immer kleinere Motoren, ist das die Zukunft?
Kleine aufgeladene Motoren in immer schwereren Fahrzeugen mit Leistungen von 8 Zyl.-Motoren, macht das Sinn?
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Zitat:
Leider ist nur eine gebildetere , wohlhabendere Bevölkerung evolutionsfähig.
das sieht man an deren autos. stinkende geländeSUVs im stadtverkehr.
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Wieder alles halb richtig. Wir haben aber weder die Infrastruktur für 100% Elektromobilität, noch haben wir die entsprechende Menge Ökostrom. Wer abends sein E-Auto ans Netz hängt, tankt weitestgehend Atom- und Kohlestrom. Nein, man kein keinen reinen Ökostrom kaufen, das ist nur ein Abrechnungsmodell.
Mag auch sein, dass sich die NOX-Belastung sogar reduziert hat. Mit Gasmotoren ginge sie gegen Null. Wir sollten brauchen, bis die Energiedichte und der Preis von Batterien noch besser sind, bis die Infrastruktur steht, die Reichweite stimmt, eine Zwischenlösung und die kann eigentlich nur mehr Gas-Autos heißen.
Wir verkaufen in DE etwa 50 Mrd Liter Kraftstoff. Lass 60% für PKW draufgehen, also 30 Mrd Liter. Bei nur 7l / 100km und einem Stromverbrauch von 18 kWh/100km wären das 77 TWh. Stromerzeugung komplett-DE 660 TWh, davon 2015 85 TWh Windstrom.
Kurzstrecke auf Strom umzustellen (Plug-In) ist vom Strom her kein Thema.
Die Stromerzeugung findet aber dank Ökostrom stark asynchron zum Verbrauch statt. Nehmen wir doch den Plugin-Hybrid. Bei der Arbeit, wenn sie Sonne scheint und Fotovoltaik-Strom produziert wird kann ich das Auto nicht laden - spätestens dann nicht mehr, wenn ich mich mit meinen Arbeitskollegen um die einzige Ladstation kloppen muss.
Also lade ich Abends und wenn es windstill ist, tanke ich dann Braunkohle und Atom.
Noch doofer, ich wohne in der Stadt und bin Laternenparker. Wo laden? Tiefgaragenplatz - auch nicht besser. EFH im Grünen hat nunmal nicht jeder, also funktioniert das mit dem Plugin ohnehin schon nur für einen Teil der Bevölkerung.
So.. und jetzt denken wir mal an ein E-Mobil. Wenn das alle haben wollen dann haben wir ein noch viel größeres Problem.
Nein, ganz unabhängig vom Fortschritt bei der Batterietechnik wird selbst ein Plugin-Hybrid mittelfristig ein Nischenprodukt bleiben müssen - erst recht ein E-Mobil. Alles andere ist Illusion und deshalb benötigen wir für den Übergang weiterhin Verbrennungsmotoren aber bitte welche mit ehrlicheren und besseren Abgaswerten. Und damit wäre wir wieder beim Gas und selbst das schon hätte, würde es sich durchsetzen, eine verheerende fiskalische Wirkung (viel weniger Steuer drauf, wie auch auf Strom im Vergleich zu Benzin und Diesel). Wie finanzieren wir die Rente, wenn das die Autofahrer nicht mehr zu einem ganz wesentlichen Teil übernehmen?
Deine Argumente sind alle haltlos und betreffen allenfalls die Gegenwart aber nicht die Zukunft.
Vor 100 Jahren gab es auch keine Tankstellen, kaum Wasser und Stromleitungen im Boden, und und und.
Die noch fehlende Infrastruktur kann geschaffen werden und das ist im Falle der Elektromobilität auch kein so großes Problem. Es mehr eine politische Sache als eine technische oder ökonomische.
Gas? Nein, auch da sehe keine Zukunft.
Weil: Weitere Abhängigkeit von anderen Staaten die nicht immer so nett sind, wahnsinniger Aufwand bei der Gasgewinnung, auch hier müsste die Infrastruktur gewaltig angepasst werden um die dann benötigten mengen für alle bereitzustellen.
Warum also in eine Technik investieren, deren Ende schon begonnen hat?
Wieso ist es nachts Windstill und die Windräder drehen sich nicht? Die 12 Windräder bei uns in der Nähe drehen sich auch nachts!
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🙄 Nachts liegt der Kohlestrom-Anteil mittlerweile bei über 50% - ein Plugin-Hybrid oder ein E-Auto, abends ans Netz gehängt, verursacht mehr CO2 als jeder Benziner.
Ja, ich weiss, wieder so eine haltlose Behauptung... gell?! Klar, du kaufst ja offiziell Wind-und Wasserkraft... toll. Blöd nur, dass das nur ein Abrechnungsmodell ohne jeglichen Einfluss auf die Erzeugung ist.
@Smartie67,
Dein Denkfehler hinsichtlich der Elektrifizierung der Automobilität besteht darin, daß Du nicht berücksichtigst, daß wir erst an Anfang einer Entwicklung stehen. Die Sonneneinstrahlung einer Woche könnte die Energie der Erde für
1 Jahr liefern(Al Gore,"Wir haben die Wahl"😉.Gas kann als fossiles Produkt auch nur dem Übergang dienen.
Typisch ist die Diskussion über Windstille und fehlende Zapfstellen. Leider macht sich der Mainstream zum Sprachrohr der Lobbyisten der Energieerzeuger und der Ölindustrie.
Da habe ich keinerlei Denkfehler. Das ist mir klar. Aber Dir scheint nicht klar zu sein, dass jetzt schon nicht genug Windstrom von Nord nach Süd transportiert werden kann. Was, wenn alle von heute auf morgen E-Autos hätten? Und was meinst du wie viel % der Autos gerade jetzt in diesem Moment neben einer Steckdose stehen, die sie, so es denn ein E-Auto wäre, aufladen könnte? Und wie lange ginge es wohl, das komplett zu ändern? Wie lange geht es noch, bis unser gesamter Stromverbrauch komplett regenerativ geregelt werden kann? Wie gehabt: jetzt noch tankt das E-Auto abends über 50% Kohlestrom und stößt mehr CO2 als ein Benziner aus (die ganz guten Argumente darf man wiederholen).
Beantworte Dir mal selbst diese Fragen. Wo wir hin müssen ist völlig klar aber da es illusorisch ist, morgen dort zu sein, brauchen wir eine vernünftige Zwischenlösung. Dass die auch nicht umsonst ist, ist klar und dass die eventuell den Weg zum eigentlichen Ziel verlangsamt auch aber das ist doch alles gar nicht relevant.
Relevant ist, dass in Summe die Umweltbelastung so gut wie möglich zu reduzieren ist. Wenn wir E-Mobilität noch so ausbauen reicht das nicht, wir müssen auch die Benziner und vor allem die Diesel möglichst kostengünstig durch etwas ökologisch unbedenklicheres ersetzen, bis E-Mobilität für alle bezahlbar ist und die Infrastruktur für alle steht und hier kommt aus heutiger Sicht für mich nur Gas in Frage.
Eigentlich hätte jemand schon lange CAES Speicher gebaut haben müssen um "überschüssigen" Strom im Peak zu puffern. Wirkungsgrad dieser Speicher ist realistisch etwa 70%, 50% existieren seit langem. Hat aber im Eifer der Ökostromförderung niemand dran gedacht sowas zu fordern/fördern. Genau wie den erforderlichen Netzausbau. Jeder will die neuen Leitungen haben, aber bloß nicht in Sichtweite seines Gartens. http://www.haz.de/.../Erdkabel-in-Gabriels-Wahlkreis
Dafür haben wir im Mittel sauteuren Solarstrom, weil der sehr lange exzellent gefördert wurde. Es wurde immer das lukrativste ausgebaut, nicht das sinnvolle. Stichwort "Lobbyarbeit".
Ich halte die erneuerbaren Energien trotz allem für einen großen Erfolg.
2005 waren es 5% Anteil EE.
2010 waren es 12%.
2016 waren es bisher 28%.
Meine Stromrechnung beläuft sich auf 27 Euro im Monat. Das ist doch alles ein Witz. Wir können hier tatsächlich sinnvollen Klimaschutz betreiben der nicht viel kostet, warum stemmen sich so viele Leute dagegen?
Weil eine durchschnittliche Nettovergütung des Solarstroms (5% der Gesamtstromerzeugung) horrend hoch ist. https://www.netztransparenz.de/de/file/EEG-Jahresabrechnung_2015.pdf sagt 28.6TWh für 9.4 Mrd Euro. Oder 33 Cent je kWh Nettovergütung. Windstrom plus CAES Puffer wäre sowohl funktionaler als auch günstiger gekommen.
@Smartie67,
die Zwischenlösung ist weiterhin der Verbrenner. Die Lobbyisten werden dafür sorgen, daß die kleinbürgerlichen Bedenkenträger über Oberleitungen, Erdkabel, Reichweiten, Windstille, EEG-Umlage philosophieren. Praktikable Energieerzeugung, Speichertechniken sind längst vorh., sie werden polit. nicht gewollt. Meine Vision vom E-Antrieb aus erneuerbaren Energieträgern (Sonnenenergie, Windenergie, Geothermi z.B.) ist Zukunft , bestenfalls in 15-20 Jahren.Öl und Erdgas sind zu wertvoll um es zu verbrennen.
Vllt. können wir vorher noch kurz westl. von Aachen in die Nordsee springen.
Dann hat sich das Problem mit der fehlenden Nord-Süd Trasse auch erledigt, wenn der Norden in Aachen anfängt.
Zitat:
@warnkb schrieb am 6. August 2016 um 21:02:27 Uhr:
Dann hat sich das Problem mit der fehlenden Nord-Süd Trasse auch erledigt, wenn der Norden in Aachen anfängt.
Nee, da fängt der Südwesten an.
Wenn der Süden mehr Strom haben will, dann sollen sie bei den Österreichern/Schweizern/Franzosen/Belgieren diesen kaufen. Da wird die Stromtrasse nicht so lang und so teuer.
Bei den Hessen und NRW, Sachsen, Brandenburg, Berlin und den anderen Nordlichtern sollte es kein Problem sein, da in der Magdeburger Börde die Landschaft mit den Windmühlen praktisch verschandelt ist.
Gut ist wenigstens, dass der Harz damit verschont ist.
Und was haben unsere Nachbarn für Strom im Angebot? Atomstrom! Genau das will doch unsere Regierung verhindern. Unsere Nachbarn warten doch nur auf den Moment, wo das Netz in D zusammen bricht. Weil nicht genügend Ökostrom abrufbar ist. Unsere Nachbarn rüsten ihre Atomstromsparte noch auf.
Zitat:
@ttru74 schrieb am 7. August 2016 um 10:53:27 Uhr:
Und was haben unsere Nachbarn für Strom im Angebot? Atomstrom! Genau das will doch unsere Regierung verhindern. Unsere Nachbarn warten doch nur auf den Moment, wo das Netz in D zusammen bricht. Weil nicht genügend Ökostrom abrufbar ist. Unsere Nachbarn rüsten ihre Atomstromsparte noch auf.
Die Franzosen haben mit ihrem Atomstrom darauf spekuliert.
Was ist passiert? Genau, SIE müssen jeden Winter Strom einkaufen...