Kaum Heizleistung, Wärmetauscher-Spülung behebt Problem nur kurzfristig

VW Passat B5/3BG

Ich habe schon in vielen Foren gelesen, fast eine Lösung des Problems gefunden, aber eben nur f a s t !

Damit Ihr meine Lage versteht, hier die Geschichte, die vielen ähnelt, aber m. E. doch anders ist:

Passat, selbst 2003 in Wolfsburg abgeholt, bisher nur 83.000 km (Familienkutsche, da sonst gelbes Firmenfahrzeug), unfall- und rostfrei, alles bestens (bisher!)

Nachdem es jetzt schon länger kalt ist, fiel vor ca. 2 Monaten auf, dass die Heizung kaum Leistung bringt. Also zu meinem langjährigen, markenfreien Schrauber (damals ziemlich im Stress). Ein Griff in den Motorraum (neben Batterie), an der Climatronic den Fehlerspeicher ausgelesen, Diagnose: mehrere Stellmotoren defekt. Hierzu müsste beim Handbremshebel angefangen bis zum Armaturenbrett (einschl.) alles raus, um die Stellmotoren zu erneuern. Das wäre ihm zu viel Arbeit, dafür hätte er jetzt keine Zeit, ich soll zum VAG-Partner fahren. Der nette Herr dort: Wenn die Stellmotoren getauscht werden müssen ca. 1200 bis 1500 Euro. Mich trifft der Schlag!

Erste Gewissensbisse: Soll ich noch so viel Geld investieren, wenn der Wagen nur noch einen angeblichen aktuellen Wert von ca. 4000 Euro haben soll? Obwohl ich noch nie was selbst am Auto gewerkelt habe, durchforste ich das Internet und finde heraus, dass Stellmotoren (entgegen der VAG-Vorgabe) wohl auch nach Entfernen des Handschuhfaches gewechselt werden können. In einem Forum waren die erforderlichen Arbeiten, in einem anderen sogar die Stellung des Beifahrersitzes im Bild dargestellt, so dass ich mich ohne Ahnung in eine mir bisher unbekannte "Stellung" begeben habe. Zumindest habe ich in dieser Stellung mit meinem erworbenen Wissen feststellen können, dass die Stellmotoren funktionieren. Den Fehlerspeicher (Climatronic) habe ich gelöscht und der ist auch jetzt noch leer.

Ich weiß nicht, wie viele Nächte ich im Internet verbracht habe, jedenfalls habe ich dort auch das Problem mit dem Wärmetauscher gefunden und diesen gespült. Hierfür (Internet sei Dank) habe ich neben der Batterie auch die Schläuche gefunden, die zum Wärmetauscher führen. Da die beiden Schläuche mit einem riffelartigen Kunststoffschutz verdeckt waren, frage ich mich, wie der erste Autofachmann bei dem Griff feststellen konnte, ob die darunterliegenden Schläuche warm waren (Vorlauf, Rücklauf und wie sollte er bei dieser "Verpackung" die beiden auseinander halten).

Egal, Wärmetauscher entgegen der eigentlichen Fließrichtung gespült, wieder alles montiert, entlüftet (Schlauch bis zur Freigabe des kleinen Loches abziehen, Kühlmittelbehälter lösen und höher anbringen, ...) und die Heizung lief wieder auf Höchstleistung. Könnt Ihr Euch eigentlich vorstellen, wie stolz ich war? (Ohne Einsatz 1200 - 1500 € gespart!!!)

Leider hielt die Heizleistung und damit auch der Stolz nicht lange an! Während man am Anfang noch schwitzte, ist die Heizleistung stetig zurückgegangen, so dass man nunmehr trotz Sitzheizung (nur auf den vorderen Plätzen) wieder friert.

Jetzt stelle ich mir die Frage, ob ich nochmal den Wärmetauscher spülen sollte. Aber eigentlich ist das ja nur ein Teil des Kühlsystems. 2/3 der alten Brühe ist ja im anderen Teil der nicht gespült wird und der setzt vermutlich den Wärmetauscher wieder nach und nach zu, wenn das Kühlsystem wieder aktiv ist. Wichtige Zusatzinfo: Die Kühlflüssigkeit (G12-Gemisch) wurde (in den 12 Jahren) noch nie gewechselt, ist mittlerweile Kaffeebraun und auch im Vorratsbehälter hat die Brühe sich derart abgelagert, dass der Füllstand nur nach Öffnen des Behälters geprüft werden kann. Wenn man irgendwelchen Größen glauben darf, soll in einem solchen Fall das ganze System gespült und der Behälter sogar ersetzt werden.

Ich suche daher nach einer günstigen Lösung, meinen Passat auch noch im jetzt nahenden Winter fahren zu können. Gibt es oder hat irgendjemand eine Anleitung, wie ich das ganze System zunächst vom dreckigen Kühlwasser befreie (Thermostat verhindert doch den kompletten Auslauf und im heißen Zustand will ich auch keine Schläuche abziehen ;-(., kräftig durchspüle und dann wieder mit neuem Frostschutzgemisch fülle. Ich habe einen entsprechenden Luftkompressor (um ggfls. das Wasser raus zu blasen) und hoffe, kurzfristig auch ein Kühler Befüll- u. Entlüftungsgerät mein eigen zu nennen.

Und bitte, jetzt keinen hilfreichen Tipp, dass ich in eine Fachwerkstatt fahren soll. Eigentlich habe ich schon damit gerechnet, mir ein anderes Auto anzuschaffen, aber soooo leicht gebe ich - wo ich dem Ziel soooooo nah war - jetzt nicht mehr auf ...

Für jeden ehrlichen, zielführenden Hinweis schon jetzt herzlichen Dank.

LG Martina

PS.: Danke, dass Du/Sie bis zum Ende dieses langen Textes gelesen hast/haben, und nachvollziehen kannst/können, dass mich jetzt der Ehrgeiz gepackt hat.

19 Antworten

Wenn das Wasser braun ist, dann wurde g12 mit g11 gemischt. Dann muss das komplette Kühlwasser raus. Da ist jede Menge Schmodder drin. Es wird auch jede Menge vor dem Thermostat sitzen.

Zitat:

@000111 schrieb am 31. Oktober 2015 um 19:48:57 Uhr:


Ich habe schon in vielen Foren gelesen, fast eine Lösung des Problems gefunden, aber eben nur f a s t !

Damit Ihr meine Lage versteht, hier die Geschichte, die vielen ähnelt, aber m. E. doch anders ist:

Passat, selbst 2003 in Wolfsburg abgeholt, bisher nur 83.000 km (Familienkutsche, da sonst gelbes Firmenfahrzeug), unfall- und rostfrei, alles bestens (bisher!)

Nachdem es jetzt schon länger kalt ist, fiel vor ca. 2 Monaten auf, dass die Heizung kaum Leistung bringt. Also zu meinem langjährigen, markenfreien Schrauber (damals ziemlich im Stress). Ein Griff in den Motorraum (neben Batterie), an der Climatronic den Fehlerspeicher ausgelesen, Diagnose: mehrere Stellmotoren defekt. Hierzu müsste beim Handbremshebel angefangen bis zum Armaturenbrett (einschl.) alles raus, um die Stellmotoren zu erneuern. Das wäre ihm zu viel Arbeit, dafür hätte er jetzt keine Zeit, ich soll zum VAG-Partner fahren. Der nette Herr dort: Wenn die Stellmotoren getauscht werden müssen ca. 1200 bis 1500 Euro. Mich trifft der Schlag!

Erste Gewissensbisse: Soll ich noch so viel Geld investieren, wenn der Wagen nur noch einen angeblichen aktuellen Wert von ca. 4000 Euro haben soll? Obwohl ich noch nie was selbst am Auto gewerkelt habe, durchforste ich das Internet und finde heraus, dass Stellmotoren (entgegen der VAG-Vorgabe) wohl auch nach Entfernen des Handschuhfaches gewechselt werden können. In einem Forum waren die erforderlichen Arbeiten, in einem anderen sogar die Stellung des Beifahrersitzes im Bild dargestellt, so dass ich mich ohne Ahnung in eine mir bisher unbekannte "Stellung" begeben habe. Zumindest habe ich in dieser Stellung mit meinem erworbenen Wissen feststellen können, dass die Stellmotoren funktionieren. Den Fehlerspeicher (Climatronic) habe ich gelöscht und der ist auch jetzt noch leer.

Ich weiß nicht, wie viele Nächte ich im Internet verbracht habe, jedenfalls habe ich dort auch das Problem mit dem Wärmetauscher gefunden und diesen gespült. Hierfür (Internet sei Dank) habe ich neben der Batterie auch die Schläuche gefunden, die zum Wärmetauscher führen. Da die beiden Schläuche mit einem riffelartigen Kunststoffschutz verdeckt waren, frage ich mich, wie der erste Autofachmann bei dem Griff feststellen konnte, ob die darunterliegenden Schläuche warm waren (Vorlauf, Rücklauf und wie sollte er bei dieser "Verpackung" die beiden auseinander halten).

Egal, Wärmetauscher entgegen der eigentlichen Fließrichtung gespült, wieder alles montiert, entlüftet (Schlauch bis zur Freigabe des kleinen Loches abziehen, Kühlmittelbehälter lösen und höher anbringen, ...) und die Heizung lief wieder auf Höchstleistung. Könnt Ihr Euch eigentlich vorstellen, wie stolz ich war? (Ohne Einsatz 1200 - 1500 € gespart!!!)

Leider hielt die Heizleistung und damit auch der Stolz nicht lange an! Während man am Anfang noch schwitzte, ist die Heizleistung stetig zurückgegangen, so dass man nunmehr trotz Sitzheizung (nur auf den vorderen Plätzen) wieder friert.

Jetzt stelle ich mir die Frage, ob ich nochmal den Wärmetauscher spülen sollte. Aber eigentlich ist das ja nur ein Teil des Kühlsystems. 2/3 der alten Brühe ist ja im anderen Teil der nicht gespült wird und der setzt vermutlich den Wärmetauscher wieder nach und nach zu, wenn das Kühlsystem wieder aktiv ist. Wichtige Zusatzinfo: Die Kühlflüssigkeit (G12-Gemisch) wurde (in den 12 Jahren) noch nie gewechselt, ist mittlerweile Kaffeebraun und auch im Vorratsbehälter hat die Brühe sich derart abgelagert, dass der Füllstand nur nach Öffnen des Behälters geprüft werden kann. Wenn man irgendwelchen Größen glauben darf, soll in einem solchen Fall das ganze System gespült und der Behälter sogar ersetzt werden.

Ich suche daher nach einer günstigen Lösung, meinen Passat auch noch im jetzt nahenden Winter fahren zu können. Gibt es oder hat irgendjemand eine Anleitung, wie ich das ganze System zunächst vom dreckigen Kühlwasser befreie (Thermostat verhindert doch den kompletten Auslauf und im heißen Zustand will ich auch keine Schläuche abziehen ;-(., kräftig durchspüle und dann wieder mit neuem Frostschutzgemisch fülle. Ich habe einen entsprechenden Luftkompressor (um ggfls. das Wasser raus zu blasen) und hoffe, kurzfristig auch ein Kühler Befüll- u. Entlüftungsgerät mein eigen zu nennen.

Und bitte, jetzt keinen hilfreichen Tipp, dass ich in eine Fachwerkstatt fahren soll. Eigentlich habe ich schon damit gerechnet, mir ein anderes Auto anzuschaffen, aber soooo leicht gebe ich - wo ich dem Ziel soooooo nah war - jetzt nicht mehr auf ...

Für jeden ehrlichen, zielführenden Hinweis schon jetzt herzlichen Dank.

LG Martina

PS.: Danke, dass Du/Sie bis zum Ende dieses langen Textes gelesen hast/haben, und nachvollziehen kannst/können, dass mich jetzt der Ehrgeiz gepackt hat.

Hallo "Leidensgenossin",
habe genau das gleiche Problem und wollte nach Ergebnissen deinerseits fragen bevor ich mich an die Arbeit mache.
Meine geplante Vorgehensweise wäre
- Kühlimittelkreislauf am Wärmetauscher auftrennen (Kühlmittelschläuche am Wärmetauscher abziehen)
- Kühlmittelflüssigkeit aus Motorkreislauf z.T. ablassen (3 Liter/ oder alles ?)
- Motorkreislauf mit "Reinigungsflüssigkeit" (Liqui Moly, Zitronensäure ?-macht Mercedes-Werkstatt, oder anderem geeigneten Reinigungsmittel- (Problem Säureempfindlichkeit der Dichtungen etc)) in "geeigneter" Konzentration befüllen
- Kühlmittelschläuche Motorkreislauf "kurzschliessen" (Vor- und Rücklauf mit Rohrbogen oder geeingetem Schlauch verbinden) Auf diese Weise wird verhindert, dass sich der Wärmetauscher mit dem im Motorkreislauf gelöstem Dreck weiter zusetzt !!!!
- Wärmetauscher separat reinigen (Gegenstrom - über Rücklauf befüllen - Markierungspfeile am Anschlusstutzen-)
-Wärmetauscher spülen
- Anschlüsse Motorkreislauf/ Wärmetauscher wieder verbinden

Freuen wenn es funktioniert - wenn nicht ??????

Hast Du schon etwas anderes, wirkungsvolles herausgefunden ??

Grüße aus Braunschweig
Henning (Antworten am besten vielleicht über whatsapp ?? 015170165170 ?? bin hier nicht so oft
- das eingefüllte Reinigungsmittel "eine Zeit lang" 1h/ 2h ?? fahren und anschließend Reinigungsflüssigkeit ablassen
- Motorkreislauf spülen

@ Aldihambra

Sorry, war im Urlaub und komme erst jetzt dazu, Dir weiterzuhelfen:

Als Erstes: Die Heizung bringt wieder volle Leistung, d. h. zumindest bei meinem Fahrzeug wurde das geschilderte Problem mit den nachfolgend beschriebenen Arbeiten gelöst:

Auch wenn ich nicht zwei linke Hände habe, so wollte ich mir die Arbeit mit der Wasserpumpe (weil die so schlecht zugänglich ist und man hierzu mindestens die Lichtmaschine lösen müsste) nicht antun. Ferner habe ich weder Grube noch Hebebühne, so dass ich für die Arbeit lediglich 2 Auffahrrampen hatte. Etwas mühsamer, aber machbar!

Zunächst habe ich die beiden Schläuche die zum Wärmetauscher führen gelöst und entgegen der Fließrichtung mit Wasser (Leitungswasser mit dem Druck, der vom Wasserversorger geliefert wird; zuerst den Wasserhahn wenig, dann gesteigert und dann voll auf) gespült. Damit alle Verbindungen dicht waren, habe ich die Schläuche (die am Auto und den ¾“ Gartenschlauch) mit entsprechenden Schlauchtüllen verbunden und mit Schlauchschellen festgezogen.

Dann habe ich die Schläuche, die an den Kühler gehen gelöst. Achtung: Zuerst die Klammer ca. 1 cm ziehen oder ganz entfernen. Die Schläuche gehen schwierig ab; die Schläuche dürfen – weil am Verschluss (innen) entsprechende Nasen sind – nicht gedreht werden sondern nur gerade heruntergezogen werden. Fest, ruckartig ziehen, dann gehen sie ab. Siehe hierzu die beiden Fotos! (Habe es auch mehrfach versuchen müssen, aber der inliegende O-Dichtungsring muss über die Wulst des Kühleranschlusses; Ob es geholfen hat oder ob ich es mir nur eingebildet habe: Silikonspray zwischen Schlauch und Stutzen).

Kühlmittelflüssigkeit auffangen. Den Kühler spülen (von oben und unten jeweils zuerst wenig, dann gesteigert bis auf vollen Leitungsdruck), anschließend die Kühlerschläuche (jeweils in beide Richtungen, drucksteigernd und auch hier Schlauchtüllen + Schlauchschellen verwenden).

Dann wieder alles zusammenbauen und wieder mit Frostschutz füllen. (Mit einem Vakuumfüllgerät war das ein Kinderspiel; sonst muss man eben das System entlüften; hierzu den Schlauch zum Wärmetauscher etwas herunterziehen und so die kleine Öffnung freigeben; ist im Internet beschrieben)

Dadurch, dass ich das Thermostat nicht ausgebaut habe und auch nur mit kaltem Wasser gespült habe, wird nicht der komplette, große Kühlkreislauf gespült. Es hat aber – in meinem Fall – ausgereicht, um wieder die gewünschte Heizleistung zurückzuerhalten.

Von einer Reinigungsflüssigkeit (Zitronensäure, Liqui …) habe ich zunächst abgesehen und dies war in meinem Fall wohl auch nicht erforderlich.

Ich bin richtig stolz, dass ich – auch unter Androhung eines Hausbesuchs – das Problem allein gelöst habe. Hoffe ich konnte helfen.

Hezrlichen Dank an alle, die mit ihren Beiträgen mir bei der Ausführung der erfolgreichen Arbeiten geholfen haben!

LG Martina

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