Hat Motorradfahren noch eine Zukunft?

Hallo Leute,
diese Frage stelle ich mir immer häufiger angesichts

- immer mehr Tempo 30, 70,80 er "Zonen"
- der immer Häufiger werdenden Kontrollen, bei uns Blitzt´s und Laser´s hinter -gefühlt- jedem Busch,
Baum..
- immer höheren Gesamtkosten
- immer komplexere Fzg. mit immer weniger Klang etc...

Ich fahre jetzt seit Jahr +-2000 Motorrad und ich persönlich finde in den 14 Jahren hat die Begeisterung fürs Hobby deutlich nachgelassen.

Wie seht ihr das?

Würdet ihr heute nochmal anfangen, wie seht ihr das Motorrad fahren in Zukunft?

Danke

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Der Klang hat mich an einem Fahrzeug noch nie interessiert. ... es sei denn, es klappert was.

Im Übrigen geht mir die ständige Sinnfrage auf den Keks. Hier, wie im Fred nebenan.

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Hallo,

ich fahr mit dem Mopped langsamer wie mit dem Auto😎

Viele Grüße
Frank

Mir macht Motorradfahren Spass, also werde ich weiterhin fahren und wenn ich es eines Tages wieder lassen sollte, dann nur, weil es mir als solches keinen Spaß mehr macht, ist im Moment allerdings für fast nicht vorstellbar. Andere Gründe kann ich mir kaum vorstellen und so gesehen: solange ich Spass dran habe hat Moppedfahren für mich ganz persönlich Zukunft.

Zitat:

Original geschrieben von Der Lustige Alt


Ich fahre jetzt seit Jahr +-2000 Motorrad und ich persönlich finde in den 14 Jahren hat die Begeisterung fürs Hobby deutlich nachgelassen.

Wie seht ihr das?

Dass ein Hobby mal mehr mal weniger Spaß macht ist glaube ich normal. Meist lässt der Spaß auch dann nach, wenn man bspw. nach einem Sturz den Kopf nicht mehr frei kriegt.

Ansonsten gibt es ja sehr viele verschiedene Motive Motorrad zu fahren. Wenn man das sportlich dynamische mag und die Kurven "perfekt" fahren will (iSv. nahe am Grenzbereich), dann ist es für alle sinnvoller einfach mehr Rennstrecke zu fahren. Bei vielen ist das ja dann auch nur eine Phase.

Und wenn es am zuviel an Verkehr liegt, dann kann ich nur Motorradurlaube empfehlen. Es gibt noch viele Flecken in Europa wo man schön kurvige Strecken hat mit sehr wenig Autoverkehr.

Zitat:

Original geschrieben von Der Lustige Alt


- immer mehr Tempo 30, 70,80 er "Zonen"
- der immer Häufiger werdenden Kontrollen, bei uns Blitzt´s und Laser´s hinter -gefühlt- jedem Busch,
Baum..
- immer höheren Gesamtkosten
- immer komplexere Fzg. mit immer weniger Klang etc...

Weniger Klang? Meist weniger Lärm! Aber das ist eher zweitrangig. Ein Teil der modernen Technik ist ja auch angenehm, z. B. das ABS. Moderne Mopeds haben nicht nur Nachteile wie weniger Charakter, sie haben auch handfeste Vorteile. Außerdem kann man immer noch die alten Mopeds fahren.

Bliebe die Verkehrsüberwachung. Auch die sehe ich nicht als so großes Problem, das Hauptproblem ist eher die Verkehrsdichte, die diese Überwachung nötig macht. Es gibt also vor allem zu viele Verkehrsteilnehmer. Aber wie will man das ändern?

Das Motorrad bleibt also attraktiv: Nach Köln oder an Köln vorbei mit dem Auto? Es soll ja Masochisten geben... Da bleibt das Moped einfach viel attraktiver, den man kommt halt noch immer mit einem Motorrad viel besser durch den dichten Verkehr als mit dem Auto.

Ich fahre übrigens auch mit dem Auto schon seit Jahren immer langsamer - geht ja sowieso nicht mehr so schnell, also kann man aus der Not eine Tugend machen. Bei mir bedeutet das seit 2012 Cabrio.

Für mich hat daher sowohl das Motorrad, als auch das Auto Zukunft. Man muß halt sehen, was wann und wo besser ist.

Gruß Michael

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Zitat:

Original geschrieben von Der Lustige Alt


@TDIBIKER

Bei mir ist es nicht so ganz sicher, habe aktuell noch 2 Motorräder ne R1200S und ne VF750C Magna.
Also die Magna werde ich auf alle Fälle behalten, die hat noch Klang und macht Spaß, wer noch Motorräder aus den 90er kennt der weiß was ich meine🙂

Ganz aufhören werde ich vermutlich auch nicht, nur wenn´s so weitergeht wie´s die letzten paar Jahre bei uns war, dann werde ich es entsprechend einschränken.

Lieber TE,

manchmal ist weniger mehr! Es gibt viele verschiedene Arten, das Motorradfahren zu geniessen.
Bei mir ist es gern mit Fernreise, Kurvenkratzen und kleinen Strässchen verbunden.
Da spielt weder die Leistung des Motorrades, noch irgendwelche Tempolimits oder
Verkehr eine Rolle. Es ist immer nur Du und die Strasse. Und natürlich deine Mitfahrer!
Ganz wichtig: Motorradfahren darf mal ein einsames Vergnügen sein, aber nicht dauernd.
Man braucht andere, mit denen man austauschen, an denen man sich reiben, mit denen man lachen,
trinken und feiern kann. Und natürlich die, die man überholt --> die dürfen nicht fehlen! 😁

Das Wetter sollte gut sein, aber mit guten Freunden hat man auch nach 3 Tagen Regen noch Spass.

Ah, ja: Kleine, alte Moppeds machen in der Regel mehr Spass als dicke neue.

Solange man nicht Letzter ist...die Linke zum Gruss!

Zitat:

Original geschrieben von TDIBIKER


Und natürlich die, die man überholt --> die dürfen nicht fehlen! 😁

Die dürfen nicht fehlen, die müssen fehlen!

Wenn ich für mich fahre, dann will ich alleine sein, da stört jeder andere auf der Strecke - auch wenn man überholen kann.

Wenn ich mit anderen fahren will, dann fahre ich in einer Gruppe und in einer Gruppe wird nicht überholt.

Gemeinsam mit anderen mit gegenseitigem Überholen unterwegs zu sein nennt man Rennen. Wer das mag, soll das tun, aber das gehört nicht in den Straßenverkehr. Die, die man überholt müssen also fehlen.

Gruß Michael

Zitat:

Wenn ich für mich fahre, dann will ich alleine sein, da stört jeder andere auf der Strecke - auch wenn man überholen kann.

Ja. Aber nicht lange!! 😁

Rennen,Rennen...das ist ja nu' nicht der Continental Circus...

Normalerweise sollte man in einer Gruppe nicht überholen, da geb' ich Dir Recht.
Gibt auch manchmal böses Blut...

Aber ein bisschen Jux darf schon dabei sein, solange dies gefahrlos möglich ist.
Das hält wach.

Wenn man den ganzen Spass 'rausnimmt, dann hat Motorradfahren keine Zukunft mehr.

Genau wie bei TDIBIKER. "Fernreise, Kurvenkratzen und kleinen Sträßchen".
Und daran hat sich in den letzten 30 Jahren nichts geändert. An mir nicht, das Moped hat sich auch nur unwesentlich geändert, die Straßen sind manchmal etwas schlechter geworden, Verkehr immer noch nahe Null und Radarfallen gibt's fast nie (letzten beiden Punkte s. o. "kleine Sträßchen"😉.
Bei mir hat es also eine Zukunft und macht sakrisch Spaß wie eh und je.

Heute waren wir aber in der Erzgrube (Mopedtreff, zw. 150 und 250 Mopeds) und da fiel mir wieder auf: ein einziger Nachwuchs zwischen ausschließlich Ü45.

In 30 Jahren sitzt der Junge also alleine dort. Naja, mit mir, wenn mir jemand auf's Moped hilft.

Zitat:

Original geschrieben von XX-Ghost



Heute waren wir aber in der Erzgrube (Mopedtreff, zw. 150 und 250 Mopeds) und da fiel mir wieder auf: ein einziger Nachwuchs zwischen ausschließlich Ü45.

Bei dem Dreisbacher Treffen, war das durchschnittliche Alter etwa bei 25-30 Jahre.

Im Bild unten, fährt zwar ein Quad, aber der Knirps war auch erst schätzungsweise 10 Jahre alt😁

Zitat:

Original geschrieben von cng-lpg


Die dürfen nicht fehlen, die müssen fehlen!

Wenn ich für mich fahre, dann will ich alleine sein, da stört jeder andere auf der Strecke - auch wenn man überholen kann.

Wenn ich mit anderen fahren will, dann fahre ich in einer Gruppe und in einer Gruppe wird nicht überholt.

Gemeinsam mit anderen mit gegenseitigem Überholen unterwegs zu sein nennt man Rennen. Wer das mag, soll das tun, aber das gehört nicht in den Straßenverkehr. Die, die man überholt müssen also fehlen.

Gruß Michael

Das muss aber nicht so sein. Wir sind oft zu dritt/viert/fünft unterwegs. Lauter Dabbel-X. Einer davon fährt einfach etwas langsamer. Je nachdem, wie wir an Ampel/Kreuzung/Tanke losgefahren sind, wird er natürlich (anständig) überholt, ist damit auch völlig einverstanden, fährt weiter seinen Stiefel. Wenn's mal kurz geradeaus geht, machen wir etwas langsamer und schwupps, ist er wieder da.

So läuft das auch in einer 10er Gruppe. Niemand ist böse, niemand wird zum Rasen gedrängt, es ist kein Rennen, nicht mal ansatzweise.

Und der Chef vom motorradhotel.at sagt das bei seinen Hotel-Ausfahrten auch. Da kennt sich niemand, manchmal >10 Mopeds. Auch da wird überholt, an der nächsten unklaren Abzweigung wird gewartet, bis alle wieder da sind. "Jeder soll seinen Spaß haben", sagt er immer. Warum sollte auch einer mit einer S1000RR auf seinen Spaß verzichten und im Namlostal hinter zwei Trittbrettern bleiben?

Wenn das Nichtüberholen in einer Gruppe vereinbart ist, ist es eiserne Regel. Da stimme ich dir völlig zu. Aber ein immer gültiges Gesetz für alle daraus machen? Muss nicht sein, finde ich.

Manchmal wird ja auch eine ganze Gruppe von einem Einzelnen oder einer anderen, schnelleren Gruppe überholt. Auch das gibt nicht automatisch ein Billardspiel.

Wollte aber jetzt nicht das Thema umleiten.
Ich mag nur nicht so eiserne Regeln, die für immer und alle gelten sollen.

Ja, Mopedfahren hat Zukunft!
Und ich werde öfter überholt, juckt mich nicht, fange kein Rennen an, habe meinen Spaß.

Zitat:

Original geschrieben von TDIBIKER


Wenn man den ganzen Spass 'rausnimmt, dann hat Motorradfahren keine Zukunft mehr.

Sag ich doch. Nur daß dem einen genau das den Spaß verdirbt, was dem anderen Spaß macht. Was Dir Spaß macht, würde ihn mir verderben. Das Beste am Mopedfahren ist die Freiheit selbst- und nicht fremdbestimmt zu fahren. Ich weiß, daß ich als Genußfahrer einer Minderhait angehöre, daß die meisten Mopedfahrer einen als positiv empfundenen Stress suchen, während ich auf dem Moped hauptsächlich Stress abbauen oder wenigstens vermeiden möchte. Aber das ist halt mein Zweiradvergnügen.

In meinen Augen ist die größte Gefahr für das Motorradfahren jede Art von Klischee, besonders diese grauslichen "Biker"- und "Outlaw"-Klischees. Alleine der Begriff Biker ist in meinen Augen schon eine Zumutung. Aber so manch einer, der sich im normalen Leben nichts traut, läuft vor allem diesem schwachsinnigen Image nach, schmeißt den DB-Eater raus (stopft sich aber selber die besten zu bekommenden Ohrenstopfen rein) und heizt wie eine gesengte Sau durch die Gegend.

Es sägen einige Motorradfahrer am eigenen Ast. Und beklagen sich über immer neue Streckensperrungen, Geschwindigkeitsbegrenzungen und -Kontrollen. Die es nur aus einem Grunde gibt: Weil diese Leute nicht begreifen können oder wollen, daß ihre Freiheit dort enden muß, wo die der anderen beginnt. Worunter dann alle Mopedfahrer leiden müssen. Also auch ich.

Also nicht über die immer schlimmeren Tempobeschränkungen und den fehlenden Sound meckern, sondern sich einfach mal vernünftig aufführen. Das würde so manche (zu) strenge Regel überflüssig machen.

Gruß Michael

Dafür ein Danke von mir.
Aber vergiss es. Bei einigen setzt der Verstand aus, wenn es um die Auslebung vermeintlicher Freiheiten geht. Persönliche Freiheit wird häufig mit einem Recht auf Egoismus und Rücksichtslosigkeit verwechselt.
Die Konsequenzen daraus werden aber nicht in dem eigenen Fehlverhalten gesehen, sondern als Beweis, dass der Staat nichts Besseres zu tun hat, als uns zu gängeln und uns die letzten Freiheiten auch noch zu nehmen. Die verbieten doch alles, was Spass macht.

Es gab aber nur noch nie das Recht, anderen maximal auf dem Sack zu gehen.

Die Zukunft des Motorradfahrens ist sicher!....

Zitat:

Original geschrieben von Dessie


Die Zukunft des Motorradfahrens ist sicher!....

Dessie, Du machst mir Angst 😰

Wenn das Motorradfahren mit mir ausstirbt, ist mir das auch egal.

Ich hätte auch kein Problem damit, E-Bikes zu fahren. Ein Motorrad ist für mich ein Werkzeug, welches mir Fahrspass ermöglicht. Außerdem sollte es bequem und zweckmäßig sein und meinem Fahrprofil entsprechen. Ich hänge weder an Antriebskonzepten noch an optischen Besonderheiten oder gar akustischer Untermalung. Es muss in der Kurve funktionieren.

Ich war am WE mit 15 Motorrädern und 20 Leuten unterwegs. Bei allen war kein Schwund der Begeisterung festzustellen.

Bei den 15 Motorrädern war genau ein japanisches Modell dabei. Angesichts der Entwicklung der Kundschaft kann ich sagen, jap. Supersportler haben sicherlich keine Zukunft. 😉

Ein Teilnehmer war 70 und seit 3 Jahren im Besitz eines Führerscheins. Und was soll ich sagen, der kann seine 12er Sportster durchaus flott um die Ecke bringen.

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