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Im Auto verbrennen

hallo las in den Nachrichten daß ein Paar im Auto verbrannt worden sind weil sie eingeklemmt waren. Wenn man denn einen Feuerlöscher gehabt hätte, wäre es doch möglich gewesen die Flammen zumindest in der unmittelbaren Körpernähe zu löschen, was meint ihr? wäre es so möglich sich vor dem Feuer zu retten? ich mein lebendig verbrennen klingt nicht grad angenehm. lg

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125 Antworten

Zitat:

@Porhmeus schrieb am 29. Dezember 2020 um 06:53:22 Uhr:

Auch wenn es sehr selten vorkommt, aber für so einen Fall habe ich in meinem und dem Auto meiner Frau ein ResQMe-Rettungstool am Rückspiegel (per Kabelbinder) hängen, das sofort griffbereit ist, auch wenn das Auto auf dem Dach liegen sollte.

Wenn du auf dem Dach liegst, ist die Frontscheibe das erste was bricht und da der Rückspiegel an dieser Scheibe anklebt ist es das erste, was du dort sicherlich nicht wiederfinden wirst.:D

Zitat:

@Porhmeus schrieb am 29. Dezember 2020 um 06:53:22 Uhr:

Kann bei Amazon für ca. 10 € bestellt werden und ist eine kleine Sicherheitsreserve, wenn sich weder Fenster noch Türen öffnen lassen.

Mit diesem Tool können die Seitenscheiben in Sekundenschnelle aufgebrochen und der Gurt durchgeschnitten werden.

Und das schwarze oben links ist der Kopfschussbolzen für den Notfall...:p:p:p;)

Schlimme Sache, auf jeden Fall. Vor allem, wenn der Betroffene noch bei Bewußtsein ist, aber sich nicht befreien kann oder nicht befreit werden kann. Ein entfernter Verwandter von mir ist vor etlichen Jahren auch im Auto verbrannt, nachdem er gegen einen Baum gefahren war. Aber ob er den Unfall ansonsten überlebt hätte oder ob er noch bei Bewußtsein war, das weiß ich nicht.

Ich würde mir aber nicht zu große Sorgen deswegen machen. Es passiert doch recht selten, dass jemand im Auto verbrennt. Jedenfalls im vergleich mit Frontalzusammenstößen, Baumunfällen usw.

Also meine Sorge gilt eher einem unaufmerksamen Fahrer, der mir frontal entgegenkommt, als der Sorge, im Auto zu verbrennen.

Vielleicht kam das früher auch häufiger vor, weil sich die Autos stärker verformten beim Unfall (Befreiuung erschwert) oder eher Benzin mit dem heißen Motor in Berührung kam.

@gast356: hätte mal jeder so einen Einstellung wie Du!

Moin!

Zu den kleinen Feuerlöschern:

man kann damit schon etwas erreichen, muss aber nah ran und möglichst nah an den Brandherd damit kommen.

Früher kam das schon mal vor. 2x meine ich habe ich erfolgreich gelöscht.

Da reichte schon ein mies gewartetes Auto mit porösen Benzinschläuchen und ein heisser Krümmer.

Mercedes bietet die Feuerlöscher seit Jahrzehnten an und ich bestelle sie immer mit.

Im Ford habe ich einen von Aldi liegen.

Falls jemand eine Idee hat, wie man den in einem Ford Kuga mit manueller Fahrersitzverstellung vernünftig anbringt, wäre ich für die Info dankbar. Aktuell liegt der Löscher im Kofferraum...

Wichtig ist auch eine Decke. Zum Löschen, zum Zudecken von Verletzten oder auch zum Warmhalten der Insassen bei einer Panne im Winter.

Das erwähnte Seil habe ich auch immer dabei. Axt und Brecheisen allerdings nicht.

Spannendes Thema. Im Ernstfall wünscht man sich einen souveränen Helfer, der die richtigen Handgriffe hinbekommt.

Bedenkt auch immer, dass stets eine Person bei dem/den Verletzten bleibt, sofern es genug Helfer gibt. Gerade schwer verletzte Menschen brauchen den Zuspruch und das Gefühl, dass jemand für sie da ist. Und manchmal leider auch eine ruhige, emphatische Sterbebegleitung.

Seien wir froh, dass die üblen Zeiten zumindest auf Europas Straßen vorbei sind.

ZK

Zitat:

@gast356 schrieb am 29. Dezember 2020 um 10:32:13 Uhr:

.... Jemand ohne Routine ..... dass man froh sein kann, wenn er es schafft die 110 oder 112 in seine Handy zu tippen um einen Notruf abzusetzen und evtl. etwas erste Hilfe zu leisten.

Kann ich leider aus eigener Erfahrung bestätigen und stimme total zu.

Ich hatte meinen Führerschein ca. 5 Jahre (=war 23 Jahre alt) und ich war Zeuge wie ein PKW auf der Landstraße ins Schleudern kam, rückwärts auf der gegenüberliegenden Straßenseite in den Graben rutschte und an einem Grabendurchlass anstieß. Eigentlich nichts wildes, kurz nach einem Ortsausgang, Geschwindigkeit deutlich unter 100, aus der Erinnerung eher 70 km/h. Keine Verletzten, nur Blechschaden, aber Geschrei und laute Diskussion der Insassen.

Damals gab es kein Handy und ich musste an einem Haus klingeln. Da war ich so wuschig, ich konnte kaum den genauen Ort bezeichnen, mein Herz schlug bis zum Hals und auf die Rückfragen am Telefon konnte ich kaum brauchbares beitragen.... bei einem harmlosen Blechschaden.

Zitat:

@Carportparker schrieb am 29. Dezember 2020 um 14:33:27 Uhr:

Zitat:

@gast356 schrieb am 29. Dezember 2020 um 10:32:13 Uhr:

.... Jemand ohne Routine ..... dass man froh sein kann, wenn er es schafft die 110 oder 112 in seine Handy zu tippen um einen Notruf abzusetzen und evtl. etwas erste Hilfe zu leisten.

Damals gab es kein Handy . . . Da war ich so wuschig, ich konnte kaum den genauen Ort bezeichnen, mein Herz schlug bis zum Hals und auf die Rückfragen am Telefon konnte ich kaum brauchbares beitragen.... bei einem harmlosen Blechschaden.

und heutzutage gibt es Handys . . . und die Leute stehen (meist ganz "cool", und überhaupt nicht wuschig) dann mit den Handys außenrum und filmen erstmal alles schön aus der 1. Reihe . . .

Ich sehe es ähnlich wie die Vorposter. Ein armateurhafter Einsatz bringt praktisch nichts ... während ein geübter Mensch selbst mit nur einem Feuerlöscher einen Entstehungsbrand ganz vernünftig bekämpfen kann. Aber für eine aktive Brandbekämpfung eines bereits größeren Feuers ist ein einzelner Feuerlöscher etwa so sinnvoll wie ein alter Hut oder eine halbvolle Brotbüchse.

Ich war letztens bei einem Feuer in einer Halle dabei ... also ohne mich wäre die Werkstatt da vermutlich abgefackelt (bzw. ein größerer Gebäudekomplex samt Fahrzeugen, Maschinen und einigen Öl/Schmieröl/Farbvorräten). Es zündelte etwas in einem Lagerraum, der war schon etwas verraucht. Also Luft anhalten, rein und Löscher ausdrücken, wieder raus. Ich war zum Glück fast sofort dabei, die hatten vor mir nichtmal einen Feuerlöscher in Gang gebracht (Stift ziehen bzw Kappe einschlagen funtionierte nicht).

Also wenn schon Flammen im Fahrzeugraum sind, ist die Person im Fahrzeug zu 99 % eh schon tot. Das dauert einige Zeit, bis sich so ein Brand im Motorraum so richtig entfaltet hat und über die Kabel usw. zum Fahrgastraum durchgekommen ist. Selbst wer am Anfang panisch die Motorhaube aufreißt, verletzt sich eher selbst durch die Anfachung.

@ TE: Mach dir keine Sorgen um Fahrzeugbrände. Kaufe für zuhause lieber mehrere gute Rauchmelder, eine vernünftige Löschdecke für den Herd und eine gute Leiter zum Fensterputzen usw. Da ist das Risiko bzw der Sicherheitsgewinn viel größer! Viele steigen für höhere Arbeiten immer noch auf einen Stuhl, anstatt eine Dreistufenleiter zu holen. Und haben die komischsten elektrischen Anlagen, hier eine Verlängerung, da noch eine Verlängerung in der Verlängerung und da stecken dann 5 Chinabillig-USB-Ladegeräte, ein TV, die SPielekonsole usw immer auf Standby. Das schreit nach einem Kabelbrand! Also Rauchmelder in Küche und Schlafstube sind Pflicht (auch wenn es gesetzlich da immer noch Ausnahmen gibt), in Wohnstube und Hausflur+Dachboden+Keller (bei Eigenheimen) sehr sinnvoll. Wir schreiben 2020 und nicht mehr 1990. So ein Entstehungsbrand bekommt die Feuerwehr mit etwas Wasserschaden gut gelöscht, da ist nur das betroffene Zimmer unbrauchbar. Nach einem Vollbrand ist das nicht verbrannte im restlichen Haus dann eben durchs Löschen entsorgungsfähig.

Zitat:

@Knergy schrieb am 29. Dezember 2020 um 21:09:23 Uhr:

...Selbst wer am Anfang panisch die Motorhaube aufreißt, verletzt sich eher selbst durch die Anfachung.

...

Dicke Lederhandschuhe mit langen Stulpen (Feuerwehr- / Schweißerhandschuhe) hab ich auch noch ein Paar griffbereit beim Werkzeug im Kofferraum liegen... zum Eigenschutz das Wichtigste überhaupt.

Eine heiß gelaufene & brennende LKW Bremse an einer Achse eines Kühlaufliegers hab ich mal gelöscht -da hatte der Cheffe bei der Reparatur (neue Beläge) die Nachstellung etwas zu scharf eingestellt- ... aber ohne Feuerlöscher, der -so ein 3kg Witz-Ding- lag irgendwo im Staukasten. Bei dem Löschangriff ist ein großer Teil meiner Getränkevorräte drauf gegangen... dabei gings allerdings zum Glück nicht um leben oder tot, sondern maximal um nen alten Kühlauflieger und ne LKW-Ladung Lebensmittel.

Feuerlöscher hätte vermutlich nix gebracht, weil es drum ging die Temperatur runter zu bekommen... nachdem die Flamen abgelöscht waren haben die Beläge sofort wieder rückgezündet.

Ggf. hätte ich die Stützen runter gedreht, die Kupplung aufgezogen, hätte die (teure) Zugmaschine in Sicherheit gebracht und ruhig / gemütlich aus der Entfernung zugesehen, wie der Auflieger in Rauch aufgeht -das wäre Plan B gewesen, wenn die Flammen von den weiß glühenden Bremsscheiben und den brennenden Belägen in den Bremssätteln auf die Reifen... und letztendlich auf den Aufbau übergegriffen hätten.

Kühlsattelzug

dankeschön. Ja zweimal schon sowas gelesen. Das letzte war eine Familie wo ein Ersthelfer nur das Maxicosy also das Baby retten konnte. Die Familie selber musste verbrennen. Die waren gegen einen Baum gekracht und eingeklemmt. Wo waren da die Ersthelfer? so abwegig ist es ja nicht daß sowas passiert.

Ja ich habe auch bereits so ein Hammer zum Einschlagen mit einer Klinge um den Gurt durchzuschneiden.

ich werde mir einen Feuerlöscher kaufen der beim Beifahrersitz liegen wird also greifbar nicht Kofferraum. Ich mein für den Fall der Fälle. Nur so ein Ding macht ja viel Schaum dann erstickt man auch noch während man das Feuer um den Körper herum löscht. pff ich weiß nicht diese Nachrichten haben mir große Angst gemacht. Dann lieber sofort tot als lebendig verbrennen. Ich glaub ich sollte einen Feuerwehrmann fragen was man tun kann wenn das Feuer näher kommt und es ist niemand da und man kann nicht fliehen.

Viele unerfahrene mit Feuerlöscher machen ja auch den Fehler, und rotzen in 10sek den gesamten Löscher auf die Flamme, und wundern sich, das das nix bringt.

Stoßweises löschen bei ständigem beobachten ist das Zauberwort

@su7.....bezüglich deiner angst vor dem ersticken durch den löschschaum.

Ich glaube die meisten löscher sind mit CO2 gefühlt.

Weder Schaum noch CO2.

Die meisten Löscher (für Autos) sind mit Pulver gefüllt.

Zitat:

@Su7 schrieb am 29. Dezember 2020 um 23:46:37 Uhr:

… Ich glaub ich sollte einen Feuerwehrmann fragen was man tun kann wenn das Feuer näher kommt und es ist niemand da und man kann nicht fliehen.

Ein paar tiefe Atemzüge, das Rauchgas führt relativ schnell zur Bewusstlosigkeit, damit stirbt es sich schmerzfreier. Bei Gebäudebränden ist die häufigste Todesursache nicht das Verbrennen, sondern eine Rauchgasintoxikation.

Zitat:

@Su7 schrieb am 29. Dezember 2020 um 23:46:37 Uhr:

 

ich weiß nicht diese Nachrichten haben mir große Angst gemacht. Dann lieber sofort tot als lebendig verbrennen.

Den Wunsch kann man haben.

Ich hatte diesen auch "lieber tot als. . . ."

Und es kam als. .

Das handeln der Ersthelfer ist am wichtigsten. Egal wie, Hauptsache überhaupt

Gruß M

Meine Schwester geriet vor ~20 Jahren in eine Massenkarambolage. Beide Türen waren durch nebenstehende Wracks blockiert, 2 Autos weiter hinten enstand ein Brand. Sie ist dank eines beherzten "Unfallkollegen" rausgekommen. Der hatte die Seitenscheibe auf der Beifahrerseite eingeschlagen.

Gut: das Feuer richtete nur Sachschaden an. Alle Beteiligten (auch die, deren Auto Feuer fing) kamen heil davon. Anwesende LKW Fahrer konnten mit Ihren Löschern den Brand auf das betroffenen Auto beschränken.

Erkenntnisse: Die Frontscheibe ist ein zäher Gegner (war ein Golf 4). Der Helfer hat es zuerst da versucht (Werkzeug war ein Nothammer). Keine Chance, die von aussen zu öffnen.

Auch mechanische Schiebedächer (das Auto hatte eins) können unbeweglich werden, weil sich die Geometrie verzogen hat.

Ich habe seit dem immer einen Löscher im Fahrzeug. Allerdings ist der Selbstschutz damit eine Illusion. Wenn es soweit ist, dass das Feuer nach innen kommt, ist der 2kg Löscher zu klein.

Mir geht es eher darum, nicht mit leeren Händen an so eine Situation von anderen zu kommen. 1x habe ich bisher einen Motorbrand löschen dürfen. Geht solange es nur aus dem Motorraum qualmt. Haube entriegeln, aber nicht öffnen, dann durch den Spalt reinsprühen. Hat gut funktioniert. Schlagen schon Flammen aus dem Grill, brennt die Kiste ab.

Der Tipp mit Vorhalten von robusten Handschuhen im Auto von weiter vorne ist sehr richtig.

bye

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