Helle Ausstattung schnell schmuddelig?
Ganz aktuell leide ich an akuter Konfiguritis in den allerletzten Zügen. Gestern wurden schon alle Bestelldetails mit dem 🙂 durchgesprochen, nur bei der Farbe der Innenausstattung scheiden sich die Geister.
Aussen soll er Osmium Grau werden. Mein Farbfavorit für innen war seit der Sneakpreview eigentlich nach 3 schwarzen Innenausstattungen mit Alu endlich mal eine helle Ausstattung (nicht das mir zu gelbstichige Amber) mit Linear Walnut.
Damit stosse ich aber nicht nur auf Widerstand der OHL, sondern praktisch wortgleich auch auf den "Widerstand" des 🙂 . Nach dessen Angaben waren jetzt erste Fahrzeuge mit heller Innenausstattung nach ein paar Wochen Nutzung in der Werkstatt und sollen wohl schon verschmuddelte Sitze gehabt haben. Nach Angaben des 🙂 sei das eine neue Erfahrung beim neuen XC90, bei den anderen Modellen kenne man das so nicht. Damit deckt sich wohl das Innere eines Momentum Ausstellungswagens, bei dem vor allem die äussere Wange des Fahrersitzes schon deutlich erkennbar Schmutzabrieb aufwies.
Lange Rede kurzer Sinn: wie sind Eure Erfahrungen in der täglichen Praxis? Da ich noch nicht zu 100% zwischen Momentum und Inscription entschieden bin (Vor- und Nachteile der Ausstattungslinien sind mir hinreichend bekannt!), würde ich mich über Meldungen aus beiden Lagern freuen.
Osmium mit schwarz und Linear Walnut sieht aber auch geil aus 😉
Beste Antwort im Thema
Ich sage mal nur dazu, wenn die Kleidung abfärbt muss die Farbe irgendwo drauf. Dass man die auf helleren Untergrund eher sieht ist es normal.
Wenn ich jetzt monatlich mit dem Feuchttuch für 3 Minuten drüber muss ist das für mich keine Drama.
Hauptsache ich fülle mich wohl darin.
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Wenn man eine Blaukittel Job hat mag das ja Sinn machen mit dem Schonbezug. Aber ich gehöre zu der White-collar Fraktion. Auch bin ich eigentlich recht pingelig was das Auto angeht. Ich reinige die Sitze regelmäßig (etwa alle 3-4 Wochen). Auch trage ich keine Hosen mit Nieten oder so was. Das geht so weit, dass meine Frau schon immer schmunzeln muss wenn ich mal wieder Lappen schwingend durch meinen dicken gehe. Und wenn diese Fehler im leer nicht wären sehen die Sitze noch aus wie neu. Mein Verdacht ist einfach das sie einfach ein für ein Fahrzeug viel zu empfindliches Leder gewählt haben. Zumindest für die Sitze.
@B.Engel2013: also die Erwartungshaltung wurde bei früherem BMW voll erfüllt! Jetzt ist der 325i mittlerweile 15 Jahre alt (und im Besitz eines Freundes) und seine beigen Sitze sind noch halbwegs ansehnlich.
@moellerfm: Sitzbezüge sind nur sinnvoll, wenn man keine Sitzbelüftung hat 😉
LG
GCW
Volvo und Sitzbezüge ist ein ganz eigenes Thema für sich.. Bei der alten, kleinen Baureihe (C30/S40/V50/C70) gab es seit der Markteinführung in 2004 einen Textil-/"Kunstleder"-Sitzbezug (eher Plastik), der immer brüchig wurde und riss. Bei manchen (zB mir) dauerte das 60.000km, bei anderen wars bei 10.000km schon soweit. 2010 wurde das Material (T-Tech) dann von einem anderen Material (Vulcaflex) ersetzt. Bei meinem nächsten C30 suchte ich extra nach Ledersitzen, damit ich nicht wieder bei diesem Material lande, und habe schlussendlich einen mit beigen Ledersitzen, MJ2010 gefunden - da gab es das T-Tech Material nicht einmal mehr als Sitzbezug. Nach ein paar Wochen fiel mir auf, dass das Material des Schaltsacks mir bekannt vorkommt - und richtig, Volvo hat hier weiterhin T-Tech verwendet. Natürlich hat der Schaltsack in einer Falte einen Riss.
Kulanz von Volvo gibts praktisch nie - beim Preis von 330€ pro Sitzbezug hätte Volvo finanziell bestimmt gelitten, immerhin gabs das Material in allen Baureihen über viele, viele Jahre hinweg und die gerissenen Bezüge wurden jahrelang ignoriert. 😉 Das als kleine Anekdote dazu, so richtig glauben will ich nämlich noch nicht, dass Volvo "nur" wegen ein paar fehlerhaften Sitzbezügen das Leder wechselt.
Wie erwähnt, hat mein C30 MJ10 auch beige Sitzbezüge. Als ich den Wagen mit 100.000km gekauft habe, sahen diese aus wie neu! Das wollte ich selber nicht glauben, da ich live nur das schwarze Leder kannte und das oft sehr faltig wird. Nicht so hier... Das beige strahlte hell, keine Falten. Und das bei der kleinen, so oft verrufenen Baureihe. Mit meinen schwarzen Jeans gibt es leider leichte Verfärbungen.
Die Verfärbungen kriegt man allerdings sehr leicht runter, zB mit dem bereits erwähnten milden Reiniger vom Lederpflegezentrum. Auf den Schwamm geben, einmal leicht in Kreisen rüberstreichen und der Schmutz ist raus. Danach trage ich Koch Chemie Leather Star auf, lasse das über Nacht einwirken und wische am nächsten Morgen die Sitze ab. Gerade das Leather Star kann ich, wie einige Produkte von Koch Chemie, sehr empfehlen.. Im Gegensatz zu vielen anderen Lederpflegeprodukten sorgt dieser nicht für glänzendes und rutschiges Leder, das Leder bleibt matt und griffig... Und verfärbt sich nicht ganz so schnell. Sehr empfehlenswert soll auch der Reiniger von Lexol sein. Reinigen "muss" ich die Sitze alle 3-5000km (Stadtverkehr), so alle 2 Monate hab ich mir bisher die Mühe gemacht. So perfekt aufbereitet wie beim Kauf kriege ich die Sitze selber allerdings nicht hin.
Zitat:
@CentaXx schrieb am 3. Februar 2016 um 11:54:05 Uhr:
Volvo und Sitzbezüge ist ein ganz eigenes Thema für sich.. (...)
Das hat aber wohl nicht nur mit Volvo generell, sondern auch mit dem konkreten Modell zu tun. Ich hatte im S80I anthrazitfarbenes Leder und im S80 II habe ich es jetzt auch. Sichtbare Verschmutzung ist deshalb sowieso kein Thema. Dunkel hat eben auch Vorteile. Aber auch an der Lederqualität gibt es bei meine beiden nichts zu meckern. Keine Falten, keine Risse, nichts. Das Leder im S80 II ist etwas matter und wirkt offenporiger aber ist auch völlig unempfindlich.Meine Lederpflege beschränkt sich auf Absaugen und den guten Vorsatz, das Leder einmal im Jahr mit Pflegemittel zu behandeln. Das letzte Jahr habe ich es mal wieder nicht geschafft.
Leder ist nun einmal ein Naturprodukt, dass nicht mit der selben gleichmäßigen Qualität hergestellt werden kann, wie Gewebe. (Obwohl Volvo mit den Problemen mit dem T-Tec-Bezug auch hier das Gegenteil schon beiwesen hat.) Auch wenn es hinsichtlich Material und Verarbeitung auch bei Leder erhebliche Qualitätsunterschiede gibt, bleibt es doch dabei, dass ein dünnes, samtiges handschuhweiches Leder nicht so strapazierfähig sein kann, wie etwas dickeres und stärker oberflächenbehandeltes Leder. Helle Farbtöne sind nun mal empfindlicher als dunkle. Selbst wenn die Jeans nicht abfärbt, sieht man dunklen Schmutz auf hellem Leder eben besser. Puderzucker und Mehl dafür anfnags weniger. 😉
Vielleicht hat sich Volvo beim XC90 II hinsichtlich der Lederqualität und -anmutung eher für den eleganten Damenschuh und nicht für den robusten Wanderstiefel entschieden.
Grüße vom Ostelch
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Danke für den ausführlichen Bericht. Hoffe, dass der Sattler meine Erwartungen erfüllt und durch die Versiegelung die Sitze 6 Monate ansehnlich bleiben. Wenn ja, würde ich das dann zweimal im Jahr wiederholen lassen. Wenn ich das selber mache, habe ich immer das Gefühl, es zu verschlimmbessern. Und es kostet ja auch nicht die Welt.
Zitat:
@Ostelch schrieb am 3. Februar 2016 um 12:32:40 Uhr:
Vielleicht hat sich Volvo beim XC90 II hinsichtlich der Lederqualität und -anmutung eher für den eleganten Damenschuh und nicht für den robusten Wanderstiefel entschieden.Grüße vom Ostelch
Hervorragender Vergleich! Könnte der Schlüssel zu einem Lösungsansatz sein. Leider nur im Sinne von Volvo. Ich habe einen XC90I Summum mit braunem Leder gefahren. Ich weis nicht mehr, wie Volvo das Leder bezeichnet hat, aber es war die höchste Stufe. Ich bin nun wirklich der "robuste" Typ. Aber bei dem Leder hatte ich bei 100 Tkm nichts zu beanstanden.
Zitat:
@B.Engel2013 schrieb am 3. Februar 2016 um 08:07:37 Uhr:
Das hält natürlich keine Ochsenhülle aus...... 😁
Zum Glück. Der Weg zum Steak wäre sonst wesentlich steiler...
;-))
Hallo,
habe mich ja schon mehrmals zum Thema Leder geäußert.
Da Vadder seit 40 Jahren seine meisten BMWs und Audis in "Rentnerbeige" (mit Wurzelholz und zweifarbigem Cockpit - brrr schauder😉)oder Cremeweis bestellt (alle 2-3 Jahren einen neuen) und mit Lederpflege nichts am Hut hat kann ich aus Erfahrung (und vielen Stunden putzen und pflegen) sagen, dass es sogar umgekehrt wie vermutet ist:
Um so grober das Leder ist (also eher minderwertigeres Spaltleder) um so robuster gegen Falten und Flecken ist es (dicker und mit einer viel dickeren Lackschicht überzogen).
Nappaleder um so "feiner" es ist, vor allem so gut es möglich ist naturbelassenen (also eigentlich die höchste Qualitätsstufe), um so Falten- und Fleckenempfindlicher ist es. Der Vergleich mit dem Wanderschuh und dem Damenstiefel passt.
Das Bedeutet bei Volvo, dass das MomentumLeder auch im XC90II deutlich robuster gegen Falten und Flecken ist als die teureren Ledersorten. Für viele heißt das: Wenn helles Leder gewünscht, eher zum einfacheren (und günstigeren) Leder greifen.
Trotzdem hätte bei den zahlreichen Entwicklungsfahrten (wir sprechen da von mehreren Mio km) Volvo auffallen müssen, dass sie anderes Leder, bzw anders verarbeitetes Leder verwenden und anbieten müssen. Deshalb würde ich es auch reklamieren.
Das ist ja auch ein Grund warum die meisten Fahrzeughersteller im Wangen- und Außenbereich oft nur noch (robustes) Kunstleder verarbeiten.
Bei meinem XC90 I war nach knapp 200Tkm das Standartleder beinahe noch neuwertig!
Wenn ich mir aber dann die letzten paar Modelljahre beim XC90 I ansehe ist die Lederqualität nicht mehr so gut (robust) als es noch beim VFL Modell war.
Gruß Daniel
Bild:
beinahe unzerstörbares Leder von unserem Volvo 240, oder meinem Ex 780 😉
Fundierter Betricht! Meine Hochachtung!
Nichts für ungut. Aber wenn ich mir die Bilder so anschaue, nehme ich doch lieber empfindliches Leder.
Donnerwetter, Spartako! 😰 Volvo Modell 240 & 780. Hast du dir mal klar gemacht, wie lange die schon nicht mehr gebaut werden? Das ist noch "Friedensware".
Ok, habe ich jetzt nicht bedacht. Dann sieht das Leder natürlich toll aus. ;-)
Muss leider sagen, dass Audi das mit der Lederqualität besser im Griff hat. Hatte Sitze in Beige und in Schwarz. Beide sahen hochwertig aus, fühlten sich hochwertig an und benötigten nicht viel Pflege. Aber vielleicht hat sich das ja auch mittlerweile geändert.
Bild: nach 6 Jahren.
Das Problem ist, Leder können nicht blondiert werden, sondern helle Farbe muss die dunkleren Naturtöne überdecken.
Soweit so gut, wie in Spartakos Audi.
Denkt Euch jede Oberfläche der Welt, die ich mit irgendeiner Farbe überdecken will....und stanzt dann 1.000de Löcher rein, wo ich die Farbschicht seitlich wie mit einem Locher zwiebellookmäßig öffne.
Das kann nicht gut gehen, bei perforierten Leder.
Und nun, im Sommer lieber schwitzen? Ich geb ja zu, null Ahnung von volvo, Ledersitzen und belüftetem muschiwärmer. Will einfach bloß ein Auto kaufen, was null Streß für den Preis macht