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Kleine Frage zum ABS.....

Themenstarteram 4. Juli 2003 um 0:37

Kleine Frage zum ABS.....

Fahre einen 95´Escort mit 195/50 R15 TOYO-Reifen. Als ich eine City-Runde drehte, wollte ich nur mal so aus Spaß eine Gefahrenbremsung machen(aus 60KM/H) , um zu schauen, wie lang der Bremsweg wird und wie er reagiert. Ich staunte nicht schlecht, als mein Heck in Bregriff war, aus der Reihe zu tanzen. Test habe ich wiederholt und die Hinterräder blockierten und das Heck brach dann natürlich leicht nach rechts aus. Nun, wenn ich so eine Aktion bei 190KM/H auf der Autobahn machen muss, wollte ich eigentlich keine blockierende Hinterräder und ein tanzendes Heck haben. Eigentlich habe ich mal vor gar nicht langer Zeit gehört, dass gerade die Hinterräder nicht blockieren sollten und, dass das ABS einen großen Anteil neben den Bremskraftregler spielt, der in Abhängigkeit der Belastung den Bremsdruck nach unten reguliert und ein blockieren vermeidet. Wenn aber der Bremskraftregler defekt sein !sollte!, müsste doch rein theoretisch das ABS bei Blockierung einsetzen und den Bremsdruck der Hinterräder korrigieren. Nach meinen letzten Kenntnisstand, springt das ABS bereits über der Schrittgeschwindigkeit an (So steht es in den Lehrbüchern), allerdings geben die Drehzahlfühler beim Sierra erst ab ca.30KM/H ein „messbares“ Signal (mit Multimeter natürlich)ab. O.K., o.K., Multimeter ist nicht so genau........ aber ein ABS bei 15KM/H ist ja nicht wirklich nötig. Aber, war ich nun schon so weit abgebremst, (z.B. unter 30KM/H), dass das ABS schon inaktiv war oder habe ich eine wichtige Komponente übersehen? Werde morgen den Test mal auf einen großen Platz mit einer höheren Geschwindigkeit wiederholen, wenn er dann immer noch blockiert...........dann ist irgendwas faul.

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11 Antworten
am 4. Juli 2003 um 16:50

Ich hab mal irgendwo gelesen, dass das ABS beim Escort an den Hinterrädern keine Drehzahlsensoren hat, sondern dass das Blockieren der Hinterräder durch einen Lastregler -oder wie dass Teil heißt-, verhindert werden soll. Dieser misst die Kraft auf der Hinterachse ueber den Federweg und stellt den Bremsdruck fuer die Hinterachse entsprechend ein (beim Brensen hebt sich das Heck ja leicht aus den Federn). Ich wuerde mal tippen, dass in Deinem Fall dieses Bauteil kaputt ist, so dass immer der volle Bremsdruck auf die Hinterachse geht. Ich glaube, diesen Regler gab es zuerst als mechanisches Bauteil, der dann spaeter durch ein elektronisches Teil ersetzt wurde.

@gogigas

würde mal auf defekte ABS-Fühler / Zahnkranz tippen.

Andererseits leuchtet die ABS-Warnlampe auf, wenn kein Signal von (einem oder mehreren) Radsensoren kommt, aber die Geschwindigkeit vom Steuergerät über 20-30 km/h signalisiert und ABS wird deaktiviert. Das kann man auch mal provozieren, in dem man von einem Radsensor das Kabel abzieht.

Wenn sie auch dabei nicht leuchtet ist die ABS Anlage entweder komplett Stromlos (Sicherungen ??) oder überhaupt kein ABS eingebaut (ist ja Ausstattungsabhängig, und das vorhandensein des Symbols im Tacho besagt nicht, daß tatsächlich ABS eingebaut ist). Ist deiner vor oder nach 09/95 gebaut ?

Vor 09/95: Falls ABS eingebaut werden Hinterräder über zusätzlichen Lastregler geregelt, an den Hinterrädern sind keine Radsensoren; Ab 09/95 haben alle 4 Räder Radsensoren und ABS ist serienmäßig.

Gruß

BLamm

Themenstarteram 4. Juli 2003 um 20:43

Hallo,

 

Habe heute das Gestänge des Lastenreglers mal geölt. Eine Probefahrt mit einer Abbremsung aus 70KM/H auf nasser Fahrbahn ergab, dass das ABS ansprang und das Heck spurstabil blieb. Komisch, komisch, werde den Test noch mal auf trockener Fahrbahn ausprobieren.

Eine andere Frage, mein Escort hat 06/95 Erstzulassung und GHIA, also habe ich nur ein 2/2 Kanal-ABS????

Vorderräder über ABS geregelt und Hinterräder nur über den Lastenregler?

Mein ABS-Magnetventilblock sind aber sechs Anschlüsse, dann müsste es rein theoretisch ein 4/3 oder ein 4/4 Kanal-ABS sein und dazu bedarf es ja 4 Radsensoren.

Ein ganz andere Frage: ist der bis 9/95 MK6 und ab 9/95 MK7??????

also wenn du hinten ein lastabhängiges regelventil hast, dann hast du 2-kanal ABS.

bei 4 kanal entfällt das ventil an der Hinterachse.dafür sind dann hinten an jedem Rad ein sensor.

 

MK6:bis einschliesslich 12/1994

MK7: ab 01/1995

 

 

Mfg

Golo

Hi Gogigas,

die Anschlüsse am Ventilblock besagen nichts über die Anzahl der Kanäle. Auch ein 2/2er ABS kann über 6 Anschlüsse am Ventilblock verfügen, wobei dann je zwei Anschlüsse intern direkt verbunden sind (= 2-Kreis Diagonal-Bremssystem mit zwei Druckleitungen vom Bremszylinder).

Das dein Wagen bei Nässe Spurstabil bleibt aber auf trockener Fahrbahn das Heck zum ausbrechen neigt ist möglich: Auf trockener Fahrbahn haben die Vorderräder einen höheren Anpressdruck und neigen weniger zum Blockieren. Durch die Diagonalbremse (rechtes Vorderrad ist im Bremskreis mit dem linken Hinterrad verbunden, bzw. HR mit VL) würde ein blockiertes Hinterrad nur dann von ABS profitieren wenn das diagonal verbundene Vorderrad ebenfalls blockiert. Ist bei trockener Fahrbahn aber nur dann zu erreichen wenn du wirklich voll in die Eisen gehst oder wenn der Untergrund sandig / rutschig ist.

Auf sehr griffiger Fahrbahn kann der Lastregler nicht immer ein Blockieren der Hinterräder verhindern (er soll ja nur den Bremsdruck in Abhängigkeit von der Ladung vergrößern oder verkleinern).

68 - 74 MK1

75 - 80 MK2

81 - 85 MK3

86 - 90 MK4

91 - 92 MK5

93 - 94 MK6

95 - 99 MK7

Jeweils Modelljahr (bin mir aber nicht 100% sicher)

Das Modelljahr beginnt immer nach den Werksferien (meist Aug. / September) und geht bis zu den Werksferien des nächsten Jahres.

Ab 09/95 daher definitiv MK7.

Gruß

BLamm

am 7. Juli 2003 um 11:58

Mal so ne Frage zwischendurch zum Thema:

Wie sollte man auf der Autobahn denn bei 190km/h bremsen? Fahre einen Mondeo 99Bj auch mit ABS.

Ich meine natürlich bei einer Gefahrensituation wie z.B. Stau oder so. Gibts da ein Trick oder einfach nur voll auf die Eisen treten?

Schonmal gemacht. Bei 190Km/h voll besetzt mit 4 Leuten und gepäck im Mondeo. Vollbremsung wegen Unfall 3 Autoslängen (mit geringerem Autobahn linke Spur Abstand).

Einfach voll drauf latschen auf die Bremse richtig kräftig reintretten und wundern was geht. Also ABS kommt, Auto wird unruhig musst etwas versuchen die Hinterräder hinter den Vorderrädern zu halten und allem was vor dir ist gut ausweichen. Die meisten Unfälle die ich auf der AutoDas geht dann mächtig langhin aus dem Tempo. Also der Unfall war nachher 10m hinter uns. Dank ABS drum rum gelenkt.

Aber nicht zu stark lenken, ich glaube es ist besser im Fall der Fälle irgendwo gegen zu fahren(Geschwindigkeitsunterschied beachten), als das Lenkrad zu verreißen, da wenn man sich Dreht wird der Winkel mit dem man auf die Leitplanke trifft zu groß. Freund von mir meinte beim Fahrsicherheitstranig, wo er war, hat man aber gezeigt das man schon mächtig Lenken kann bis was passiert. Nur musst ein andere mir gleich zeigen, wie schnell man so eine Karre doch zum Drehen bekommt und zu Schrott macht.

@Quarzius

Voll in die Eisen !!!!!

Ohne ABS heißt das Vollbremsung mit blockierenden Rädern und unlenkbarkeit bis die Bremse wieder (leicht) gelöst wird. Kommt das Fahrzeug dabei schräg, bricht er "schlagartig" aus falls sich die Räder wieder drehen und genügend Bodenhaftung / Seitenführungskraft haben. Genau dann verlieren aber die meisten endgültig die Kontrolle und fangen erst richtig an zu schleudern. Das muß man also echt üben um es im Fall des Falles so zu können (rechtzeitig wieder von der Bremse und nach Richtungskorrektur sofort wieder voll in die Eisen).

Mit ABS: Geht das Bremsen / Bremse lösen bei Blockierung und erneutes Bremsen bis zur Blockade automatisch und mehrfach innerhalb einer Sekunde. Das kriegt ein normaler Fahrer ohne ABS nicht hin !!

Dank ABS bleibt das Fahrzeug bei dieser Notbremsung aber lenkbar so daß man zusätzlich auch noch ausweichen kann. Es gibt keine abrupten Spurwechsel die den Wagen zum Schleudern bringen könnten als ohne ABS. Bei den modernen 4-fach ABS-Anlagen wird jedes Rad einzeln kontrolliert und gesteuert, so daß auch der Hintern einigermaßen stabil in der Spur bleibt.

Weiterer Nebeneffekt: Außer auf Glatteis steht der Wagen mit ABS eher als bei einer Vollbremsung ohne ABS, da die optimale Bremswirkung eben kurz vor blockieren der Räder erreicht wird (und genau das macht's ABS).

Also nochmal: Im Notfall immer voll aufs Bremspedal und versuchen dem Hindernis auszuweichen.

Kann jedem nur empfehlen das mal in einem Sicherheitstrainig zu üben. Ist billiger als Blechdengeln.

Gruß

BLamm

am 8. Juli 2003 um 23:42

Danke! ;-)

Werd ich so machen...

am 9. Juli 2003 um 0:04

also mit meine Vorredner schon geschrieben haben, mit ABS voll in die Tasten, und zwar so stark wie man kann, alles was geht... die meisten Leute bremsen garnicht richtig... und man sollte mal auf ner ruhigen Strecke eine Vollbremsung testen, vor allen vor langen Fagrten in den Urlaub z.B. ....

am 9. Juli 2003 um 0:56

Bekomm im Laufe der nächsten Monate eh nen Fahrtraining vom ADAC. Da lernt man sowas ja auch... ;-)

Habs mal ausprobiert richtig bremsen. Am Anfang hat man richtig scheu davor. ;-)

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