Klein(st)wagen für viele Kilometer im Jahr

Hallo Motor-Talker,

ich bin derzeit auf der Suche nach einem neuen Fahrzeug für mich, wahrscheinlich bin ich relativ früh dran mit der Suche aber bei der Auswahl eines Fahrzeugs für das ich so viel Geld ausgebe möchte ich gründlich sein.

Zur Zeit fahre ich einen smart fortwo coupé 450 grandstyle mit 61 PS und 46800 km von 12/2006. Ich fahre im Jahr >30000km und werde mein Auto deshalb auch "bald" verlieren (smart typischer Motorschaden im Bereich von 80-100 tkm).
Deshalb denke ich über ein neues Fahrzeug nach. Allerdings sollte ich vielleicht erwähnen das ich mein jetziges Auto auf jedenfall "zu schrott" fahren möchte, soll heißen bis es den Geist aufgibt, an der einen oder anderen Stelle und es sich nicht mehr lohnt dieses zu reparieren.

Der smart gefällt mir überhaupt nicht, meine größten Kritikpunkte sind der unheimlich schreckliche Fahrkomfort, es fühlt sich fast so an als wäre der smart überhaupt nicht gefedert.
Desweiteren der hohe Verbrauch für ein Auto das so winzig ist (Spritmonitor!). Noch dazu kommt dann die Geschwindigkeitsbeschränkung bei 135 km/h und die Sitzplatzanzahl sowie der geringe Platz.
Das soll nicht heißen das ich gerne schnell fahre, meine Reisegeschwindigkeit auf der BAB liegt bei 90 km/h, aber ich möchte ab und zu mal ein bisschen heizen da es mir auf deutschen Autobahnen schließlich gestattet ist.

Mein neues Auto soll definitiv ein Neuwagen sein, Wertverlust hin oder her, ich habe nicht vor das Auto in 4 Jahren wieder zu verkaufen und mir dann ein neues zu kaufen, das halte ich für wirtschaftlichen Unsinn. So wie mein jetziges Auto möchte ich mein neues Auto "zu schrott" fahren. (Ich schätze erst dann geht es etwas in die Richtung das ein Neuwagen sich lohnt)
Ich gehe wirklich sehr sorgsam mit meinem Auto um, 10-20 Minuten warm fahren ist Regel, Kurzstrecken finden fast nie statt, Drehzahlen über 3000 gibts nur wenn ich mit dem Motor bremse und schalten tu ich so früh wie möglich, untertourig fahren wäre mein Traum, Automatik lässt mich leider nicht.
Dem Spritmonitor-Link ist zu entnehmen das ich sehr sparsam fahre.

Bisher interessiere ich mich nur für deutsche Hersteller (außer smart! 😁), bei anderen Herstellern müsste man mich sehr überzeugen. Wahrscheinlich liegts an meinem Ingenieursstudium - an einer hiesigen Hochschule...

Mit einem Klein(st)wagen bin ich glücklich.

Mein Traumwagen hat:

  • ein manuelles Getriebe,
  • einen niedrigen Verbrauch,
  • und hält (solange ich ihn sehr sorgfältig behandle) sehr lange, meine Vorstellungen wären *träum* 300tkm (Benzin) und 700 tkm beim Diesel - in Jahren von mir aus 20,
  • mindestens 4 Sitzplätze,
  • Kofferraumgröße ist weniger wichtig - Tetris spielen kann ich seit dem ich smart fahre, 🙂
  • Höchstgeschwindigkeit ist auch relativ unwichtig aber ich hätte es gerne das es an der Motorleistung scheitert, nicht an der elektronischen Motorsteuerung,
  • Leistung ist auch nicht unbedingt wichtig, früher waren Autos mit 21 PS in Ordnung, warum nicht heute auch! Insbesondere mit Hinsicht auf die Lebensdauer des Fahrzeugs, Turbolader verringern diese ja bspw.,
  • einen Tempomat(!)

Um meinen Traumwagen zu konkretisieren:
VW Polo BlueMotion (Diesel) - toll deshalb: ACC, ein unheimlich niedriger Verbrauch, nicht zu groß, nicht zu klein, einfach toll!
Dummerweise zu teuer so wie ichs gern hätte... (21.000€)

Realistische Vorstellungen:
VW Up! high up! mit 60PS - toll deshalb: relativ niedriger Verbrauch, 4 Sitzplätze, tolle Federung (schon Probe gefahren, aber ich fürchte nach dem smart begeistert mich alles), umklappbare Rückbank -> großer Kofferraum für nen Kleinstwagen!, Geschwindigkeit wenn ich sie möchte, Helix Soundupgrade einfach zu kaufen und zu installieren.

Weiter Gedanken hab ich mir keine gemacht.
Würde ich mich nicht weiter informieren würde ich mir einen up! kaufen, allerdings höre ich von nicht sehr haltbaren Getrieben die ungerne Schalten und es wird relativ viel gemeckert - hier und da.
Das bringt mich zum Zweifeln, kann auch sein das an jedem Auto rumgenörgelt wird - ich habe mir nie Gedanken zu einem Autokauf gemacht, mein jetziges ist mein erstes und das war ein unschlagbares Angebot meiner Eltern - also kaufen!

Noch kurz zu meinem Fahrstil:
Ich fahre sehr sparsam, wenn die Liter/100km Zahl nach dem nächsten Tanken ein bisschen weiter unten ist freu ich mich tierisch. Geschaltet wird sofort wenn's geht - beim Schaltwagen würde das untertourig heißen. Beschleunigt wird somit mit Volllast (was wiederum Sprit spart). Wenn ich abends nach Hause fahre und es frei ist würde ich aber auch ab und zu mal etwas schneller fahren als die typische Reisegeschwindigkeit.

Ich hoffe das ich euch hier nicht erschlage, ich habe leider wenig Erfahrung bei der Autowahl und würde mich über eine Beratung freuen, deshalb hoffe ich hier auf Hilfe! Ich hoffe ich konnte euch umfangreich informieren was ich mir vorstelle und das ich mich wenigstens etwas strukturiert ausdrücken konnte!

Ich bedanke mich für jegliche Antworten!

Viele Grüße und noch einen schönen Sonntagabend!

- Daniel

EDIT: Bei allem Erzählen vergaß ich folgendes:
Was ich vielleicht nochmal zum Ausdruck bringen sollte ist das ich nur Langstrecke fahre, also wenn das Auto nicht warm wird dann wirds nicht gefahren (wieder im Sinne der Haltbarkeit).
Und das Budget natürlich: also 21000€ für den Polo sind zu viel. Ein VW Up! für 14000€ ist in Ordnung. 🙂 Ich hoffe das sagt genug aus...?

Beste Antwort im Thema

Ein Verbot für Fahrzeuge mit Direkteinspritzung?? Ist etwa schon der 1. April?^^

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Bei einem PKW muss ich das nicht unbedingt erwarten aber es ist natürlich auch möglich und ich sollte darauf gefasst sein das das möglich ist...

Tatsächlich sehe ich viele die so langsam (manche sogar noch langsamer) wie/als ich fahren.
Allerdings fahre ich keinem LKW hinterher, die schießen mit Steinen und den Windschatteneffekt hat man mir hier bei Motor-Talk schon ausgeredet, das funktioniert erst bei wirklich niedrigem Abstand (ziemlich gefährlich).

Citroen C1 ^^
Täte ich ab BJ 2010 empfehlen.
Ab BJ 2012 ist er etwas sparsamer (macht etwa 0,2 ltr/100km gegenüber früheren Baujahren aus).
Als Neuwagen derzeit besonders preiswert (ab 7.490 Euro etwa), der Neue C1 verbraucht wiederum etwa 0,2ltr/100km als Standardmodell weniger als BJ 2012), zudem ist Sitzkomfort um einiges verbessert worden. In höheren Preislagen kann Spritersparnis noch höher ausfallen (zB mit Start/Stop Abschalter bis 0,5 ltr/100km gegenüber BJ 2012).

300 tkm sind bei dem Motor kein Problem wenn das Auto keine längeren Standzeiten zwischendurch aufweist.
Hat Steuerkette. Anfangsprobs sind alle beseitigt (wird seit 2005 gebaut).

Meiner hat jetzt 153 tkm, ausgetauscht werden mussten seit dem ersten km: 2x Zündkerzen, 2x vordere Bremsbeläge, 1x vordere Bremsscheiben (bei 145 tkm).

Mein Durchschnittsverbrauch liegt übrigens bei 4,6 ltr/100km. Allerdings fahre ich zumeist 100-130 km/h schnell und wenns sein muss auch schneller.
Wenn ich Zeit habe fahre ich 100 km/h nach Tacho auf der Autobahn, dann kommt der Kleine mit 3,8-3,9 ltr/100km im Sommer aus (drunter fahre ich nicht gerne, weil hinter LKW fahren ist einfach nur shice).

Als Tipp: bei Winterreifen auf Spritverbrauchs-Klassifizierung achten!
Meine sind shice eingestuft und verursachen daher etwa 0,3 ltr/100km an Mehrverbrauch. Bei 60 tkm Laufleistung hätten mir spritsparendere Reifen 180 ltr Benzin eingespart - dafür kann man gerne nen Zwani mehr für spritsparende Reifen bezahlen...

Was sollen eigentlich die ganzen Benziner Empfehlungen 😕
Bei einer Gesamtlaufleistung von über 300.000 km und hauptsächlich AB kommt ausschließlich ein Diesel in Frage.
Falls du einen Mazdahändler in deiner Nähe hast schau dir mal den neuen Mazda 2 an, Verkaufsstart ist jetzt im Februar. Interessant für dich wäre der SKYACTIV-D 105 mit 1.5 Diesel und 6 Gang HS. Für 100 km/h braucht er im 6.Gang nur 1660 U/min. Im Vergleich zum 2000 € günstigeren 90 PS Benziner sparst du in 10 Jahren über 5000 €.

Zitat:

@folooo schrieb am 31. Januar 2015 um 10:31:57 Uhr:


Was sollen eigentlich die ganzen Benziner Empfehlungen 😕

Die kommen hauptsächlich von denkenden Menschen.

Zitat:

@folooo schrieb am 31. Januar 2015 um 10:31:57 Uhr:


Bei einer Gesamtlaufleistung von über 300.000 km und hauptsächlich AB kommt ausschließlich ein Diesel in Frage.

Ähm, nö.

Zitat:

@folooo schrieb am 31. Januar 2015 um 10:31:57 Uhr:


Falls du einen Mazdahändler in deiner Nähe hast schau dir mal den neuen Mazda 2 an, Verkaufsstart ist jetzt im Februar. Interessant für dich wäre der SKYACTIV-D 105 mit 1.5 Diesel und 6 Gang HS. Für 100 km/h braucht er im 6.Gang nur 1660 U/min. Im Vergleich zum 2000 € günstigeren 90 PS Benziner sparst du in 10 Jahren über 5000 €.

Das weißt Du genau, weil Du genau weißt, bei welcher Versicherung mit welcher SF-Klasse der TE in den nächsen Jahren sein wird, welche Typklassen die betreffenden Fahrzeuge in den nächsten Jahren haben werden, wie sich die Spritpreise auch im Verhältnis zueinander entwickeln werden und als wie zuverlässig sich diese Modelle nach 10 Jahren erweisen?

Leih mir mal Deine Glaskugel, ich bin an den Lottozahlen von übernächster Woche interessiert. Die sind ja auch nicht schwerer vorauszusagen.

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Zitat:

@meehster schrieb am 2. Februar 2015 um 12:44:20 Uhr:


Die kommen hauptsächlich von denkenden Menschen.

Genau, weil berufliche Vielfahrer nichts im Hirn haben fahren die alle Benziner.

Zitat:

Das weißt Du genau, weil Du genau weißt, bei welcher Versicherung mit welcher SF-Klasse der TE in den nächsen Jahren sein wird, welche Typklassen die betreffenden Fahrzeuge in den nächsten Jahren haben werden, wie sich die Spritpreise auch im Verhältnis zueinander entwickeln werden und als wie zuverlässig sich diese Modelle nach 10 Jahren erweisen?

Bei 30000 km im Jahr kann man Versicherungskosten und Steuern vernachlässigen, und das DieselbaldsoteuerwieBenzinblabla gibts schon seit mindestens 15 Jahren.

Zitat:

@folooo schrieb am 2. Februar 2015 um 15:20:24 Uhr:



Zitat:

@meehster schrieb am 2. Februar 2015 um 12:44:20 Uhr:


Die kommen hauptsächlich von denkenden Menschen.
Genau, weil berufliche Vielfahrer nichts im Hirn haben fahren die alle Benziner.

Berufliche Vielfahrer fahren keine Klein(st)wagen und fahren auch mehr als 30.000 km im Jahr. Und diese Vielfahrer müssen nicht über 10 Jahre (oder wie lange es dauert, bis das Auto verbraucht ist) im Voraus planen, wenn sie "Pech" haben sind es 4. Meistens noch weniger.

Daß es einen Unterschied zwischen einem geleasten Firmenwagen, bei dem der Tankvorgang als Arbeitszeit bezahlt werden muß, und einem gekauften Privatwagen, der in der Freizeit betankt wird, geben könnte, ist Dir offensichtlich auch nicht aufgefallen 🙄

Zitat:

@folooo schrieb am 2. Februar 2015 um 15:20:24 Uhr:



Zitat:

Das weißt Du genau, weil Du genau weißt, bei welcher Versicherung mit welcher SF-Klasse der TE in den nächsen Jahren sein wird, welche Typklassen die betreffenden Fahrzeuge in den nächsten Jahren haben werden, wie sich die Spritpreise auch im Verhältnis zueinander entwickeln werden und als wie zuverlässig sich diese Modelle nach 10 Jahren erweisen?

Bei 30000 km im Jahr kann man Versicherungskosten und Steuern vernachlässigen, und das DieselbaldsoteuerwieBenzinblabla gibts schon seit mindestens 15 Jahren.

Bei 30.000 km im Jahr lohnt sich von den Kosten her ein Diesel nur gegenüber einem Benziner und auch das idR erst ab Mittelklasse. Und auch das nur, wenn die Rahmenbedingungen so bleiben und das Dieselprivileg nicht abgeschafft wird. Am kostengünstigsten fährt man auf Dauer mit einem Gaser.

Die Spritkostenunterschiede sind wenn man eh einen Neuwagen kauft sowieso vernachlässigbar. Man schaue sich an: Ich habe einen 200-PS-Mittelklassekombi, bewege den idR wenn frei und erlaubt mit 180 bis 200 nach Tacho. Die bei 260 endende Skala verlassen haben wir aber auch schon. Und damit wird auch jedes Jahr der Wohnwagen in den Urlaub gezogen. Gesamte Spritkosten in bisher ca. 4 Jahren und 120.000 km: Knapp 10 k€. Wie viel wäre der Unterschied zum Diesel? Ich weiß es, aber sag Du es mir! Du bist ja angeblich der Rechenkünstler. Hätte ich insgesamt mit einem Diesel gespart und wenn ja wie viel?

Kann ja ich nichts dafür wenn er als (beruflicher) Vielfahrer einen Klein(st)wagen will. Das ändert aber nichts an meiner Empfehlung.

Was hat denn der Tankvorgang während der Arbeitszeit/Freizeit mit der Motorwahl zu tun 😕

Anscheinend zeigt deine Glaskugel zukünftige Rahmenbedingungen an. Meine zeigt nur aktuelle an.
Wenn man mit Kaffeesatzlesen anfängt ist es nicht unwahrscheinlich, dass in naher Zukunft Rußfilter für Benziner Pflicht werden. Dann kann er seinen dann 7 Jahre alten Benziner evtl. abwracken und hat dann richtig Geld gespart.

Rechenkünste sind nicht nötig, bei einem durchschnittlich 10% niedrigeren Dieselpreis und einem ca. 20% geringeren Verbrauch sind das ca. 3000€.
Aber vermutlich hast du die beim Kauf gesparten 3000€ mit 100% Rendite angelegt und wurdest durch das Fahren eines Benziners Steinreich.

Moin,

Man kann sich alles so zurecht drehen, dass es passt und dieses und jenes belegen. Das ist keine Kunst - erschwerend kommt in manch einem Fall dazu, dass es gar kein richtiges Vergleichsmodell gibt - in die eine wie die andere Richtung.

Da die meisten Fixkosten jährlich anfallen - wäre eine Kostenveranschlagung auf eine beliebige km Laufleistung, die jenseits eines Jahres liegt irgendwie sinnfrei, oder?! Wenn ich 300.000 km in 5.000 km Tranchen fahre sieht die Kostenrechnung anders aus, als wenn ich sie in 50.000 km Tranchen fahre. Logisch ne?!

Das Vorhaben ansich finde ich unsinnig bis unrealistisch. Denn man kann keine sichere Prognose zu Defekten machen, zur Versicherungsentwicklung - ja nicht mal die Entwicklung von Steuern oder zukünftig von Maut ...

Wenn ich 1990 einen steuerbefreiten Diesel mit Kat gekauft habe - dann habe ich drei oder vier Steuererhöhungen erlebt - und mittlerweile dürfte ich mit dem Auto in einige Großstädte nicht mehr rein und das Auto wäre schlimmstenfalls 20 Jahre gewesen. Insofern - sinnfreie Idee. Wenn es sich ergibt fein, aber das heute AUSRECHNEN und abschätzen?! Allein schon sich die bereits erwähnten sich ändernden Rahmenbedingungen können da gewaltig zwischen schießen. Abgesehen von einer Prognose dass die meisten Autos bei entsprechender Pflege sowas durchhalten können.

MfG Kester

Ich wolte einfach mal auf den Toyota Yaris Diesel 1.4 D-4D BJ 2005 aus dem Parallelthread verlinken, der in 10 Jahren 467.000 km abgespult hat.
http://www.motor-talk.de/.../...-oder-etwas-neues-kaufen-t5195420.html

Zitat:

@folooo schrieb am 2. Februar 2015 um 20:43:39 Uhr:


Was hat denn der Tankvorgang während der Arbeitszeit/Freizeit mit der Motorwahl zu tun 😕

Denken könnte hilfreich sein.

Diesel haben den (und nur den einen) Vorteil, daß sie die höchste Reichweite pro Tankvolumen haben und der Kraftstoff (gemeinsam mit Benzin) am schnellsten betankt werden kann. Es ist schon ein gewisser Anteil in der Rechnung für den Arbeitgeber, ob er den Mitarbeiter alle sagen wir 800 km für 6 Minuten Tankien oder alle 500 km für 10 Minuten Tanken bezahlen muß. Das kann den eigentlichen Kostenvorteil, den man beim Gaser hat, schon wieder aushebeln.

Zitat:

@folooo schrieb am 2. Februar 2015 um 20:43:39 Uhr:


Anscheinend zeigt deine Glaskugel zukünftige Rahmenbedingungen an. Meine zeigt nur aktuelle an.
Wenn man mit Kaffeesatzlesen anfängt ist es nicht unwahrscheinlich, dass in naher Zukunft Rußfilter für Benziner Pflicht werden. Dann kann er seinen dann 7 Jahre alten Benziner evtl. abwracken und hat dann richtig Geld gespart.

Für Benziner werden die mit Sicherheit nicht Pflicht, da der Partikelausstoß bei modernen Benzinern eh praktisch Null ist. Nur die veralteten Direkteinspritzer hätten das Problem.

Zitat:

@folooo schrieb am 2. Februar 2015 um 20:43:39 Uhr:


Rechenkünste sind nicht nötig, bei einem durchschnittlich 10% niedrigeren Dieselpreis und einem ca. 20% geringeren Verbrauch sind das ca. 3000€.
Aber vermutlich hast du die beim Kauf gesparten 3000€ mit 100% Rendite angelegt und wurdest durch das Fahren eines Benziners Steinreich.

Ich habe die Anschaffung mit Absicht rausgelassen. Wie auch alle anderen Rahmenbedingungen. Ich habe mit Absicht meine reinen Spritkosten (die knapp 10 k€) angegeben und gefragt, wie viel ich da bei einem Diesel ausgegeben hätte. Und da kommst Du mit sowas 🙄

Zitat:

@folooo schrieb am 31. Januar 2015 um 10:31:57 Uhr:


Was sollen eigentlich die ganzen Benziner Empfehlungen 😕
Bei einer Gesamtlaufleistung von über 300.000 km und hauptsächlich AB kommt ausschließlich ein Diesel in Frage.

Hierbei irrst Du.

Es kommt hierbei auf den Anschaffungspreis hauptsächlich drauf an.

Ein Diesel kostet mindestens 3.000 Euro mehr im Anschaffungspreis.

Bei einem 30.000 Euro-Auto sind 3.000 Euro nicht viel.

Spricht man jedoch von einem Fahrzeug, welches 10.000 Euro oder weniger im Anschaffungspreis kostet, sind Mehrkosten in Anschaffung von 3.000 Euro sehr viel.

Benziner haben in Punkto Wirtschaftlichkeit große Fortschritte gemacht letzte 10-20 Jahre. Diesel hinkt da etwas hinterher. - Um so weniger ein Benziner verbraucht, desto geringer wird der Abstand und damit Preisvorteil für Diesel.
Wenn man von Benzinern mit Verbrauch von um die 4-5 ltr/100km spricht, haben Diesel-Fahrzeuge keinerlei Preisvorteile mehr. Ein Diesel müsste in dem Segment dann mit 2,5-3,5 ltr/100km fahrbar sein, und das schaffen sie nicht.

Daher lohnt sich Diesel erst ab höheren Verbrauchs-Segmenten, wenn vergleichbarer Benziner 10 ltr/100km verbraucht und ein Diesel nur 7-8 ltr - und dann kommt es noch drauf an, ob die km-Leistung pro Jahr stimmt, ob letztendlich ein Preisvorteil daraus entsteht...

Bei Kleinstwagen haben Diesel-Motoren daher ausgedient und im Kleinwagen-Bereich dünnen sich Diesel-Motorisierungen auch immer mehr aus.

Hinzu kommt noch, dass um Diesel-Motoren spritziger zu machen fast ausschließlich nur noch mit Turbo angeboten werden. Turbos sind A) Reparaturanfällig und B) strapazieren sie die Motoren so sehr, dass ein Diesel mit Turbo nicht mehr oder wesentlich länger hält als ein Benziner ohne Turbo.

Wer daher extrem preiswert von A nach B kommen will und keinen Komfort größerer Autos haben will, für den ist Diesel zu verwenden daher heute schlechtere Alternative als einfach sparsamen Benziner zu wählen
Bei meinereiner Citroen C1 Benziner habe ich sehr genau nachgerechnet. Bei 60.000 km pro Jahr ist dieser günstig, preiswerteste Diesel kommen nur annähernd heran. Um mit Diesel preisvorteil zu haben müsste ich bereits über 60 tkm im Jahr liegen - und dann ist fraglich, ob der Diesel mit Turbo auch noch 300 tkm Lebensdauer hat. Von Kollegen weiß ich, dass heute auch Diesel schon bei 200-250 tkm irreparable wirtschaftliche Motorschäden haben können.

Ich täte mich in den Arsch beißen, wenn ich statt C1 den ich 300 tkm fahren kann und der mich 7.500 Euro kostet mir einen Skoda Oktavia TDI zulegen würde für 15.000 Euro und dieser nach 200-250 tkm die Hufe hochreisst.
Den Wertverlust kann ich nie ausgleichen. Wäre finanziell ein Fiasko.

Ich bin auch älteren Baujahres und dachte prinzipiell lohnt sich ein Diesel ab 20-30 tkm im Jahr ohne groß drüber nachdenken zu müssen - das ist aber ein Fail !

Zitat:

Ein Diesel kostet mindestens 3.000 Euro mehr im Anschaffungspreis.

Das kannst du so nicht sagen. So ist das schlicht und ergreifend falsch 🙂

Wie kommst du denn darauf?

Zitat:

@HalbesHaehnchen schrieb am 4. Februar 2015 um 03:06:04 Uhr:



Zitat:

Ein Diesel kostet mindestens 3.000 Euro mehr im Anschaffungspreis.

Das kannst du so nicht sagen. So ist das schlicht und ergreifend falsch 🙂
Wie kommst du denn darauf?

ich muss nur googeln....

Bei 3.000 Euro Aufpreis gehe ich vom Neuwagenpreis aus, nicht von Gebrauchtwagen...

Der Billigste Diesel-Neuwagen den ich bei mobile.de entdecke kostet um die 10.500-11.000 Euro.
Der billigste C1 den ich dabei entdecke kostet 7.500 Euro.

C1 hat keinen Turbo, Reparaturen daran gibbet nicht.
Diesel hat immer Turbo, und Turbo hält keine 300 tkm aus - je nach Belastung und Modell sind Turbo-Lader bei 70-200 tkm am Ende und kosten viel.

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Meinereiner braucht bei 60 tkm p.a. ein zuverlässiges Auto, deshalb habe ich mich explizit für ein Auto mit möglichst wenig Elektronik entschieden.
Mich stört schon ASR/ESP. Dieses Jahr bin ich schon 2x deshalb an nem Berg wegen Schnee hängen geblieben und konnte nur umdrehen. Ohne die technische Neuerungen wäre ich garantiert die 2 Berge hochgekommen.
Bringt halt nur noch so viel physikalische Kenntnis nix, wenn Motor meint es besser können zu müssen 🙁

Zitat:

@jschie66 schrieb am 4. Februar 2015 um 02:36:33 Uhr:



Bei Kleinstwagen haben Diesel-Motoren daher ausgedient und im Kleinwagen-Bereich dünnen sich Diesel-Motorisierungen auch immer mehr aus.
Das

wiederum glaube ich nun nicht bzw. nicht den Grund dafür.

Der Grund ist simpel: Sie haben nicht ausgedient, vielmehr haben Diesel bei Klein(st)wagen noch nie eine Rolle gespielt. Viele Hersteller hatten bzw. haben einen im Programm, damit sie eben einen anbieten können.

Interessant wurde das vielleicht ab Polo-Größe, und auch da nur bei Kurierfahrzeugen, vielleicht noch bei Berufspendlern.

Im täglichen und für die Fahrzeugklasse üblichen Betrieb wird ein Diesel im up/Aygo/C1 Segment niemals seine Mehrkosten herausfahren können.

Das allerdings ist keine neuzeitliche Besonderheit, das war noch nie anders.

Zitat:

@jschie66 schrieb am 4. Februar 2015 um 03:16:42 Uhr:



C1 hat keinen Turbo, Reparaturen daran gibbet nicht.
Diesel hat immer Turbo, und Turbo hält keine 300 tkm aus - je nach Belastung und Modell sind Turbo-Lader bei 70-200 tkm am Ende und kosten viel.

Auch dies halte ich für ein Gerücht, bzw. für einen Urban Mythos.

Bei deiner Fahrweise (100-120 km/h auf Langstrecke) wüsste ich nicht, warum ein Turbolader kaputt gehen sollte.

Vielleicht rechnest Du dir da auch etwas schön.

Übrigens: Ich hatte zwar bisher keinen C1, allerdings über 4 Jahre einen baugleichen Peugeot 107 (bzw. hatte den meine Frau).

Gekauft als Tageszulassung, Gesamtstrecke nach 4 Jahren waren 48000km.

Defekte in dieser Zeit:

Kupplung, Kühler, Wasserpumpe und Lichtmaschine.

Die Lichtmaschine ging auf Garantie, beim Kühler wollte Peugeot aus Kulanz 30% Nachlass auf das Material geben (was ich dankend ablehnte und lieber ein Drittherstellerteil einbaute).

Wapu musste ich zahlen und das Auto wurde später mit verschlissener Kupplung in Zahlung gegeben.

Man konnte ihn zwar durchaus unter 5l Fahren, allerdings war er nicht wirklich robust.

Den Rotstift merkte man ihm überall an (Genervt haben mich z.B. auch die außenliegenden Plastikscharniere der Heckscheibe, bei denen ich wöchentlich den Paßstift neu einschlagen musste.

Aber das war nur eine kleinigkeit.

Alles in allem war der Peugeot 107 somit im Unterhalt eher eines unserer teureren Autos.

Zitat:

@jschie66 schrieb am 4. Februar 2015 um 03:16:42 Uhr:



Mich stört schon ASR/ESP. Dieses Jahr bin ich schon 2x deshalb an nem Berg wegen Schnee hängen geblieben und konnte nur umdrehen. Ohne die technische Neuerungen wäre ich garantiert die 2 Berge hochgekommen.
Bringt halt nur noch so viel physikalische Kenntnis nix, wenn Motor meint es besser können zu müssen 🙁

Auch das ist wieder so eine Sache.

Würdest Du dich nicht mit der automobilen Basisversorgung abgeben, dann würde dein (dann modernes) ESP/ASR die Situation erkennen und dein Berg wäre kein Problem für dein Auto.

Alternativ hättest Du vielleicht eine Tase, um es einfach auszuschalten.

Natürlich ist bei Kleinstwagen wie dem C1 die Fahrdynamik und vor allem Fahrsicherheit so eine sache für sich.

Einerseits wäre so ein Fahrzeug ohne ESP wohl kaum auf der Straße zu halten, andererseits darfs halt auch nichts kosten.

Das Ergebnis davon hast Du schon zweimal spüren müssen.

Das ist wie wenn ich mir einen China MP3 Player mit Versand für 2,99€ kaufe, und mich dann darüber aufrege dass moderne Unterhaltungselektronik nichts taugt.😁

Nicht ales ist besser nur weil es billiger ist.

Zitat:

@meehster schrieb am 3. Februar 2015 um 15:04:03 Uhr:


Für Benziner werden die mit Sicherheit nicht Pflicht, da der Partikelausstoß bei modernen Benzinern eh praktisch Null ist. Nur die veralteten Direkteinspritzer hätten das Problem.

Wenn du dich da mal nicht (zu) weit aus dem Fenster lehnst.

Das Partikelproblem effizienter Direktsinspritzer ist mit der aktuellen Motorengeneration größer als es jemals war.

Spätestens mit Einführung der Euro 6c kommt die Partikelgrenze für Benziner. >90% aller aktuellen Neuwagen würden sie hinsichtlich des Partikelausstoßes nicht erfüllen.

Die Diskussion wird dann wie damals beim Diesel allgegenwärtig werden.

Ob dazu in zwei Jahren dann Filter nötig werden oder ob man das Problem innermotorisch lösen kann ist offen.

Bisher wurden (bis Euro 5) einfach deswegen keine Vorgaben gemacht, weil Partikelausstoß bei älteren Motorkonzepten (wie z.B. dem alten Saugrohreinspritzer des hier genannten C1) kein Thema war.
Die erste Generation Direkteinspritzer konnte davon profitieren.

Hier ein rel. neuer Artikel:

http://www.t-online.de/.../...zung-sparsam-aber-noch-nicht-sauber.html

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