya
Es geht hier doch mittlerweile eh nur noch um Nuancen und das ist eben eine Möglichkeit, evtl. noch etwas heraus zu kitzeln.
Aber Du hast sicher Recht, man sollte den Aspekt des Verschleißes bei der Sache nicht aus dem Auge verlieren. Das ist auch ein Grund, warum ich den Motor nicht an der Ampel abstellen würde.
Um das Getriebe brauchst Du Dir aber keine Gedanken machen. Wer es sonst nicht maltretiert, wird es durch gelegntliches Gang heraus nehmen nicht schneller verschleißen. Nur sollte man eben Zwischengas geben, um die Synchronringe zu schonen, wenn man dann bei noch hohen Geschwindigkeiten und somit noch hohen Drehzahlen der Getriebeausgangswelle den Gang wieder einlegt. Das merkt man dann auch, das es gleich viel besser klappt. Es ist technisch nicht nötig, aber verschleißmindernd, ganz besonders in diesem Fall. Der Gasstoß muss aber vor dem treten der Kupplung erfolgen (Gang draußen), damit der Motor auch die Getriebeeingangswelle beschleunigt bzw. auf Drehzahl bringt. Dann ist der Drehzahlunterschied, den der Synchronring kompensieren muss, gering und der Verschleiß eben auch.
nur mal so am rande
auskuppeln und rollen lassen ist in Deutschland zwar erlaubt - aber in den Nachbarländern verboten.
(also nicht bei 20km/h an die ampel ranrollen, sondern ne kuppe runter)
Echt? Meinst Du mit Motor aus oder generell? Ich spreche hier nur davon, mit laufendem Motor zu rollen, alles andere ist gefährlich.
Motor aus ist ja gefährlich!
nein, auch mit laufendem motor ist dies nicht erlaubt.
Sicher bin ich mir für die schweiz und luxemburg,
glaube aber in Belgien und österreich ist es auch so
Habe in meinem letzten Statement doch beides erklärt, die Schubabschaltung und das Rollen lassen. Sein Auto mal rollen lassen funktioniert auch prima in der Stadt oder auf Landstraßen mit einem leichten Gefälle. Bei höheren Geschwindigkeiten den Gang raus nehmen geht schon, aber man macht es natürlich eher selten. Zum einkuppeln lässt man die Kupplung halt mit Gefühl kommen, nicht zu langsam dass sie endlos schleift und natürlich auch nicht zu schnell, dass es das Motorlager ausschlägt.
Es geht ja eigentlich nicht ums Rollen lassen, sondern ob man Diesel Kraftstoff spart wenn man mit wenig Gas beschleunigt!
Beim Diesel sollte man beim Beschleunigen weniger Gas geben als beim Benziner (1/3 bis 1/2 zu etwa 3/4 beim Benziner)
Grund ist daß der Diesel qualitätsgesteuet ist und keine Drosselverluste aufweist; der Benziner jedoch quantitäsgesteuert ist und bei Drosselung starke Verluste hat; der Diesel aber bei zu hoher Last stärker anfettet was gerade bei instationärem Lastverhalten etwas schlechter ist als weniger Last.
Das widerspricht sich. Beim Otto soll ich Bereiche guten Wirkunggrades nutzen (geringe Drosselverluste), beim Diesel hingegen diese meiden!
Der Diesel arbeitet selbst bei Volllast noch mit Luftüberschuß und selbst im instationären Bereich wird sehr schnell Ladedruck aufgebaut, damit das auch dort der Fall ist.