Großer Preis von Ungarn / Budapest

Porträt

Inmitten einer schönen, aber staubigen Hügellandschaft eingebettet liegt der Hungaroring. Die Zuschauer erhalten aufgrund der Tatsache, dass rund um die Strecke kleinere und größere Hügel zu finden sind, einen sehr guten Blick auf die Strecke. Lohnenswert ist ein Trip nach Ungarn nicht nur wegen der Formel-1-Strecke, sondern auch angesichts der Hauptstadt des Landes, Budapest. Die Metropole hat rund zwei Millionen Einwohner, damit lebt fast jeder fünfte Ungar in "Budapescht", wie die Einheimischen den Namen aussprechen.
Von den etwa 20 Millionen Touristen, die jährlich nach Ungarn reisen, statten mehr als die Hälfte Budapest einen Besuch ab. Für die meisten von ihnen gilt die Stadt als schönste Metropole an der Donau. Eines der beliebtesten Fotomotive ist das Parlament, das zahlreiche Reiseführer und Stadtpläne schmückt, mit der majestätischen Donau im Hintergrund.
Ungarns Hauptstadt darf sich Bad Budapest nennen: 123 Thermalquellen - zwischen 20 und 76 Grad warm - sprudeln aus bis zu 1.250 Metern Tiefe jeden Tag 70 Millionen Liter Wasser empor.
Der Grand Prix von Ungarn wird seit 1986 ausgetragen. Es war das erste motorsportliche Großereignis im damaligen Ostblock und zog an den drei Veranstaltungstagen 260.000 Zuschauer an.
Die Piste ist nicht jedermanns Sache. Sie ist mit ihren 14 Kurven auf 4,381 Kilometern sehr eng und ermöglicht kaum Überholmanöver. Insbesondere am Freitag ist die an für sich schon wellige Strecke sehr staubig und damit auch rutschig. Die fast immer hochsommerlichen Temperaturen verbunden mit einem 70 Runden andauernden, verhältnismäßig langen Rennen führen dazu, dass die Fahrer teilweise bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gelangen, wenn sie sich nicht optimal vorbereitet haben. 

Asphalt-Qualität wellig
Grip-Niveau niedrig
Reifenmischung Supersoft/Medium
Reifenverschleiß mittel bis hoch
Bremsenverschleiß hoch
Vollgasanteil 58 Prozent
Top-Speed Rennen 291 km/h
Längster Vollgasteil 750 Meter (11 Sekunden)
Benzinverbrauch niedrig
Gangwechsel pro Runde 50
Fahrtrichtung im Uhrzeigersinn
Anzahl Linkskurven 6
Anzahl Rechtskurven 8
Streckendebüt 1986
Erster Sieger 1986: Nelson Piquet, Williams
Erste Pole 1986: Ayrton Senna, Lotus
Anzahl Grands Prix 24

Beste Antwort im Thema

Na, da ist die Aufregung mal wieder gross. So gross, dass hier einige User die gute Erziehung vermissen lassen und in die Tier- resp. Fäkalsprache abgleiten. Dieses Recht beanspruchen sie in geradezu egomanisch anmutender Selbstverständlichkeit. Schliesslich hat es in Ungarn ja einen Tötungsversuch gegeben. Da hat ein scheinbar völlig wildgewordener, durchgeknallter und psychopathischer Irrer völlig vergessen, dass er Familienvater ist, wie sein Gegenüber auch, und hat dem Gegner nicht nur die Pistole an den Kopf gehalten, sondern auch 6mal abgedrückt. Nur gut, dass die Patronen nass waren, oder?

Das Manöver von Schumi war extrem hart, übertrieben hart, zugegeben. Nüchtern und sachlich betrachtet jedoch gab Schumi Rubens zu jeder Zeit genügend Luft, auch wenn das den meisten hier nicht schmecken mag. Hätte er nicht genügend Luft gelassen, hätt's gekracht. Und nicht Gott hat das Ende der Mauer dort hingestellt, das Ende der Mauer steht in Ungarn einfach dort. Seit jeher. Und man sieht's aus dem Cockpit raus. Sieht jeder, weiss jeder. So einfach ist das.

Natürlich, wenn man RTL guckt und der Danner im Anschluss an dieses Manöver fast in Ohnmacht fällt, dann ist die Meinung vielerorten geBILDet. Ich hab's diesmal bewusst so gemacht, dass ich direkt nach dem Rennen ausgeschaltet habe. Ich hatte schlicht keine Lust auf Kommentare zu diesem Manöver von Lauda und/oder anderen bezahlten Interessenvertretern und Markenbotschaftern. Ich habe zwei Augen, ein einigermassen funktionierendes Hirn, etwas Erfahrung im Motorsport, genügend Sozialkompetenz und ausreichend EQ um die Situation ALLEINE bewerten zu können. Und ich komme nach reiflicher Überlegung zum Schluss, dass trotz aller Grenzwertigkeit nichts passiert ist. Glück? Können? Wer vermag das zu beurteilen? Wer hat in seinem Leben bereits einen Open-Wheeler bei 300 km/h über eine Gerade gejagt? Im In-Fight? 1 cm ... 10 cm ... was ist knapp, was ist beherrschbar?

Und die ganze hätte, möchte und könnte-Kamelle, die hier JEDESMAL geöffnet wird, wenn das persönliche F1-Feindbild (heute mal Schumi, das nächste Mal wieder Alonso, gerne aber auch immer mal wieder Hamilton) wieder mal an die Grenzen des Machbaren geht, ist so überflüssig wie das Manöver von Schumi selbst. Er hatte im Mercedes keine Chance, wollte sie aber trotzdem nutzen. Nun, eine Gazelle flieht in jedem Falle vor dem Geparden, auch wenn es ihr klar ist, dass sie diesen Kampf am Ende des Tages verlieren wird. Dieses Gen gehört nunmal auch zu einem richtigen Spitzensportler, davon sitzen die wenigsten wohl zuhause und schreiben ihre Gedanken ins MT-F1-Forum. Ist also für die wenigsten direkt und persönlich nachvollziehbar.

Ich könnte mir vorstellen, die völlig übertriebene Härte dieses Manövers war (auch) zu grossen Teilen die - menschlich nachvollziehbare - Revanche für Rubinhos Aussagen anlässlich der Pressekonferenz, wo er sich über seine und die Erziehung der Kinder ausgelassen hat und Schumi dergestalt und zwischen den Zeilen die Fähigkeit abgesprochen hat, seinen Kindern die richtigen Werte mit auf den Lebensweg zu geben. Interpretationssache, zugegeben.

Aber, sowas hört nunmal niemand gerne. 😉

Ich möchte mich an dieser Stelle, im Gegensatz zu vielen emotional allzuoft aufgewühlten Usern, hier strikte an die Faktenlage halten. Schumi fuhr relativ linear und konsequent die Linie zu, es gab keine allzu zackigen Schwenker, welche dem Gegner das Reagieren (erst ausweichen, dann bremsen) verunmöglicht hätten. Der Beweis, nochmals, es ist nichts passiert, also war logischerweise genügend Platz auf allen Seiten und an Spekulationen, ob dies nun mit purem Glück oder bloss mit einem misslungenen Tötungsversuch zu tun hat, werde ich mich nicht beteiligen. Klar ist, Schumi wollte Rubens den Schneid abkaufen und schauen, wie weit Rubens gehen wird. Und der hat durchgezogen. Chapeau, nebenbei bemerkt. Wusste gar nicht, dass Rubens solche Cojones mit sich rumträgt. Schumi hat zwar einen hübschen Strick geknotet und diesen um Rubens Hals gelegt, aber er hat dem Stuhl keinen Schubser gegeben, einfach um bei der hier mehrmals verwendeten Terminologie zu bleiben. Und ja, der Stuhl kann von selbst umfallen. Wurmbefall. Erdbeben, keine Ahnung. Ich will nur klarmachen, dass man unterscheiden sollte zwischen Vorsatz im Tun und in Kauf nehmen von aus Sicht des Angeklagten abwägbaren Risiken.

Ich schliesse aus dem von mir gesehenen, dass Schumi die Situation jederzeit in dem Masse kontrolliert hat, wie man ein solches Fahrzeug halt kontrollieren kann. Schumi hat selbst Familie und nein, ich glaube nicht, er würde sein Leben willentlich riskieren, wie hier auch schon kolportiert wurde, jedenfalls nicht mehr als JEDER, der am Sonntag Mittag in einen Openwheeler steigt und ein H.A.N.S.-System um den Hals trägt nur um sicherzustellen, dass der Kopf dranbleibt, wenn er die Karre versenkt, also gehe ich davon aus, dass er das auch während dieses Manövers nicht getan hat. Und um ein Psychogramm von Schumi zu erstellen, sollte man ihn vielleicht etwas besser kennen, als es dies die meisten hier wohl tun. Kommt dazu, dass den meisten wohl auch die entsprechende Befähigung fehlt, aber hallo, sich selbst erlaubt man ja in fast jeder Situation das bisschen mehr als allen anderen, insofern ...

Und weil ich denke, dass er sein Leben nicht willentlich riskiert hat, hat er im Umkehrschluss auch Rubens Leben zu keiner Zeit willentlich gefährdet. Denn das eine schliesst das andere zwingend mit ein.

Und da keiner der hier anwesenden Schreiber an seiner Stelle im Cockpit sass, gehe ich auch davon aus, dass keiner für sich alleine beanspruchen will, hier allen anderen nachvollziehbar erklären zu können, ob Schumi die Situation kontrolliert hat oder ob alles letzten Endes nur haarsträubendes Glück war.

Fazit: Man muss Schumi für dieses Manöver natürlich verurteilen, auch bestrafen, es war hart, grenzwertig, in letzter Konsequenz aussichts- und demnach relativ sinnlos, kurz überflüssig wie ein Kropf. Schumi hätte sich im Anschluss für seinen, na ... sagen wir mal "Übereifer im Affekt" bei Rubinho entschuldigen sollen, vielleicht sogar müssen, denn Rubens sah ja nicht in den Kopf von Schumi und wusste ja nicht, ob dieser noch richtig tickt oder nicht.

Aber Schumi an dieser Stelle einen Tötungsversuch zu unterstellen, sollte man ebenfalls juristisch verfolgen können. Meinungsfreiheit in allen Ehren, aber unkontrollierte Hetze hat, wie die Geschichte immer und immer wieder beweist, noch nie Gutes hervorgebracht. Hier haben einige ihr Mund- resp. Schreibwerk noch weniger unter Kontrolle als Schumi seinen ihm angeborenen Ehrgeiz. Und wir sitzen ja schliesslich nicht mit 180 Puls an der Tastatur und haben gefühlte 60° Celsius im Helm sitzen.

Salut
Alfan

PS. Gutes Rennen von Sauber, Button war nie in der Lage, de la Rosa gefährlich zu werden.

Die zwei gefährlichsten Szenen waren jedoch in der Box zu bestaunen. Gefährlich, WEIL etwas passiert IST. Der Lollipop-Mann von Renault hatte ziemlich sicher eine ziemlich unruhige Nacht. Genauso wie der Mercedes GP Schrauber hinten rechts. Ein teuflisch gefährliches Geschäft, die F1.

Nun. Jeder F1-Angestellte muss an jedem Rennwochenende unter grösster Belastung Höchstleistungen erbringen. Entscheidungen sind in Millisenkunden zu treffen. Wir haben alle Zeit der Welt, hier Posts zu schreiben und können diese sogar noch 2 Stunden lang korrigieren. Und trotzdem kommen immer mal wieder menschliche Abgründe zum Vorschein .... komisch, nicht? Aber ist ja eh alles virtuell ... im richtigen Leben sind wir alle ganz anders .... 😎

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Zitat:

Original geschrieben von Kartschrauber1


Meine Bitte an einen Moderator: dieses Thema bitte schließen!
"Halbgott", du hast das andere Thema doch auch schon geschlossen. Bitte dieses auch. Das alles hat mit einer vernünftigen Diskussion doch nichts mehr zu tun!

Ich denke mal, eine solche Reaktion hat sich inzwischen erübrigt. Es ist doch alles wieder im Lot.

Zitat:

Original geschrieben von Kartschrauber1


@ LKW-Reppi

Deine Themenstarts zu den F1 Wochenenden finde ich super. Sehr informativ und gut zu lesen. Danke und weiter so 😎

Die sind auch nur unerlaubt kopiert, sprich geklaut:

www.motorsport-total.com/f1/saison/Hungaroring.html

🙄

Zitat:

Original geschrieben von walter240


ich habe eine frage, vielleicht beantwortet sie ja jemand. wenn anstelle der mauer eine weite wiese gewesen wäre, wäre dann das manöver von schumi regelkonform gewesen oder nicht?

danke.

Selbstverständlich nicht.

Zitat Barrichello: "Aber ich hätte niemals beim Versuch ihn zu überholen zurückgezogen"

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Sogar Schumacher hat seinen Fehler inzwischen eingesehen. Wenn es jetzt irgendeiner seiner übriggebliebenen Fanatiker immer noch nicht eingesehen hat, dann ist demjenigen wohl wirklich nicht mehr zu helfen. Gern hätte ich die Worte von Norbert Haug zu Schumacher gehört, der solche unüberlegten Verzweiflungstaten wohl nicht mehr sehen will. Bei Ferrari gab's niemals irgendeine Einsicht, da fehlte es wohl an bodenständiger Reflektion.

Zitat:

Original geschrieben von opiman


liebe Alfan
erstens entschuldige ich mich für meine schreibfehler aber weil ich kein deutsche bin geht es manchmal daneben.
.....

Hi opiman

Soweit kommt's noch, dass Du Dich für Schreibfehler bei mir, einem ebenfalls Nicht-Deutschen mit ebenfalls genügend Schreibfehlern, entschuldigen musst. Wirklich, tut nicht Not, auch wenn nett gemeint.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Fahrer ihre Kleinkriege ruhig auf der Strecke ausfechten sollen. Sind alle gut bezahlt oder haben alle genügend Kohle, für gutes Geld fahren zu dürfen. Es ist schlicht ein Privileg, eine Superlizenz zu besitzen. Dazu gehören nicht nur das Scheinwerferlicht, die Mädels, die Fans, der Respekt der Öffentlichkeit und die exorbitant hohen Gehälter, sondern auch die andere Seite der Medaille zu akzeptieren. Motorsport ist nun mal gefährlich. Gefährlicher als Bowling, gefährlicher als Tischtennis. Auch gefährlicher als Radsport, wo die Sprinter sich die letzten 100m jeweils die Ellenbogen an die Schädel hauen und sich gegenseitig bei 60 - 70km/h in die eisernen Abschrankungen rein drücken wollen. Und die Jungs verdienen wirklich schlecht. Im Vergleich zu den gehätschelten und täglich gepamperten F1-Fahrern. Übrigens, ein Velofahrer, der die Tour de France zu Ende fährt, hat eine körperliche Leistung erbracht, für die ein Fussballer in 3 Wochen rund 70 Pflichtspiele absolvieren müsste. DAS ist lebensgefährlich. Und zwar nachhaltig.

Sorry, bin abgeschweift.

Mitleid für F1-Piloten, die während der Ausübung ihres Berufes in lebensgefährliche Situationen geraten, kann ich da bei aller Hingabe kaum aufbringen. Seien wir ehrlich, die meisten F1-Fahrer wollen eigentlich auch kein Mitleid, es wäre ihnen zu peinlich, bis auf einige, wenige Ausnahmen, denen eigentlich nichts zu peinlich ist 😉. Aber die Mechaniker, die oft auch durch die Nacht hindurch malochen, die ganze Saison alles geben, auf fast alles verzichten .... nein, die Jungs sollte man nun wirklich nicht wegen dem einen oder anderen WM-Punkt einer völlig unnötigen Gefahr aussetzen. Ist einfach nicht fair, weil man sich da nicht auf Augenhöhe begegnet.

Nun, so sehe ich die Dinge. Nichts, wozu ich nicht 100%ig stehen kann. Und ich denke, vielen stünde es sehr gut zu Gesicht, mal zu versuchen, das grosse Bild zu sehen. Nicht das kleine, mit dem F1-Logo in der oberen rechten Ecke. Ist nur Zeitvertrieb. Moderne Gladiatoren. Und wir, das Volk, toben. Wie vor 2000 Jahren.

Salut
Alfan

@all ... auf youtube sind hunderte, vermutlich tausende solcher und ähnlicher Manöver abgespeichert. Einfach mal alle Rennserien der Welt durchgehen und Sicherheitsstandardbereinigt die jeweiligen Manöver bewerten. Und dann bleibt die Kirche vielleicht auch mal etwas länger im Dorf stehen.

Edith ... @Feinbestäuber ... Du betrachtest also eine politische Entschuldigung, basierend auf einem Krisen-PR-Szenario aus der Mercedes GP Marketing-Schmiede, als ernstgemeinte Entschuldigung? Ernstgemeinte Entschuldigungen kommen sofort, unmittelbar (was er mMn auch unbedingt hätte tun müssen) ... nicht nach erfolgter Krisensitzung mit dem hauseigenen PR-Stab. Und Schumi-Fanatiker habe ich hier keinen einzigen gelesen ... aber das weisst Du ja selbst ... 😉

Geschätzter Alfan,

ich fürchte ich muss dir schon wieder - wenigstens ein klitzekleines bisschen - widersprechen.
F1-Fahrzeuge sind unglaublich sicher, keine Frage...solange der Fahrer solo abfliegt. Wenn aber zwei Autos bei diesem Tempo kollidieren dann besteht üble Gefahr für die Köpfe der Fahrer, sei es aufgrund von rumfliegenden Teilen (Räder etc.) oder schlichtweg aufgrund des Chassis, Motors und Getriebes des Unfallgegners. Der Name Henry Surtees sagt dir sicher etwas? Sich ineinander verhakende Monoposto sind trotz Kohlefaser Monocoques gefährlich, da beisst die Maus keinen Faden ab.
Und auch dein Zitat "Du darfst jedoch nie, in keinem Falle, zu keiner Zeit Deine oder andere pitlane crews in Gefahr bringen" trifft die Wahrheit nur halb. Du hast gesehen wie hoch das vergleichsweise langsam dahinkollernde Rad von Rosberg gesprungen ist? Und nun knallen zwei Autos bei 280-oder-wieviel-auch-immer Stundenkilometer an der Boxenmauer zusammen...ich stelle mir lieber nicht vor wo überall da Trümmer einschlagen könnten. Und auch am Ende der Boxenausfahrt gibt es Menschen, z.b. Streckenposten. Genauso wie in der Verlängerung der Start/Zielgeraden...wie weit so ein Rad fliegen kann ohne dabei nennenswert Tempo abzubauen weisst du, und du erinnerst dich sicher an die durch Räder tödlich verletzten Streckenposten in Monza 2000 und Melbourne 2001?
Von daher bitte ich dich das nicht zu verharmlosen.

Gruss
Toenne

Ach ja, in der allgemeinen Motorsport-Rubrik hier im Forum wurde noch ein anderer Punkt vorgebracht.
schaut euch das Foto nochmals an: http://bilder.bild.de/.../...renderScaled,property=Bild,height=349.jpg
Und nun stellt euch vor es kommt ein anderer Fahrer aus der Box...
Blaue Warnlampe an der Ausfahrt hin oder her, kein Fahrer käme auf die Idee dass jemand mit diesem Speed auf dieser Linie fährt, sehen können hätte er ihn aufgrund der Mauer ohnehin nicht und ausweichen daher schon gar nicht. Oha, das hätte gerumpelt...

Gruss
Toenne

Zitat:

Original geschrieben von Kartschrauber1


@ LKW-Reppi

Deine Themenstarts zu den F1 Wochenenden finde ich super. Sehr informativ und gut zu lesen. Danke und weiter so 😎

Schade das es, speziell in diesem Fall, so ausarten muß. Aber das liegt nicht in deiner Hand, sondern an wenigen, mit denen man eben keine vernünftige Diskussion führen kann.

Ich habe lediglich wie schon beim ersten Fred von mir erwähnt eine alte Tradition Vertretungsweise ausgeführt. Nichts schweres. Erst dachte ich als Urlaubsvertrtung aber leider mußte ich folgendes im Profil von invisible_ghost lesen:

Signatur
- Momentan aus gesundheitlichen Gründen nicht moderativ tätig, bitte bei Fragen / Problemen an die Kollegen wenden! -

An dieser Stelle wünsch ich gute Besserung.

Zitat:

therealfirefighter

Die sind auch nur unerlaubt kopiert, sprich geklaut:
www.motorsport-total.com/f1/saison/Hungaroring.html
🙄

Gerne darfst du das nächste mal den GP-Fred eröffnen. Ich habe das gemacht, weil nichts geschah. Es tut mir wirklich sehr Leid einfach nur Text kopiert zu haben wie die Vorgänger, aber du wirst uns das nächste mal bestimmt mit selbst recherchierten, nicht kopierten Zeilen erfreuen. Das ist sehr lobenswert und immer noch besser als hier rum zu spammen und nicht einen einzigen Beitrag zum Thema in diesem Fred gebracht zu haben.

Du hast schon beim Beryllium daneben gelegen. Lass doch diese albernen Sticheleien.

Zitat:

Original geschrieben von Zed320


Zitat Barrichello: "Aber ich hätte niemals beim Versuch ihn zu überholen zurückgezogen"

Warum sollte er denn auch?

Zitat:

Original geschrieben von toenne


Geschätzter Alfan,

ich fürchte ich muss dir schon wieder - wenigstens ein klitzekleines bisschen - widersprechen.
....Von daher bitte ich dich das nicht zu verharmlosen.

Gruss
Toenne

Werter Toenne

Du darfst mir gerne widersprechen, Deine Argumentation ist ja auch absolut schlüssig. Und keine Angst, es liegt mir fern, irgendwas zu verharmlosen. Allerdings warne ich davor, in diesem Falle allzu dunkle Szenarien an die Wand zu malen. Man kann auch schon mal in einem einstürzenden Haus ums Leben kommen. Oder ... am letzten Wochenende kam bei uns in der Schweiz ein Gast einer Modellflugzeugshow ums Leben, weil ein Pilot die Kontrolle über sein Fluggerät verlor, welches dann den Gast ... irgendwo auf der Wiese, mitten am Kopf erwischte. Ich hoffe, Du verstehst, was ich damit sagen will.

An einem Rennwochenende ist jeder einzelne Zuschauer, jeder Helfer, jeder irgendwie Anwesende in potentieller Lebensgefahr. Wir haben gelernt, dass die Radseile nicht halten, was die Ingenieure laut FIA-Regulations versprechen müssen. Und so ein Rad kann IRGENDWO hinfliegen. Nun aber jedes erdenkliche Unfallszenario hier durchzuspielen, nur um dem MSC-Manöver übertrieben mehr Gefährlichkeit zuzusprechen als es in Tat und Wahrheit verdient hat, ist realitätsfremd und grenzt schon beinahe an populistisch anmutenden Aktionismus.

Ganz ehrlich ... wenn die beiden sich berührt hätten, dann wären mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beide von der Piste getrudelt, ausgestiegen und dann aufeinander los gegangen. Und dies sage ich im Wissen drum, dass auch beide hätten sterben können. Webber hätte sterben können, Massa, Kubica, Buemi, Glock .... ist alles nicht lange her. Es geht hier schlicht um Wahrscheinlichkeitsrechnungen und freiwillige Inkaufnahme von erhöhter Lebensgefahr durch ein vom Gegner nur ungern akzeptiertes eigenes Überholmanöver. Niemand, der keine blaue Flagge geschenkt bekommt oder per Funkspruch dazu motiviert wird, fährt freiwillig zur Seite. Somit birgt jedes reguläre Highspeed-Überholmanöver erhöhte Lebensgefahr, tönt komisch, ist aber so, va bei open-wheelern.

Ich bin wirklich zu lange dabei um nicht zu wissen, was bei einem Highspeed-Crash alles geschehen kann, aber das ist genau das was ich meine ... hier wird immer vom sich abzeichnenden Weltuntergang gesprochen, ausschliesslich in diese eine Richtung argumentiert, dabei ist JEDEM Piloten im Grid bestens bekannt, was bei einem schieflaufenden Überholvorgang so alles passieren kann. Und wenn ich davon spreche, die pitlane-crews nicht in Gefahr zu bringen, dann rede ich ausdrücklich vom Verhalten des Piloten bei der Ein- und Ausfahrt in der Boxengasse inklusive und im speziellen die An- und Wegfahrt vom Boxenstellplatz.

Nein. Es tut absolut nicht Not, dass Ihr hier Eure schützende Hand über die Piloten, hier im speziellen über Rubens legen wollt, ist zwar aller Ehren wert, aber in letzter Konsequenz dann doch eher überflüssig. Es tut auch nicht Not, sich Sorgen um die Zuschauer zu machen. Jeder, der ein Formel 1 Rennen besucht müsste wissen, dass er in unmittelbarer Nähe der Rennstrecke durchaus einem Restrisiko ausgesetzt ist. Er geht dies FREIWILLIG ein, genauso wie jeder Pilot freiwillig in ein F1-Auto steigt. Um damit so weit vorne wie möglich durchs Ziel zu fahren. Der Weg dorthin ist nunmal gefährlich, denn alle anderen benutzen den selben Weg.

Weisst Du, ich gehöre zu denen, die die Katze auch dann nicht im Mikrowellenherd trocknen, wenn der entsprechende Hinweis-Kleber auf der Scheibe fehlt. Sorry für die polemische Argumentation, aber irgendwann muss einfach auch mal gut sein. Wie durch ein Wunder haben beide überlebt und wie durch ein weiteres Wunder hat es auch sonst keine Toten gegeben in Ungarn, welches das wirkliche Wunder war, darf sich jeder selbst aussuchen.

Salut
Alfan

PS. Und die Geschichte mit Surtees ... so tragisch das Ganze war, es soll auch Leute geben, die im Euro Millions gewinnen, die Chancen für beide Haupttreffer sind, im wörtlichen Sinne, teilnehmeranzahlbereinigt vermutlich ungefähr gleich hoch. Man darf mir aber auch hier gerne widersprechen.

Zitat:

Original geschrieben von Eierhals


Ich will jetzt keine Mutmaßungen über die Hintergründe anstellen (wie z.B. teaminterne Kritik), finde aber das "Sorry" von MSC ok. Das macht es zwar nicht ungeschehen, lässt aber auf eine gewisse Einsicht hoffen ...

Das wäre aber das erste Mal...

Das hat Schumacher nicht selbst zugegeben!!!
Er hat garantiert von Mercedes einen kleinen Hinweis bekommen-nach solch einem schlimmen WE verständlich🙂
Schumacher hat noch NIE einen eigenen Fehler zugegeben-noch NIE

Auffahrunfall mit DC in Spa-Schumi Schuld!
D.Hill in die Kiste gefahren-Schumi Schuld!
JV in die Kiste gefahren-Schumi Schuld!

Und und und.......ich sage nur Parken in Monaco🙂

Er kann einfach nicht verlieren-aber dieses Jahr lernt er es🙂 *FREU*

Zitat:

Original geschrieben von tommygoebel



Zitat:

Original geschrieben von Zed320


Zitat Barrichello: "Aber ich hätte niemals beim Versuch ihn zu überholen zurückgezogen"
Warum sollte er denn auch?

stell dir mal vor du kommst an eine Kreuzung, du hast Vorfahrt, dummerweise kommt da ein 40-Tonner ziemlich schnell, du fährst natürlich rein, du hast ja Vorfahrt 😉

Zitat:

Original geschrieben von CLKMan


.....

Er kann einfach nicht verlieren-aber dieses Jahr lernt er es🙂 *FREU*

Hi CLKMan

Wie äussert sich eigentlich diese Freude bei Dir im täglichen Leben? Gehst Du morgens lächelnd an Deinen Arbeitsplatz, bringst abends Blumen für die Frau und Süssigkeiten für die Kinder mit nach Hause? Wenn's denn so sein sollte, dann müsste Deine Entourage Michael Schumacher für seine Leistungen auch schon mal danke sagen. Er hat es immerhin geschafft, einen ihm völlig unbekannten Menschen und damit auch dessen nähere Umgebung mit überschaubarem Aufwand sehr glücklich gemacht zu haben.

Alles in allem, eine tolle Sache, nicht? 😉

Salut
Alfan

PS. Deine Statements sind für Deine Meinungsgenossen an dieser Stelle eher wenig hilfreich. Mittelmässig recherchiert, alles in allem zu kurz gesprungen und niemals frei von unnötigen Spitzen. Aber immerhin schaffst Du es, dem Begriff Schmerzfreiheit eine völlig neue Dimension zu verleihen. Auch nicht schlecht. 😎

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