Ist das beeindruckend
Hallo zusammen,
ist zwar schon ein paar Tage her, aber in der AMS 3 war ein Crashtest Polo vs. Phaeton drin. Ich fand die Ergebnisse schon mehr als beeindruckend.
Ich setze mich in einen Kleinwagen (gut, er entspricht etwa dem Golf II), fahre mit 50km/h in den mir entgegenkommenden Gegenverkehr und rassel bei nur halber Überdeckung mit einem Phaeton (der fast das doppelte drückt) zusammen. Danach steige ich aus - wenn es schlecht gelaufen ist mit ein paar Kratzern, Verbrennungen von den Pyros und Kopfschmerzen - und darf mir von dem völlig unberührten Phaetonfahrer anhören, warum ich denn sein Auto verbeult habe?
Wie weit ist diese Entwicklung eigentlich, wenn ich nach dem Crash beim Phaeton die Tür wieder wie nach dem Einparken schließen kann und die Insasssen nur ein wenig durchgeschüttelt worden sind?
Wohl jeder kann sich noch an die Crashtest vom Schlage eines GolfII erinnern, bei denen man Angst haben mußte, dass man nicht eingeklemmt wird.
Wie seht ihr denn die Entwicklung bei Crashtests?
Grüße Stefan
16 Antworten
Deshalb wird ja LEgiert damit der Stahl nach der entsprchenden wärmebehandlung nich zu spröde wird!
Festikeit ist ausserdem laut offizieller Definition jetzt kommts: Die Festigkeit ist ein Kennwert für die belastbarkeit eines Werkstoffes! Die Festigkeit wird durch das Verhältnis von größtmöglicher BElastung zum Querschnitt ausgedrückt. in N/mm²
bei St37 der übrigens sehr rostanfällig ist beträgt die Festigkeit um genau zu sein die Zugfestikeit! ca350-480 N/mm²
Auf Druck kannman Stahl bei entsprechender geometrie eigentlich belasten wie mann will mehr als ein paar leichte verformungen wird man da ohne verdammt großen Kraftaufwand nicht reinbekommen! Aber leider wäre es Schwachsinn ein Auto so zu Kostruieren denn das sieht dann mehr aus wie nen Uberdimensionierter Stahlklumpen!
Ach ja die Festigkeit ist noch lange nicht bei allen stählen nahezu gleich!
z.B. X155 CrV Mo 12-1 hat eine Festigkeit von bis zu 1050 N/mm² ABer wer baut schon ein Auto aus werkzeugstahl? Wnn man sich mal anguckt was son paar Bohrer kosten kann sich ausrechnen was ein ganzes AUto kostet! Die HErsteller werden schon den größtmöglichen Kompromiss aus Sicherheit und finaziellmachbaren gefunden haben!
Also Tailored Blanks werden wohl insgesamt Bleche oder Blechkonstruktionen bezeichnet, die unterschiedliche Dicken und Materialeigenschaften aufweisen. Wie die nun hergestellt sind - ob in einem Gang walzen, Kleben oder Lasergeloetet wie das VW kann, ist erstmal egal.
Welches Verfahren geeigneter ist kann man prinzipiell nicht sagen. Bei einem neuen Auto der Oberklasse (wenn ich richtig liege 7er) wurden die geklebten Bleche nochmal zusaetzlich verschweisst, um nicht in das Image eines zusammengeklebten Autos zu verfallen. Da braucht man dann wohl nix mehr zu sagen...
Der Trend in der Automobilentwicklung geht dazu, nicht mehr reine Dickenoptimierte Bleche zu verwenden, sondern man versucht durch geeignete Strukturen, die uebrigens werkstoffspezifisch sind, die Gesamtstruktur sicherer zu machen.
Wuerde man eine Stahlkarosserie aus Alu mit veraenderten Querschnitten nachbauen, so waere sie genauso schwer. Daher sind besonders Leichtmetallstrukturen anders geformt als konventionelle Stahlstrukturen. Alu ist noch ein sehr umgaengliches Material, Magnesium ist da deutlich ekliger zu handeln.
Gruesse Stefan
p.s.: Mich wuerde interessieren bei welchem Stahl die Druckfestigkeit deutlich ueber der Zugfestigkeit liegt. Eigentlich sind die sigma-epsilon-diagramme von Stahl sehr symmetrisch. Das klassische Beispiel fuer hoehere Druckfestigkeit ist Beton, deswegen gibt man ja bei Spannbeton eine Druckvorbelastung drauf.