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Kettenradproblematik M272 - aktueller Stand

Mercedes
Themenstarteram 20. Januar 2019 um 23:24

Hallo zusammen,

mir wurde kürzlich ein sehr interessanter C280T angeboten, besonders erwähnenswert: die geringe Laufleistung von nur knapp 80tkm. Der aktuelle Besitzer hat ihn seinerzeit als Werkswagen gekauft und seitdem nur wenig gefahren, von der Kettenradproblematik war ihm nichts bekannt, sprich: es wurde auch bisher nichts in der Richtung getauscht und es sind auch keine Fehlercodes ausgelesen worden. Da der Wagen BJ 02/2006 ist, liegt der Motor aber definitiv im kritischen Produktionszeitraum.

Nun frage ich mich natürlich wie hoch wohl die Wahrscheinlichkeit ist, daß ich innerhalb der nächsten, sagen wir 20-30tkm Probleme mit den Kettenrädern, den Nockenwellenverstellern oder der Steuerkette bekomme. Und im Falle eines Falles, besteht da noch Hoffnung auf Kulanz seitens MB (der Wagen ist zwar scheckheftgepflegt, aber nicht durchgängig bei MB)?

Der Preis ist zwar in Anbetracht der Laufleistung im Vergleich zu ähnlichen Fahrzeugen attraktiv (~8000€), aber nicht so attraktiv, daß ich da in absehbarer Zeit ~5000€ für eine Kettenradreparatur hinblättern wollte.

Viele Grüße

Olli

Beste Antwort im Thema

Weil die Versicherung nicht zahlen wird wenns drauf ankommt... Serienfehler...

mein letzter Rat: finde einen C280 oder C350 bei dem das Kettenrad nachweislich gegen die gehärtete Version getauscht wurde oder leb' mit dem Risiko. Jeder der dir hier sagt das es nicht so schlimm ist oder das Risiko gering ist, wird dir nicht helfen wenn der Schaden doch kommt. Dann bist du auf dich allein gestellt.

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Ich würde sagen die Wahrscheinlichkeit ist hoch und MB wird da keinen Cent von übernehmen. LG

bekommst nichts von MB. Aber auf Wahrscheinlichkeiten würde ich nicht setzen. Nimm doch mal den Deckel runter und schau nach. Oder lass nachschauen. Wenn du dazu eine Möglichkeit hast.

Gruß Rene

Themenstarteram 21. Januar 2019 um 9:51

Ich habe zwar mal gelesen, daß man es bei MB per Endoskop untersuchen lassen kann, aber kann man sich auf so eine Diagnose verlassen und kriegt das jede MB-Werkstatt hin? Selbst untersuchen (lassen) kann ich es aufgrund der Entfernung zum Standort nicht, da müsste ich den Vorbesitzer (einen älteren Herren) beknien, daß er es macht bzw. extra zu MB fährt, da habe ich aber auch wenig Hoffnung, daß er darauf Lust hat und dann stellt sich die Frage, wer die Untersuchung bezahlt.

Die meisten der hier bei MT gemeldeten Kettenradreparaturen wurden zwischen 60.000 und 140.000 km durchgeführt. Die Wahrscheinlichkeit, dass es den C280T auch in absehbarer Zeit trifft, ist daher sehr hoch.

Eine Kulanz seitens MB kann man wohl mittlerweile so ziemlich ausschließen. Das Auto ist in kürze 13 Jahre alt und zudem auch nicht durchgehend bei MB Scheckheft gepflegt. Nach unserer Erfahrung ist spätestens nach 10 Jahren oder bei nicht durchgängig geführten Inspektionen durch MB Schluss mit Kulanz.

Es ist denkbar, dass die Werkswagen nach bekanntwerden der Problematik mit dem Kettenrad teilweise neue Kettenräder im Werk bekommen haben. Jedoch ist dann sehr fraglich, ob man für das Ersatzteil noch auf die alten Lagerbestände der weichen Kettenräder zurückgegriffen hat.

Unser C230T (aus 09/2006) war ebenfalls ein Werkswagen und der bekam in 09/2007 noch im Werk bei rund 70tkm ein neues Kettenrad spendiert, leider wieder aus der weichen Serie, wie es sich dann nach weiteren 120tkm in 05/2015 herausstellen musste. Wir bekamen damals noch 50% Kostenbeteiligung auf Kulanz, da der Wagen "erst" 9 Jahre alt war und wirklich durchgehend bei MB Scheckheft gepflegt wurde.

Ich wäre da mit dem Kauf des Wagens eher zurückhaltend, trotz der geringen Laufleistung.

Die Untersuchung per Endoskopie wird bei MB schätzungsweise 500 - 600 Euro kosten.

Was soll das wieder??

Ich fahre den c200K aus 01.2005 und habe mittlerweile ca. 213tkm runtergespult. Der ist zwar ein 271ger Motor aber er soll ja genauso anfällig sein wie der 272ger. Wer sein Auto nicht unnötig jagt und wie ein Verrückter durch dien Gegend rast, der sollte bei normaler Fahrweise und entsprechender Pflege, Ölwechsel usw. , auch wenig Probleme haben. Bei einer Laufleistung von 80tkm in 13 Jahren ist das Fahrzeug doch eher vernünftig bewegt worden wenn auch wenig mit jährlich nicht mal 6500 km.

Wobei das natürlich meine ganz persönliche Meinung ist. Ich habe meinen damals mit 111tkm gekauft und bin rundum zufrieden! :-)

@KombiSucher23: stelle dich auf 3000 Euro ein. soviel hab ich bezahlt.

den Post von rekord kannst du getrost ignorieren.

Zitat:

@rekord_1 schrieb am 21. Januar 2019 um 12:09:09 Uhr:

Wer sein Auto nicht unnötig jagt und wie ein Verrückter durch dien Gegend rast, der sollte bei normaler Fahrweise und entsprechender Pflege, Ölwechsel usw. , auch wenig Probleme haben.

Das ist bei den M272 Motoren bis einschließlich Motornummer ... 468993 leider etwas anders.

Die kannst Du noch so sachte bewegen und jährlich einen Ölwechsel machen. Das Kettenrad der Ausgleichswelle nutzt trotzdem ab, da das Material des Ritzels einfach zu weich ist.

Ich hatte vor einiger Zeit mal die gemeldeten km-Leistungen hier bei MT von rund 50 Kettenradreparaturen ausgewertet. Zwar sind "nur" 50 Meldungen nicht wirklich repräsentativ, aber hier dennoch das Ergebnis:

17,8% bei 60-80tkm repariert

15,6% bei 80-100tkm

20,0% bei 100-120tkm

35,6% bei 120-140tkm

11,1% bei > 140tkm

Die Wahrscheinlichkeit, dass es den hier angesprochenen C280T bis 120tkm noch erwischt liegt demnach bei schätzungsweise 53,3%. Das es den erst bei über 120tkm erwischt bei etwa 46,7%. Das es überhaupt passieren wird liegt wohl bei 100%.

Jetzt liegt es am TE abzuwägen, ob er das Risiko eingehen möchte.

Themenstarteram 21. Januar 2019 um 13:24

Zitat:

@1000miles schrieb am 21. Januar 2019 um 13:00:58 Uhr:

@KombiSucher23: stelle dich auf 3000 Euro ein. soviel hab ich bezahlt.

Wo du hast du deinen reparieren lassen - ich nehme an, nicht bei MB? Hast du vorsorglich auch gleich Kette/Spanner und Nockenwellenversteller machen lassen?

 

Zitat:

Die Untersuchung per Endoskopie wird bei MB schätzungsweise 500 - 600 Euro kosten.

Also so einen Betrag würde ich sicher nicht vorstrecken und der aktuelle Besitzer höchstwahrscheinlich auch nicht. Der hat übrigens auch alle meine Einwürfe in Richtung Motorenproblematik galant ignoriert oder abgetan. Schwer zu sagen, ob er wirklich so überzeugt von seinem Fahrzeug war und meine Einwände nur als Schlechtreden zwecks Preisreduktion einstufte, oder ob er nicht vielleicht doch genau über die Problematik Bescheid weiß und möglicherweise nicht zuletzt deshalb die Kiste schnell noch loswerden möchte, bevor ein Schaden evident wird. Zumindest war er für die meisten Reparaturen bei 'seinem MB-Spezi', wenn der wirklich Ahnung von der Materie hatte, hat der ihn schon längst vorgewarnt.

Ich hatte schon überlegt vielleicht eine private Reparaturversicherung abzuschließen um das Risiko abzudecken, aber auf Anhieb habe ich keine Versicherung gefunden, die einen so alten Wagen überhaupt noch annehmen würde und außerdem sind die Kostenübernahmen gedeckelt und Serienfehler grundsätzlich ausgenommen ... .

Es ist eigentlich schade um das Auto, weil es meine Anforderungen ziemlich genau erfüllen würde und ich aktuell auch nix vergleichbares, besseres wüsste, aber da ich bei meinen vergangenen Gebrauchtwagenkäufen schon kein so glückliches Händchen hatte, bin ich doch sehr vorsichtig geworden.

bei einem Auto diesen Alters können natürlich auch noch andere teure Dinge kaputt gehen; entweder man kann vieles selbst machen und weiß wie man sich Teile günstig beschafft oder man muss halt ein paar tausender in der Hinterhand haben und hoffen, dass man sie nicht braucht.

und Versicherungen wollen natürlich auch überleben, das können sie nur, indem sie Risiken ganz ausschließen oder entsprechend bepreisen.

Themenstarteram 21. Januar 2019 um 17:17

Naja, eine 5t€-Reparatur ist ja eigentlich bei keinem halbwegs normalen Auto ein Pappenstiel, aber bei einem Auto von 8t€ Wert muss man sich schon die Frage stellen, ob das dann überhaupt noch lohnt. Und die Reparatur ist im Falle des Kettenrads ja auch nix für den Hobbyschrauber, da braucht man schon entsprechendes Equipment und Know-how. Wüsste hier in der Gegend gerade keine freie Werkstatt wo ich mich mit so einer Reparatur hin trauen würde.

Klar muss man bei einem älteren Auto jederzeit mit Reparaturen rechnen, allerdings ja doch eher mit alters- und verschleissbedingten und nicht unbedingt mit Kinderkrankheiten/Fertigungsfehlern. Alternativ könnte ich natürlich auch für die Hälfte des Geldes einen angegammelten, runtergerittenen 320er holen mit frisch Tüv und den nochmal 2 Jahre 'zu Ende fahren' ... aber das wäre jetzt auch nicht meins. Andererseits bekäme ich für 8t€ + günstigstenfalls 3t€ Reparatur auch wieder ganz nette, jüngere Fahrzeuge...

am 21. Januar 2019 um 17:51

Wenn er nicht will dann eben nicht. Es gibt immer wieder mal Autos, ist ja nicht so das dies der einzige wäre. ;)

Welche Rechnung man hier aufmacht, muss jeder selber wissen.

Da wird dir leider keiner bei helfen können :)

Ich würde ganz klar die Finger davon lassen! 8000 Euro finde ich auch nicht gerade günstig. Trotz der geringen Laufleistung würde ich wegen des Alters und des Risikos bestenfalls vielleicht noch die Hälfte ausgeben. Aber schon das Risiko ist derartig hoch das man echt die Finger davon lassen sollte. Den Wagen kann nur ein Ahnungsloser kaufen...

Ich hab meinen damals von einem Händler gekauft der die Reparatur noch selber gemacht hat. Er hatte den Wagen mit dem Schaden in Zahlung genommen. (rund 140 tsd km gelaufen) Wahrscheinlich hat er so immernoch gut dran verdient.

...und selbst jetzt noch habe ich Angst um das (neue) Kettenrad, obwohl ich jetzt schon bei rund 185 tsd km bin.

wenn du ein auto mit angst fährst würde ich es weg geben

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