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Ist der W211 auch im Alter noch zuverlässig?

Mercedes E-Klasse S211, Mercedes E-Klasse W211
Themenstarteram 3. Februar 2021 um 16:00

Hallo,

klar geht bei jedem Auto mal etwas kaputt - der w211 soll allgemein aber zuverlässiger sein als andere Autos. Das liest man zumindest überall, selbst habe ich (noch) keinen.

Aber wie sieht das im Alter aus? Die ersten Modelle werden schon bald 20 Jahre alt. Wie ist Eure Erfahrung mit dem w211 im Vergleich zu anderen älteren Autos?

Sind Benziner oder Diesel zuverlässiger? Welche Motoren machen am wenigsten Probleme? Wie sieht es mit der Luftfederung der Kombis aus?

Gruß und Danke schonmal für interessante Antworten

Stefan

 

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31 Antworten

Gepflegte Fahrzeuge erreichen sogar ,,H,, Kennzeichen.....

,,Prügel Burschen,, sind schon nach 3 Jahren und 150 000 km verdienen nicht Mal Platz bei Autoverwerter.....

Hallo Stefan, deine Frage nach dem Vergleich zu anderen Autos kann man nicht vergleichen. Wenn Du Toyota nimmst, sind sie im direkten Vergleich besser. Aber einen Toyota mit einer E-Klasse zu vergleichen geht nicht.

Ich fahre einen späten VorMopf 01/2006 mit der geliebten SBC Bremse. Motor ist ein V6 Diesel mit 224PS. Brauchen tut man das bei meinem Fahrprofil (10.000km p.a.) nicht. Meine Frau fährt einen Opel Corsa D Benzin.

Beide Fahrzeuge werden von mir gewartet, repariert und geliebt. Bisher mussten wir kein Mal den ADAC rufen.

Was beim 211er eine Schwachstelle ist, ist die Vorderachse. Da sind so viele Lenker verbaut, das die Gummilager definitiv irgendwann gewechselt werden müssen. Es sei denn man steht auf Quietsch und Knarzgeräusche.

Wenn du keine Kohle hast, lass die Finger von V6 und V8. Sowie den AMG Modellen. Ein 4 Zylinder reicht eigentlich. Es sei denn, du fährst viel Autobahn und/oder ziehst jedes Wochenende einen Anhänger.

Wenn hier Leute schreiben, bloß keinen VorMopf wegen der SBC Bremse, ignoriere diese Beiträge bitte.

Wenn einmal die SBC defekt ist und MB die Kosten nicht übernimmt, ja ok dann sind so um die 1.000€ fällig.

Je älter ein Auto wird umso wahrscheinlicher wird, dass etwas kaputt geht.

Dafür hat man quasi keinen Wertverlust mehr.

Wer glaubt, dass man ein ehemals 60T€ schweres Auto jetzt für 4000 Euro und Null Geldeinsatz fahren kann, liegt falsch.

Man sollte da immer ein paar Tausender in der Hinterhand haben. Wenn ein Satz neue 18" Reifen fällig werden und die Bremsen kommen muss man die ja auch bezahlen können. Und wenn die Waschmaschine im Keller schlapp macht fängt man ja auch nicht erst an zu sparen.

Ich sag mal so, ob die SBC fällig wird oder ein Differenzial, man muss es reparieren (lassen). Und das ist bei einer E-Klasse tendenziell teurer als bei einem Fiesta.

Man muss halt darauf achten, was man sich da ins Haus holt, bei einem Gebrauchtwagen mit bis bald 20 Jahren erst recht.

Zitat:

@Hyperbel schrieb am 3. Februar 2021 um 16:52:42 Uhr:

Ich sag mal so, ob die SBC fällig wird oder ein Differenzial, man muss es reparieren (lassen). Und das ist bei einer E-Klasse tendenziell teurer als bei einem Fiesta.

Wusste gar nicht, dass es den Fiesta mit Differenzial oder SBC hab :D

Spaß beiseite. Rechne doch einfach mal so: Du finanzierst einen Neuwagen bzw jungen gebrauchten und zahlst ~300€ Rate im Monat + Vollkasko + Wertverlust. Für das Geld kann man bei einem W211 viel reparieren. Klar geht gelegentlich mal was kaputt, aber unterm Strich kostet mich mein 211 (trotz V6) bisher weniger, als neuere Autos, die ich schon hatte.

Ich fahre im Sommer einen E55 aus 2004. Aktuell mit 130.000KM auf der Uhr. Gekauft mit 50.000KM.

 

Ich kann nur soviel sagen, die M113 Motoren zählen zu den besten, die Mercedes je gebaut hat. Insgesamt habe ich bisher weniger in den Wagen stecken müssen, als in alle anderen.

 

Natürlich gibt es auch hier Wehwehchen, wie defekte Motorlager, oder die Vorderachse, die seit 2000KM poltert.

 

Aber ja, 211 sind grundsätzlich, eine gute Motorisierung vorausgesetzt, sehr zuverlässig.

Die Sache ist: lease ich mir einen Wagen vernünftig, hab ich in aller Regel während der Laufzeit ein unproblematisches Auto.

Habe ich einen 211er (kann auch 203 oder 164 oder oder sein) und hab ich selbst wenig Möglichkeiten zum basteln, wird es schlicht und ergreifend teuer.

Da fängt es bei den Luftbälgen der ENR an, geht über Steuerketten und NWV, über defekte Saugrohre und Ausgleichswellen, bis hin zu Problemen mit verbauten Ölkühlern.

Für Selbermacher sind diese Autos zu 100% eine gute Gelegenheit um vernünftig und halbwegs günstig zu fahren. Für Leute die nix selbst machen steht die karre dann potentiell oft in der Werkstatt und frisst Geld.

 

Als Empfehlung würde ich einen W211 ohne Airmatic mit 5G und als 220CDI nehmen. Robuster Motor, robustes Getriebe und die teuersten Sperenzchen bleiben aus.

Zitat:

@phoenix217 schrieb am 3. Februar 2021 um 17:05:23 Uhr:

Ich fahre im Sommer einen E55 aus 2004. Aktuell mit 130.000KM auf der Uhr. Gekauft mit 50.000KM.

Ich kann nur soviel sagen, die M113 Motoren zählen zu den besten, die Mercedes je gebaut hat. Insgesamt habe ich bisher weniger in den Wagen stecken müssen, als in alle anderen.

Natürlich gibt es auch hier Wehwehchen, wie defekte Motorlager, oder die Vorderachse, die seit 2000KM poltert.

Aber ja, 211 sind grundsätzlich, eine gute Motorisierung vorausgesetzt, sehr zuverlässig.

Die Zuverlässigkeit eines Autos ensteht durch mehr als nur dem Motor.

Wenn ein Wagen stets gepflegt, mit Kopf gefahren und nicht verheizt wurde, kann fast jedes Auto unproblematisch und günstig im Unterhalt sein.

Daher mag das im Einzelfall zutreffen.

Mein 211er wurde mir in den letzten beiden Halterjahren zu teuer - und das obwohl er immer Öl, Wartung bei MB, etc. bekommen hat.

 

@Chaos_Mezziah

Das siehst du mal, wie günstig ein Auto sein kann. Was nicht dran ist kann nicht kaputt gehen (SBC), dafür aber einen Bremskraftverstärker (und der kann auch da kaputt gehen).

Ein Differenzial hat auch ein frontgetriebener Fiesta.

Eigentlich hat man dir jetzt alles wichtige gesagt

Aber ich muss sagen meiner hat schon einiges neue

Zb klimakompressor umlenkrolle drei Stoßdämpfer hinten einer vorne zwei Kompressoren für airmatic 2 luftfedern die komplette vorder Achse saniert steuerkette

Kurbelwellen und Nockenwellensensor

Ich weiß das noch was gemacht wurde

Bis auf steuerkette und klimakompressor alles selber gemacht und mittlerweile hat er 356000 gelaufen und im Frühjahr kommen neue Spiegel und generalüberholte Scheinwerfer

Mal sehen was noch passiert

Aber trotzdem werde ich ihn fahren bis ich es finanziell nicht mehr kann oder der tüv uns scheidet ;)

Die 211 er wurden bis 2009 gebaut , man kauft also in jedem Fall ein 10 Jahre altes Auto. Wenn man viel oder gar alles selber machen kann ,kauf dir einen. Musst du wegen jedem Mist in eine Werkstatt dann lasse es sein. Materialkosten alleine können schon gut teuer sein, daß alles noch in einer Werkstatt zu machen übersteigt nachher auch die Wirtschaftlichkeit und man hat auch keinen Spaß mehr. Meiner ist Bj 2003 und war beim Kauf ne Wanderbaustelle. In den letzten 3 Jahren sind über 5000 Euro reingegangen.

Kein Musterbeispiel und ich hab auch einiges gemacht was noch gar nicht hätte Not getan , aber somit ist das fertig. Mittlerweile hab ich 70000 mit dem Wagen gefahren und er läuft natürlich sehr gut. Ist der Reihen 6 Zylinder OM 648, einer der besten Motoren die Mercedes jemals gebaut hat.

Kann ich bestätigen der OM 648 ist der beste Motor den ich je hatte und bisher (80tkm) keine Probleme damit. Verbrauch ist für diese Motorengröße auch sehr angenehm.

Zitat:

@Brunky Meiner ist Bj 2003 und war beim Kauf ne Wanderbaustelle. In den letzten 3 Jahren sind über 5000 Euro reingegangen.

Kein Musterbeispiel und ich hab auch einiges gemacht was noch gar nicht hätte Not getan , aber somit ist das fertig."

So einen Ansatz habe ich auch, funktioniert bis jetzt gut. 5000 € klingt erstmal viel, ist es bei näherer Betrachtung aber nicht. Für diesen Betrag, gerechnet auf drei Jahre, wird man nichts halbwegs gleichwertiges leasen können, selbst wenn man den Kaufpreis noch dazu rechnet, und gehören tut einem auch nichts. Das funktioniert aber nur wenn man sich selber kümmert, gute freie Werkstatt an der Hand hat und ggf. auch die Teile selber besorgt. Ansonsten am besten die Finger weg lassen von einem Auto in der Altersklasse.

Joe Dreck hat es im letzten Absatz schon gut auf den Punkt gebracht. Ich persönlich sehe im W211 quasi die letzte Möglichkeit eine schwere Limousine überhaupt 20 Jahre zu bewegen. Denn die möglichen Verschleißreparaturen sind bei den Nachfolgern noch einmal deutlich teurer.

Beim OM651 die mistige Single Steuerkette, beim W212 zuletzt 9 Gang Automaten, Ad Blue Enspritzung. Beim W213 Widescreen Cockpits, die bereits während der Garantie getauscht werden, Probleme mit Kipphebeln, ebenfalls Steuerketten und nun wohl auch Ölpumpen.

Sowas fährt offenbar keine 500tkm, sondern ist nach 300tkm einfach totgeritten.

Grüße Christian

Noch ein Punkt: Alter oder Laufleistung? Viele Teile sterben allein durch Benützung (Bremsen, Halbwellen, Ledersitze), andere durch Alter (eingebaute Obszoleszenz, auch wenn MB das niemals zugeben würde: Steuergeräte, Scheinwerfergläser, diverser Schnickschnack). Also ein altes Auto mit geringer Laufleistung schützt nicht vor teuren Reparaturen, ebenso ein Taxi, das erst 3 Jahre alt ist aber 300.000 drauf hat. Da die meisten Gebrauchten nach Laufleistung gepreist sind, heisst es aufpassen. Ebenso ist die Tachooptimierung ein Problem bei Gebrauchten mit nicht nachvollziehbarer Historie.

Ich fahre nur Gebrauchte, nicht weil ichs mir nicht leisten kann sondern weil ich andere Prioritäten habe. Deswegen und nach insgesamt geschätzt 50 Autos (davon 10 Sterne) komme ich zum Schluss, dass der 211 als altes Auto genauso zuverlässig ist wie ein anderes altes Auto (jetztmal aus deutscher Fertigung, die Japaner sind eine Klasse für sich). Und nochwas: Vermutlich hat man mit einem W123 die allerwenigsten Probleme überhaupt. Am besten als 240D. Aber gut, was nicht drin ist, geht selten kaputt.

Wir haben bei uns im Taxibetrieb einige 211er gehabt. Einige fahren noch heute durch die Gegend mit 800tkm und mehr auf der Uhr. Haltbar sind sie alle, irgendwie. Wie die Vorredner schon sagten, Wartung vorausgesetzt. Ich persönlich finde aber dass der Innenraum im W211 doch etwas eher verschleißt als z. B. im W210

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