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Kaputte Kopfdichtung? Wie schnell würde sowas schlimmer werden?

Themenstarteram 25. November 2013 um 20:32

Hallo!

Mein Honda Civic EJ9 1997 braucht auf 2000 km etwa 200 ML Wasser .... oder etwas weniger.

2 Fragen!

1. Kann die Kopfdichtung diesen schleichenden Verlust erklären? Normalerweise sind die Autos dann ja meist "richtig kaputt" und das Kühlwasser ist alle 100 KM komplett leer und die Autos qualmen usw. Meiner nicht.

2. Wenn es echt die Kopfdichtung wäre, kann es sein, dass ich schon seit etwa 7000 km damit rumfahre?

Wie schnell wird eine defekte Dichtung schlimmer?

 

Danke schon Mal :)

Achja: Kein Wasser im Öl, kein Öl im Wasser... kein weißer Qualm aus dem Auspuff.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Go}][{esZorN

Um den TE völlig zu verwirren: Google mal nach der Anomalie des Wassers. ;)

mfg

Wie schon gesagt, die Anomalie des Wassers gibt es nicht wenn es mit Frostschutz gemischt ist. Einen Versuch, den ich selber schon gemacht habe: Normales Eis schwimmt aus Wasser, weil es ein weiträumiges Gitter bildet mit Hohlräumen, deshalb dehnt sich Wasser ab 4 Grad auch aus und wied leichter, beim Gefrieren besonders stark da dann das Gitter voll ausgebildet ist. der Frostschutz verhindert ein Zusammenlagern der Wassermoleküle sodass sich das Gemisch beim Abkühlen kontinuierlich zusammenzieht und somit dichter wird. Zum Versuch: Man nehme einen Glaskolben mit aufgesetztem Steigrohr und fülle das System so mit Frostschutzgemisch, dass das Rohr halb voll ist. dann stellt man das Ding in Trockeneis, misst die Temperatur und beobachtet die Flüssigkeitssäule. Man stellt fest: Bis etwa minus 30 Grad sinkt sie kontinuierlich, auch beim Unterschreiten der 4 Gradmarke. Erst am Stockpunkt, war bei uns minus 30, bilden sich feinste Eisnadeln aus reinem Wasser, die dann nach oben steigen, der Frostschutz sammelt sich konzentriert darunter. Das funktioniert übrigens auch mit Salzwasser.

Gruß Tobias

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am 25. November 2013 um 20:52

Hallo,

ein Wasserverlust kann mehrere Ursachen haben. Unter Anderem kann es auch eine defekte Kopfdichtung sein.Wenn man damit zu lange rum fährt könnte sich Wasser im Zylinder sammeln und beim Starten ein oder vielleicht mehrere Pleuel schief drücken. Das wäre der schlimmste Fall. Um herauszufinden ob die Dichtung oder sonst was kaputt ist solltest Du das Kühlsystem abdrücken. Ein Co-Test schadet auch nicht. Damit lässt sich rausfinden, ob Abgase im Kühlwasser sind.

Ein Kolbenfresser kann auch ein Schsdensbild sein, weil das Kühlwasser im Zylinder den Ölfilm abwascht.Auch kommt es vor dass die Zylinder "Auswaschungen" haben wobei es auch zum Kolbenkipper kommen kann.

Also nicht mehr lange warten. Eine Kopfdichtung zu ersetzen ist bei Deinem Auto kein großer Akt. Vorausgesetzt man findet nicht noch mehr Sachen die dann gemacht werden müssen.

Gruß

Hallo,

ich hatte bei meinem A6 auch mal einen schleichenden Kühlflüssigkeitsverlust. Beim A6 war es dann nicht die Kopfdichtung, sondern eine Dichtung am Motorblock zu einem Kühlflüssigkeitsrohr. Diese war ausgehärtet und hatte Risse bekommen. Bei manchen Wagen ist auch ein alternder Flüssigkeitsbehälter (Rissbildung oder Deckel) die Ursache des schleichenden Verlustes. Ebenso gäbe es die Wasserpumpe mit der Wellendichtung zu beachten.

Ausschliessen kann man die Kopfdichtung z.B. durch eine CO² Prüfung am Kühlwasserbehälter oder entsprechender Glykoleintrag im Auspuffgas.

Hat das Kühlwasser denn noch Druck bei warmem Motor?

Gruss Neo

Themenstarteram 25. November 2013 um 21:30

Wie kann ich den Druck denn überprüfen?

Ich gehe davon aus, dass etwas Druck da sein muss, da der Wasserpegel im Ausgleichsbehälter steigt und die Schäuche etwas hart sind.

Kann es denn wirklich sein, dass eine Kopfdichtung noch so lange hält? Ich hätte gedacht, dass sich da der Zustand relativ schnell verschlimmert.

Zitat:

Original geschrieben von samthepspuser

Ich gehe davon aus, dass etwas Druck da sein muss, da der Wasserpegel im Ausgleichsbehälter steigt und die Schäuche etwas hart sind.

Ein Kühlsystem ist ein geschlossenes System. Bedeutet das im Normalfall nichts rein oder raus kommt. Da Wasser sich wie jeder andere Stoff auch bei Erwärmung ausdehnt ist es ganz natürlich, dass das System unter Druck steht und der Pegel im AGB ansteigt.

Ich würde wie schon erwähnt in einer Werkstatt das Kühlwasser testen lassen. Auch das ganze System mal abdrücken lassen, vielleicht finden sie so das Leck. Oder das Wasser hat Spuren hinterlassen? In der Regel bleiben vom Kühlerfrostschutz gefärbte (winzige) Kristalle an den Leckstellen zurück.

Themenstarteram 25. November 2013 um 21:40

Zitat:

Original geschrieben von marcu90

Zitat:

Original geschrieben von samthepspuser

Ich gehe davon aus, dass etwas Druck da sein muss, da der Wasserpegel im Ausgleichsbehälter steigt und die Schäuche etwas hart sind.

Ein Kühlsystem ist ein geschlossenes System. Bedeutet das im Normalfall nichts rein oder raus kommt. Da Wasser sich wie jeder andere Stoff auch bei Erwärmung ausdehnt ist es ganz natürlich, dass das System unter Druck steht und der Pegel im AGB ansteigt.

Ich würde wie schon erwähnt in einer Werkstatt das Kühlwasser testen lassen. Auch das ganze System mal abdrücken lassen, vielleicht finden sie so das Leck. Oder das Wasser hat Spuren hinterlassen? In der Regel bleiben vom Kühlerfrostschutz gefärbte (winzige) Kristalle an den Leckstellen zurück.

Das werde ich morgen mal prüfen. Genau hab ich noch nicht geguckt.

Es könnte allerdings sein, dass das Wasser sich zusammenzieht, da es draußen immer kälter wird, oder?

Zitat:

Original geschrieben von samthepspuser

Das werde ich morgen mal prüfen. Genau hab ich noch nicht geguckt.

Es könnte allerdings sein, dass das Wasser sich zusammenzieht, da es draußen immer kälter wird, oder?

Das passiert auch. Für diese recht kleinen Temperaturdifferenzen finde ich die von dir genannten 200 ml aber etwas viel. Bei mir wächst das Volumen von 20°C auf 90°C Kühlwassertemperatur höchstens um 200 ml, eher weniger.

Wie lange beobachtest du den Wasserverlust denn schon? Ist dir das jetzt einmalig aufgefallen oder schon länger? Du hast oben auch was von 7 Monaten geschrieben...

Kopfdichtung ist das eher weniger.

Da wird irgendwo ein sehr kleines Leck sein, die sind nicht immer einfach zu finden.

200ml auf 2000 km da wuerde ich mich nicht zu viel aufregen...

 

 

Gruss, Pete

 

 

Ich würde auch sagen, Kopfdichtung glaub ich weniger. Du könnstest auch mal hingehen und das System mit Hilfe eines Kompressors etwas unter Druck zu setzen 0,5 Bar reichen! (Deckel aufmachen, sich einen Druckluftadapter improvisieren, eine zweite Person drückt dann ab, selbst bei den billigen Baumarktpustern lässt sich der Druck gut einstellen). Mit den 0,5 Bar kann man nichts kaputtmachen, diese Drücke herrschen im Normalbetrieb auch. Notfalls kann man sich auch mit einer Fußpumpe behelfen. So kann man eventuelle Lecks ganz gut ausmachen, gerade wenn das Leck im Kühler ist (Steinschlag o.Ä.) fällts dann meistens auf.

Gruß Tobias

am 26. November 2013 um 7:09

Ich würde es aber trotzdem mal prüfen lassen.Je eher ein Schaden bemerkt und behoben wird, umso billiger wird das.

Hi,

ich würde hier auch eher auf eine undichtigkeit tippen die erst unter druck auftritt. Das Wasser verdampft dann oft sofort wenn es austritt. Man sollte aber die Ablagerungen des Frostschutzmittels erkennen (je nach farbe grünlich oder rötlich)

Es ist auch möglich das der Kopf einen kleinen Riß hat,dieser Wasservelust bleibt meistens über längere Zeit konstant.

Eine defekte Kopfdichtung wird in den allermeisten fällen wirklich immer schlimmer mit der Zeit.

Mein Audi hat derzeit einen ähnlich großen Kühlwasserverlust,da sehe ich aber jedesmal die tropfen auf dem Boden ;) Solange es net schlimmer wird mache ich da erst mal nix.

GRuß Tobias

Ich bin bei einem Fiat Doblo mal 30.000 mit defekter ZKD rumgefahren, ohne Probleme. Es siffte etwas Öl nach außen und ein gewisser Kühlmittelverbrauch war vorhanden (etwa alle 1000 km ein halbes Glas voll), mehr nicht.

am 26. November 2013 um 13:54

Und ich bin letztens öfters in einem Auto mit defekter ZKD mitgefahren, da kam man gerade mal 3km weit bevor man wieder 1,5 L nachkippen musste. 2 Wochen später ist der Wagen dann auch beim Bestatter gelandet.

Zitat:

Original geschrieben von samthepspuser

Es könnte allerdings sein, dass das Wasser sich zusammenzieht, da es draußen immer kälter wird, oder?

Hi,

Wasser hat bei 4°C die höchste Dichte (und damit das geringste Volumen), darunter dehnt es sich wieder aus (siehe Titanic).

Gruß Metalhead

Zitat:

 

Wasser hat bei 4°C die höchste Dichte (und damit das geringste Volumen), darunter dehnt es sich wieder aus (siehe Titanic).

Normales Wasser lässt sich ja nur bis 0 Grad abkühlen, dann gefriert es. Soweit so gut. Damit sich das Wasser unter 4 Grad wieder ausdehnen kann muss es Bruchstücke eines kristallgitters aufbauen, aus denen halt bei 0 Grad Eis wird. Das verhindert im Kühler aber der beigemischte Frostschutz, so dass die 4 Grad am Dichtesten Regel hier außer Krafz gesetzt ist.

Gruß Tobias

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