Image von Mercedes-Fahrern
Hallo seit einiger Zeit fahre ich einen Mercedes. Und wenn ich so unterwegs bin, habe ich des öfteren das Gefühl das mich andere Autofahrer so merkwürdig anschauen.
Im Blick liegt dann so eine Mischung zwischen Neid und Verachtung. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein. Trotzdem ist es irgendwie da.
Etwas anderes ist das Überholimage. Bin ich mit dem Seat meiner Freundin unterwegs, macht so gut wie niemand auf der linken Spur Platz. Im Benz ist das anders. Nicht alle aber viele fahren dann rechts rüber.
Also vielleicht ist doch was dran am Markenimage.
314 Antworten
Tja das Niveau ist mal wieder an dem Punkt angelangt den man bei einem solchen Thread erwarten kann.
BMWs rasen Mercedes nicht - der ist doof und jener hat das größere Förmchen im Sandkasten...
*LOL - kopfschüttel*
Was hatte Camlot gesagt 90% ;-)
PS.: @Cali: was machst Du denn wenn hinter Dir eine Boden - Boden Rakete kommt?
Stimmt Dein evtl. mal zu kaufender 540i hat ja eine Sidewinder die auch nach hinten gerichtet werden kann...
- langsam wirds lustig -
Spätestens an der Tankstelle werden sie alle von der (Diesel-)"Rakete" eingeholt.
Das Thema sollte sich aber mal wieder Richtung Image von Mercedes-Fahrern bewegen, oder? Schnell fahren kann doch mittlerweile jede Marke (E55, RS6, M5 ....) die Liste dürfte endlos werden und am Ende ist es nicht das Image der Marke, sondern das Image der Nase hinter dem Steuer. Nimm Cali aus seinem Opel und steck ihn in einen BMW 535. Wird er dann plötzlich anders fahren? Nö!
Was man machen könnte, wäre eine Umfrage, welcher Typ Autofahrer sich welches Fahrzeug zu legt. Nicht immer sind finanziell potentielle CL 600 Fahrer wirklich in der Stimmung so viel Geld für diesen Luxus auf 4 Rädern zu bezahlen. Weniger ist manchmal mehr und so ein Auto ist am Ende nur ein Gebrauchsgegenstand, um von A nach B zu kommen. Manchmal ist es eben nur interessant wie man da hin kommt. Wie ein kleiner König, ein polternder Tölpel oder ein ganz normaler durchschnitts Bürger.
Habe vor meinem Volvo zwei Mercedes gefahren und ich neige zu folgender Theorie:
Als ich mir damals das erste mal (1995 glaub ich) einen E-Benz geleistet habe, habe ich auch geglaubt man wird jetzt etwas schräg angeschaut. Letztendlich bin ich aber zu dem Schluss gekommen, das dies Einbildung ist. Klar man will das glauben, weil man ja ein Fahrzeug eines Premiumherstellers besitzt, aber letztendlich schauen die Menschen genauso wie vorher.
Sicher gibt es Menschen die einen kennen, die vielleicht die falschen Schlüsse aus dem jeweiligen Besitz ziehen (neidische Nachbarn, Arbeitskollegen, whatever) aber ist es letztendlich nicht dem Mond egal wenn ihn der reudige Hund anbellt? 😉
Nochmal: Auf die Normalität im Straßenverkehr bezogen fährt man nichts besonderes. Man macht sich höchstens besondere Gedanken und denkt selber die imaginären Gedanken der anderen, jedoch vielleicht denkt der andere einfach: "Fahr weiter Blödmann, muss zu Burgerking". 😉
Zitat:
Original geschrieben von Haselmaus
Spätestens an der Tankstelle werden sie alle von der (Diesel-)"Rakete" eingeholt.
Das Thema sollte sich aber mal wieder Richtung Image von Mercedes-Fahrern bewegen, oder? Schnell fahren kann doch mittlerweile jede Marke (E55, RS6, M5 ....) die Liste dürfte endlos werden und am Ende ist es nicht das Image der Marke, sondern das Image der Nase hinter dem Steuer. Nimm Cali aus seinem Opel und steck ihn in einen BMW 535. Wird er dann plötzlich anders fahren? Nö!
Was man machen könnte, wäre eine Umfrage, welcher Typ Autofahrer sich welches Fahrzeug zu legt. Nicht immer sind finanziell potentielle CL 600 Fahrer wirklich in der Stimmung so viel Geld für diesen Luxus auf 4 Rädern zu bezahlen. Weniger ist manchmal mehr und so ein Auto ist am Ende nur ein Gebrauchsgegenstand, um von A nach B zu kommen. Manchmal ist es eben nur interessant wie man da hin kommt. Wie ein kleiner König, ein polternder Tölpel oder ein ganz normaler durchschnitts Bürger.
Schön formuliert und im Grunde auch der Kern meiner Aussage.
@Fanta:
Wie alt warst Du damals?
Ich habe seit dem ich 18 war nur Mercedes gefahren. Davon war keiner Neu oder exorbitant teuer.
Die Vorurteile habe ich jedoch z.T. direkt gespürt.
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Genau so ist es, Eierfanta.
Bei manch einem, der sich plötzlich über die nachteiligen Auswirkungen des XY-Fahrens aufgrund von AB-Effekten seiner Mitmenschen beschwert, ist wohl dem Wunsch, dass es hoffentlich so sein möge, als Vater des Gedankens, erlegen.
Zitat:
Original geschrieben von StefansCLK
@Fanta:
Wie alt warst Du damals?
Ich habe seit dem ich 18 war nur Mercedes gefahren. Davon war keiner Neu oder exorbitant teuer.
Die Vorurteile habe ich jedoch z.T. direkt gespürt.
Meine Mercedes Ära 😉 war von 1995 - 2002, also war ich nach Adams Riesen in der Zeit zwischen 34 und 41 Jahre.
Das man Vorurteile spüren kann ist mir neu, jedoch wenn Du es sagst, glaube ich das natürlich. Ist es nicht viel mehr so, dass Du Sachverhalte einfach in Blicke und Gesten reininterpretierst? Oftmals - und dazu neigt der Mensch weil es natürlich ist - ist der Wunsch der Vater des Gedankens. 🙂
Zitat:
Original geschrieben von Haselmaus
Nimm Cali aus seinem Opel und steck ihn in einen BMW 535. Wird er dann plötzlich anders fahren? Nö!
Öhm, dem würde ich nicht ohne Weiteres zustimmen.
Ich kann es selbst nicht direkt an etwas festmachen, aber ein Mercedes lädt mich ganz unbewusst zum entspannten, ruhigen Fahren ein. Als sich huete Abend die Gelegenheit geboten hat, habe ich auch mal am Steuer eines W126 Platz genommen. Eigentlich nur, weil da ein Zigarettenanzünder war. Aber nach einem Blick durch die Windschutzscheibe war mir klar, du würdest in diesem Auto niemals einen drehenden Motor hören wollen oder Bremsen müssen. Es ist da drin einfach wohnlich, gemütlich und entspannt. Keinerlei Ambition zum Schnellfahren oder zu sonst irgendetwas, das auf mich Beschleunigungskräfte ausüben könnte.
Das gleiche mit dem W202...
Das sind Autos, die MICH fahren würden.
Ganz anders hingegen wenn ich in einem nahezu beliebigen BMW sitze. ZWar fahre ich da ebenfalls entspannt, aber prinzipiell hat man immer Lust, den Kreisverkehr richtig auszufahren, damit man ein wenig zackig fahren kann.
Das sind Autos die ICH fahre.
Von daher würde ich nicht sagen, dass sich die Fahrgewohnheiten mit dem Auto nicht ändern. Wenn ich nicht nur schnell mit ner anderen Kiste von A nach B muss, sondern in einem anderen Auto ohne Zeitdruck fahren kann, ändert sich zumindest meine gedankliche Grundhaltung und in gewissem Maße auch der Fahrstil.
Zitat:
Original geschrieben von StefansCLK
BMWs rasen Mercedes nicht - der ist doof und jener hat das größere Förmchen im Sandkasten...
*LOL - kopfschüttel*
Nein, ich meinte nicht das Rasen.
Rasen ist OK, da mach ich auch Platz.
Was mich nervt ist SINNLOSES Gedrängel, also auch im zähen Verkehr, Stoßstange an Stoßstange.
Und da sind BMW Fahrer halt die schlimmsten, Hauptsache Licht an, dicht auffahren und drängeln. Dann ist man ein Auto weiter - und zig Leuten auf den Sack gegangen.
Ich schrubbe übrigens 1000 km Autobahn die Woche, dein Vergleich mit den Sandförmchen stimmt also nicht ganz.
mfg
Die Animation nun mal `sportlicher´ zu fahren oder nicht, sprich: BMW oder Mercedes, ist vom Fahrzeug insgesamt abhängig und hier im Besondern von der Fahrwerksauslegung.
Der Mercedes vermittelt nicht nur über sein Interieur sondern auch durch sein Fahrwerk Komfort.
Möchte man mit einem Auto, das als komfortabel ausgelegt ist, `sportlich´ (bitte, ich finde den Begriff: sportlich als idiotisch, verwende ihn aber trotzdem, weil er allgemein in diesem Sinne `Verständnis` auslöst) unterwegs sein, so müssen Hemmschwellen überwunden werden bei genau den Fahrsituationen, die man beim `sportlichen´ Fahrwerk eher sucht.
Was nicht bedeutet, dass das komfortable Fahrwerk bis in weite Grenzbereiche hinein unsicherer wäre gegenüber dem anderen.
Es impliziert halt nur das, wofür es ausgelegt ist.
Kann also durchaus sein, dass ein komfortables Fahrwerk den Fahrer besonnener fahren lässt.
Auf der AB allerdings, also geradeaus und so schnell, wie es geht, muss dieses Regulativ nicht wirken.
Mein Eindruck auch begründet für mich mit meinen Erfahrungen.
Moin!
@EvilJogga
Dem stimme ich voll und ganz zu! Habe das am eigenen Leib erfahren und war richtig überrascht... 😁
Gruß, Berni
Zitat:
Original geschrieben von schroederweg
Was mich nervt ist SINNLOSES Gedrängel, also auch im zähen Verkehr, Stoßstange an Stoßstange.
Hi schroederweg
Du hörst dich auch schon ganz genervt an.
Sehr schade!
Denk an § 1 StVO.
Nehm dir fest vor: Nein, ich lasse mich nicht nerven!
Und schon garnicht provozieren!
Das schafft niemand!
Die anderen sind meine Freunde und wenn möglich, zeige ich ihnen meine grundsätzliche Sympathie gegenüber Menschen durch ein Lächeln.
Und übers Feedback her, wirst du nach einer längeren Fahrt bedauern, dass du all diese wunderbaren Menschen nicht persönlich hast kennen lernen dürfen.
Gruß, Tempomat
Zitat:
Original geschrieben von EvilJogga
Öhm, dem würde ich nicht ohne Weiteres zustimmen.
Ich kann es selbst nicht direkt an etwas festmachen, aber ein Mercedes lädt mich ganz unbewusst zum entspannten, ruhigen Fahren ein. Als sich huete Abend die Gelegenheit geboten hat, habe ich auch mal am Steuer eines W126 Platz genommen. Eigentlich nur, weil da ein Zigarettenanzünder war. Aber nach einem Blick durch die Windschutzscheibe war mir klar, du würdest in diesem Auto niemals einen drehenden Motor hören wollen oder Bremsen müssen. Es ist da drin einfach wohnlich, gemütlich und entspannt. Keinerlei Ambition zum Schnellfahren oder zu sonst irgendetwas, das auf mich Beschleunigungskräfte ausüben könnte.
Das gleiche mit dem W202...
Das sind Autos, die MICH fahren würden.Ganz anders hingegen wenn ich in einem nahezu beliebigen BMW sitze. ZWar fahre ich da ebenfalls entspannt, aber prinzipiell hat man immer Lust, den Kreisverkehr richtig auszufahren, damit man ein wenig zackig fahren kann.
Das sind Autos die ICH fahre.Von daher würde ich nicht sagen, dass sich die Fahrgewohnheiten mit dem Auto nicht ändern. Wenn ich nicht nur schnell mit ner anderen Kiste von A nach B muss, sondern in einem anderen Auto ohne Zeitdruck fahren kann, ändert sich zumindest meine gedankliche Grundhaltung und in gewissem Maße auch der Fahrstil.
Ich stimme Dir voll zu. Ich fahre ja nun zwei Autos, die seehr unterschiedlich sind.
Früher, als ich Mitte Zwanzig war, habe ich einen M3 gefahren. Ich gebe auch zu, dass ich da immer gedacht habe, ich muss den Leuten zeigen, dass das kein "normaler" Dreier ist. Seit ich Porsche fahre, hat sich das geändert (oder liegts am Alter?? 🙄 )
Auf jeden Fall habe ich festgestellt, dass die Leute, wenn ich mit dem Porsche unterwegs bin und annähernd meinen vorgeschriebenen Sicherheitsabstand, wesentlich schneller auf die Seite gehen (wenn es denn geht).
Und ich habe kein Problem, auch mal jemand vor mir auf der AB rausziehen und überholen zu lassen. Wenn ich ihm Zeichen gebe, dass er üüberholen kann, dann kann ich sogar ziemlich sicher sein, dass er die nächste Lücke rechts nutzen wird (und manchmal gibt`s sogar einen Gruß!). Und ich weiß doch, ich bin schnell vorbei!
Also, wie ein Forumskollege angemerkt hat:
Cruise
Gruß
Konni
Zitat:
Original geschrieben von Bayern-Porsche
Früher, als ich Mitte Zwanzig war, habe ich einen M3 gefahren. Ich gebe auch zu, dass ich da immer gedacht habe, ich muss den Leuten zeigen, dass das kein "normaler" Dreier ist. Seit ich Porsche fahre, hat sich das geändert (oder liegts am Alter?? 🙄 )
Wahrscheinlich an Beidem 😁
Es mag aber auch daran liegen, dass du mit dem Porsche nicht mehr den Zwang verspürst, dass zu beweisen, was du glaubtest, mit Mitte zwanzig beweisen zu müssen.
Vor meinem rasenden A2, wenn er denn einmal richtig in Schwung ist, hat auch schon mancher Porsche die linke Fahrbahn frei gemacht. (Natürlich lasse ich ab Carrera auch schon mal passieren). Vielleicht warst du sogar dabei im Bayernland.
Ich denke, so sollte es sein unter zivilisierten Menschen.
Gruß, Tempomat
Zitat:
Original geschrieben von Tempomat
Wahrscheinlich an Beidem 😁
Ich glaube auch, obwohl ich (noch) ne 3 vornedran trage 😁
Zitat:
Original geschrieben von Tempomat
Es mag aber auch daran liegen, dass du mit dem Porsche nicht mehr den Zwang verspürst, dass zu beweisen, was du glaubtest, mit Mitte zwanzig beweisen zu müssen.
Vor meinem rasenden A2, wenn er denn einmal richtig in Schwung ist, hat auch schon mancher Porsche die linke Fahrbahn frei gemacht. (Natürlich lasse ich ab Carrera auch schon mal passieren). Vielleicht warst du sogar dabei im Bayernland.
Ich denke, so sollte es sein unter zivilisierten Menschen.Gruß, Tempomat
Zwang ist da keiner mehr 😉 und Du hast mit Deinen Ausführungen absolut Recht.
Aber was ich noch erwähnen wollte:
Ich glaube nicht, dass es an bestimmten Marken liegt, wie die Eigner (meist ja nur Besitzer, da zwei Drittel der Neuzulassungen geleast oder finanziert 😁) sie fahren. Lediglich die Alters- und Gesellschaftsstrukturen der Fahrer lassen da vielleicht Rückschlüße zu. Und unbestritten ist das Durchschnittsalter bei Mercedes-Eignern höher ist als bei anderen Marken. So sind halt viele Fahrer einfach vorsichtiger und manchmal leider auch unsicherer.
Gruß@all
Zitat:
Original geschrieben von Bayern-Porsche
Lediglich die Alters- und Gesellschaftsstrukturen der Fahrer lassen da vielleicht Rückschlüße zu. Und unbestritten ist das Durchschnittsalter bei Mercedes-Eignern höher ist als bei anderen Marken. So sind halt viele Fahrer einfach vorsichtiger und manchmal leider auch unsicherer.
Gruß@all
Genau so dürfte es sein.
Ein schöngeistiger Ästhet wird nicht zum asozialen Raser, wenn er mit einer anderen Automarke fährt und umgekehrt.
Gruß, Tempomat