Golf VI TSI 1.4 (122 PS) - Warm gefahren?

VW Golf 6 (1KA/B/C)

Moin,

da ich leider noch 3 Monate mehr Kurzstrecken als Langstrecken mit meinem Golf VI TSI bewältigen würde mich interessieren woran ich merke, wann der Motor die optimale Temperatur erreicht hat um auch die Drehzahlen auch mal über 3000 zu bringen! Kann ich das anhand der Wassertemperatur sehen?

Möchte meinem Schmuckstück nur das Beste geben! Habe schon bei den ersten 1000 Kilometern aufgepasst alles richtig zu machen.. Zum Glück konnte ich da erstmal eine 800 Kilometerstrecke bewältigen und die Drehzahlen meist unter 3500 halten!

LG

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Zitat:

Original geschrieben von planitzer 84


Also kurz gesagt: Wenn der Zeiger der Wassertemperatur auf 90 Grad steht kann man den Motor voll rannehmen!

Seh ich komplett anders,....gerade weil das Motoröl dann teilweise noch nicht mal 50° erreicht hat!

Den Motor dann schon zu treten, ist m.E. sehr verschleissfreudig !

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Zitat:

Original geschrieben von atze72


Moin,

ist alles richtig, trotzdem frage ich mich als Nicht-KFZ-Ingenieur: warum wird das Öl langsamer warm als das Kühlwasser? Man könnte meinen, daß es umgekehrt sein müsste! 😕

Gruß
Atze

Neben den schon genannten Gründen gibt es auch einen weiteren: Das Öl liegt ja größtenteils in der Ölwanne und wird im Vergleich zum Kühlmittel in geringeren Mengen gefördert, daher ist auch die Menge an Flüssigkeit, die mit warmen Teilen in Berührung kommt, geringer.

Zitat:

Original geschrieben von G.W.Pfusch


Ich bin jedoch schon mit neuen Diesel und Benzin betriebenen Fahrzeugen unterwegs und die haben auch einen Turbo. Die muss man heute kaum noch kaltfahren da diese wassergekühlte Turbolader haben wie auch der TSI Motor von VW. Da reicht die eine Minute von der Autobahnabfahrt um auskühlen zu können.

Das einfahren eines Neuwagens halte ich allerdings für wichtig da sich alle Teile egal ob mechanisch, hydraulisch was auch immer erstmal auf einander einspielen muss. Ist wie eine große SKA- Punkband mit 20 Mitgliedern. Die kann ich ich auch nicht einfach zusammensuchen und am ersten Tag wundern erwarten wie toll die doch zusammen spielen könnten. Das braucht Zeit.

Dieselturbos werden auch nie so heiß, das es notwendig würde, daher gibt es bei denen auch nur noch VTG Lader, was beim Benziner noch in den Kinderschuhen steckt, hier wird das Teil 950°C oder sogar 1050°C heiß.

Da steckt also eine Menge Energie im Material, was auch nach ein paar Minuten langsame Gangart noch so ist, wie ich selber sehen konnte als ich nach der Vollgasfahrt von der Bahn runter bin, auf den Parkplatz und bei laufendem Motor mal unter die Haube schaute. Das Teil glüht noch eine Weile ganz gut vor sich hin.

Turbos halten lange, wenn man sie richtige behandelt, Motoren genauso.
Der 2,3l Turbo im Volvo meiner Eltern ist jetzt fast 200.000Km gelaufen, viele davon mit Hängerbetrieb und dem Lader geht es immer noch gut.

Tritt man Motoren kalt, dann ist der Verschleiß um ein vielfaches höher, darum geht es, so frisst der Motor früher Öl, die Kompression wird schlechter usw.
Das sind schleichende Prozesse, kaum ein Motor explodiert gleich wenn man ihn kalt Tritt, das hält jeder eine Zeit aus.

Daher werden Motoren die gleich Volllast leisten müssen immer vorgewärmt, siehe Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, Schiffsdiesel usw. Davon wird keiner kalt gestartet, es sei denn ist ist ein absoluter Notfall.

Zitat:

Tritt man Motoren kalt, dann ist der Verschleiß um ein vielfaches höher, darum geht es, so frisst der Motor früher Öl, die Kompression wird schlechter usw.

Das sind schleichende Prozesse, kaum ein Motor explodiert gleich wenn man ihn kalt Tritt, das hält jeder eine Zeit aus.

Genau darum geht es, oder warum sonst gibt es viele Fahrzeuge, die einen Zylinderkopfdichtungsschaden haben, ohne je überhitzt zu sein? Mein Ausbilder hat er mir damals (vor 11 Jahren, also vergleichbare Technik) so erklärt: Ein kalter Kolben ist nicht komplett rund, sondern minimal oval, dadurch gibt es bei zu hoher Belastung dann Riefen in der Zylinderwand und am Kolben. Dazu kommt, dass auch heute noch überwiegend Motoren in Mischbauweise gebaut werden, d.h. Motorblock aus Gußeisen, Zylinderkopf aus Aluminium, welches sich schneller erhitzt. Tritt man einen kalten Motor, erhitzt sich das Alu schneller als der Rest, und da sich Metalle ausdehnen, "wandert" der Zylinderkopf im Mikrometerbereich trotz mehrerer dutzend Tonnen Presskraft der Zylinderkopfschrauben auf der Zylinderkopfdichtung. Neue Dichtungen sind elastisch, die machen das locker mit, daher gibt es seitens der Hersteller keine Probleme, die machen nur Härtetests mit fabrikneuen Autos. Im Alter fangen dann die Probleme an, die Dichtung härtet aus und kann irgendwann den hohen Verbrennungsdrücken nicht mehr stand halten, eine Zylinderkopfreparatur ist die Folge, die je nach Pkw - Alter einen finanziellen Totalschaden bedeuten kann.

Ich glaube aber weniger daran dass die Turbos noch so lange nachglühen. Natürlich werden die Dinger heiss da ist keine Frage. Aber die werden heute auch gekühlt undzwar über Wasser und nicht wie damals über die Ölschmierung. Also nach kurzer Zeit sollte der Turbo an sich schon wieder annehmbare Temperaturen haben.

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Zitat:

Original geschrieben von G.W.Pfusch


Ich glaube aber weniger daran dass die Turbos noch so lange nachglühen. Natürlich werden die Dinger heiss da ist keine Frage. Aber die werden heute auch gekühlt undzwar über Wasser und nicht wie damals über die Ölschmierung. Also nach kurzer Zeit sollte der Turbo an sich schon wieder annehmbare Temperaturen haben.

Nicht immer, aktuelle BMW haben eine elektrische Ölpumpe, da ist es nicht mehr so kritisch, aber noch vor ein paar Jahren gab es sehr viele Ausfälle an Turbos bei BMW - Motoren teilweise schon unter 50 tkm.

Zitat:

Original geschrieben von bbbbbbbbbbbb



Zitat:

Tritt man Motoren kalt, dann ist der Verschleiß um ein vielfaches höher, darum geht es, so frisst der Motor früher Öl, die Kompression wird schlechter usw.

Das sind schleichende Prozesse, kaum ein Motor explodiert gleich wenn man ihn kalt Tritt, das hält jeder eine Zeit aus.

Genau darum geht es, oder warum sonst gibt es viele Fahrzeuge, die einen Zylinderkopfdichtungsschaden haben, ohne je überhitzt zu sein? Mein Ausbilder hat er mir damals (vor 11 Jahren, also vergleichbare Technik) so erklärt: Ein kalter Kolben ist nicht komplett rund, sondern minimal oval, dadurch gibt es bei zu hoher Belastung dann Riefen in der Zylinderwand und am Kolben. Dazu kommt, dass auch heute noch überwiegend Motoren in Mischbauweise gebaut werden, d.h. Motorblock aus Gußeisen, Zylinderkopf aus Aluminium, welches sich schneller erhitzt. Tritt man einen kalten Motor, erhitzt sich das Alu schneller aus als der Rest, und da sich Metalle ausdehnen, "wandert" der Zylinderkopf im Mikrometerbereich trotz mehrerer dutzend Tonnen Presskraft der Zylinderkopfschrauben auf der Zylinderkopfdichtung. Neue Dichtungen sind elastisch, die machen das locker mit, daher gibt es seitens der Hersteller keine Probleme, die machen nur Härtetests mit fabrikneuen Autos. Im Alter fangen dann die Probleme an, die Dichtung härtet aus und kann irgendwann den hohen Verbrennungsdrücken nicht mehr stand halten, eine Zylinderkopfreparatur ist die Folge, die je nach Pkw - Alter einen finanziellen Totalschaden bedeuten kann.

Schön erklärt.

Aber bei belehrungsresistenten Menschen nützt das auch nichts.

Die müssen ihre Erfahrungen einfach selbst machen.

Oder halt der 2. oder 3. Besitzer.

Zitat:

Original geschrieben von tom-ohv


Schön erklärt.
Aber bei belehrungsresistenten Menschen nützt das auch nichts.
Die müssen ihre Erfahrungen einfach selbst machen.
Oder halt der 2. oder 3. Besitzer.

Tja was ein sinnvoller Beitrag.

zurück zum Thema:

Ich meinte ja auch nicht das alle Turbolader wassergekühlt sind, ich beziehe das auf den Turbo des TSI

Zitat:

Original geschrieben von G.W.Pfusch



Zitat:

Original geschrieben von tom-ohv


Schön erklärt.
Aber bei belehrungsresistenten Menschen nützt das auch nichts.
Die müssen ihre Erfahrungen einfach selbst machen.
Oder halt der 2. oder 3. Besitzer.
Tja was ein sinnvoller Beitrag.

zurück zum Thema:

Ich meinte ja auch nicht das alle Turbolader wassergekühlt sind, ich beziehe das auf den Turbo des TSI

Halte Dich doch einfach mal an Deine eigene Aussage vom 26.03.2010 von 23:21 Uhr ich zitiere:

"Also da wir leider keine Ingeneure sind (ich zumindest^^) können wir nur vermuten woran es liegt.

Da ich mich mit Motoren generell nicht besonders auskenne kann ich auch nicht viel dazu sagen."!

Der Turbo vom 1,4 TSI (zumindest beim 90kW weiß ich es sicher 😁) ist wasser- und ölgekühlt und je nach Temp. läuft ein Kühlkreislauf auch nach dem Ausschalten vom Motor sogar noch 480 sec. weiter, um Schäden zu vermeiden. Trotzdem steht in der Bedienungsanleitung drin, dass man nach scharfer Autobahnfahrt den Motor noch nachlaufen lassen soll.

Also ich weiß i.d.R. was ich schreibe oder ich informiere mich halt vorher.
Was Du machst weiß ich nicht!

Aber Dein Nick lässt ja gewisse Vermutungen zu . . . . . 😁😉

Zitat:

Oder halt der 2. oder 3. Besitzer.

Das ist ja das Ärgerliche, die meisten sagen sich "Ja, solange fahre ich das Auto eh nicht" und die finanziell schwachen Drittbesitzer dürfen das dann in 10 Jahren ausbaden.

Ich schreib aber auch dass der Turbo auch mit Wasserkühlung kurze Zeit nachlaufen soll. Zwar nicht lange aber nix im Vergleich zu alten Karren wie der damalige Renault den ich hatte.

Kühlung ist beim Turbo immer wichtig. Ich hab bedingt durch den Beruf mit BHKW´s zu tun das sind bei uns große Gasmotoren mit Turbolader. Die würden genauso schnell Fratze gehen wie ein Turbo eines PKW wenn man ihn nicht kühlt. Klar das Öl im Turbo muss sein um die Welle zu schmieren. Zusätzlich- wie du schon geschrieben hast- wird er noch wassergekühlt. Also wo ist das Problem?

Achja und zu meinem Nick. Den wählte ich da er sich gut anhört (oder auch nicht) und ich werde mit weitgehend vom Pfusch distanzieren denn das ist nicht meine Art :-)

Hallo, und vielleicht noch zum Thema Wassergekühlter Turbo ..... bei meiner Betrachtung der techn. Daten ist doch "nur" der Ladeluftkühler Wassergekült nicht jedoch der Turbo.
Hierbei wird die vom Turbo verdichtete, und erwärmte Luft etwas runtergekühlt.

Zitat aus dem Selbststudienprogramm 1.4l-90kw-TSI-Motor:

Zitat:

Der Abgasturbolader:
Während des Motorbetriebes erfolgt die Kühlung des
Turboladers hauptsächlich durch das Motoröl. Das
Kühlmittel wird nur bedarfsabhängig zum Turbolader
gefördert. Wird der warme Motor abgeschaltet, wird
die Pumpe für Kühlmittelumlauf für bis zu 480 Sekunden
angesteuert. So wird eine Dampfblasenbildung
im Turbolader verhindert

Danke für die techn. Erläuterung; das Selbststudieenprogramm ist schon klasse, steht mir leider nicht zur Verfügung.
Nachdem zuerst das Warmfahren diskutiert wurde, nun ist auch das richtige Abstellen des Motors geklärt. ;-)
Übrigens, im letzten Astra (hatte ich in der Firma oft gefahren) der hatte auch keine Kühltemperaturanzeige, und laut Opel soll der Motor schon nach dem Start vollgasfest sein.
Ich fahre den Motor aber trotzdem behutsam warm, denn es tut schon irgendwie weh, den klaten Motor zu treten!

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