Kaufberatung C-Klasse
Ich möchte mir eine neue C-Klasse (habe mich gegen A4 und 3er entschieden) zulegen und hätte da mal ein paar Tipps zu:
A) Motorisierung (180, 200 oder 220D)
B) Navigation (keins, klein oder groß)
C) sonstige Extras (Was ist sinnvoll?)
Lohnen sich die Aussattungslinien oder reicht die Classic?
Sonstige Infos.
Danke
32 Antworten
Zitat:
Wenn du 30.000 km pro Jahr fährst, sehe ich auch keine wirtschaftliche Alternative zum Diesel.
Im Prinzip stimmt diese Aussage zu 100%. Wenn er aber jemanden findet, der seinen Sprit bezahl (z.B. bei einem Firmenwagen), dann gäbe es doch einen Grund, nicht vernünftig zu sein 😉 Und für den Fall, dass er mit der Lauf(un)ruhe der 4-Zylinder-Diesel nicht zufrieden sein sollte, könnte es auch durchaus sein, dass er sich gegen die Wirtschaftlichkeit entscheidet. Der 270 CDI stellt derzeit ja auch nicht wirklich eine Alternative dar, weil er EURO 4 nicht erfüllt und zudem noch in diesem Jahr ersetzt wird. Wodurch eigentlich?
Aus dem Grund, dass ich mir um den Sprit keine Sorgen machen muss (Firmenfahrzeug), habe ich mich auch für einen C230K entschieden, der folgende Ausstattung hat:
Avantgarde
Flottenpaket (Audio APS 50, Metallic, Regensensor)
Bi-Xenonscheinwerfer
Durchlademöglichkeit
Getriebe Automatik
Parameterlenkung
Parktronic
Handy-Vorrüstung
Reifendruckverlust-Warnung
Sidebags im Fond
ISOFIX
Sitzheizung Vordersitze
Skisack
Sportpaket
Bei Leder habe ich noch etwas geschwankt, mich aber dann doch (vernünftigerweise) für das serienmäßige Leder Twin entschieden, da ich meist alleine, ab und zu zusammen mit meiner Frau fahre und im Fond nur meine Tochter mitfährt, die aber auf einem Kindersitz Platz nimmt.
Nun, eine Firma kennt ja nun auch so ungefähr die jährlichen Fahrleistungen ihrer Mitarbeiter. Ich glaube daher nicht, dass es eine Firma so einfach zulässt, dass sich ein Angestellter mit 30000 km pro Jahr einen 6-Zylinder-Benziner bestellt.
Bei 30000 km jährlicher Laufleistung sehe ich auch keine Alternative zum Diesel. Vermutlich bist du auch viel in der Fremde unterwegs. Ein Navi würde ich dir deshalb auch empfehlen. Das APS 50 reicht zur Orientierung für meinen Geschmack aus. Wenn du es bei der Routenplanung bunt magst, führt kein Weg am Comand vorbei.
Xenon ist zwar ganz nett, aber das gewöhnliche Licht ist auch schon ziemlich gut. Die normale Klimaautomatik halte ich für absolut ausreichend. Regensensor, LM-Felgen und Sitzheizung würde ich auf jeden Fall bestellen, und die Parktronic kann sicherlich auch nicht schaden. Wenn du es bei gutem Wetter im Sommer gerne etwas luftig und hell im Inneren hast, darf das Schiebedach natürlich nicht fehlen.
Zitat:
Ich glaube daher nicht, dass es eine Firma so einfach zulässt, dass sich ein Angestellter mit 30000 km pro Jahr einen 6-Zylinder-Benziner bestellt.
Kommt drauf an, ob der Mitarbeiter im Außendienst ist oder ob es sich um einen (leitenden) Angestellten handelt, dem das Fahrzeug als Gehaltsbestandteil zur Verfügung gestellt wird.
An ein Firmenfahrzeug hab ich gar nicht gedacht. In Österreich ist die Dieselideologie schon so weit fortgeschritten (aufgrund der absurden steuerlichen Bevorzugung), dass bei Firmenwagen in der Regel gar nichts anderes mehr zugelassen wird - unabhängig von der Laufleistung. Außer natürlich - wie zum Glück in meinem Fall - die Firma gehört einem selbst ... 🙂
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@ paquito
Klingt ja interessant. Wie sieht denn die steuerliche Behandlung von Diesel- und Benzinfahrzeugen in Österreich konkret aus?
Firmenwagen
es handelt sich bei mir um einen Gehaltsbestandteil. Und wir sind - noch - in der Lage zw. Benziner und Diesel auswählen zu dürfen. Ich denke dieses Privileg wird aber nicht mehr lange gelten.
Da wir auch nicht an eine Leasinggesellschaft gebunden sind, mal noch eine Frage an alle die ein Leasingfahrzeug haben:
Wie hoch ist der Leasingfaktor bei Euch? Oder ist das hier Off-Topic 🙂
Die Unterschiede sind da gewaltig.
Unsere Firmenfahrzeuge sind auch alle geleast. Dennoch kann ich mit dem Begriff Leasingfaktor nichts anfangen. Was meinst du damit? Wir leasen übrigens bei drei unterschiedlichen Leasinggesellschaften, damit wir etwas flexibel sind 😉 Bei der Größe des Unternehmens können wir uns das aber auch gut erlauben.
Das ist bei uns so pauschal nicht zu beantworten, da die Leasingrate vom Wertverlust bzw. dem Rabatt auf den Einstandspreis ganz entscheidend abhängt und wir bei den unterschiedlichen Herstellern auch unterschiedliche Rabatte kriegen. Für meine neulich bestellte C-Klasse könnte ich dir die Leasingrate (Full-Leasing bei 25 TKM p.a.) mailen - wenn du magst.
Zitat:
Original geschrieben von Merowinger
@ paquito
Klingt ja interessant. Wie sieht denn die steuerliche Behandlung von Diesel- und Benzinfahrzeugen in Österreich konkret aus?
Es beginnt schon beim Kaufpreis. Zu unseren 20 % Mehrwertsteuer kommt ja noch eine "Normverbrauchsabgabe" (NOVA) dazu, nachdem die frühere Luxus-MWSt von 32 % als nicht EU-konform abgeschafft werden musste. Die NOVA ist eben verbrauchsabhängig, mit Sätzen zwischen (glaube ich) 6 und 16 %.
Dadurch ist z.B. der C270 in Österreich schon im Kauf um € 1.000 billiger als der gleich starke 240. OK - das ist ein Extrembeispiel, weil der 240 ein Säufer ist, aber auch in vielen anderen Fällen kostet der Diesel nur wenig mehr oder gleich viel wie der Benziner.
Die Kfz-Steuer ist für Benziner und Diesel gleich - da geht's nur um die PS.
Und beim Sprit ist der Diesel viel niedriger besteuert, um die Frächter zu stützen. Ich hab die Preise nicht im Kopf, aber mein SuperPlus kostet jetzt schon längere Zeit über € 1, Super irgendwas in den 90ern, während Diesel, glaube ich, in den hohen 70ern liegt.
Damit lohnt sich ein Diesel oft schon ab ein paar tausend Km Jahresfahrleistung. Deshalb gibt's auch bei Neufahrzeugen schon über 70 % (!) Dieselanteil (bei Mercedes liegt er noch wesentlich höher, bei der C-Klasse über 90 %). In Graz mussten vor kurzem sogar Fahrverbote erlassen werden, weil so viel Staub in der Luft ist, und auch der Straßenlärm in der Großstadt ist dadurch deutlich höher ... na ja - Politik halt.
Begonnen hat das Ganze vor fast 20 Jahren, als Österreich als erstes Land in Europa für Benziner die Kat-Pflicht eingeführt hat. Da es in den östlichen Nachbarländern noch kaum bleifreies Benzin gab, mussten viele Berufsfahrer nolens volens auf Diesel umsteigen. Zusätzlich gab es auch damals schon die Preisnivellierung, da die Kat-Sondermodelle für Österreich natürlich entsprechend teuer waren.
Man muss also schon ein Michael Koolhaas sein, um in Ösistan einen C-Benziner zu fahren ... 😉
Zitat:
Original geschrieben von Merowinger
@ paquito
Klingt ja interessant. Wie sieht denn die steuerliche Behandlung von Diesel- und Benzinfahrzeugen in Österreich konkret aus?
Also es ist wie folgt:
Auf den Preis des Autos ohne Steuern (zB C270CDI 30.260,00, C240 29.460,00 - jeweils Schaltgetriebe & keine Extras) kommt die NOVA (2% vervielfacht mit dem bei Benzinern um 3L, bei Diesel um 2L veringerten Normverbrauch - beim C270CDI ergibt das 10%, beim C240 ergibt das 15%) und auf diesen Preis kommt noch 20% Umsatzsteuer (kein Vorsteuerabzug, auch nicht bei unternehmerischer Nutzung!!!). Daher kommt man bei diesen Autos auf folgende Endpreise: C270CDI: 39.943,20 und C240: 40.654,80
Die Kfz-Steuer heißt bei uns Motorbezogene Versicherungssteuer und ist von der Motorleistung abhängig: 0,55€ je Kilowatt der um 24 Kilowatt verringerten Motorleistung - also bei beiden € 55,55 pro Monat (bei jährlicher Zahlung, für halbjährliche, quartalsweise und monatliche gibt es Zuschläge von 6% bzw. 8% bzw. 10%)
Die Mineralölsteuer ist, wie in Deutschland, auf Diesel deutlich niedriger, dadurch ergben sich die Preise, wie sie Paquito genannt hat.
Noch ein feines Extra: Ist ein Firmen-Kfz teurer als 34.000,00 (inkl. NOVA und nicht abzugsfähiger USt), ist die Abschreibung (oder die Leasingrate) steuerlich um jenen Prozentsatz zu kürzen, um den der Kaufpreis über 34.000 lag. Das gilt auch bei Gebrauchtfahrzeugen, die bei Neuzulassung teurer als 34.000,00 waren (z.B. C270CDI: 39.943,20/34.000,00 = 85,12% --> nur 85,12% der AfA ist steuerlich anerkannt, Mindestabschreibungsdauer bei PKW ist 8 Jahre)
lg
Dimple, der Benziner aus dem selben Grund, wie Paquito fahren darf 🙂
Zitat:
Dimple, der Benziner aus dem selben Grund, wie Paquito fahren darf
Also auch aus Prinzip oder um Rumzuprotzen !? 😁
Na immerhin wird die Stadt nicht ganz so stark verpestet....
Zitat:
Original geschrieben von noch190er
Also auch aus Prinzip oder um Rumzuprotzen !? 😁
Na immerhin wird die Stadt nicht ganz so stark verpestet....
Na ich fahr natürlich nur aus Prinzip Benziner, weil zum Rumprotzen hätte ich ja einen Mercedes kaufen müssen 😁
lg
Dimple, der glücklicher Volvo-Fahrer ist, sich aber mit Mercedes auch nicht genieren würde 😉
das "rumprozen" hat sich in dem Fall auch auf's Benziner fahren bezogen, aber es sei Dir gegönnt.
Das hat auch eine gewisse Art Stil und jetzt weis ich auch warum Paquito so überzeugt von seiner Spritschleuder ist in dem "lauten" Österreich....