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Kann ein Auto bei höherer Geschwindigkeit weniger verbrauchen als bei geringerer Geschwindigkeit?

Themenstarteram 3. November 2011 um 22:17

Moin, ich habe heute darüber diskutiert, ob ein Auto bei höherer Geschwindigkeit auf 100 Kilometer weniger verbrauchen kann als bei geringerer Geschwindigkeit. Also ob es einen Punkt in dem Verbrauchsverlauf gibt, wo es sich rein verbrauchstechnisch lohnt, mehr Gas zu geben. Als Beispiel, ob man bei 120 km/h weniger verbrauchen kann als bei 110 km/h (sprich, extrem untertouriges Fahren ausgenommen) oder wo auch immer dieser Punkt liegen würde. Könnt ihr mir Unverständigem das freundlicherweise erklären? :)

Viele Grüße!

Beste Antwort im Thema

Das fragst du nicht ernsthaft?!

Wenn Autofahrer ohne zwingenden Grund von LKW überholt werden (welche wiederum den Rest ausbremsen) habe ich das dringende Bedürfnis, mit dem Schleicher auf dem nächsten Parkplatz ein ernstes Wort zu reden. Denn der hat sicherlich viel Zeit und spart vielleicht noch nen halben Liter ein. Aber hunderte von hinten kommend verschwenden Sprit durch eigentlich unnötiges abbremsen und beschleunigen. Bewusst massiv und unnötig langsamer zu fahren wie der Rest ist asozial. Deutlich zu langsam ist für den Verkehrsfluss genau so scheiße wie deutlich zu schnell und bei suboptimalem Verkehrsfluss verbrauchen nahezu ALLE mehr Sprit wie erforderlich.

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am 4. November 2011 um 11:43

@matthiasjj: Dann will ichs für Dich mal ganz einfach formulieren: hat die Kurve Verbrauch über Geschwindigkeit ein Minimum, dann lautet die Antwort ja. Nun sieht man sich die entsprechenden Kurven für PKW an und sieht in aller Regel, daß die Kurven in allen Gängen dieses Minimum als lokales Minimum ausweist. Bei den üblichen Übersetzungen wird im Bereich 60 bis 80 km/h im höchsten Gang auch das absolute Minimum erreicht, dies ist also der mögliche Bestpunkt von dem ausgehend jede Verringerung der Geschwindigkeit zu einer Erhöhung des Verbrauches führt.

Bleibt da noch irgendwas unklar ?

Gruß SRAM

Zitat:

Original geschrieben von SRAM

Zitat:

Naja, wegen eines einzigen Diagramms den Snoopy um lächerliche 10 km/h nach oben zu korrigieren finde ich etwas kleinlich.

Jetzt versteh ich deinen Einwand erst: Mißverständnis, nicht snoopy, der threadersteller war gemeint ;)

 

Gruß SRAM

Da sieht man wieder mal, wie schön man aneinander vorbei kommunizieren kann. Dann nehme ich meinen "Anmecker" natürlich zurück! :D

Zitat:

Original geschrieben von Roland745

Da stellt sich doch folgende Frage:

 

Welches ist die niedrigste Geschwindigkeit, mit der man auf der Autobahn auf der rechten Fahrspur unterwegs sein darf?

Ab wievielen Stundenkilometern könnte es Probleme mit der Polizei geben, weil man auf der Autobahn zum Verkehrshindernis wird?

 

Mit 70-80 km/h dürfte es noch keine Probleme geben, es sei denn, ein LKW betätigt die Lichthupe.

Mit 50 oder 60 km/h würde man bei einem Unfall möglicherweise eine Teilschuld haben.....

 

Wie seht ihr das?

Ich habe da etwas mit 60 km/h im Kopf. Hmm, mal schnell Google angeworfen:

Ach ja, die eingetragene Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges muss mindestens 60 km/h betragen, damit es auf die Autobahn darf. Es muss aber tatsächlich nicht so schnell fahren, sollte es aber:

http://de.wikipedia.org/wiki/Vorgeschriebene_Mindestgeschwindigkeit

Das ist nur "fast" richtig. 61Km/h wäre die richtige Antwort. Der richtige Link war es schon mal. Über 60 Km/h schließt die 60 aus.

Sonst dürften, einige zehntausende der verbliebenen Simson Mopeds auch auf die Autobahn.

Daß die Wirkungsgradkurve schneller steigt als die Kurve der Fahrwiderstände kann, durchaus mal sein. So haben z.B. meine Mazdas (Markteinführung 1989) im Umschaltbereich des Schaltsaugrohrs einen recht schlechten Wirkungsgrad, weswegen man den Bereich zwischen 120 und 150 km/h besser meiden sollte - mal unabhängig davon, daß das sowieso jeder vernünftige Autofahrer macht. Bei 155 sind die Kisten sparsamer als bei 130.

Moin Moin !

Zitat:

Bei 155 sind die Kisten sparsamer als bei 130.

Dir ist schon klar ,dass du beim identischen Fzg bei 155 km/h die 1,7 -fache Leistung brauchst wie bei 130 km/h ?

Im Gegensatz zur vielfach geäusserten Meinung geht die mögliche Geschwindigkeitserhöhung mit der dritten Wurzel aus der Leistungserhöhung ein.

Wers nicht wiess und auch nicht glaubt ,kann ja mal identische Fzge mit unterschiedlichen Motoren hinsichtlich Motorleistung und Höchstgeschwindigkeit überprüfen. Die Genauigkeit ist verblüffend.

Am Rande : Die Verbrauchsdiagramme (Muscheldiagramme) sind (zumindestens alle mir zugänglichen und bekannten) immer bei Vollast aufgenommen worden , bei Teillast weichen diese dermassen ab,dass nicht auf den Verbrauch bei einer bestimmten Geschwindigkeit geschlossen werden kann.

MfG Volker

Ein Verbrauchskennfeld (Muscheldiagramm) sollte eigentlich alle statischen Betriebszustände eines Motors darstellen. Vollast ist nur die obere Begrenzung des Diagramms.

 

Ich konnte auch keinerlei Hinweise finden, dass die erforderliche Leistung zur Überwindung des Luftwiderstands mit der dritten Potenz der Geschwindigkeit wächst. Gibt es dazu Quellen? Bei einem quadratischen Zusammenhang wären es im o.g. Beispiel nur 42% mehr Leistung (nicht zwangsläufig auch Verbrauch).

am 5. November 2011 um 21:35

Luftwiderstand (=Kraft) annähernd C^2 proportional.

Kraft mal Geschwindigkeit ist Leistung.

--> Leistung proportional C^3

 

Gruß SRAM

 

Ähh.. ja... OK. Genaues lesen und etwas nachdenken hätte gereicht. Das passiert, wenn man zu sehr an die benötigte Energie denkt (die ist natürlich proportional zur 2. Potenz, da man ja schneller da ist).

Zitat:

Original geschrieben von Touchwood

Ein Verbrauchskennfeld (Muscheldiagramm) sollte eigentlich alle statischen Betriebszustände eines Motors darstellen. Vollast ist nur die obere Begrenzung des Diagramms.

Genau.

Zitat:

Ich konnte auch keinerlei Hinweise finden, dass die erforderliche Leistung zur Überwindung des Luftwiderstands mit der dritten Potenz der Geschwindigkeit wächst. Gibt es dazu Quellen? Bei einem quadratischen Zusammenhang wären es im o.g. Beispiel nur 42% mehr Leistung (nicht zwangsläufig auch Verbrauch).

Z.B. hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Vortrieb_(Physik)

http://de.wikipedia.org/wiki/Str%C3%B6mungswiderstandskoeffizient

 

Zitat:

Original geschrieben von SoEinWahnsinn

Das ist nur "fast" richtig. 61Km/h wäre die richtige Antwort. Der richtige Link war es schon mal. Über 60 Km/h schließt die 60 aus.

Sonst dürften, einige zehntausende der verbliebenen Simson Mopeds auch auf die Autobahn.

Gut zu wissen, danke!

Da können die LKW-Fahrer die Lichthupe betätigen wie sie wollen, ab 61 km/h ist man jedenfalls rechtlich auf der sicheren Seite, obwohl ich persönlich meist schneller unterwegs bin, um in kürzerer Zeit ans Ziel zu kommen.

Die LKWs können schließlich auch mal überholen, wenn ihnen mal ein Auto zu langsam ist....

Zitat:

Original geschrieben von Roland745

Da können die LKW-Fahrer die Lichthupe betätigen wie sie wollen, ab 61 km/h ist man jedenfalls rechtlich auf der sicheren Seite,

Hast Du die Links gelesen und verstanden???

Hier noch mal für die (oft vorsätzlichen) Verkehrsbehinderer. Alle anderen Bestimmungen (penibles Einhalten der zulässigen Geschwindigkeiten, angebliche Nötigung durch Lichthupe etc.) sind in diesen Kreisen ja bestens bekannt.

Zitat:

Behinderungsverbot und Geschwindigkeitsgebot

Im Übrigen ist stets § 1 StVO zu beachten, der besagt, dass jeder Verkehrsteilnehmer sich so zu verhalten hat, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. Hieraus folgt, dass man, insofern es die Gegebenheiten zulassen, die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht sehr weit unterschreiten darf.

So dürfen nach § 3 Abs. 2 StVO, Kraftfahrzeuge ohne triftigen Grund nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern. Als auch muss nach § 5 Abs. 6 Satz 2 StVO der Führer eines langsameren Fahrzeugs, seine Geschwindigkeit an geeigneter Stelle ermäßigen, notfalls warten, wenn nur so mehreren unmittelbar folgenden Fahrzeugen das Überholen möglich ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Vorgeschriebene_Mindestgeschwindigkeit

Moin Moin !

Zitat:

Ein Verbrauchskennfeld (Muscheldiagramm) sollte eigentlich alle statischen Betriebszustände eines Motors darstellen. Vollast ist nur die obere Begrenzung des Diagramms

stimmt ! War ein grober Schnitzer von mir !

MfG Volker

am 7. November 2011 um 15:53

Zitat:

Original geschrieben von SRAM

@matthiasjj: Dann will ichs für Dich mal ganz einfach formulieren: hat die Kurve Verbrauch über Geschwindigkeit ein Minimum, dann lautet die Antwort ja. Nun sieht man sich die entsprechenden Kurven für PKW an und sieht in aller Regel, daß die Kurven in allen Gängen dieses Minimum als lokales Minimum ausweist. Bei den üblichen Übersetzungen wird im Bereich 60 bis 80 km/h im höchsten Gang auch das absolute Minimum erreicht, dies ist also der mögliche Bestpunkt von dem ausgehend jede Verringerung der Geschwindigkeit zu einer Erhöhung des Verbrauches führt.

Hm, wenn man mathematische Fachbegriffe wie "lokales Minimum" benutzt, dann sollte man auch sicher sein, dass man sie verstanden hat. In obigem Text werden sie jedenfalls nicht richtig verwendet, und ich kann nur spekulieren, was SRAM in Wahrheit gemeint hat. Anscheinend hat er (wie in dem verlinkten Beispieldiagramm) an mehrere Kurven (nämlich eine pro Gang) gedacht und das absolute Minimum jeder Kurve war dann für ihn ein "lokales Minimum", während er den niedrigsten Wert aller Kurven als "absolutes Minimum" angesehen hat. Mathematisch gesehen ist das aber falsch. Lokale Minima betrachten immer nur eine Kurve. Ein lokales Minimum ist der tiefste Punkt innerhalb eines definierten Kurvenabschnitts (also eines festgelegten Betrachtungsintervalls für den x-Wert).

Hier in diesem Thread (und auch in SRAMs Text) wird jedoch die Geschwindigkeit (x-Wert) nicht willkürlich auf ein Betrachtungsintervall eingeschränkt, folglich macht es keinen Sinn, von "lokalen" Minima" zu sprechen

Zitat:

Original geschrieben von meehster

... weswegen man den Bereich zwischen 120 und 150 km/h besser meiden sollte - mal unabhängig davon, daß das sowieso jeder vernünftige Autofahrer macht.

Ja, ich bin auch der Meinung, dass der deutsche Gesetzgeber die Richtgeschwindigkeit vom 130 km/h zu niedrig angesetzt hat und alle vernunftbegabten Wesen schneller heizen sollten. :D

Was das ursprüngliche Thema des Threads angeht, nämlich ob man u.U. bei höherer Geschwindigkeit weniger verbrauchen kann, so würde ich da folgende Aspekte betrachten wollen:

  • Leerlaufverbrauch, der erforderlich ist, um den Motor überhaupt in Betrieb zu halten
  • gewählter Gang
  • Drehzahleffizienz

Der Leerlaufverbrauch ist ein Verbrauch, der gewissermaßen immer anfällt, um den Motor selbst in Gang zu halten, ohne dass sich daraus schon ein Antrieb für das Fahrzeug ergeben würde. Er ist in der Leerlaufkurve im Diagramm erkennbar. Mit Blick auf den Leerlaufverbrauch wäre es noch nicht einmal spritsparend, den Wagen nur im Leerlauf zu betreiben und von außen zu schieben. Da der Leerlaufverbrauch aber eine konstante Größe ist, fällt er immer weniger ins Gewicht, je schneller man fährt. Aus Sicht des Leerlaufverbrauchs ist also eine schnellere Geschwindigkeit immer sparsamer. Allerdings macht bei höheren Geschwindigkeiten der Leerlaufverbrauch nur einen sehr geringen Anteil aus, weswegen die anderen Aspekte überwiegen, solange man nicht im Schneckentempo fährt.

Der Einfluss des gewählten Gangs wurde schon von anderen hier im Thread erläutert.

Die Drehzahleffizienz ist auch innerhalb eines Gangs unterschiedlich, wie das Diagramm auch zeigt. Im Allgemeinen ist eine geringere Drehzahl sparsamer, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Wenn der Wagen anfängt zu untertouren, dann steigt der Verbrauch wieder an.

Optimal ist also die minimale Geschwindigkeit im höchsten Gang, bei der der Wagen noch nicht untertourt. Wobei es für den Fahrer nicht ganz einfach ist, den genauen Punkt zu erfühlen, ab dem der Wagen untertourt.

Zitat:

Original geschrieben von Noris123

Hier noch mal für die (oft vorsätzlichen) Verkehrsbehinderer. Alle anderen Bestimmungen (penibles Einhalten der zulässigen Geschwindigkeiten, angebliche Nötigung durch Lichthupe etc.) sind in diesen Kreisen ja bestens bekannt.

 

Zitat:

Behinderungsverbot und Geschwindigkeitsgebot

So dürfen nach § 3 Abs. 2 StVO, Kraftfahrzeuge ohne triftigen Grund nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern.

Das ist aber keineswegs eine eindeutige Sache, lieber Noris. Vor Gericht und auf hoher See bist Du in Gottes Hand. Und wenn der Anwalt des Umweltaktivisten argumentiert, dass der Umweltschutz in der heutigen Zeit von höchster Wichtigkeit und damit ein offensichtlich "triftiger Grund" ist und sein Mandant deshalb so vor Dir dahingeschlichen ist, dann ist es einfach Glückssache, ob der Richter ihm recht gibt oder Dir, je nachdem, welchen Richter Du erwischt hast. Unbestreitbar ist lediglich, dass er Dich bei Gelegenheit vorbeilassen muss.

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