KeylessGo-Karten nicht mehr lieferbar, kann man eine gebrauchte KG-Karte bei MB anlernen lassen?

Mercedes S-Klasse W220

Hallo zusammen,

die KeylessGo-Karten, die im W220 bis Frühjahr 2003 verwendet wurden (danach ist KG im Schlüssel integriert, aber leider nicht kompatibel zum älteren System), sind leider über MB nicht mehr lieferbar.

Gebraucht sind sie aber noch zu bekommen.

Das Anlernen von Schlüsseln und Karten ist ja eine Wissenschaft, also kann man das wohl nur bei MB machen.

Die Frage ist, kann man eine gebrauchte Karte anlernen lassen, oder lässt sich eine bereits für ein anderes Fahrzeug benutzte Karte nicht mehr für ein weiteres Fahrzeug verwenden?

Ich habe darüber im Netz nichts finden können.

lg Rüdiger 🙂

110 Antworten

Zitat:

@Bamberger_1 schrieb am 12. Mai 2021 um 17:49:56 Uhr:


Sag ich doch, daß das oft verbreitet wird, dass man diese MB KLG Systeme abscannen kann. Das mag bei Audi oder BMW vielleicht gehen, zumindest hört man davon öfters im TV

Nix abscannen. Es wird nur eine Funkbrücke zwischen Schlüssel und Auto gebaut. Eine alte Kamelle. Kopiert wird da nichts.
Wer keine Kasko hat sollte ggf. KG abschalten oder den Schlüssel abgeschirmt verwahren.
Grüße, Frank

Zitat:

@joergsel schrieb am 12. Mai 2021 um 10:11:57 Uhr:



Zitat:

Falls die Batterie des Keyless Go Schlüssels leer ist, auch während der Fahrt, steht man unweigerlich unfreiwillig am Straßenrand. Es empfiehlt sich also immer einen zweiten Schlüssel bzw. neue Batterien mitzuführen.

Das ist falsch. Das Fahrzeug wird nicht stehen bleiben, weil die Batterie im Schlüssel oder in der Karte leer ist. Der Motor läuft auch dann weiter, bis er abgestellt wird. Lediglich ein Neustart des Motors ist dann nicht mehr möglich. Die Entwickler bei MB sind nicht dumm und waren das auch Ende der 90er, als das Keyless-Go erstmals eingebaut wurde, nicht.

Ich verweise auf die Einführungsschriften und die Dokumente im WIS. Das alles sollte man lesen, wenn man das System richtig verstehen will. Zum KG-System werden leider immer wieder Unwahrheiten verbreitet.

Vollkommen korrekt, wieder was gelernt.

Zitat:

@Frd192sl schrieb am 11. Mai 2021 um 22:56:44 Uhr:



Falls die Batterie des Keyless Go Schlüssels leer ist, auch während der Fahrt, steht man unweigerlich unfreiwillig am Straßenrand. Es empfiehlt sich also immer einen zweiten Schlüssel bzw. neue Batterien mitzuführen. Ist man im Besitz eines Fahrzeuges mit Schlüssel und Keyless Go Schlüssel in einem, also der neueren Variante, sollte sich die Fahrt durch einfügen des Zündschlüssels in das Zündschloss auch so fortsetzen lassen. Das Zündschloss sollte den Schlüssel induktiv mit der nötigen Spannung versorgen.

Aufgrund des "schönen" elektrischen Zündsystems, beim W220 glücklicherweise ohne Lenkradverriegelung, kann es durchaus mal vorkommen, dass man hier am Straßenrand endet, weil Zündschloß, Schlüssel oder interen Kommunikation versagen.

Bzgl. Verfügbarkeit und Kosten empfehle ich folgendes Vorgehen:
Komplettes zweites Zündsystem erwerben.
Also ein Motorsteuergerät passend zum Fahrzeugt natürlich, Zündschloss und entsprechende Zündschlüssel sowie je nach Baujahr Keyless GO Karten oder Schlüssel mit integriertem Keyless Go.
Vorteile: Kosten, und man hat ein zweites Zündsystem als reserve, optimalerweise im Kofferraum. Umbau ist in unter einer Stunde machbar.

Wie oben schon korrigiert, der Wagen läuft weiter.
Aus der Praxis:
Ich hatte meine Partnerin vor der Haustür abgesetzt, dabei hatte ich ihr auch meine Jacke mitgegeben, in der sich die KG-Karte befand. Motor war an.
Ich bin dann zur Garage gefahren (ist leider etwas entfernt, aber schwierig, hier eine Garage zu finden).
Dort fiel mir zum Glück noch vor dem Abschalten des Motors ein, dass ich die Karte nicht dabei hatte, also bin ich zurückgefahren und habe sie geholt, um den Wagen abschließen zu können.

Ich habe ein zweites Zündsystem in Reserve, da ich noch meinen alten W220 zusätzlich habe.

Trotzdem halte ich es als Präventivmaßnahme für übertrieben, es mitzuführen.

In den 12 Jahren und über 260.000 km mit meinem W220 bin ich 1x direkt liegengeblieben, nämlich als mir bei 350.000 km die vordere Kardanwelle abgerissen ist.
Kollateralschaden war dabei zum Glück nur eine Lambdasonde, das hätte auch schlimmer ausgehen können.

Als mein EZS bei 330.000 km defekt war, war das Öffnen und Starten ein Problem, aber es gab keinen wirklichen Ausfall.

Ansonsten hatte ich 3 weitere Ausfälle, bei denen ich zumindest noch ein paar Meter fahren konnte:
Mir ist 3x der Keilrippenriemen gerissen:
1. Umlenkrolle defekt
2. Spannvorrichtung defekt
3. Ölundichtigkeit, die den Riemen angegriffen hatte (ich hatte lange nach der Ursache für dden Ölverlust gesucht (Ventildeckeldichtung getauscht, Dichtungen am Ölkühler) und stand kurz vor der Lösung).

Mein V220 hat deshalb präventiv eine neue Umlenkrolle und einen neuen Keilrippenriemen erhalten, die Spannvorrichtung soll laut Werkstatt noch gut sein.
Außerdem habe ich einen neuen Öleinfülldeckel und ein neues Ölfiltergehäuse montiert (Ursache für die Undichtigkeit am W220).

Der Termin für das Anlernen meines neuen Schlüssels dauert noch, da ich das Auto nicht entbehren kann.

lg Rüdiger 🙂

Zitat:

@RuedigerV8 schrieb am 13. Mai 2021 um 13:32:27 Uhr:


Ich habe ein zweites Zündsystem in Reserve, da ich noch meinen alten W220 zusätzlich habe.

Trotzdem halte ich es als Präventivmaßnahme für übertrieben, es mitzuführen.

Außerdem weiß man doch: Das was man vorrätig hat, geht sowieso nie kaputt.

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Zitat:

Nix abscannen. Es wird nur eine Funkbrücke zwischen Schlüssel und Auto gebaut. Eine alte Kamelle. Kopiert wird da nichts.
Wer keine Kasko hat sollte ggf. KG abschalten oder den Schlüssel abgeschirmt verwahren.
Grüße, Frank

So einfach ist das Ganze glücklicherweise nicht. Es ist nämlich bei dem MB-System keineswegs so, dass der Schlüssel mit dem Transponder oder die Karte laufend ein Signal sendet. Vielmehr wird erst durch Betätigung oder Berührung eines Griffes das System überhaupt in Gang gesetzt. Das Steuergerät KG sendet dann eine Aufforderung an den Schlüssel, sein Signal zu senden. Dabei muss sich der Schlüssel in unmittelbarer Nähe vom Fahrzeug befinden.

Genau so geht das, das sind bidirectionale funkstrecken. vereinfacht erklärt ist am kg Besitzer eine unit mit schloß und am Fahrzeug die andere mit geschlachtetem schluessel der die Signale wieder abschickt, dazwischen ist ein lpd z. B. Auf 80cm.
Ob sich diese Methode rechnet oder ob man die karre nicht erstmal ganz banal in einen gedaemten Container zerrt und später irgendwo in Ruhe verarztet bleibt dem klaumaxe überlassen.

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