ID.7 - Verbrauchswerte einer realen Dienstfahrt
Hallo ich möchte euch heute mal Verbrauchswerte einer realen Dienstfahrt zeigen. Randbedingungen: Hin- und Rückfahrt zusammen knapp 700km, 8-19Grad Celsius, Norddeutsche Topologie, 95% BAB, Travel Assist bei Hinfahrt 130km/h bei Rückfahrt 140km/h, 1x händisch Batterie vorkonditioniert (bei 8-10Grad Celsius), kein Stau, hab auch mal laufen lassen bis 185km/h. A/C auf off, alleine Im ID.7, 19“er…
231 Antworten
Ja. Die gleiche Fahrt zwei Tage zuvor, wäre ich wohl eher bei 21/22 kWh gelandet. Ich bin damit sehr zufrieden. Im Winter nach 250-300 km ein paar Minuten anstecken, daran habe ich mich schnell gewöhnt. Das einzige, was mich immer wieder nervt ist die Notwendigkeit, eine ABRP-Session für die Ladeplanung parallel laufen lassen zu müssen. Das kostet mich noch unnötig viel geistige Kapazität (manuelle Batterie-Konditionierung, Umschalten zwischen VW und ABRP- Planung, EnBw-App etc.) und zudem einen Teil der HUD Funktionen.
Detaillierte Filter in die Ladeplanung und der Wagen überzeugt auch Diesel-Dieter.
Liebe VW Entwickler: überzeugt Eure Chefs, dass dies wichtiger ist, als die paar Euro Umsatz im eigenen Ladenetz. Gleichzeitig noch günstige Tarife für Kunden anzubieten ist Euch unbenommen.
Zitat:
@roestiexpress schrieb am 26. Januar 2025 um 17:49:17 Uhr:
Ja. Die gleiche Fahrt zwei Tage zuvor, wäre ich wohl eher bei 21/22 kWh gelandet. Ich bin damit sehr zufrieden. Im Winter nach 250-300 km ein paar Minuten anstecken, daran habe ich mich schnell gewöhnt. Das einzige, was mich immer wieder nervt ist die Notwendigkeit, eine ABRP-Session für die Ladeplanung parallel laufen lassen zu müssen. Das kostet mich noch unnötig viel geistige Kapazität (manuelle Batterie-Konditionierung, Umschalten zwischen VW und ABRP- Planung, EnBw-App etc.) und zudem einen Teil der HUD Funktionen.
Detaillierte Filter in die Ladeplanung und der Wagen überzeugt auch Diesel-Dieter.
Liebe VW Entwickler: überzeugt Eure Chefs, dass dies wichtiger ist, als die paar Euro Umsatz im eigenen Ladenetz. Gleichzeitig noch günstige Tarife für Kunden anzubieten ist Euch unbenommen.
wenn man das alles so liest, wird m.E. deutlich, dass nicht alle vom Verbrenner abrücken wollen....das liegt definitiv nicht nur an einem fehlenden, detailierten Filtern der Ladeplanung....
Das mit den fehlenden Filtermöglichkeiten wissen sowieso nur die Wenigen die wegen der günstigeren Besteuerung auf Firmenwagen ernsthaft über einen Umstieg nachdenken und sich informiert haben. Es gibt immer noch Arbeitgeber (meiner z. B.) bei denen die Car Policy selbst im Jahr 2025 nur Verbrenner erlaubt.
Für die große Masse der Nicht-Firmenwagenfahrer bleibt ein E-Auto entweder ganz unerschwinglich oder zumindest unrentabel weil man ohne eigene PV-Anlage höhere Betriebskosten hat und auch die Versicherung deutlich teurer ist: Der ID.7 hat Typklasse 20 in der Haftpflicht, der Passat B9 je nach Modell 13 oder 14. Außerdem steckt die "Reichweiten-Angst" und die nicht ganz unberechtigte Befürchtung in 5 Jahren ein völlig veraltetes Auto zu fahren natürlich auch in den Köpfen drin.
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Ich gebe dir Recht mit der Versicherung. Aber allen anderen leider nicht mehr. Ein neuer Golf kostet als Basismodell 28700 € ein ID3 wird gerade mit Rabatt von VW für 30500€ angeboten. Ein Passat Ausstattungs bereinigt kostet 700 € weniger als ein ID7. Und die Reichweitenangst ok gebe ich dir recht steckt noch im Kopf aber ist unbegründet. Die Stromkosten sehe ich auch anders. Du kannst bei vielen Anbieter für 39ct am Schnellader laden das sind bei 20kwh 7,80 €/100 km. Da darfst du bei einem Verbrenner nicht mehr als 4,5 L verbrauchen. Und das veraltete Modell ist auch Kopfsache genau wie ein Vorgängermodell Golf, Passat usw. Denn wenn es jetzt für mich passt, Ladegeschwindigkeit und Reichweite ist es mir ja egal ob in 3 Jahren schneller geladen werden kann oder ich weiterkomme. Das ist dann ja schön und nett aber bei meinem Auto ändert sich ja nichts.
39 Cent schafft man vielleicht mit Grundgebühr und wenn man sich den Stress mit mehreren Karten und ganz bestimmten Anbietern macht. Das günstigste Roaming-Angebot ohne Grundgebühr um an jede Schnelladesäule zu können, lag im Dezember bei 62 Cent und da ist der Diesel deutlich günstiger.
Grad mal geschaut, bei Elli zahlt man 15 EUR pro Monat Grundgebühr und dann trotzdem noch 50 Cent im Partnernetz und 73 bei allen anderen.
Wenn ich nicht in den Extremen PV vs. Destination Charger denke, gibt es auch noch den deutlich günstigeren Hausstrom für um die 30 c/kWh. Dann wird es schon sehr teuer im Vergleich, einen Verbrenner zu fahren. Damit komme ich unter 6 € für 100 km.
Ja kann man, kostet aber bei ENBW zwischen 59 und 89 Cent an fremden Ladestationen. "Günstigen" Hausstrom hat zwar jeder aber nicht unbedingt da wo das Auto parkt. Ohne Wallbox machts auch relativ wenig Sinn und in meiner Gegend liegen EON und co. bei 33 Cent, 30 schafft man nur mit nonnames wenn man jedes Jahr wechselt.
Zur Erinnerung: Die Ausgangsfrage war warum so wenige auf Elektro umsteigen. Natürlich ist es bei Optimalbedingungen möglich damit günstiger als mit dem Verbrenner zu fahren. Die Mehrheit kann daheim nicht laden und auswärts gehen die Preise seit Jahren nach oben (siehe ADAC)
Zitat:
@Stefan0310 schrieb am 27. Januar 2025 um 10:59:00 Uhr:
Zur Erinnerung: Die Ausgangsfrage war warum so wenige auf Elektro umsteigen. Natürlich ist es bei Optimalbedingungen möglich damit günstiger als mit dem Verbrenner zu fahren. Die Mehrheit kann daheim nicht laden und auswärts gehen die Preise seit Jahren nach oben.
Sehe ich ähnlich, habe den ID7 als Firmenwagen bestellt, da der Mitarbeiteranteil aka FullService Leasingrate deutlich günstiger als bei den meisten angebotenen Verbrennern ist. Bei uns gibt es dann eine Ladekarte von Leaseplan dazu, wo es auch egal ist, wo Du lädst. 0,25% spielt bei uns keine Rolle, da MA-Anteil in der Größenordnung knapp unter 1% vom netto liegt. Dieselfahrzeuge im Premiumbereich sind mittlerweile eher bei Leasingfaktor 1,1-1,4 angekommen. Für mich „lohnt“ es sich also.
Ich hätte auch gerne den ID.7 Pro S statt dem B9 TDI genommen aber durfte wegen Car Policy nicht. Für mich selbst hätte es sich wegen dem geldwerten Vorteil gelohnt, für die Firma eher nicht und deswegen hat die auch keine Eile ihre Car Policy zu aktualisieren.
Zitat:
@roestiexpress schrieb am 27. Januar 2025 um 05:06:42 Uhr:
Sondern?
z-.b. daran, dass einige nicht unbedingt gerne bereit dazu sind, sich mit dem "Ladewirrwarr" z.b. bei Fahrten in den Urlaub zu beschäftigen.
ich mochte im Mai nach Norwegen fahren und muss mich schon zeitig damit schäftigen, wo dort, wo ich mich jeweils länger aufhalten möchte (das sind reine Urlaubsgebiete und keine Autobahnraststätten...), Schnelllader sind (11kW-AC-laden würde mir nur bei der jeweiligen Unterkunft nützen), von welchem Anbieter die sind und welche Abos usw. ich sinnvollerweise abschließen sollte, wenn ich nicht unbedingt mit 70C/kWh und mehr laden möchte.
Schnellader gibt es z.b. von Tesla einige, aber eben hauptsächlich nur an den Hauptrouten und um die größeren Städte.
Ionity gibt es weniger Schnellladepunkte und ebenfalls hauptsächlich dort, wo sich der Durchsatz für die Betreiber lohnt. Es gibt natürlich noch mehr Anbieter von Schnellladern und dann sollte man sich halt auch noch mit denen beschäftigen......
das ist mit Verbrenner deutlich einfacher.
Da muss ich mir vorher, außer dass ich nicht vergessen sollte, die Kreditkarte mit zu nehmen, keine Gedanken machen und ich muss zudem wesentlich seltener tanken, als ich mit dem E-Auto laden muss.
Dazu hält das seltenere Tanken zeitlich nicht so auf, wie das Laden.
Zumindest 2 Zapfsäulen (Diesel und Benzin) mit Kreditkartenautomat, gibt es häufig und die Preise sind zur ca gleichen Zeit im gleichen Gebiet ohnehin nahezu identisch.
Ich kann einfach die nächsten säulen nutzen und gut ist. Zudem kann ich rechtzeitig tanken und muss keine Verrenkungen machen, wie Fahren bis zum letzten Tropfen oder Pre-Heating, damit es nicht "ewig" dauert.
Tanken geht immer schnell.....
Mit dem, was da momentan an "Ladewirrwarr" (Preisunterschiede, unterschiedliche Abos, Apps usw.) abläuft, kann man die breite Masse kaum vom Verbrenner weg locken.
Dazu kommen die halt noch nicht so sehr weit entwickelten Batterien, die immer noch zu teuer, zu groß, zu schwer und zu empfindlich sind.
Viel mehr als rund 100kWh (das sind so um 600kg-Batteriegewicht...) bekommt man in einen Standard-Pkw momentan kaum untergebracht und dementsprechend sollte man in Gebieten, wo sich große Lade-Anbieter nicht gerade die Klinke in die Hand geben, durchaus sorgfältiger planen, wenn man sich dort länger aufhalten möchte.
Gerade in Norwegen sollte das doch eigentlich super funktionieren, immerhin sind dort in 2024 stolze 89% der Neuwagen E-Fahrzeuge gewesen. Ich kann mir nicht vorstellen dass die Norweger auch 70 Cent bezahlen oder können die alle nicht rechnen?
@navec
Exakt das wäre mit einem Softwareupdate lösbar. Ich habe auf den letzten 8000 km nie mehr als 39 cents bezahlt. Aus Prinzip und als Test, ob man bundesweit damit klar kommt . EnBW L bzw den Partner in AT. Vollkommen ausreichend. Wollte kein Ladewirrwarr. In Norwegen musst Du Dich vorab sowieso um Maut kümmern. Das Laden ist dort viel einfacher als bei uns.