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Kann das ein Kia überhaupt?

Themenstarteram 13. Mai 2010 um 18:22

Ich hatte einen Unfall und muß in diesem Zusammenhang meine Unschuld beweisen.

Deshalb hier an die Physiker, Techniker, Mathematiker und sonstwie "Wissenden" meine Frage: Ist es möglich, daß ein Kia Pikanto auf einer Strecke von 183 Metern eine Geschwindigkeit von 74 km/h erreicht?

Sicher könnte ich es umständlich ausprobieren, aber wie würde man das ERRECHNEN?

is mir enorm wichtig, sonst steh ich nämlich als Dummbatz vor Gericht. Kann einer helfen?

Vorab schon mal besten Dank, Scholarin

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12 Antworten
am 13. Mai 2010 um 18:48

Kein Problem.

Das sind knapp 2 Fußballfelder,

Auch mit der kleinen Schleuder packt man das locker, dafür

must du nur 2-3 mal Schalten.

74kmh sollte die Bohne im 2 locker schaffen.

Themenstarteram 13. Mai 2010 um 20:47

@knecht ruprecht, danke für die prompte antwort.

echt jetzt? hat der kleine tatsächlich son speed drauf? auch wenn du dich jetzt kugelst vor lachen :p

kann ich gar nicht fassen, und gefällt mir auch nicht wirklich, aber dafür kann ja nu keiner was.

und weißt du nun auch, wie man das berechnet? die autohändler haben da doch immer so ne drohung drauf: von 0 auf 100 in x sekunden und in die physikseite mit der Beschleunigung hab ich auch schon reingeguckt, aber spätestens bei der maßeinheit quadratsekunden hab ich aufgehört, das verstehen zu wollen.

kannst du es mal bissi so für die einfachen hirne erklären?

is schon klar, je kleiner das x oben in der händleraussage, desto größer die beschleunigung. und wenn man das gewicht des autos kennt, und die KW bzw. die PS, kann man das da irgendwie errechnen und dann daraus ableiten, in wieviel sekunden er beispielsweise auf hundert ist, bzw, wieviel meter er fahren muß um eine bestimmte geschwindigkeit drauf zu haben???:confused:

freue mich über jede, antwort, auch wenn ich nicht alles kapiere. gruß scholarin

am 13. Mai 2010 um 21:01

Berechnen kann man es bestimmt aber ich hab keine Ahnung wie.

Das Problem ist, es ist keine geradlinige Beschleunigung.

Das macht die Berechnung schwer.

Je schneller du wirst um so geringer die Beschleunigung (Luftwiderstand, Getriebeübersetzung).

Als Beispiel 0- 50kmh 5sek

0-100kmh 12sek

Ich würde folgendes sagen:

Der Picanto braucht von 0 auf 100 km/h 15,1 s.

Mit v=a*t ergibt sich : 27,8 m/s = a*15,1 s

Dies umgestellt: a = 1,84 m/s² (Beschleunigung).

Mit den Angaben s= 183 m und dem a von eben:

s = 1/2a*t²

183 m = 1/2*1,84 m/s²*t²

t = 14,1 s

Das wieder eingesetzt in v=a*t (diesmal eben nach 14,1 s, entspricht einer zurückgelegten Strecke von 183 m):

v = 1,84 m/s²*14,1 s = 25,9 m/s = 93 km/h.

--> nach 183 m hat der Picanto 93 km/h drauf.

Keine Gewähr für die Richtigkeit der Rechnung, mein letzter Physik-Unterricht ist ja schon mehr als 12 Jahre her...

Gruß, Micha

Also ich bin ja schon ein recht alter Sack. Wenn meine grauen Zellen nicht irren geht das wie bei EMIL mit dem Dreisprung äh Dreisatz halbwegs zu berechnen.

74 km/h sind pro sec. 74000m. / 3600sec. = 20,5 m/sec.

Macht für 185m 9,25 sec.

Das wäre aber bei konstanter Geschwindigkeit.

Die Geschwindigkeit gemittelt (ich weiss dass das nicht korrekt ist), als Näherungswert 37km/h (Start = 0 km/h Endgeschw. = 74 km/h)

37000m./3600sec. = 10,3 m/sec.

Macht für 185m. 18,1 sec.

Mit diesen 18,1 dürfte der Pic es aber schon bis 100 km/h schaffen.

(habe kein Datenblatt vom Pic).

Also wenn da ein Gutachter Brechnungen erstellt hat, kleine Brötchen backen.

Themenstarteram 14. Mai 2010 um 19:08

@Knecht ruprecht 3434, @micha1509, @FLEXI050

Danke, danke, danke. es ist mir ein Rätsel, wie ihr um diese Zeit noch so kopffit sein könnt. Aber ich wollt´s ja so.

@micha1509

Zitat:

Original geschrieben von micha1509

Ich würde folgendes sagen:

Der Picanto braucht von 0 auf 100 km/h 15,1 s.

woher weißt Du (ich) das?

@FLEXI050

<Also wenn da ein Gutachter Brechnungen erstellt hat, kleine Brötchen backen.>

Nee, soweit isses noch nicht, bin bisher nur mein eigener Gutachter, und wie gesagt, mir wäre es lieber gewesen, mein kleiner hätte es nicht gekonnt. aber da ihr sagt, er kann es, muß ich sowieso mehr als kleine Brötchen backen. Muß das von Micha mal noch versuchen nachzuvollziehen, komme noch nicht ganz drauf, wie er umgestellt hat.

Aber nich mehr heute, bin um diese Zeit nich mehr so drauf. Schönen Abend euch noch und noch mal danke, und ich frag bald wieder nach.

Zitat:

Original geschrieben von micha1509

Ich würde folgendes sagen:

Der Picanto braucht von 0 auf 100 km/h 15,1 s.

woher weißt Du (ich) das?

 

--> kannst Du googeln, gibst Du einfach Picanto und technische Daten ein, und in wenigen Zehntelsekunden wird bspw. der 1,1 LX mit 65 PS angezeigt. Von dort habe ich die 15 s übernommen.

Solltest Du ne andere Motorisierung haben, lass es mich wissen. Rechenweg wäre exakt derselbe, nur mit anderer Beschleunigung.

Gruß, Micha

PS:

Konkretisierung der Rechnung - Einzelschritte:

Grundlegende Formeln:

v = a*t (Geschwindigkeit {m/s} = Beschleunigung {m/s²}* Zeit {s})

s = 1/2a*t² (Weg {m}= 1/2*Beschleunigung {m/s²} * Zeit² {s²})

Der Picanto braucht von 0 auf 100 km/h 15,1 s. (100 km/h = 27,8 m/s)

Gesucht wird zunächst die Beschleunigung a. Mit v=a*t ergibt sich:

27,8 m/s = a*15,1 s [geteilt durch 15,1 s]

27,8/15,1 = 1,84 m/s² = a (Beschleunigung).

 

Mit Deiner Angabe s= 183 m und dem a von eben wird nun ausgerechnet, wie lange Du für die Strecke brauchst bei der eben ausgerechneten Beschleunigung:

s = 1/2a*t²

183 m = 1/2*1,84 m/s²*t² [geteilt durch 1/2*1,84)

183/0,92 = t²

197,8 = t²

Wurzel aus 197,8 = t

14,1 = t (also die Zeit, die man für 183 m braucht)

 

Das wieder eingesetzt in v=a*t (diesmal eben nach 14,1 s, entspricht einer zurückgelegten Strecke von 183 m):

v = 1,84 m/s²*14,1 s = 25,9 m/s = 93 km/h.

--> nach 183 m hat der Picanto 93 km/h drauf.

Rückfragen gerne.

Themenstarteram 15. Mai 2010 um 20:28

Danke Micha, so gehts mit dem nachrechnen, bzw., falls es noch gebraucht wird, auch mit dem vorrechnen.

Es war mir ein Vergnügen und ich "benutze" Dich gerne wieder.

am 17. Mai 2010 um 16:09

Ich würde dieses Thema unbedingt löschen, bevor dein Gerichtstermin anfängt. Nicht das hier etwas als Beweis gegen dich verwendet wird :):):)

Themenstarteram 19. Mai 2010 um 10:31

Zitat:

Original geschrieben von DogDaBig

Ich würde dieses Thema unbedingt löschen, bevor dein Gerichtstermin anfängt. Nicht das hier etwas als Beweis gegen dich verwendet wird :):):)

Äh, ja, da hast Du sicher recht.

Und wie macht man das?

Gruß Scholarin

... indem man z. B. einen Admin um die Löschung des Threads bittet?

By the way: ich wüsste nicht einen Grund, weshalb gelöscht werden sollte... es müsste schon ein ganz großer Zufall sein, wenn der Richter das hier lesen sollte. Außerdem kann jeder mit ein bisschen Physik-Grundlagen-Wissen dieselbe Rechnung ohne weiteres aufstellen...

Zitat:

Original geschrieben von micha1509

... indem man z. B. einen Admin um die Löschung des Threads bittet?

By the way: ich wüsste nicht einen Grund, weshalb gelöscht werden sollte... es müsste schon ein ganz großer Zufall sein, wenn der Richter das hier lesen sollte. Außerdem kann jeder mit ein bisschen Physik-Grundlagen-Wissen dieselbe Rechnung ohne weiteres aufstellen...

Hallo "micha1509",

richtig, kein Richter wird sich auf das hier berufen. Er wird immer einen Sachverständigen und dessen Stellungnahme bzw. Gutachten als Grundlage seiner Entscheidung heranziehen.

Aber - lt. Aussage eines Bekannten ( gerichtlich vereidigter Sachverständiger) hat die "theoretische Berechnung" generell mehrere Pferdefüße. Nicht berücksichtigt sind z.B. Gefälle u. Steigung des zurückgelegten Fahrweges, Fahrbahnzustand ... naß oder trocken, Fahrzeugzustand, Können des Fahrers, Windverhältnisse, usw.. Auch der Beschleunigungswert lt. Werksangaben wird immer bei optimalen Verhältnissen gemessen (meist nur Prüfstandsmessung ... optimistischer Wert) und ist immer sehr in Richtung Werbung angelegt. Also meist ein "Mondwert" statt Realität.

Ich selbst habe den angegebenen Werksbeschleunigungswert mit meinem Sportage mal auf der Fahrbahn nachgemessen ... Uh, das war wohl nichts. Immer versucht im Bereich des max. Drehmoments zu fahren und Werte von 15 sec. plus X erreicht (Werksangabe ca. 10 sec).

Nach Aussage meines Bekannten gibt es wegen der beschriebenen Kriterien Schwankungen der Werte von bis zu 30%. Deshalb werden z.B. bei gravierenden Schäden (z.B. Personenschäden i.Verkehr, Kriminalfällen, usw.) immer Vorortmessungen mit dem oder baugleichen Fahrzeugen mehrfach durchgeführt. Nur eine solche Messung ist gerichtsverwertbar. Solche Vorortmessungen sind sehr aufwendig und zudem sehr teuer (Absperren der Messstrecke, Dokumentation der Messungen, Gutachterkosten, TÜV - Kosten, Gerichtskosten usw.) . Die Gutachter z.B. verdienen ja nicht schlecht, wie ich selbst sehen kann.

Zudem - der Themenstarter schrieb; "er muß seine Unschuld beweisen". Warum eigentlich? Nach guter alter deutscher Rechtssprechung gilt noch immer die Unschuldsvermutung. Deshalb muß ihm seine Schuld nachgewiesen werden und nicht umgekehrt.

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