Komisches Klackern vorne rechts

Audi 80 B3/89

Hab seit kurzem ein Klackern im Motorraum, wahrscheinlich von vorne rechts, an meinem B4 Avant 2,0. Es tritt eigentlich nur unter Last auf, also wenn ich Gas gebe oder bergab fahre, zurückschalt und ihn Rollen lass (also der Motor bremst die Kiste). Hab schon nach Antriebsmanschette geschaut, die is aber noch ganz. Das Rad sitzt auch bombenfest (habs im Stand und im hochgebockten Zustand geprüft), das Radlager ist es also wahrscheinlich auch nicht. Was mach ich denn nun?! Was mir noch einfällt, sind entweder die Buchsen am Querlenker (das harmoniert aber irgendwie nicht mit dem Klackern nur wenn ich Gas gebe) oder halt die Antriebswelle. Wär es ratsam die Radlager auf Verdacht zu wechslen? Wenn ja, dann wär es doch auch sinnvoll die Querlenker-Buchsen gleich mit zu wechseln, wenn ich eh zu ner Werkstatt muss wegen Einpresse .. oder??

16 Antworten

Um noch mal bißchen allgemeiner die Sache mit radseitigem und differentialseitigem Gelenk aufzugreifen:

f6ler hat völlig recht: Bei Einfedern udgl ist innerhalb der Antriebswelle eine Längenverschiebung nötig, diese wird beim Fronttriebler durch das diff-seitige Gelenk aufgenommen. Typische Verschiebewege sind 40-50mm.
Beim vorher beschriebenen Gelenk handelt es sich wahrscheinlich um ein sog. VL-Gelenk: 6 Kugeln (in einem Käfig gehalten) zwischen schräg gestellten Bahnen in Nabe und Außenteil.
Der Unterschied zwischen Neuteil und gebrauchtem Teil liegt darin, dass Neuteile meist extrem stramm verbaut sind, diese kriegt man manchmal kaum von Hand verschoben. Durch normalen Einlaufverschleiß baut sich diese stramme Verbauung ab, das Gelenk wird leichtgängiger, was aber normal ist.
Bei Begutachtung hauptsächlich darauf achten, dass in den Kugelbahnen keine Materialausbrüche vorhanden sind, weiterhin Kugeln und ihre Anlageflächen im Käfig anschauen. Dieses sollte alles machbar sein, ohne dass man das Gelenk komplett auseinanderbaut: Fett bestmöglich rauswischen (muss meist sowieso neu), vorsichtig mit nem Nagel entlang der Bahnen fahren und auf Schäden überprüfen. Man kann natürlich auch das Gelenk komplett zerlegen und reinigen, dann aber vorher eine Farbmarkierung an Außenteil, Nabe und Käfig machen, damit man's hinterher wieder richtig zusammenbekommt.

Sorry für Ausschweifen. Gruß Hildwol

uhh vorsicht beim auseinanderlegen. das innengelenk ging nämlich extrem schwer auf die antriebswelle. beim montieren ist mir das gelenk auseinandergefallen. der zusammenbau hat sich als langwierige aktion entpuppt, wer sich die teile nicht markiert oder eines zum vergleich hat (ich hatte zum glück das alte gelenk als vorlage) hat fast keine chance das ding wieder richtig zusammenzusetzen!!

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