Hat das 7G-DCT eine Anfahr-Schwäche ?

Mercedes B-Klasse W246

Hallo zusammen,

bin am Wochenende einen B200 CDI mit 7G-DCT gefahren.

Mir ist folgendes aufgefallen, beim Anfahren aus dem Stand, nimmt sich der Wagen in etwa so eine Sekunde bis er richtig loslegt. Es ist eindeutig das Getriebe, er rollt zwar ganz langsam an, aber die Kupplung packt nicht richtig. Habe zur Zeit auch einen Diesel mit Automatik (INSIGNIA), der hat diese Phänomen nicht.

Meine Frage kennt jemand etwas ähnliches oder ist das nur beim Vorführer so gewesen weil ich eigentlich ansonsten mit dem Auto sehr zufrieden war und ernsthaft überlege ihn als nächsten Wagen zu nehmen. Habe bis jetzt noch nicht mit dem Verkäufer gesprochen, da ich das Auto Morgens sehr früh wieder abgegeben habe und auch keinen Zeit hatte, außerdem wollte ich erst einmal hier im Forum hören, manche Verkäufer erzählen ja viel wenn der Tag lang ist.

Beste Antwort im Thema

Die Frage nach der Anfahrschwäche ist leider eindeutig mit ja, er hat zu beantworten.

Vor 4-6 Wochen habe ich diese Thematik hier im Forum schon mal angesprochen.
Bisher kamen dazu erst zwei Erfahrungsberichte.
Mein B200 mit 7G-DCT ist seit 2 Monaten im Einsatz, Laufleistung 3200km.
Davor fuhr ich über 2500km einen W246 / B200 mit Schaltgetriebe.
Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, wie die Anfahrschwäche zustande kommt, da in der relevanten Funtionskette ja die Subsysteme elektronisches Gaspedal, Motorsteuerung und Getriebesteuerung zusammenspielen.
Nervig bis problematisch ist das Anfahrverhalten beim Einfädeln aus dem Stand in den fließenden Verkehr oder auch beim Kreuzen einer bevorrechtigten Straße. Auf Grund der unerwarteten Verzögerung kam es mehrfach zu brenzligen Situationen.

Fakt ist jedenfalls, daß auch ein beherztes Durchtreten des Gaspedals die Anfahrbeschleunigung keineswegs erhöht.
Zuerst wie beschrieben die Bedenksekunde (war übrigens der Grund, warum ich keinen Daimler mit 7-Getronic genommen habe). Dann wie im S-Modus (m.E. vollig unbrauchbar, zu langes Beibehalten einer hohen Motordrehzahl ohne erkennbare Wirkung)
steigt lediglich die Motordrehzahl sehr deutlich an (ca. 4500 U/min) und wird einige Sekunden gehalten bis dann endlich ein Schaltvorgang erfogt. Die ganze Aktion wie gesagt ohne die erhoffte Verbesserung der Beschleunigung.

Ich hoffe sehr, daß Daimler dieses Problem kennt und an einer Lösung arbeitet die möglichst bald verfügbar ist.
Probefahrten mit diversen Audi Q3/Q5 zeigten, daß auch mit einem DCT ein gutes Anfahrverhalten zu erreichen ist.
Vom traumhaften Anfahrverhalten eines BMW, z.B. X3, mit 8-Gang Wandler Automatik hier zu schwärmen verkneife ich mir.
Das wäre konzeptbedingt auch nicht gerecht.

Bis auf das hier beschriebene Anfahrverhalten ist das Betriebsverhalten des 7G-DCT ja ok, ebenso wie der B200 an sich.

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Der Wechsel von R in D und umgekehrt könnte gerne eine Stückchen schneller gehen. Gerade, wenn man wendet, treibt einem die „entspannte Haltung“ des 7G DCT doch schon mal Angstschweiß auf die Stirn.

Auch wenn ich aus meiner Einfahrt fahre und dann auf dem Schotter von R in D wechsel, muss ich wirklich sehr sachte anfahren und geduldig bleiben, denn wenn man denkt „oh da kommt nichts“ und man gibt noch mehr Gas, wühlt man dann schlagartig schön den Schotter auf.

Ich habe vielleicht eine Lösung gefunden. Am Radio Display Navie Screen kann man Fahreug wählen und dann bei
Configeration Getriebe,Steuer, und Schaltung einstelllen. Bei allen empfield sich af Comfort zu wechseln.
Als Bonus etwa gibt es da auch den Schalter für Eco ein oder aus. Den habe ich schon lange gesucht.
Danach habe ich bei leichtem gas geben keine Probleme mehr.

Zitat:

@slumlord15 schrieb am 13. Januar 2019 um 14:31:45 Uhr:


Ich habe vielleicht eine Lösung gefunden. Am Radio Display Navie Screen kann man Fahreug wählen und dann bei
Configeration Getriebe,Steuer, und Schaltung einstelllen. Bei allen empfield sich af Comfort zu wechseln.
Als Bonus etwa gibt es da auch den Schalter für Eco ein oder aus. Den habe ich schon lange gesucht.
Danach habe ich bei leichtem gas geben keine Probleme mehr.

Welches Baujahr hast Du und welches Navi?
Die von Dir erwänten Configurationsmöglichkeiten sind mir unbekannt.

Hallo,
Ich glaube, dass dieser Endlosthread zum Thema ohne zusätzliche Daten inhaltlich ziemlich wertlos ist.
Es wäre daher schön, wenn hier Daten zum Baujahr, Motor, Getriebeversion und Softwareversion aufgeführt werden, auch um einen Vergleich zu ermöglichen.
Ohne diese Daten bringt es rein gar nichts, wenn Schreiber A einen Mangel bemerkt und Schreiber B das in Frage stellt, weil es an seinem Fahrzeug nicht bemerkt wird.
Am Ende könnten sogar beide Recht haben, da unterschiedliche Getriebeversionen, Motorleistungen und Softwareversionen vorliegen.

Mein Fahrzeug, ein B200 Benziner mit 7G-DCT, ist aus 7/2012. Als ich das Fahrzeug ein Jahr später als Jahreswagen übernommen habe, mußte ich bei jedem Gasstoß eine oder zwei Gedenksekunden einplanen, bevor das Fahrzeug sich bewegte. Gerade aus Parkbuchten in den rollenden Verkehr hinein mit einem sehr mulmiges Gefühl, da man nie wusste, ob die Gedenksekunden für eine Lücke im rollenden Verkehr ausreichten.
Auch ein Beschleunigen während der Fahrt war mitunter eine giftige Angelegenheit. Man trat das Gaspetal sachte runter und es passierte nichts. Jeder weitere Milimeter brachte keinen Geschwindigkeitszuwachs. Urplötzlich schoss das Fahrzeug, wie bei einem Kickdown, nach vorne. Auf nasser Straße verlor ich da schon mal die Kontrolle und konnte den Wagen nur mit abbremsen wieder einfangen.
In der Werkstatt wurden dann am Gaspedal, das elektronisch arbeitet, Steckkontakte bearbeitet, weil die laut Werkstattmeister korrodieren. Erst mit dieser Korrektur und dem gleichzeitigen Aufspielen neuer Software für Motor und Getriebe läuft dieser Wagen seit gut 4 Jahren zufriedenstellend. Welche Softwareversion bei meinem Fahrzeug aufgespielt wurde, kann ich nicht sagen. Auch weil dazu keine Infos an den Kunden gelangen.

Ab und an und überwiegend bei kaltem Motor kommt es zu “Schaltausetzern“ beim Gasgeben aus niedrigen Geschwindigkeiten.
Man will ein Fahrzeug überholen. Nur das Getriebe schaltet beim Gasgeben nicht runter oder hoch. Der Motor dreht hier bis Anschlag, ohne das es in schnellerer Fortbewegung umgestzt wird. Hier reicht eine kurzzeitige Rücknahme des Gaspedals und das Getriebe schaltet wieder. Das passiert allerdings nicht immer.
Einmal auf einer Landstrasse mit entgegenkommenden Verkehr hat das zu Schweissperlen auf der Stirn geführt, da man den Überholvorgang abbrechen mußte. Der Motor heulte hier nur kurz auf, aber das Fahrzeug kam nicht vom Fleck. Kickdown war nicht gedrückt, da das Pedal nicht mal zur Hälfte durchgedrückt wurde. Der Typ im anderen Auto zeigte mir auf gleicher Höhe den Vogel, weil ich nicht überholte und nur der Motor aufheulte. Der dachte wohl, dass ich das Schalten vergessen habe.
Hier müßte ich also wieder zur Werkstatt um mal wieder ein neues Update aufzuspielen, dass es eventuell diesen Fehler korrigiert.

Ich weiß von anderen, die eine aktuellere B-Klasse mit diesem Getriebe fahren, die über keine Probleme klagen.
Das Getriebe selbst wird seit 2012 gebaut und wurde fast jährlich Hardware wie Softwareseitig überarbeitet.
Von daher würde ich jedem empfehlen, den Ölwechsel einzuhalten und die Software auf den neuesten Stand zu halten.
Bei Problemen mit der Gasannahme den Werkstattmeister auf das Gaspedal ansprechen.
Gruß
Helmut

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Hallo,

seit 3 Jahren kein Software-update machen lassen, da seit Gebrauchtwagenkauf kein MB Besuch erfolgt ist, aber bei 50 000 km selbst den Ölwechsel durch geführt, jetzt sind etwas über 100 000 km auf der Uhr.

Quasi bis jetzt Glück gehabt, selbst bei -20 Grad butterweiches Schalten und saubere Gasannahme.

Gute Fahrt.

Zitat:

@signaturv50 schrieb am 31. Dezember 2018 um 09:47:19 Uhr:


Der Wechsel von R in D und umgekehrt könnte gerne eine Stückchen schneller gehen.

Den Eindruck hatte ich auch und stelle fest das es daran liegt das a. der Elch noch ein wenig rollt oder b. ich den Fuß nicht fest auf der Bremse habe. Meine Wandler-Automaten verzeihen dass - das DCT jedoch nicht. Probier es im Stand aus - so schnell schaltet kein Wandler von D -> R und zurück.
Btw. auf Eco spritzt Kies oder Split deutlich weniger solange du keinen Kavalierstart provozierst.
Tücken der der Technik und/oder so 😉

Zitat:

@MacCrashdummy schrieb am 13. Januar 2019 um 15:21:27 Uhr:



Mein Fahrzeug, ein B200 Benziner mit 7G-DCT, ist aus 7/2012. Als ich das Fahrzeug ein Jahr später als Jahreswagen übernommen habe, mußte ich bei jedem Gasstoß eine oder zwei Gedenksekunden einplanen, bevor das Fahrzeug sich bewegte. Gerade aus Parkbuchten in den rollenden Verkehr hinein mit einem sehr mulmiges Gefühl, da man nie wusste, ob die Gedenksekunden für eine Lücke im rollenden Verkehr ausreichten.
Auch ein Beschleunigen während der Fahrt war mitunter eine giftige Angelegenheit. Man trat das Gaspetal sachte runter und es passierte nichts. Jeder weitere Milimeter brachte keinen Geschwindigkeitszuwachs. Urplötzlich schoss das Fahrzeug, wie bei einem Kickdown, nach vorne. Auf nasser Straße verlor ich da schon mal die Kontrolle und konnte den Wagen nur mit abbremsen wieder einfangen

Hallo Helmut,

Ich habe nur einen Teil aus deiner Beanstandung kopiert. Der andere von wegen schaltet ab und an bei Kälte gar nicht ist das totale No-Go! Und du hast mit Sicherheit kein fehlerfreies DCT. So darf sich das Getriebe weder anfühlen noch verhalten. Ich würde das auf jeden Fall bei einer anderen MB NDL oder Händler kontrollieren lassen. Aus meiner Sicht helfen da auch keine Updates da stimmt was mechanisch nicht. Ich hätte das von Anfang an drastisch bemängelt bis zum At-Getrieb - immerhin bildet die Motor-Getriebe-Einheit das teuerste Herzstück deines Fahrzeugs. Abgesehen davon macht das mal so gar keinen Spaß - vom Sicherheitsaspekt von wegen Dritter die mit dem Auto fahren ganz zu schweigen.

Das ist auch nicht zu erklären mit Bj 1012 vs Bj 2017! Das "aktuelle" DCT (sofern es das überhaupt gibt) mag etwas schneller und geschmeidiger schalten - das lasse ich gelten aber deine Schilderung deute ich deutlich als defekt!

Ich bin immer verblüfft, dass die Schaltpunktempfehlung nicht mit der Steuerung des Getriebes übereinstimmt.
Auf einer gleichen Strecke bin ich nun mehrfach in C und E gefahren, und dann auch über I im manuellen Modus. An Stellen, wo das Getriebe selbst in E noch nicht willig ist, hoch zu schalten, zeigt mir in M die Schaltpunktanzeige die Empfehlung an, hoch zu schalten. Da kann ich nur mit dem Kopfschütteln. Warum „hört“ das Getriebe nicht wenigstens im Spritsparmodus auf diese Empfehlung? Da sollten beide Systeme besser auf einander abgestimmt werden.

Hi zusammen,

leider gibt es in diesem Thread schon länger keine Neuigkeiten, scheinbar aber einige Leidensgenossen.

Da ich mich beim Kauf meines W176 mit 7G DCT (ist ja Baugleich zur B-Klasse) vom früheren Schalter zur Automatik umgewöhnen musste, wollte ich nicht sofort bei allem, was mir komisch vor kam zur Werkstatt rechnen. Es könnte ja normal sein.

Da jetzt bald eh ein Besuch beim Freundlichen, dachte ich mir, dass ich ihn mal auf folgende Verhaltensweisen des 7G DCT anspreche:

- im kalten Zustand schaltet er nach dem starten nicht hoch, dreht "eiskalt" über 3000UPM, das tut mir und dem Motor weh. Auch etwas warmlaufen lassen hilft nicht, er scheint dieses einmalige Hochdrehen unbedingt zu brauchen, auch die Schaltpaddels funktionieren in dieser Situation nicht. Manchmal kommt dann mit einem Würgen der 2. Gang rein...
- das Runterschalten verläuft manchmal sehr unsanft, da merkt man jeden Gangwechsel deutlich
- ab und zu kommt es beim Einlegen der Fahrstufe D zu einem ordentlichen Ruck und Knall durch das ganze Auto, das passierte sogar schon bei einem Besuch bei MB auf dem Hof. Der Blick eines Angestellten war so "ach der kann nicht mit der Kupplung umgehen", leider nicht reproduzierbar wenn man es braucht, schließlich war ich ja schon da 😉 Mitbekommen haben sie es aber
- viele Schaltvorgänge verstehe ich nicht, manchmal schaltet er einfach runter, manchmal klebt er dann in dem niedrigen Gang und schaltet über Kilometer nicht mehr hoch

Für mich als Laien würde das eigentlich auf eine fehlerhafte Software hinweisen, nicht unbedingt ein mechanisches Problem. Oft funktioniert auch alles eine Zeit lang. Hochschalten usw. ist butterweich.

Was mich aber primär zu diesem Thread bringt, ist die Anfahrschwäche. Ihr kennt bestimmt diese kleinen Wassergräben an Straßenrändern oder Parkplätzen. Muss ich so einen beim einparken mit niedriger Geschwindigkeit überwinden oder ausgerechnet in diesen mini-Senken anhalten, kommt er ohne ordentlich Gas geben nicht darüber hinweg. Auch die 1,5cm hohe Kante an der Garage ist für ihn ein unüberwindbares Hindernis (ich fahr ja nicht mit 30km/h in die Garage) wenn man kurz vor der Garage anhält und anrollen lässt, er hängt da regelrecht fest ohne Gas geben.
Ist das normal?

Das Ganze würde ich MB jetzt gerne mal mitgeben bei der Wartung, allerdings heißt es dann bestimmt wieder, dass die JS Garantie nicht greift und es ordentlich kosten wird. Oder auch, dass das halt normal ist. Kann ja gut sein, dann ist das Fahrzeug, so gut es mir auch gefällt, nicht ewig bei mir...
Habt ihr da Erfahrungen, bzw. was macht bzw. berechnet MB da bei euch so?

Zitat:

@w176voh schrieb am 2. Februar 2020 um 17:52:58 Uhr:


Hi zusammen,

leider gibt es in diesem Thread schon länger keine Neuigkeiten, scheinbar aber einige Leidensgenossen.

Da ich mich beim Kauf meines W176 mit 7G DCT (ist ja Baugleich zur B-Klasse) vom früheren Schalter zur Automatik umgewöhnen musste, wollte ich nicht sofort bei allem, was mir komisch vor kam zur Werkstatt rechnen. Es könnte ja normal sein.

Da jetzt bald eh ein Besuch beim Freundlichen, dachte ich mir, dass ich ihn mal auf folgende Verhaltensweisen des 7G DCT anspreche:

- im kalten Zustand schaltet er nach dem starten nicht hoch, dreht "eiskalt" über 3000UPM, das tut mir und dem Motor weh. Auch etwas warmlaufen lassen hilft nicht, er scheint dieses einmalige Hochdrehen unbedingt zu brauchen, auch die Schaltpaddels funktionieren in dieser Situation nicht. Manchmal kommt dann mit einem Würgen der 2. Gang rein...
- das Runterschalten verläuft manchmal sehr unsanft, da merkt man jeden Gangwechsel deutlich
- ab und zu kommt es beim Einlegen der Fahrstufe D zu einem ordentlichen Ruck und Knall durch das ganze Auto, das passierte sogar schon bei einem Besuch bei MB auf dem Hof. Der Blick eines Angestellten war so "ach der kann nicht mit der Kupplung umgehen", leider nicht reproduzierbar wenn man es braucht, schließlich war ich ja schon da 😉 Mitbekommen haben sie es aber
- viele Schaltvorgänge verstehe ich nicht, manchmal schaltet er einfach runter, manchmal klebt er dann in dem niedrigen Gang und schaltet über Kilometer nicht mehr hoch

Für mich als Laien würde das eigentlich auf eine fehlerhafte Software hinweisen, nicht unbedingt ein mechanisches Problem. Oft funktioniert auch alles eine Zeit lang. Hochschalten usw. ist butterweich.

Was mich aber primär zu diesem Thread bringt, ist die Anfahrschwäche. Ihr kennt bestimmt diese kleinen Wassergräben an Straßenrändern oder Parkplätzen. Muss ich so einen beim einparken mit niedriger Geschwindigkeit überwinden oder ausgerechnet in diesen mini-Senken anhalten, kommt er ohne ordentlich Gas geben nicht darüber hinweg. Auch die 1,5cm hohe Kante an der Garage ist für ihn ein unüberwindbares Hindernis (ich fahr ja nicht mit 30km/h in die Garage) wenn man kurz vor der Garage anhält und anrollen lässt, er hängt da regelrecht fest ohne Gas geben.
Ist das normal?

Das Ganze würde ich MB jetzt gerne mal mitgeben bei der Wartung, allerdings heißt es dann bestimmt wieder, dass die JS Garantie nicht greift und es ordentlich kosten wird. Oder auch, dass das halt normal ist. Kann ja gut sein, dann ist das Fahrzeug, so gut es mir auch gefällt, nicht ewig bei mir...
Habt ihr da Erfahrungen, bzw. was macht bzw. berechnet MB da bei euch so?

Tatsächlich isr ein Großteil von dem, was du beschreibst, ein Produktmarkmal. Das Hochdrehen im kalten Zustand soll laut Werkstatt dazu führen, dass der Motor schneller warm wird. Also Warmfahren mit Vollgas sozusagen. Nicht materialschonend. Aber so arbeitet das Abgasreinigungssystem schneller und somit kann der Wagen schneller die Abgaswerte einhalten. Eigentlich ein Irrsinn.
Das manuelle Hochschalten hakt manchmal an der Programmierlogik. Links runter heißt immer runter. Rechts rauf kann aber auch als „ich will nur kurz von Automatik auf Manuell wechseln“ interpretiert werden. Die Programmierung entscheidet das selbstständig in Abhängigkeit diverser Parameter. Man sieht das daran, dass zwar D auf M wechselt, aber derselbe Gang drin bleibt.
Das Runterschalten ist ebenfalls ein Produktmerkmal. Das Getriebe beherrscht nicht dieses langsame sanfte Einkuppeln, wie bei einem manuellen Getriebe (in Abhängigkeit vom Fahrer). Es kann nur klack klack klack die Gänge durchschalten.
Auch das Festhängen ist normal. Allerdings ist er im Sportmodus lebhafter dabei und macht diese Mätzchen nicht so ausgeprägt.

Moin,

das Hochdrehen kann man mit dem Gasfuß steuern, einfach etwas das Gas wegnehmen und er schaltet zwischen 2500-3000 U/min. Ja - es dient dem schnellerem Warmfahren (und ist immer noch Material schonend bei 50% der Drehzahl). Kann aber nahezu ganz vermieden werden auf Eco.

Manuelles Eingreifen in den Schaltvorgang bedeutet immer einen kurzfristigen Wechsel von Auto auf Manuell und setzt sich binnen kurzer Zeit zurück - AUßER es geht Bergab/Bergauf, dann wird der gewählte Gang behalten.

Schaltvorgänge rauf wie runter laufen bei meinem W246 Butterweich und nahezu unspürbar ab. Bei kaltem Motor merkt man sie allerdings durchaus - aber nicht wirklich störend. Heftige Gangwechsel, z.B. Bergab von 5 auf 3 können deutlich spürbar sein - genau wie bei JEDEM HS.

Ein im Gang Festhängen hatte ich noch nie.

Anfahrschwäche an Bordsteinkanten etc ist ebenso der Technik geschuldet denn es es ist nichts anderes als ein automatisiertes Schaltgetriebe. Beim HS schleifst du mit der Kupplung sonst würgst du den Bock ab. Nur Wandlerautomaten beherrschen das "Kriechen" ohne Verschleiß.

Edit. ein hartes Einkuppeln von P > D ist ebenfalls analog zum HS. Allerdings merkst du es da eher wenn du das Auto unter Last im Gang geparkt hattest.
Solltest du aber ständig spürbare oder harte Gangwechsel haben stimmt etwas nicht. Die DCT Getriebe funktionieren mittlerweile ganz ohne solche Mätzchen. Ich hatte dazu auch schon einmal einen Video-Beitrag von jemandem aus dem MT Forum gepostet.

Zitat:

@w176voh schrieb am 2. Februar 2020 um 17:52:58 Uhr:


- im kalten Zustand schaltet er nach dem starten nicht hoch, dreht "eiskalt" über 3000UPM, das tut mir und dem Motor weh. Auch etwas warmlaufen lassen hilft nicht, er scheint dieses einmalige Hochdrehen unbedingt zu brauchen, auch die Schaltpaddels funktionieren in dieser Situation nicht. Manchmal kommt dann mit einem Würgen der 2. Gang rein...

Ich kann eigentlich auch nur meine bishergen Erfahrungen mitteilen.

Das späte Schalten bei kaltem Motor ist leider normal und ist dem schnellen Kat Aufwärmen geschuldet.
Aber so schlimm macht es meiner nicht (Bj 2013 , B200, Eco Modus, neuste Getriebe Software). Wenn ich nach dem Starten das Gaspedal nur leicht trete, dann schaltet das DCT zwischen ca. 2300 und 3000 U/min. Das ist Ok. Manchmal bleibt es auch bei knapp über 2000.

Zitat:

- das Runterschalten verläuft manchmal sehr unsanft, da merkt man jeden Gangwechsel deutlich

Das kenne ich bisher eigentlich nicht. Die Rückschaltungen laufen kaum merklich ab.

Auch bei manuellem Rükschalten gibt es meistens kaum bis gar keine Schaltrucke. Bei starkem Schiebebetriebe und manuellem Rückschalten wird der Ruck etwas größer. Aber immer noch gut.

Zitat:

- ab und zu kommt es beim Einlegen der Fahrstufe D zu einem ordentlichen Ruck und Knall durch das ganze Auto, das passierte sogar schon bei einem Besuch bei MB auf dem Hof.

Das kenne ich nur, wenn ich nach dem Einlegen von D nicht auf der Bremse bleibe. Dann gibt es manchmal einen kleinen Ruck. Aber nur direkt nach dem Starten. Das ist vermutlich dem Umstand geschuldet, dass nach dem Starten (auch warm) die Drehzahl erst einmal auf ca. 1100 U/min liegt und sich erst später absenkt. Stehe ich in dieser Zeit nicht auf der Bremse, gibt es diesen Ruck, bis der Motor auf ca. 750 U/min runter ist.

Wenn ich D einlege, auf der Bremse bleibe und nach ca. 2-3 sek. die Bremse löse, gibt es keinen Ruck.

Zitat:

- viele Schaltvorgänge verstehe ich nicht, manchmal schaltet er einfach runter, manchmal klebt er dann in dem niedrigen Gang und schaltet über Kilometer nicht mehr hoch

Ich verstehe die Getriebesteuerung häufig auch nicht. Das DCT ist toll aber die Steuerung möchte ich regelmäßig aus dem Fenster schmeißen.

Früher mit Bowdenzug zur Drosselklappe war es einfach.
Voll getretens Gaspedal = 100 % Gas = volle Beschleuinigung
nicht getreten = 0% = keine Beschleuinigung
dazwischen lief es linear.

Bei der B Klasse mit DCT ist das völlig unkalkulierbar.

Die Steuerung verstehe ich erst etwas, seitdem ich OBD mitlaufen lasse.

Volle Beschleunigung hat man, wenn man das Gaspedal zu ca. 50% runter tritt. Dann liegen voller Ladedruck, Drosselklappe und Last an. Ab ca. 55-65% wird ein Gang zurück geschaltet. Bei ca. 70% wird 2 Gänge zurückgeschaltet.
Aber : Wenn man vorher etwas zu zaghaft war (Gaspedal langsam getreten) , dann wird auch bei ca. 60-63 % nicht zurück geschaltet. Bei 70% aber wieder 2 Gänge. Wie will man die paar Prozente zuverlässig fühlen. Also hat man schnell eine Drehorgel.

Bei niedrigen Geschwindigkeiten ist wieder vieles anders (Ampel, nach Tempo 30 Zone, usw).
Hier bekommt man nahezu keine volle Beschleunigung bei niedrigen Drehzahlen hin. Das geht nur über hohe Drehzahl. Oder manuell.

Meine Erfahrung: Das getriebe hält die Drehzahlen extrem niedrig oder mutiert sofort zur Drehorgel. Dazwischen gibt es fast nichts. Wer zügig mit niedrigen Drehzaheln fahren will, der beißt sich ständig mit dem Getriebe.

Zitat:

Was mich aber primär zu diesem Thread bringt, ist die Anfahrschwäche. Ihr kennt bestimmt diese kleinen Wassergräben an Straßenrändern oder Parkplätzen. Muss ich so einen beim einparken mit niedriger Geschwindigkeit überwinden oder ausgerechnet in diesen mini-Senken anhalten, kommt er ohne ordentlich Gas geben nicht darüber hinweg. Auch die 1,5cm hohe Kante an der Garage ist für ihn ein unüberwindbares Hindernis (ich fahr ja nicht mit 30km/h in die Garage) wenn man kurz vor der Garage anhält und anrollen lässt, er hängt da regelrecht fest ohne Gas geben.
Ist das normal?

Kenne ich nicht.

Wenn ich z.B. von der Breme gehe, kein Gas gebe, dann merke ich, wie sich die Kupplungen (Lamellen) des DCT schließen. Stehe ich dabie z.B. vor einer kleinen Kante, kann ich mit etwas Gas die Kante sofort überwinden. Ich habe dabei das gleiche Gefühl wie bei der Handschaltung.

Natürlich vermeide ich so etwas. Genauso wie bei der Handschaltung. Aber hier geht es ja ums Prinzip.

B-W246 220D - 2016 -DCT -110k km - Getriebeölwechsel vor ca. 20000km -Frage:
Ich habe den Eindruck das Anfahrverhalten ist ruppiger geworden. Es ist schwieriger,ohne einen kleinen Satz nach vorne, Kopfnicken der Besatzung, los zu fahren. Sehr vorsichtiges Gasgeben eingeschlossen. Beim Rangieren in der Parklücke aufmerksamkeitsbedürftig.
Ist das ein Gewöhnungseffekt über die Jahre, auch meiner, der Kilometer oder was könnte es sein?

Mfg

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