Handbremse nach Bremsscheibenwechsel HA einstellen?
Hallo liebe Schrauber.
Habe da ne kleine Frage: Habe bei einem Kollegen an seinem Audi 90 B3 die Bremsscheiben+Beläge HA erneuert... alles wunderbar! Auch nicht das erste mal, dass ich Bremsen ernuert habe.
Nun das selbe Spiel an meinem 88er Coupe! Doch jetzt kann ich die Handbremse plötzlich fast bis zur Rückbank ziehen und rechts greift er mehr als links. Trotzdem nur leichte Handbremskraft. Beide Sättel laufen dennoch schön und bisdato war die Handbremse auch immer schön straf!
Was hab ich falsch gemacht? Muss ich meine Handbremse nun neu einstellen? Falls ja, sind die Schrauben zum nachstellen unter der Mittelkonsole oder unterm Fhz.? Und warum muss ich sie einstellen? Habe das bisher nie machen müssen!
Danke für eure Tipps und Hilfe im Vorraus!
17 Antworten
Ist evtl das eine Handbremsseil ausgehackt?
Schraube zum Nachstellen ist unter dem Wagen am vorderen Ende der Bremsseile.
Seile habe ich überprüft, denn den Verdacht hatte ich auch. Ist aber alle drin und die Sättel ziehen sich beim betätigen der Handbremse auch beide an. Woher kann denn das kommen? Ist doch sonst nicht üblich?! Vorallem da die alten Beläge noch gut waren und nur gewechselt wurden, weil die Scheiben eingelaufen waren!
Danke für deine Hilfe...
Mit Spezialwerkzeug, drehen und drücken...
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dreh den kolben etwas raus, dann sollte es funktionieren.(wenn der sattel nicht defekt ist oder das seil am handbremshebel ausgehackt ist) aber ohne druck, einfach nur drehen!
mein letzter wechsel bei dem modell ist schon etwas länger her, aber die meisten hersteller haben auf der trägerplatte der beläge eine nase die in die aussparung am kolben greift. da auch drauf achten
Bei VAG gibt es an den Hinterachsbelägen keine Nasen, in die der Kolben greift....bei den alten jedenfalls nicht.
Was soll das Bringen, den Kolben rauszudrehen? Der muß beim Betätigen der Betriebsbremse von allen heraus kommen!
Schau einfach, ob der Kolben richtig am Belag anliegt. Läßt sich der Handbremshebel am Sattel selbst bewegen? Es sollte beim Betätigen des Hebels sofort eine Bewegung des Kolbens zu sehen sein - wenn nicht, Sattel überholen lassen, denn dann wird die Schubstange fest sitzen...
Zitat:
Original geschrieben von stummel78
Bei VAG gibt es an den Hinterachsbelägen keine Nasen, in die der Kolben greift....bei den alten jedenfalls nicht.Was soll das Bringen, den Kolben rauszudrehen? Der muß beim Betätigen der Betriebsbremse von allen heraus kommen!
Schau einfach, ob der Kolben richtig am Belag anliegt. Läßt sich der Handbremshebel am Sattel selbst bewegen? Es sollte beim Betätigen des Hebels sofort eine Bewegung des Kolbens zu sehen sein - wenn nicht, Sattel überholen lassen, denn dann wird die Schubstange fest sitzen...
mir hat das wieder rausdrehen schon mehr als einmal geholfen. dem rest stimme ich zu
Der Kolben muß beim Treten des Pedals allein wieder herauskommen...ist das nicht der Fall, ist etwas nicht in Ordnung, denn bei jedem Bremsvorgang muß der Kolben ja auch wieder herauskommen. Wenn er das nicht macht, hast Du zum einen kaum eine Bremswirkung der Betriebsbremse an der Hinterachse, und zum anderen kann die Handbremse aufgrund des sehr begrenzten Weges nicht arbeiten.
Kaum zu glauben... linken Sattel runter, den Kolben nur ein kleines bißchen rausgedreht und alles funktioniert wunderbar. Handbremse pickobello...
Heißt das jetzt etwa dass dieser Sattel evtl. nicht richtig funktioniert? Aber der Hebel läuft vor und zurück bei betätigen der Handbremse...
Danke vielmals für eure Hilfe... Seit echt super!!!
...wenn das so ist, wie Du beschreibst, dass Du den Kolben rausdrehen mußtest, dann ist die interne Nachstelleinrichtung nicht in Ordnung.
Dein Problem wird dann wieder auftauchen, wenn die Beläge etwas abgebremst sind. Der Vorgang findet dann schleichend statt und Du wirst es damit nur schwer feststellen...
Kurz zur Funktionsweise: durch die hydraulische Bremse wird der Kolben nach außen gedrückt. Da der Kolben aber über eine interne Nachstelleinrichtung verfügt, muß diese Nachstelleinrichtung über eine (in Ausdrückrichtung nicht selbsthemmende) Gewindestange mitgleiten können. Macht sie das nicht, kann sich der Kolben nur ein kleines Stück bewegen, was dann eben nicht ausreicht, um den Verschleiß bzw. den Spalt nach dem Wechsel wieder zu überbrücken.
könnte sein , dass du einen neuen brauchen wirst aber das selbe problem hatte ich auch bei generalüberholten sätteln. ich denke, dass der kolben einfach zu weit reingedreht wurde
Den Kolben kann man nicht zu weit reindrehen...der geht nur bis zur Anlage und dann gibt eben die Nachstelleinrichtung frei...ohne jegliche Folgen. Das funktioniert dann wieder genau so weiter....
Bei überholten Sätteln darf das Problem nicht auftreten. Oft kommt es aber vor, dass man nach dem Wechsel des Sattels die Luft schwer rauszubekommen ist. Aufgrund der ungünstigen Bauform befindet sich die Entlüfterschraube nicht am höchsten Punkt des Sattels, was dann hin und wieder zu Problemen bei der Entlüftung kommt. Dabei hilft dann nur, den Sattel vom Halter zu lösen, etwas zwischen die Beläge zu legen und dann beim Entlüften den Sattel so halten, dass der Entlüfternippel oben ist.
@Niko
Auf Dauer hilft da sicherlich nur ein neuer, bzw. überarbeiteter Sattel...